Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente
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Lebensplanung, Standorte
Helga
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Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 1 im Thema

Beitrag von Helga »

Liebe Val,
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 07:32 um die rechten Parolen dort zu widerholen
zunächst einmal möchte ich dir dringend raten nicht alles, was dir nicht gefällt als "rechte Parole" zu diskreditieren. Ich weiß, es ist in Teilen der Community gängige Praxis um sich mit einer Fragestellung, die möglicherweise unbequem werden könnte nicht weiter beschäftigen zu müssen, aber es ist ein Zeichen ganz schlechter Diskussionskultur, verprellt außerhalb der Blase alle Freunde und macht vor allem unachtsam gegenüber wirklichen rechten Parolen.
Wenn du jetzt die These aufstellst HRT würde die Suizidgefahr senken und dies mit entsprechenden Studien belegst, dann könnte ich dir mit etwas Recherche Studien vorlegen, die genau das Gegenteil beweisen. Mache ich aber nicht. Denn das war überhaupt nicht das Thema. Ich spreche auch niemandem irgendwelche Rechte ab, schon gar nicht Trans- Menschen.
Aber: Es ist ein Unterschied, ob das Ausbleiben eines Medikamentes direkt zum Tod führt wie bei schweren Diabetikern und Herzkranken oder ob es die Gefahr steigert, das jemand selbst an sich Hand anlegt. Im konkreten Zusammenhang ging es um eine junge Frau, die eine HRT nach eigener Aussage anstrebt. In diesem Fall war ist definitiv noch keine lebensbedrohliche Situation eingetreten.
Auch solche Sätze kommen nicht überall gut an:
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 07:32 Die sind gestorben wegen Menschen, die so denken wie du.
Ganz offensichtlich bist du in der Szene, die jegliche Schuld bei Anderen sucht gut etabliert. Das ist aber leider zu einfach gedacht. In letzter Instanz trägt jeder einzelne Mensch die Verantwortung für sich und sein handeln selbst. Ein Thema, das ich an dieser Stelle nicht vertiefen möchte.
Solche Aussagen:
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 07:32 Das hier ist die einzige (trans) Gruppe an der ich teilnehme in der auch cis Männer teilnehmen, weil diese als Hobby haben sich mal einen Rock anzuziehen.
zeigen, dass du überhaupt nicht verstanden hast, was Crossdressing bedeutet. Du wirst erschreckt sein und vermutlich nicht glauben wollen, wie dicht unsere Hintergründe in Wirklichkeit beieinanderliegen. Der einzige Unterschied zwischen Crossdressern und Transfrauen ist, dass sie irgendwann unterschiedliche Entscheidungen getroffen haben. Da kann ein kleines Zünglein an der Waage die Rolle gespielt haben. Vielleicht das Wort eines Therapeuten, ein Besuch in einer Selbsthilfegruppe oder die abfällige Bemerkung eines Freundes. Auch ich stand mit Mitte 20 im 11. Stock am offenen Fenster und hätte fast einem Impuls nachgegeben. Ich habe mich damals entschlossen nicht die Hilfe einer Trans- Beratungsstelle zu suchen, die mir vermutlich einen ähnlichen Weg aufgezeigt hätte wie du ihn jetzt gehst. Ich habe mich damals entschlossen das Leben eines cis- Mannes zu führen, was so natürlich nicht funktionieren konnte, also kam irgendwann das Crossdressing zurück, was anfänglich zu Reibereien im Umfeld führte, sich irgendwann aber eingespielt hat. Das Crossdressing und dieses Forum boten mir die Möglichkeit mich auszutauschen und die Zeit zu Erkenntnissen zu kommen, die nicht von anderen vordiktiert wurden. Die wichtigste Erkenntnis war: Eigentlich spielt unser Geschlecht keine Rolle. Wichtig ist, dass wir unser Leben nicht nach irgendwelchen Klischees ausrichten um besonders männlich oder besonders weiblich zu sein (oder zu erscheinen). Wichtig ist, dass wir unsere Gaben, unsere Vorlieben, Fähigkeiten, Neigungen etc. in vollem Umfang nutzen ohne dabei irgendetwas zu unterdrücken. Es ist mir auch völlig egal, ob die Menschen in mir den alten Knacker, die alte Tunte oder einen altmodischen Spießer sehen. Hauptsache ich fühle mich wohl in meiner Haut.
Ob HRT bei diesem Prozess behilflich sein kann vage ich zu bezweifeln.

