Claudia hat geschrieben: Di 10. Feb 2026, 11:09
Ich will Elis sein Selbstempfinden nicht absprechen oder anzweifeln, bin über sein Handeln aber doch sehr verwundert.
Ich bin wohl die Einzige hier, die ein wenig Erfahrung mit trans Männern hat, schließlich habe ich 10 Jahre mit einem quasi eheähnlich verlebt.
[…]
Ich fände es schön, wenn sich hier mal trans Männer dazu äußern würden, sofern welche hier sind. Leider lese ich von denen hier nichts, schade.
Ich denke, dass du absolut nicht die Einzige hier bist, die mit trans Männern Erfahrung hat. Dafür ist das Forum zu divers, viele treffen sich mit anderen trans Menschen und einige Beraten sogar.
Ich weiß auch nicht, warum sich hier trans Männer äußern sollen. Jeder ist doch anders.
Ich kenne aus den Medien mindestens 2 trans Menschen die auch nach dem Outing im Profifrauensport aktiv waren oder sind. Einmal Harrison Browne (Eishockey) er hat mit der medizinischen Transition bewusst bis zum Karriereende gewartet, und einmal Quinn (Fußball) they ist nach wie vor aktiv, hat ne Mastek, nimmt keine Hormone und setzt sich für den Frauenfußball ein.
Von daher ist es nicht automatisch ein Widerspruch. Jeder muss für sich selber entscheiden, ob es sich richtig anfühlt oder nicht.
Ein anderer Punkt ist, dass trans Menschen nicht nur trans sind, und es sich nicht immer um Geschlecht dreht. Eine Profikarriere im Sport geht nur eine begrenzte Zeit, erfordert extrem viel Hingabe und Olympia ist in vielen Sportarten das wichtigste und höchste Ziel.
Wenn man sein gesamtes Leben auf den Sport auslegt, von Olympia oder sonst was träumt und dann bemerkt, dass man trans ist, dann überlegt mehrmals und sehr genau, ob man den Traum beiseite legt, oder man mit seiner medizinischen Transition doch noch ein paar Jahre warten kann.
Dazu sind die Gegner*innen und Mitspieler*innen ja nicht irgendwelche Frauen, sondern Menschen mit denen man befreundet ist, trainiert, leidet, gegeneinander kämpft, sich unterstützt usw.. Ich nenne es mal Herde, man gehört zusammen und hat eine Bindung, obwohl man nicht das gleiche Geschlecht hat.
Auf der Grundlage muss es sich ebenfalls nicht falsch anfühlen und kann sogar Sicherheit geben, wenn eine soziale Transition nicht sofort ein kompletter Umbruch des Lebens bedeutet.
Am Ende denke ich mir grade einfach so: Als trans Person erlebt man viel was cis Menschen nicht erleben, oder muss sich einen eigenen Weg zwischen den Geschlechtern suchen, da macht ein wenig Sport bei einem anderen Geschlecht die Wurst auch nicht mehr fett
(wenn es sich für einen okay anfühlt)
….und es schafft mal wieder Sichtbarkeit…..