Begleitservice
Verfasst: Do 24. Jan 2013, 02:01
Begleitservice
Viel Spass beim Lesen, Melli
"Nein das mache ich nicht."
Das Angebot war gerade eben verhallt.
"Kannst Du Dir nicht eine Frau aussuchen, die diese Rolle übernimmt."
"Ich kenne keine verlässliche und die, die ich kenne, habe ich schon alle angefragt."
"Also ich fasse noch einmal zusammen: Du brauchst für dem Empfang in 4 Monaten in deiner Firma eine Partnerin, die mit dir diesen Abend bestreitet. Sie sollte intelligent sein und so tun, als wärt ihr verheiratet. Nur dann wird dich dein Chef befördern, richtig?"
"Nicht ganz — nur dann wird er mich nicht rauswerfen. Sonst ist alles richtig — er legt wert auf verheiratete Männer in seinem Betrieb und will die Ehefrauen auch kennenlernen. Er hat mich nur eingestellt, weil ich bei der Bewerbung angegeben habe, dass ich verheiratet bin. Jetzt soll ich meine Frau auf den Empfang mitbringen."
"Wo arbeitest Du? Das geht doch deinen Arbeitgeber gar nichts an, was du machst."
"Nicht wenn es die Vatikanische Notenbank — der Vorstand — ist. Ich bin da überhaupt nur mit vielen Beziehungen und meiner Doktorarbeit drangekommen."
"Deiner Doktorarbeit...?"
"Komm lass die alten Geschichten — was sagst du?"
"Und was ist mit Begleitservices? Es gibt doch genug Frauen, die man über diese Schiene einspannen kann. Nimm eine von denen."
"Das geht nicht, denn ich weiß, dass mein Chef diese Services überwacht. Und bei meinen Freundinnen sieht das aus wie ein Heiratsantrag."
"Warum sollte ich das machen?"
"2.500 Euro im Monat und ich trage alle weiteren Kosten. Wenn alles glatt geht noch einmal 10.000 Euro extra. Ich besorge dir sogar einen persönlichen Coatch. Nach drei Monaten bist du frei. Ich erwarte aber Professionalität — niemand darf etwas merken."
Viktor kam sein Kontostand in den Sinn. Er lebte nun schon seit 3 Jahren von der Stütze. Er war stark im Soll und es war kein Job weit und breit in Sicht. Das Leben ohne Geld ist schon ziemlich aufreibend.
"Also gut ich mach's. Aber gibt es für das Geld keine bessere Lösung?"
"Wenn ich eine wüsste, hätte ich sie gewählt." antwortete Michael.
"3.000 Euro und zwar im Voraus."
"Super Viktor, du bist ein echter Freund." Michael schüttelte ihm die Hand. Ich setze mich noch heute dran und mache dir einen Plan. Morgen kannst Du damit beginnen.
Viktor wurde leicht schwummrig — worauf hatte er sich da eingelassen? Andererseits kannte er Michael schon eine halbe Ewigkeit. Er konnte seinen Kumpel auch nicht hängen lassen. Drei Monate würde er schon irgendwie herumkriegen. Und das Geld brauchte er dringend. Michael zog einen Vertrag aus der Tasche.
Viktor — wir müssen auch Nägel mit Köpfen machen. Unterschreib das bitte, sonst kann ich dich nicht einstellen. Ich muss ja nachweisen, wo das Geld hingegangen ist.
Viktor unterschrieb.
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Am nächsten Tag klingelte es um 8.00 Uhr an Viktors Tür. Viktor schälte sich aus dem Bett. Oh nein, Besuch von seinen Schuldnern??? Vor der Tür stand eine sehr attraktive junge Frau. Viktor öffnete. "Wer sind sie?", fragte er schlaftrunken. "Meine Name ist Aischa, ich bin ihre persönliche Trainerin. Michael hat mich voll eingeweiht." "Warum machen sie dann nicht den Job?" "Es ist nicht gut, wenn man als die Ehefrau von jemanden präsentiert wird und dann weiter in derselben Stadt lebt. Man wird erkannt, zukünftige Freunde werden eifersüchtig — besonders mein Ehemann. Ein Problem, das sie wohl nicht haben werden. Zudem bekomme ich eine Provision, wenn alles gut geht von 5.000 Euro. Und die wollen wir doch nicht auf's Spiel setzen. Sie müssen perfekt sein und ich werde ihnen dabei helfen."