Liebe Grüße
Helga
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Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 2 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Also fassen wir es mal zusammen:

Da kämpft eine trans Person um den Zugang zu lebensnotwendigen Medikamenten. Sie leidet sichtbar unter dem Fehlen dieser Hilfen. Ich gebe Tipps, wie das denn von Statten gehen kann, und das übrigens auch schon Ewigkeiten länger im PN-Austausch, zu allen möglichen Themen der Transition die halt so aufkommen als trans Mensch.

Dann hast in diesem Thread nicht eine Zeile nützliches für die Threaderstellerin beigetragen. Vergleichst aber aus dem Nichts meine Aussage über die Notwendigkeit von HRT bei trans Personen mit dem Lügenleben eines Fakeaccounts hier den ich vor kurzem aufgedeckt habe. Du erklärst, dass HRT ja eigentlich eh nichts bringen würde, du das nicht nehmen würdest, du nicht trans bist, und insgesamt das halt auch voll das schlechte Zeugs wäre, voll gesundheitsschädlich und gefährlich und so, das brauche man ja definitiv nicht zum Leben.

Als ich dir dann antworte mit wissenschaftlichen Untersuchungen, die unter anderem zeigen, dass HRT das Suizidrisiko um bis zu 75% senken kann, machst du einen neuen Thread auf, indem du sagst, dass du das ja jederzeit widerlegen könntest wenn du nur wollen würdest. Der Trans Day of Remembrance an denen den Suiziden von trans Menschen gedacht wird ist aus der Szene, die jegliche Schuld bei anderen sucht, die endlich mal Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen sollen, und außerdem hast du als cis männlicher Crossdresser (der laut eig. Aussage an 12 Tagen des Jahres mit Kleidung aus der Damenabteilung unterwegs ist) ja auch Ahnung vom Leben von trans Personen, und HRT da ja wirklich nichts bringen soll.

Hast du heute Menschen einen Mehrwert gebracht mit deinen Beiträgen?

Guck doch mal https://www.reddit.com/r/transtimelines/top/ etwas durch. Genauso wie du kein HRT brauchst, brauche ich keinen Rollstuhl. Trotzdem stelle ich mich nicht ins Rollstuhlforum und schreibe, dass Rollstühle doch nichts bringen, die brauche man nicht, ich käme auch prima ohne klar.
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 3 im Thema

Beitrag von Lana »

Hallo Val,
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 21:57 Genauso wie du kein HRT brauchst, brauche ich keinen Rollstuhl. Trotzdem stelle ich mich nicht ins Rollstuhlforum und schreibe, dass Rollstühle doch nichts bringen, die brauche man nicht, ich käme auch prima ohne klar.
Zunächst mal hat hier niemand behauptet, dass HRT nichts bringen würde. Der Streit entzündete sich am Begriff "lebensnotwendig".

Vielleicht ist dein Vergleich trotzdem besser, als er auf den ersten Blick erscheint, denn:

Ein Rollstuhl ist nicht absolut lebensnotwendig. Man könnte ohne ihn überleben, auch wenn die Lebensqualität in der Folge stark abnehmen würde.

In dem letzten Satz kannst du "Rollstuhl" durch "HRT" ersetzen. Die Aussage bleibt die selbe.

In beiden Fällen ist das Mittel nicht absolut nötig, um weiterleben zu können. So würde ich aber den Ausdruck "lebensnotwendige Medikamente" verstehen. Helga hat Beispiele dafür genannt.

Hormonpräparate im Rahmen einer HRT sind eine andere Kategorie. Ihr Ausbleiben kann mittelbar zu einem Zustand führen, der den Tod als Folge hat. Das ist schlimm, und das sollte anerkannt werden.

Deine Formulierung wird dem aber nicht gerecht. Sie kann Außenstehenden schnell als überdramatisiert erscheinen.

