Tach,
aus gegebenem Anlass (Mark&Suse ist jetzt susesolo) muss ich mal über diese Frage (warum scheitern so viele Beziehungen) nachdenken...
Ich denke, dass sich heute so viele Paare trennen, hat einfach nichts mit bestimmten Gruppen zu tun (CD, TV, Homosexuelle, reiche, arme usw.). Zu Zeiten meiner Mutter (Jahrgang '33) hat frau den ersten Mann geheiratet, von dem sie schwanger wurde und blieb dann gefälligst mit ihm zusammen bis dass der Tod sie scheidet. Sie war Hausfrau, Mutter und Gattin, konnte sich nicht selbst ernähren (dachten die meisten zumindest), weil sie keinen Job hatte und hat von ihrer Familie zu hören gekriegt "KIND, was sollen denn die Nachbarn denken, wenn du dich scheiden lässt!!!" Heute sind die Frauen selbstbestimmt, können freihändig laufen, denken und arbeiten und brauchen keinen Mann, der ihnen die Welt erklärt. Sie möchten die Welt gern selbst kennen lernen. Da Männer aber (erwiesenermaßen) in ihrer Gesamtentwicklung etwas "hinten an" sind (bitte JETZT aufregen

), warten sie immer noch auf das Weibchen, das hochachtungsvoll zu ihrem Prinzen aufblickt und ihn für den tollsten der tollen hält...jaa, ich weiß. Verallgemeinerung, übertrieben usw. Im Allgemeinen ist es aber heute (bis auf einige Ausnahmen) immer noch so, dass starke Frauen, die ihren Alltag selbst organisieren können und ihr Leben im Griff haben, eher beängstigend wirken, als attraktiv.
Ich denke, das ist ein Problem, das schon in der Kindheit anfängt. Jungs werden (leider) auch heute noch zu kleinen "Mini-Machos" erzogen, die NICHt mit abwaschen müssen, NICHT den Müll raus bringen oder die Wäsche sortieren, die Fußball gucken/spielen und in der Sandkiste mit dem Matchbox-Ferrari Imponiergehabe an den Tag legen. Mädchen hingegen tragen zwar immer noch rosa und spielen mit Puppen, gehen aber nachmittags zum Judo/Karate/Kickboxen, spielen AUCH Fußball (früher undenkbar) und lernen schon früh den Unterschied zwischen "Du willst..." und "ICH will..." kennen. Viele Eltern erziehen ihre Jungs immer noch in Richtung Versorger/Ernährer/Familienoberhaupt. Gleichzeitig werden die Mädchen aber erzogen zu Selbst-Versorger/Selbst-Ernährer(Familienmanagerin

) Das passt einfach nicht. Und so passiert, was zwangsläufig passieren muss:
Männer und Frauen finden sich, gehen eine Beziehung ein und dann
stellen die Frauen nach einiger Zeit fest, dass der Tarzan, den sie kennen gelernt haben und der sie eigentlich auf Händen tragen sollte (was sie ja genetisch bedingt wollen, es aber NIE zugeben würden, weil sie ja soo emanzipiert und stark sind) eigentlich doch viel mehr von Woody Allen hat und im Laufe der Zeit zum verweichlichten Pantoffelhelden mutiert. Also weg damit und her mit dem nächsten Tarzan...und dann geht das Spiel wieder von vorne los...
stellen die Männer fest, dass die supersüße Jane, die ihnen am Anfang noch die Pantoffeln ans Sofa gebracht hat, nun auch mal IHRE Pantoffeln ans Sofa gebracht haben möchte, ihren Liebsten NICHt täglich lächelnd mit den neuesten Infos über "KinderKücheKirche" versorgt, sondern auch genervt von der Arbeit kommt, einen Scheißtag hatte, eigene Interessen hat und mal mit ihren Freundinnen zum Fußball geht. SO sollte das ja nun nicht laufen. Also weg damit und...siehe oben...
Jaaa, ich WEIß ja, dass das sehr allgemein ist...ich WEIß es ja...Das Problem ist nur...ich erlebe es täglich auf der Arbeit im Kindergarten (bei Eltern und Kindern und Kollegen) und im Privatleben...beide Seiten fühlen sich nicht akzeptiert, anerkannt, für voll genommen, respektiert usw.usw.
Lösung ?? Keine Ahnung...für mich hat das auf jeden Fall nichts mit einer bestimmten "Gruppe" zu tun...
Grüße von Suse