Ab heute wird sich ihr leben die nächsten drei Monate grundlegend ändern:
Hier ist der Plan:
1. Sie gehen jeden Morgen joggen
2. Sie werden eine von mir ausgearbeitete Diät zu sich nehmen.
3. Sie werden keine zusätzlichen Kalorien zu sich nehmen.
4. Sie werden regelmäßig Stimmtraining machen, um sich auch wie eine Frau anzuhören.
5. Sie werden an Kleidung tragen, was ich ihnen sage.
6. Ab jetzt werden sie wie eine Frau auftreten, um ihr Verhalten natürlicher zu machen. Ab heute werden Sie die nächsten drei Monate keine männlichen Sachen mehr anziehen, der Eindruck, den sie hinterlassen muss gepflegt, kultiviert, atemberaubend — mit einem Wort perfekt - sein. Ich habe dazu ein Zimmer in Köln gemietet, dorthin werden wir in einer Stunde fahren. Ich nehme an, dass es ihnen hier zu peinlich wäre und sie ständig die Angst hätten, gesehen zu werden.
Sie müssen nichts packen — wir werden alles, was wir brauchen, in Köln haben.
Viktor war perplex. Die geht ran, dachte er sich. Dann schlappte er zurück in sein Schlafzimmer und zog die Hose an, die er seit drei Wochen auf dem Leib trug zusammen mit der anderen Wäsche, deren Tragezeit ähnlich war. Als er den übervollen Mülleimer sah, kratzte er sich am Hintern — ach das Runterbringen lohnte sich ohnehin nicht. Er würde ihn die drei Wochen ja nicht sehen müssen. Das Duschen schenkte er sich. Statt dessen räumte er die Bierflaschen weg und tat noch ein wenig Müll, der auf dem Fußboden lag, in den Eimer. Der Eimer fiel um, und der Müll quoll heraus. Viktor lies ihn liegen. Dann zündete er sich eine Zigarette an. Er zog seine Jacke an und folgte Aischa.
Diese brachte ihn zu einem kleinen Wagen. Als er einstieg informierte sie ihn darüber, dass das seine letzte Zigarette war. Als Viktor sie sauer ansah erklärte sie ihm Folgendes. "Also: Sie können diesen Auftrag mit mir durchziehen. Dann werden wir beide das Geld sehen und es wird kein Problem geben. Wenn sie aber kein Interesse mehr haben, dann sagen sie es jetzt. Dann lasse ich sie hier stehen und sie können sich ihr Geld sonst woher besorgen. Und damit das klar ist — ich bin der Chef." "OkOkOk is ja gut, sie haben gewonnen, Frollein. Nur reden sie nicht so laut, ich habe noch Kopfschmerzen." Die Fahrt nach Köln begann. Aischa lies das Fenster auf, obgleich der Fahrtwind kalt ins Auto zog. Gegen 10.00 Uhr waren sie da.
Die Wohnung war nett eingerichtet mit rosa Tapeten und Holzpaneelen an der Decke. Viele kleine Accessoires machten deutlich, dass hier jetzt zwei Frauen wohnten. Aischa nahm einen Block aus der Tasche und begann, Viktor auszumessen. Sie notierte die Maße in einem kleinen Buch.
"Ich werde jetzt einkaufen." Ich erwarte von Ihnen, dass sie sich geduscht haben, wenn ich wiederkomme.
Viktor nahm eine Dusche — das Duschgel an der Seite und das Shampoo hatten einen ziemlich eigentümlichen Geruch. Viktor rieb sich damit ein und der Geruch breitete sich aus. Nachdem er fertig war, klebte das Parfum noch an ihm. Seine Haare lies er halblang und zottelig — wie sie waren - herabhängen. Er war seit bestimmt einem Jahr nicht mehr beim Friseur gewesen. Das Geld nahm er lieber für Bier oder Zigaretten.