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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 4 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Lana hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 22:50 Zunächst mal hat hier niemand behauptet, dass HRT nichts bringen würde.
Ich denke ehrlich gesagt schon. Um zu zitieren:
Helga hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 21:50 Bei Transfrauen werden diesen Medikamenten wahre Wunderdinge nachgesagt, die bei den meisten Patientinnen dann aber nicht eintreten
Helga hat geschrieben: Mo 26. Jan 2026, 21:50 Nichtgabe von Hormonersatzpräparaten hat bei einer Transfrau allerdings keinerlei negative Folgen für die Gesundheit
"Keinerlei negative Folgen für die Gesundheit" ist doch meines Erachtens so ziemlich exakt das Gegenteil von dem, was du sagst. Also, außer man zählt einen Zustand, der zum Tod führen kann, nicht als negativ für die Gesundheit.

Aber um nicht hinterher irgendwelche Worte falsch verstanden zu haben, und Helga eigentlich glaubt, dass HRT was bringt, hab ich kurz noch einmal quer gelesen um mich abzusichern. Das deckt sich mit den hier getroffenen Aussagen und meiner Interpretation doch ziemlich. Helga erwähnt regelmäßig, dass HRT "garantiert nicht" z.b. Brust/Ausschnitt bringen kann [1][2], das Gesicht sich nicht ändert [2], und dass ja genau anders rum HRT eben Menschen zum Selbstmord treiben würde, anstatt dass das Fehlen von HRT Leute in den Selbstmord treibt [3].
Lana hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 22:50 Ihr Ausbleiben kann mittelbar zu einem Zustand führen, der den Tod als Folge hat. Das ist schlimm, und das sollte anerkannt werden.
Diese Diskussion geht also finde ich nicht wirklich darum, ob jetzt HRT lebensnotwendige Medikamentation ist, oder nur welche, die bei Ausbleiben zu einem Zustand führt der zum Tod führen kann (was meines Erachtens auf so ziemlich das gleiche herausläuft, und so auch die Meinung der Menschenrechtsorganisation HRC). Helga betrachtet HRT als etwas schlechtes was der Gesundheit schadet, was Menschen von Therapeuten eingeredet wird [4], ist der Meinung, dass HRT ja die Lebensqualität senken würde[5]. Das ist eine ganz andere Unterhaltung.

[1] viewtopic.php?p=373214#p373214
[2] viewtopic.php?p=372966#p372966
[3] viewtopic.php?p=372582#p372582
[4] viewtopic.php?p=383044#p383044
[5] viewtopic.php?p=350464#p350464
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 5 im Thema

Beitrag von Lana »

Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 23:25...
Ich bewundere deine Kreativität bei der Interpretation von Aussagen anderer Menschen.

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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 6 im Thema

Beitrag von Claudia »

Lana hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 22:50
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 21:57 Genauso wie du kein HRT brauchst, brauche ich keinen Rollstuhl. Trotzdem stelle ich mich nicht ins Rollstuhlforum und schreibe, dass Rollstühle doch nichts bringen, die brauche man nicht, ich käme auch prima ohne klar.
Ein Rollstuhl ist nicht absolut lebensnotwendig. Man könnte ohne ihn überleben, auch wenn die Lebensqualität in der Folge stark abnehmen würde.
Jetzt werde ich aber so richtig sauer. Was verstehst du von Rollstühlen? Bist du auf einen angewiesen? Warst du es schon mal?

Diese Verbindung Rollstuhl und lebensnotwendig hatte ich vor ein paar Beiträgen reingebracht und Val hat sie genau passend aufgenommen. Denn ein Rollstuhl, ganz konkret meiner, ist für mich absolut lebensnotwendig. Er ist kein Gefährt, um sich halbwegs mühelos vorwärts bewegen zu können, der hat nichts mit Lebensqualität zu tun. Ich bin seit 14 Jahren absolut von ihm abhängig, kann weder stehen noch gehen. Ohne ihn könnte ich mich keinen Meter innerhalb meiner Wohnung bewegen, mich weder mit Essen noch Getränken versorgen und wäre vermutlich nach ein paar Tagen verdurstet. Ja, das geht mit 71 Jahren relativ schnell. Und da wagst du es von Lebensqualität zu sprechen und bezweifelst die Abhängigkeit.

