Wenn Transgender sein für einen positiv ist
Verfasst: Do 2. Apr 2026, 22:09
Hallo,
in den letzten Tagen erlebte ich viele positive Rückmeldungen. Was ich natürlich als angenehm empfand. Und ich frage mich, woher kommt es. Hat es etwas mit mir und meinem Auftreten zu tun? Es ist nicht leicht zu beantworten. In meinem Thread "Mein Weg", schrieb ich bereits, dass ich jetzt bei einer anderen Firma arbeite. Was kein Selbstläufer war. Ich musste mich auf meine alte Stelle neu bewerben. Ob ich bleiben darf, war lange Zeit offen. Also schrieb ich fleißig weitere Bewerbungen.
Und dann kam es. Ich erhielt die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch, mit der ich ehrlich nicht mehr gerechnet hatte. Ich sollte unbedingt kommen. Nur leider konnte ich nicht von meiner Arbeit weg. War doch nicht sicher ob sie mich wirklich nehmen. Die andere Stellte hatte ich inzwischen sicher. Wir konnten uns auf einen Termin nach der Arbeit einigen. Das Problem, ich konnte nicht frisch geduscht erscheinen. Das Make-up hatte ich fünf Minuten auf der Toilette nachgebessert. Und dann bin ich im Eiltempo zu dem Termin gefahren. Keine Angst, an die Geschwindigkeit habe ich mich gehalten.
Dann in das Bürogebäude und rein in den Aufzug. In welche Etage muss ich. Ein Blick auf die Email im Handy und die Taste mit der Etagennummer gedrückt. In welches Zimmer soll ich kommen. Da klingelte mein Handy. Der Personaler rief an. Ich stand schon an der Tür. Da kam er mir auch schon entgegen. Von mir kein prüfender Blick vorher nochmal im Spiegel. So ging ich in das Vorstellungsgespräch. Ich machte mir keine Gedanken. Die Zeit blieb nicht. Der Personaler Stellte einige Fragen. Welche ich nach meiner Art beantwortete. Das kann unter Umständen inzwischen sehr ausführlich sein. Ich bin halt eine Frau und hab viel zu sagen. Dabei beantworte ich, ohne es gewusst zu haben, schon die nächste Frage. Der Mann war am Ende beindruckt, Von mir! Er konnte mich ruhigen Gewissens die für die Stelle empfehlen.
Es bedeutete, ich musste eine weiteres Vorstellungsgespräch, die nächste Hürde, meistern. Bis außer, dass ich jetzt von zu Hause aus mich ordentlich in Schale geschmissen hatte, war auch dieses zweite Vorstellunggespräch ein super Erfolg. Es wurde mir bescheinigt, wie eine Bombe eingeschlagen zu haben. Und es muss nicht an meinem Parfum gelegen haben. Nächste Woche gehe ich den Vertrag unterschreiben. Es handelt sich dabei um einen Job für eine amerikanische Firma, welche sich in Dresden angesiedelt hat. Nie im Traum dachte ich daran, da einmal die Chance zu bekommen meine Brötchen da zu verdienen.
Und hier komme ich jetzt zu dem Eigentlichen. Früher, als ich noch nicht Magdalena war, war ich gehemmt. Ich konnte mich nicht gut meinem Gegenüber präsentieren. Schlussendlich war ich damals noch männlich ins Hintertreffen geraten. Ich war der geborene Luser. Und jetzt ist Magdalena die Frau, welche manchem Zeitgenossen schon zu stark geworden ist. Ein Nachteil bei der Partnersuche!
Jetzt bin ich an dem Punkt in diesem Thread angekommen, wo ich frage, wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht. War es doch am Anfang meines Weges, wo auch die Erfahrung sammeln musste, Transgender sein ist nicht leicht. Doch heute fällt mir vieles leichter. Bin ich noch der gleiche Mensch wie vor der Transition? Oder doch nicht? Gut ja, ich spüre schon neben der körperlichen auch andere Veränderungen. Doch wie empfinden es die Menschen, welchen ich gegenüberstehe. Outen tue ich mich schon lange nicht mehr. Warum auch? Ich bin ich. Und es tut so unwahrscheinlich gut. Ist es das?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Viele liebe Grüße von Magdalena
in den letzten Tagen erlebte ich viele positive Rückmeldungen. Was ich natürlich als angenehm empfand. Und ich frage mich, woher kommt es. Hat es etwas mit mir und meinem Auftreten zu tun? Es ist nicht leicht zu beantworten. In meinem Thread "Mein Weg", schrieb ich bereits, dass ich jetzt bei einer anderen Firma arbeite. Was kein Selbstläufer war. Ich musste mich auf meine alte Stelle neu bewerben. Ob ich bleiben darf, war lange Zeit offen. Also schrieb ich fleißig weitere Bewerbungen.