Kurz darauf kam Aischa wieder. Sie warf ihm einen weißen Bademantel mit goldenen Stickereien zu. "Den wirst du jetzt die nächsten paar Tage tragen" sagte sie. Komm in die Küche. Aischa bereitete das Mittagessen vor: Gurkensalat. "Gurkensalat und..." fragte Viktor - "Nur Gurkensalat" antwortete Aischa. "Du bist durch das ganze Fertigfutter ohnehin viel zu dick." Dann nahm sie ein Glas und füllte es mit Orangensaft. Aus einer Packung nahm sie zwei Tabletten und lies sie in den Saft fallen. "Trink das." "Was ist das?" "Orangensaft" "Nein, ich meine die Pillen..." Das eine ist eine Vitaminpille, so dass du keine Mangelerscheinungen bekommst, denn die Diät wird ziemlich hart. Das andere ist ein Appetithämmer, um dich nicht zu stark zu quälen. Und jetzt runter damit." Viktor machte das Glas auf einem Zug leer.
"Als erstes kümmere ich mich um Deine Füße. Aischa lies ein warmes Fußbad ein und weichte Viktors Füße darin. Die Zehen waren gelb und sehr ungepflegt. Während die Füße weichten nahm sie einen Rasierer aus der Tasche und ging damit Viktors Beine ab. "Hey, was soll das?" "Glaubst du, dass du mit haarigen Beinen als Frau durchgehen wirst? Jetzt hör auf alles zu hinterfragen — ich weiß, was ich tue." "Kriege ich ein Bier?" "Nein. Aber was hast du gemacht, bevor du zur Sozialhilfe kamst? So, still halten" — Zzzzzzz ein kaltes Gefühl schlich Viktors Beine hinauf. Immer wieder begann Aischa mit diesem Rasierer, seine Beine oberflächlich zu enthaaren. Sie hatte weiche Hände, so dass Viktor dieses Gefühl sogar genoss.
"Naja, Michael und ich haben gemeinsam BWL studiert. Wir haben uns angefreundet. Er hat immer die Referate gehalten und ich habe sie geschrieben.Ich konnte noch nie irgendwas vor Leuten machen." Während Viktor erzählte, rasierte Aischa weiter seine Beine. Danach cremte sie sie mit einer seltsamen Lösung ein. "Schließlich ging es so weiter — ich hatte ganz gute Klausuren, aber sobald ich vor Leuten reden sollte, habe ich voll versagt." "Warum?" fragte Aischa "Ich fürchte, dass ich versage. Was soll der Professor von mir denken, wenn ich was Falsches sage? Was werden meine Eltern denken, wenn ich durchfalle. Ich kann sie doch nicht alle enttäuschen. Daran denke ich in Prüfungen und nicht an die Prüfung. Ich habe eine nach der anderen versemmelt. Geld habe ich von Michael immer wieder bekommen, wenn er noch Arbeiten zu schreiben hatte. Da habe ich immer recht gute Noten für ihn rausgehauen. Da war es ja auch egal, wenn etwas Schlechtes rauskam — es war ja nicht mein Name, der mit dieser Arbeit beschmutzt wurde. Aber irgendwie waren es immer ziemlich gute Arbeiten, die ich für ihn abgegeben habe. Sogar seine Doktorarbeit habe ich zu -¾ für ihn vorbereitet. Magna Laude hat er gemacht. Vor der Verteidigung habe ich ihm noch gesagt, was er antworten soll. Manche Antworten hat er auswendig gelernt, aber nicht verstanden. Nachdem ich die Prüfung das zweite Mal verhauen habe, bin ich exmatrikuliert worden. Michael hat Karriere gemacht. Aber er hat mir immer wieder Sachen zum ausarbeiten gegeben und sie auch bezahlt. Letzten Endes bin ich sein Ghostwriter geworden.
Ein seltsamer Geruch breitete sich aus — wie ein Lack. Viktor wusste, was los war, aber er sagte nichts — schließlich mussten sie da gemeinsam durch. "Hast du eine Freundin?" "Quatsch — die wenigsten Sozialhilfeempfänger haben Freundinnen. Zudem war ich nie der Frauentyp — die fanden Michael attraktiver.