Ich hatte den Rollstuhl genannt, um Abhängigkeiten nachvollziehbarer zu machen. Ich bin von diesem Rollstuhl so abhängig wie trans Menschen von der HRT, ich in dem Zusammenhang eben von beidem. Ich ahne schon, was Du antworten möchtest, aber lass es lieber bleiben. Ohne Rollstuhl müsste ich dann eben ins Heim, da würde ich dann schon versorgt werden. Richtig, aber genauso solltest du dann trans Menschen empfehlen sich in die Psychiatrie einweisen zu lassen, dort könnten sie ja keinen Suizid begehen.

Ich kann diese plötzliche(?) Abwehr einiger von hormoneller Unterstützung nicht verstehen. Wer sie nicht braucht, wird ja nicht dazu gezwungen, aber wer sie braucht, sollte muss sie bekommen. Und sie hat ja nichts mit dem großen Wunsch nach körperlicher Veränderung zu tun. Der spielt ein wenig mit, aber nur ein wenig. Viel wichtiger ist die damit verbundene seelische Ausgeglichenheit, die ich selber so erlebt habe. Und gerade die brauche ich, sonst würde ich die körperlichen Probleme nicht aushalten und wäre nicht mehr auf dieser Welt.

Claudia
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 7 im Thema

Beitrag von Beatrixtg »

Claudia
Da gebe ich Dir absolut recht. Mein zweiter Sohn hat Muskelschwund Typ Duchenne. Der kann wirklich nur noch die Finger und den Kopf bewegen. Wenn mann dann solche bemerkungen liest....

Ich hoffe das einigen Leuten bewusst wird, wass sie mit solchen Kommentaren anrichten.

Liebe Grüsse Beatrix
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 8 im Thema

Beitrag von Claudia »

Diese Debatte nimmt allmählich merkwürdige Formen an.
Lana hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 23:46
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 23:25...
Ich bewundere deine Kreativität bei der Interpretation von Aussagen anderer Menschen.
Kreativ sind hier andere am Werk, unter anderem durch falsche Zitate.
Helga hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 20:59
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 07:32 um die rechten Parolen dort zu widerholen
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 07:32 Das hier ist die einzige (trans) Gruppe an der ich teilnehme in der auch cis Männer teilnehmen, weil diese als Hobby haben sich mal einen Rock anzuziehen.
Val44721 hat geschrieben: Di 27. Jan 2026, 07:32 Die sind gestorben wegen Menschen, die so denken wie du.
Alle quotes führen zu einem völlig anderen Beitrag, aber nicht zu denen, in denen Val diese Äußerungen geschrieben hat.
Was soll das? Alle quotes führen zu Selinas thread und dort steht nichts von dem, was hier in den Zitaten aufgeführt wird. Keine saubere Diskussionskultur.

Anlass für diese Diskussion war ja - wenn ich mich richtig erinnere - der Wunsch von Selina, endlich mit der HRT beginnen zu können. Es ging um den mühsamen Weg, eine Therapie zu bekommen, an deren Ende eine HRT stehen soll. Und im Rahmen dieser Diskussion ging es auch um gesundheitliche Aspekte der HRT, auch um Möglichkeiten die im DIY-Verfahren zu machen.

Und kaum wird dieser Wunsch geäußert, fühlt sich Helga, die schon seit längerem gegen die HRT wettert berufen, dieses Nebenthema aufzumachen. Darin wird dann schon in fast Trumpscher Manie eine Wand gegen diese HRT hochgefahren. Die gefühlte Notwendigkeit der HRT würde uns trans Menschen nur von Beratungsstellen eingeredet. Seht Euch nur mal die von Val aufgeführten Zitate an, dabei gerne die threads etwas weiter verfolgen.

In den Zusammenhang noch eine ganz persönliche Antwort an Helga. In Deiner Signatur steht ja dass du nicht nicht festlegen must. Ok, deine Entscheidung. Aber respektiere bitte die Entscheidung anderer, die sich ganz klar und im vollem Bewußtsein für ein Leben entschieden haben, zu dem dann auch die HRT gehört, die eindeutig sein wollen.