Und dann kam es. Ich erhielt die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch, mit der ich ehrlich nicht mehr gerechnet hatte. Ich sollte unbedingt kommen. Nur leider konnte ich nicht von meiner Arbeit weg. War doch nicht sicher ob sie mich wirklich nehmen. Die andere Stellte hatte ich inzwischen sicher. Wir konnten uns auf einen Termin nach der Arbeit einigen. Das Problem, ich konnte nicht frisch geduscht erscheinen. Das Make-up hatte ich fünf Minuten auf der Toilette nachgebessert. Und dann bin ich im Eiltempo zu dem Termin gefahren. Keine Angst, an die Geschwindigkeit habe ich mich gehalten.
Dann in das Bürogebäude und rein in den Aufzug. In welche Etage muss ich. Ein Blick auf die Email im Handy und die Taste mit der Etagennummer gedrückt. In welches Zimmer soll ich kommen. Da klingelte mein Handy. Der Personaler rief an. Ich stand schon an der Tür. Da kam er mir auch schon entgegen. Von mir kein prüfender Blick vorher nochmal im Spiegel. So ging ich in das Vorstellungsgespräch. Ich machte mir keine Gedanken. Die Zeit blieb nicht. Der Personaler Stellte einige Fragen. Welche ich nach meiner Art beantwortete. Das kann unter Umständen inzwischen sehr ausführlich sein. Ich bin halt eine Frau und hab viel zu sagen. Dabei beantworte ich, ohne es gewusst zu haben, schon die nächste Frage. Der Mann war am Ende beindruckt, Von mir! Er konnte mich ruhigen Gewissens die für die Stelle empfehlen.
Es bedeutete, ich musste eine weiteres Vorstellungsgespräch, die nächste Hürde, meistern. Bis außer, dass ich jetzt von zu Hause aus mich ordentlich in Schale geschmissen hatte, war auch dieses zweite Vorstellunggespräch ein super Erfolg. Es wurde mir bescheinigt, wie eine Bombe eingeschlagen zu haben. Und es muss nicht an meinem Parfum gelegen haben. Nächste Woche gehe ich den Vertrag unterschreiben. Es handelt sich dabei um einen Job für eine amerikanische Firma, welche sich in Dresden angesiedelt hat. Nie im Traum dachte ich daran, da einmal die Chance zu bekommen meine Brötchen da zu verdienen.
Und hier komme ich jetzt zu dem Eigentlichen. Früher, als ich noch nicht Magdalena war, war ich gehemmt. Ich konnte mich nicht gut meinem Gegenüber präsentieren. Schlussendlich war ich damals noch männlich ins Hintertreffen geraten. Ich war der geborene Luser. Und jetzt ist Magdalena die Frau, welche manchem Zeitgenossen schon zu stark geworden ist. Ein Nachteil bei der Partnersuche!
Jetzt bin ich an dem Punkt in diesem Thread angekommen, wo ich frage, wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht. War es doch am Anfang meines Weges, wo auch die Erfahrung sammeln musste, Transgender sein ist nicht leicht. Doch heute fällt mir vieles leichter. Bin ich noch der gleiche Mensch wie vor der Transition? Oder doch nicht? Gut ja, ich spüre schon neben der körperlichen auch andere Veränderungen. Doch wie empfinden es die Menschen, welchen ich gegenüberstehe. Outen tue ich mich schon lange nicht mehr. Warum auch? Ich bin ich. Und es tut so unwahrscheinlich gut. Ist es das?
Ich freue mich auf Eure Antworten.
Viele liebe Grüße von Magdalena