Aischa kam nun zu den Armen. Auch hier setzte sie den Rasierer an. Zzzzz. Schweigen breitete sich aus, als sie seine Hände nahm und die Fingernägel mit Applikationen versah und diese dann mit Lack auffüllte. Sie gab ihm einen französischen Stil. Viktor hob seinen Fuß und sah seine Zehen, deren Nägel in sattem Rot glänzten.
"Du kennst dich also aus in BWL, was?" "Geht so, ich bin ein wenig raus die letzten Jahre." Aischa scherte Viktor auch das verbleibende Haar auf der Brust und auf dem Bauch. Nach getaner Arbeit gab sie ihm eine Lotion und befahl: "Reib dich damit ein." Viktor schaute auf die Packung: Permanente Enthaarungscreme — schon nach 2 Wochen 80% permanenter Haarverlusst. Dermatologisch getestet. Anwendung: Lotion auf der Haut verteilen und 30 Minuten einwirken lassen — danach in der Dusche abwaschen. Sollte er etwas dazu sagen? Wen interessieren schon die paar Haare an den Beinen dachte er. Ohne Widerspruch rieb er die Lotion auf die Haut, die kurz darauf stark zu jucken begann. Die kommenden 30 Minuten waren die Hölle. Eine Erlösung war es, als er unter die Dusche konnte. Aischa bat ihn, sich noch einmal die Haare zu waschen, was Viktor dann auch tat.
Als er aus der Dusche kam, hatte sie allerhand Bürsten, kämme und ähnliches zusammengetragen. "Nimm Platz bitte." Viktor setzte sich. Aischa kämmte nun seine Haare und schaute sie sich genau an. Du hast voll viel Spliss. Sie knetete ihm eine Kur hinein. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich um deine Haare zu kümmern. Wir müssen zum Friseur. "Gut, dass alle Spesen übernommen werden." antwortete Viktor. "Darüber bin ich auch froh", antwortete Aischa. Aischa flocht Viktors Haare zu einem Zopf. Sie begann mit ihm Stimmübungen zu machen. 4 geschlagene Stunden ließ sie ihn alles mögliche möglichst weiblich auf Band sagen. Dann legten sie sich schlafen.
Am nächsten Morgen klingelte unbarmherzig der Wecker.
Viel Spass beim Lesen, Melli
"Nein das mache ich nicht."
Das Angebot war gerade eben verhallt.
"Kannst Du Dir nicht eine Frau aussuchen, die diese Rolle übernimmt."
"Ich kenne keine verlässliche und die, die ich kenne, habe ich schon alle angefragt."
"Also ich fasse noch einmal zusammen: Du brauchst für dem Empfang in 4 Monaten in deiner Firma eine Partnerin, die mit dir diesen Abend bestreitet. Sie sollte intelligent sein und so tun, als wärt ihr verheiratet. Nur dann wird dich dein Chef befördern, richtig?"
"Nicht ganz — nur dann wird er mich nicht rauswerfen. Sonst ist alles richtig — er legt wert auf verheiratete Männer in seinem Betrieb und will die Ehefrauen auch kennenlernen. Er hat mich nur eingestellt, weil ich bei der Bewerbung angegeben habe, dass ich verheiratet bin. Jetzt soll ich meine Frau auf den Empfang mitbringen."
"Wo arbeitest Du? Das geht doch deinen Arbeitgeber gar nichts an, was du machst."
"Nicht wenn es die Vatikanische Notenbank — der Vorstand — ist. Ich bin da überhaupt nur mit vielen Beziehungen und meiner Doktorarbeit drangekommen."
"Deiner Doktorarbeit...?"
"Komm lass die alten Geschichten — was sagst du?"
"Und was ist mit Begleitservices? Es gibt doch genug Frauen, die man über diese Schiene einspannen kann. Nimm eine von denen."
"Das geht nicht, denn ich weiß, dass mein Chef diese Services überwacht. Und bei meinen Freundinnen sieht das aus wie ein Heiratsantrag."
"Warum sollte ich das machen?"
"2.500 Euro im Monat und ich trage alle weiteren Kosten. Wenn alles glatt geht noch einmal 10.000 Euro extra. Ich besorge dir sogar einen persönlichen Coatch. Nach drei Monaten bist du frei. Ich erwarte aber Professionalität — niemand darf etwas merken."