LG Claudia
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 9 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Claudia hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 11:19 Alle quotes führen zu Selinas thread und dort steht nichts von dem, was hier in den Zitaten aufgeführt wird.
Einige Beiträge in dem Thema sind gelöscht worden.
Michi
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 10 im Thema

Beitrag von Michi »

Claudia hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 11:19 Alle quotes führen zu einem völlig anderen Beitrag, aber nicht zu denen, in denen Val diese Äußerungen geschrieben hat.
Was soll das? Alle quotes führen zu Selinas thread und dort steht nichts von dem, was hier in den Zitaten aufgeführt wird. Keine saubere Diskussionskultur.
Hallo Claudia,

es gibt gewiss viel an den hier und da getroffenen Aussagen zu kritisieren. Da bin ich bei dir und bei Val. Doch der Vorwurf falscher Zitate bzw. Zitatverweise ist unberechtigt. Anne-Mette hat im Tread von Selina ordentlich aufgeräumt, und themenfremde Beiträge sowie die daraus entstandenen Folge-Beiträge gelöscht.


Liebe Grüße
Michi
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Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 11 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Neue Studie bestätigt: Hormonbehandlungen senken Suizidrisiko bei trans Jugendlichen deutlich

Eine aktuelle Studie im Journal of Pediatrics bringt erneut Klarheit in eine Debatte, die auch in Deutschland hitzig geführt wird: Geschlechtsangleichende Hormontherapien führen bei trans Jugendlichen zu klinisch bedeutsamen Rückgängen der Suizidalität. Die im November 2025 veröffentlichte Untersuchung begleitete 432 trans und geschlechtsdiverse Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren über durchschnittlich fast zwei Jahre und dokumentierte einen deutlichen Rückgang von Suizidgedanken und Selbstverletzungen nach Beginn der Hormonbehandlung.


https://pride.direct/blogs/news/neue-st ... n-deutlich

Das ist eine aktuelle Studie; allerdings sind "432 trans und geschlechtsdiverse Jugendliche" nicht gerade viel.

Das soll nun nicht bedeuten, dass sich die Studie anzweifle.
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 12 im Thema

Beitrag von Val44721 »

Ach, das könnte Helga ja jederzeit widerlegen, wenn man nur wollte ^^
Anne-Mette hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 11:51 allerdings sind "432 trans und geschlechtsdiverse Jugendliche" nicht gerade viel.
Sind halt sau schwer solche Studien. Der Weg zu Hormonen als Jugendlicher dauert oft so viele Jahre, dass man schon erwachsen ist bis man durch ist. In einer lokalen Gruppe in der ich bin kommt regelmäßig "bin 17 und kein Ende in Sicht, lohnt sich der Prozess überhaupt noch". Dazu kommt, dass wenn man dann mal welche gefunden hat, die auch nicht auf den Studienstart warten lassen kann, das wäre unethisch. Und welche die schon HRT nehmen sind auch nicht geeignet vorher nachher zu messen, wir brauchen welche die gerade anfangen. Also muss man irgendwoher Jugendliche nehmen, die den Prozess gerade geschafft haben, aber noch nicht mit Hormonen begonnen haben. Echt enges Zeitfenster.

Dazu kommt natürlich noch, dass in Trumps USA Einrichtungen, die trans Jugendlichen helfen, drakonische Strafen auferlegt werden, wie viele Einrichtungen können sich das leisten? Kaum welche.

HRT ist ein lebensnotwendiges Medikament. Das ist ein Fakt. Man kann nicht einfach die Massen an toten trans Menschen ausblenden mit dem Argument, dass sie sich ja selbst umgebracht haben, und es daher irgenwie weniger zähle, oder man es deswegen ja nicht wirklich brauche zum Leben.

Aber das wird denen ja alles nur in der Therapie eingeredet, wie Helga schon sagte /s
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 13 im Thema

Beitrag von Lana »

Liebe Claudia,
Claudia hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 00:50 Ich ahne schon, was Du antworten möchtest, aber lass es lieber bleiben.
Deine "Ahnung" bestätigt, dass du mich nicht kennst.
Überhaupt verstehe ich nicht, warum du dich persönlich angegriffen fühlst? Du hast doch alles, was du brauchst und ich wünsche dir, dass es dir damit gut geht.
(smili)

Es gibt Menschen, denen es schlechter geht als dir, und die mit einem Rollstuhl deutlich besser dran wären. Trotzdem leben sie ohne. Weil sie müssen. Du findest diese Menschen in Indien, Afrika, Afghanistan, oder ganz aktuell, in Gaza. Sie rutschen entweder ohne alles auf dem dreckigen Boden rum, oder auf einer Art selbstgebasteltem Rollbrett.
Diese Menschen leben. Ohne Rollstuhl.