Viktor kam sein Kontostand in den Sinn. Er lebte nun schon seit 3 Jahren von der Stütze. Er war stark im Soll und es war kein Job weit und breit in Sicht. Das Leben ohne Geld ist schon ziemlich aufreibend.
"Also gut ich mach's. Aber gibt es für das Geld keine bessere Lösung?"
"Wenn ich eine wüsste, hätte ich sie gewählt." antwortete Michael.
"3.000 Euro und zwar im Voraus."
"Super Viktor, du bist ein echter Freund." Michael schüttelte ihm die Hand. Ich setze mich noch heute dran und mache dir einen Plan. Morgen kannst Du damit beginnen.
Viktor wurde leicht schwummrig — worauf hatte er sich da eingelassen? Andererseits kannte er Michael schon eine halbe Ewigkeit. Er konnte seinen Kumpel auch nicht hängen lassen. Drei Monate würde er schon irgendwie herumkriegen. Und das Geld brauchte er dringend. Michael zog einen Vertrag aus der Tasche.
Viktor — wir müssen auch Nägel mit Köpfen machen. Unterschreib das bitte, sonst kann ich dich nicht einstellen. Ich muss ja nachweisen, wo das Geld hingegangen ist.
Viktor unterschrieb.
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Am nächsten Tag klingelte es um 8.00 Uhr an Viktors Tür. Viktor schälte sich aus dem Bett. Oh nein, Besuch von seinen Schuldnern??? Vor der Tür stand eine sehr attraktive junge Frau. Viktor öffnete. "Wer sind sie?", fragte er schlaftrunken. "Meine Name ist Aischa, ich bin ihre persönliche Trainerin. Michael hat mich voll eingeweiht." "Warum machen sie dann nicht den Job?" "Es ist nicht gut, wenn man als die Ehefrau von jemanden präsentiert wird und dann weiter in derselben Stadt lebt. Man wird erkannt, zukünftige Freunde werden eifersüchtig — besonders mein Ehemann. Ein Problem, das sie wohl nicht haben werden. Zudem bekomme ich eine Provision, wenn alles gut geht von 5.000 Euro. Und die wollen wir doch nicht auf's Spiel setzen. Sie müssen perfekt sein und ich werde ihnen dabei helfen."
Ab heute wird sich ihr leben die nächsten drei Monate grundlegend ändern:
Hier ist der Plan:
1. Sie gehen jeden Morgen joggen
2. Sie werden eine von mir ausgearbeitete Diät zu sich nehmen.
3. Sie werden keine zusätzlichen Kalorien zu sich nehmen.
4. Sie werden regelmäßig Stimmtraining machen, um sich auch wie eine Frau anzuhören.
5. Sie werden an Kleidung tragen, was ich ihnen sage.
6. Ab jetzt werden sie wie eine Frau auftreten, um ihr Verhalten natürlicher zu machen. Ab heute werden Sie die nächsten drei Monate keine männlichen Sachen mehr anziehen, der Eindruck, den sie hinterlassen muss gepflegt, kultiviert, atemberaubend — mit einem Wort perfekt - sein. Ich habe dazu ein Zimmer in Köln gemietet, dorthin werden wir in einer Stunde fahren. Ich nehme an, dass es ihnen hier zu peinlich wäre und sie ständig die Angst hätten, gesehen zu werden.
Sie müssen nichts packen — wir werden alles, was wir brauchen, in Köln haben.
Viktor war perplex. Die geht ran, dachte er sich. Dann schlappte er zurück in sein Schlafzimmer und zog die Hose an, die er seit drei Wochen auf dem Leib trug zusammen mit der anderen Wäsche, deren Tragezeit ähnlich war. Als er den übervollen Mülleimer sah, kratzte er sich am Hintern — ach das Runterbringen lohnte sich ohnehin nicht. Er würde ihn die drei Wochen ja nicht sehen müssen. Das Duschen schenkte er sich. Statt dessen räumte er die Bierflaschen weg und tat noch ein wenig Müll, der auf dem Fußboden lag, in den Eimer. Der Eimer fiel um, und der Müll quoll heraus. Viktor lies ihn liegen. Dann zündete er sich eine Zigarette an. Er zog seine Jacke an und folgte Aischa.
Diese brachte ihn zu einem kleinen Wagen. Als er einstieg informierte sie ihn darüber, dass das seine letzte Zigarette war. Als Viktor sie sauer ansah erklärte sie ihm Folgendes. "Also: Sie können diesen Auftrag mit mir durchziehen. Dann werden wir beide das Geld sehen und es wird kein Problem geben. Wenn sie aber kein Interesse mehr haben, dann sagen sie es jetzt. Dann lasse ich sie hier stehen und sie können sich ihr Geld sonst woher besorgen. Und damit das klar ist — ich bin der Chef." "OkOkOk is ja gut, sie haben gewonnen, Frollein. Nur reden sie nicht so laut, ich habe noch Kopfschmerzen." Die Fahrt nach Köln begann. Aischa lies das Fenster auf, obgleich der Fahrtwind kalt ins Auto zog. Gegen 10.00 Uhr waren sie da.
Die Wohnung war nett eingerichtet mit rosa Tapeten und Holzpaneelen an der Decke. Viele kleine Accessoires machten deutlich, dass hier jetzt zwei Frauen wohnten. Aischa nahm einen Block aus der Tasche und begann, Viktor auszumessen. Sie notierte die Maße in einem kleinen Buch.
"Ich werde jetzt einkaufen." Ich erwarte von Ihnen, dass sie sich geduscht haben, wenn ich wiederkomme.
Viktor nahm eine Dusche — das Duschgel an der Seite und das Shampoo hatten einen ziemlich eigentümlichen Geruch. Viktor rieb sich damit ein und der Geruch breitete sich aus. Nachdem er fertig war, klebte das Parfum noch an ihm. Seine Haare lies er halblang und zottelig — wie sie waren - herabhängen. Er war seit bestimmt einem Jahr nicht mehr beim Friseur gewesen. Das Geld nahm er lieber für Bier oder Zigaretten.
Kurz darauf kam Aischa wieder. Sie warf ihm einen weißen Bademantel mit goldenen Stickereien zu. "Den wirst du jetzt die nächsten paar Tage tragen" sagte sie. Komm in die Küche. Aischa bereitete das Mittagessen vor: Gurkensalat. "Gurkensalat und..." fragte Viktor - "Nur Gurkensalat" antwortete Aischa. "Du bist durch das ganze Fertigfutter ohnehin viel zu dick." Dann nahm sie ein Glas und füllte es mit Orangensaft. Aus einer Packung nahm sie zwei Tabletten und lies sie in den Saft fallen. "Trink das." "Was ist das?" "Orangensaft" "Nein, ich meine die Pillen..." Das eine ist eine Vitaminpille, so dass du keine Mangelerscheinungen bekommst, denn die Diät wird ziemlich hart. Das andere ist ein Appetithämmer, um dich nicht zu stark zu quälen. Und jetzt runter damit." Viktor machte das Glas auf einem Zug leer.
"Als erstes kümmere ich mich um Deine Füße. Aischa lies ein warmes Fußbad ein und weichte Viktors Füße darin. Die Zehen waren gelb und sehr ungepflegt. Während die Füße weichten nahm sie einen Rasierer aus der Tasche und ging damit Viktors Beine ab. "Hey, was soll das?" "Glaubst du, dass du mit haarigen Beinen als Frau durchgehen wirst? Jetzt hör auf alles zu hinterfragen — ich weiß, was ich tue." "Kriege ich ein Bier?" "Nein. Aber was hast du gemacht, bevor du zur Sozialhilfe kamst? So, still halten" — Zzzzzzz ein kaltes Gefühl schlich Viktors Beine hinauf. Immer wieder begann Aischa mit diesem Rasierer, seine Beine oberflächlich zu enthaaren. Sie hatte weiche Hände, so dass Viktor dieses Gefühl sogar genoss.