Und gleich noch etwas, bevor du das auch wieder falsch verstehst:
Ich wünschte niemandem ein solches Leben. Im Gegenteil, ich finde es entsetzlich, dass solche Zustände existieren. Mir geht es allein darum, dass der Zusammenhang von Rollstuhl und unmittelbarer Lebensbedrohung so nicht gegeben ist.

Und ich bleibe dabei, dass es bei HRT genau so ist. Und auch das bedeutet nicht, dass ich es nicht allen wünsche, mit den entsprechenden Medikamenten gut versorgt zu sein. Aber niemand wird am nächsten Tag tot umfallen, wenn es mal einen Lieferengpass gibt. Aber genau das suggeriert die Behauptung "lebensnotwendig".
Claudia hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 00:50 Ich kann diese plötzliche(?) Abwehr einiger von hormoneller Unterstützung nicht verstehen.
Ich sehe hier keine Abwehr. Bestenfalls gibt es unterschiedliche Beurteilungen über die Bedeutung.

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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 14 im Thema

Beitrag von Claudia »

Moin Lana,
Lana hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 13:41 Liebe Claudia
Im Moment bin ich nicht lieb, sondern eher auf Krawall gebürstet durch manche sich ewig wiederholende Debatten.

Lana hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 13:41 Du hast doch alles, was du brauchst
Ja, das habe ich und bin sehr froh darüber. Nur war ja die Überlegung wie es wäre, wenn ich es nicht hätte.
Ich weiß, dass es Menschen gibt, denen es wesentlich schlechter geht als mir. Trotzdem bleibt für mich die Abhängigkeit vom Rollstuhl erhalten. Aber das ist jetzt ja auch nur ein Nebenaspekt der Debatte.

Lana hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 13:41 Und ich bleibe dabei, dass es bei HRT genau so ist. Und auch das bedeutet nicht, dass ich es nicht allen wünsche, mit den entsprechenden Medikamenten gut versorgt zu sein. Aber niemand wird am nächsten Tag tot umfallen, wenn es mal einen Lieferengpass gibt. Aber genau das suggeriert die Behauptung "lebensnotwendig".
Es geht hier bei der HRT ja nicht um einen kurzfristigen Lieferengpass, sondern um die dauerhafte Verweigerung unter dem Gedanken "ihr braucht das ja garnicht". Dazu kann ich nur sagen, ich weiß am besten, was ich für mich brauche.

Wenn andere das nicht brauchen oder wollen, ist das ihre Sache, dann sollen sie es lassen.
Aber es nicht anderen absprechen deren Situation sie nicht nachvollziehen können oder wollen.

LG Claudia
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Re: Nebenthema: Lebenswichtige Medikamente

Post 15 im Thema

Beitrag von Lana »

Claudia hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 14:28 Es geht hier bei der HRT ja nicht um einen kurzfristigen Lieferengpass, sondern um die dauerhafte Verweigerung
Es geht hier um die wiederholte Behauptung, dass diese Medikamente "lebensnotwendig" seinen. Genau daran hat sich diese Diskussion entzündet.

Und du bestätigt ja, dass diese Behauptung nicht stimmt, wenn es kein Problem ist, vorübergehend auf diese Medikamente zu verzichten.

Langfristige Folgen sind anders zu beurteilen, erst recht, wenn sie sich nur mittelbar ergeben.

Das ist der Kern dieser Diskussion. Genau deshalb wurde sie ja aus dem Thema von Selina ausgegliedert. Aber das weißt du ja sicherlich. Ansonsten könntest du es nachlesen, wenn es dir wirklich darum ginge. Dann würden sich auch deine Versuche erübrigen, diese Diskussion auf eine andere Ebene zu ziehen.
Claudia hat geschrieben: Mi 28. Jan 2026, 14:28 Im Moment bin ich nicht lieb, sondern eher auf Krawall gebürstet
Danke für deine Ehrlichkeit. Vielleicht antwortest du erst dann, wenn du dich wieder beruhigt hast.

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