"Naja, Michael und ich haben gemeinsam BWL studiert. Wir haben uns angefreundet. Er hat immer die Referate gehalten und ich habe sie geschrieben.Ich konnte noch nie irgendwas vor Leuten machen." Während Viktor erzählte, rasierte Aischa weiter seine Beine. Danach cremte sie sie mit einer seltsamen Lösung ein. "Schließlich ging es so weiter — ich hatte ganz gute Klausuren, aber sobald ich vor Leuten reden sollte, habe ich voll versagt." "Warum?" fragte Aischa "Ich fürchte, dass ich versage. Was soll der Professor von mir denken, wenn ich was Falsches sage? Was werden meine Eltern denken, wenn ich durchfalle. Ich kann sie doch nicht alle enttäuschen. Daran denke ich in Prüfungen und nicht an die Prüfung. Ich habe eine nach der anderen versemmelt. Geld habe ich von Michael immer wieder bekommen, wenn er noch Arbeiten zu schreiben hatte. Da habe ich immer recht gute Noten für ihn rausgehauen. Da war es ja auch egal, wenn etwas Schlechtes rauskam — es war ja nicht mein Name, der mit dieser Arbeit beschmutzt wurde. Aber irgendwie waren es immer ziemlich gute Arbeiten, die ich für ihn abgegeben habe. Sogar seine Doktorarbeit habe ich zu -¾ für ihn vorbereitet. Magna Laude hat er gemacht. Vor der Verteidigung habe ich ihm noch gesagt, was er antworten soll. Manche Antworten hat er auswendig gelernt, aber nicht verstanden. Nachdem ich die Prüfung das zweite Mal verhauen habe, bin ich exmatrikuliert worden. Michael hat Karriere gemacht. Aber er hat mir immer wieder Sachen zum ausarbeiten gegeben und sie auch bezahlt. Letzten Endes bin ich sein Ghostwriter geworden.
Ein seltsamer Geruch breitete sich aus — wie ein Lack. Viktor wusste, was los war, aber er sagte nichts — schließlich mussten sie da gemeinsam durch. "Hast du eine Freundin?" "Quatsch — die wenigsten Sozialhilfeempfänger haben Freundinnen. Zudem war ich nie der Frauentyp — die fanden Michael attraktiver.
Aischa kam nun zu den Armen. Auch hier setzte sie den Rasierer an. Zzzzz. Schweigen breitete sich aus, als sie seine Hände nahm und die Fingernägel mit Applikationen versah und diese dann mit Lack auffüllte. Sie gab ihm einen französischen Stil. Viktor hob seinen Fuß und sah seine Zehen, deren Nägel in sattem Rot glänzten.
"Du kennst dich also aus in BWL, was?" "Geht so, ich bin ein wenig raus die letzten Jahre." Aischa scherte Viktor auch das verbleibende Haar auf der Brust und auf dem Bauch. Nach getaner Arbeit gab sie ihm eine Lotion und befahl: "Reib dich damit ein." Viktor schaute auf die Packung: Permanente Enthaarungscreme — schon nach 2 Wochen 80% permanenter Haarverlusst. Dermatologisch getestet. Anwendung: Lotion auf der Haut verteilen und 30 Minuten einwirken lassen — danach in der Dusche abwaschen. Sollte er etwas dazu sagen? Wen interessieren schon die paar Haare an den Beinen dachte er. Ohne Widerspruch rieb er die Lotion auf die Haut, die kurz darauf stark zu jucken begann. Die kommenden 30 Minuten waren die Hölle. Eine Erlösung war es, als er unter die Dusche konnte. Aischa bat ihn, sich noch einmal die Haare zu waschen, was Viktor dann auch tat.
Als er aus der Dusche kam, hatte sie allerhand Bürsten, kämme und ähnliches zusammengetragen. "Nimm Platz bitte." Viktor setzte sich. Aischa kämmte nun seine Haare und schaute sie sich genau an. Du hast voll viel Spliss. Sie knetete ihm eine Kur hinein. Es macht überhaupt keinen Sinn, sich um deine Haare zu kümmern. Wir müssen zum Friseur. "Gut, dass alle Spesen übernommen werden." antwortete Viktor. "Darüber bin ich auch froh", antwortete Aischa. Aischa flocht Viktors Haare zu einem Zopf. Sie begann mit ihm Stimmübungen zu machen. 4 geschlagene Stunden ließ sie ihn alles mögliche möglichst weiblich auf Band sagen. Dann legten sie sich schlafen.
Am nächsten Morgen klingelte unbarmherzig der Wecker.