Susi T hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 10:34
88150, gilt der Code immer bei TIN
Hey...ich habs dir mal schnell aus der KVB Übersicht geholt.
Abrechnung spezifischer GOPen bei Intersexualität oder Transsexualität
88150 Bundeseinheitliche Kennzeichnungsnummer 88150 zur Kennzeichnung von Fällen gemäß 4.2.1 der Allgemeinen Bestimmungen des EBM, wenn bei den genannten Personen nicht die Kennzeichnung „X“ für das unbestimmte Geschlecht oder die Kennzeichnung „D“ für das diverse Geschlecht auf der elektronischen Gesundheitskarte eingetragen ist.
Der ICD-10-Code für Intersexualität oder Transsexualität ist in der Abrechnung anzugeben (Feldkennung 6001 bzw. 3673), sofern die personenstandsrechtliche Geschlechtszuordnung nicht dem anspruchsberechtigten Geschlecht entspricht.
Heisst im Grunde also sie wird verwendet, wenn das auf der Gesundheitskarte hinterlegte personenstandsrechtliche Geschlecht
(z. B. „m“/„w“) nicht zum „anspruchsberechtigten“ / medizinisch relevanten Geschlecht für bestimmte Leistungen passt
Dann können auch (ursprungs)geschlechtsspezifische Leistungen korrekt abgerechnet werden,
ohne dass sie wegen Plausibilitätsprüfungen (Geschlecht / Alter / Fachgebiet) abgelehnt werden.
Knäckebrötchen hat geschrieben: So 14. Dez 2025, 09:53
die Kosten für eine "simple" klinische Untersuchung - und das bedeutet ja drei mehrjährige Stufen bei ~700 - 1.000mio €
Ganz ab davon und von der Beipackzettelgeschichte, ist es aber auch möglich in kleineren Einheiten in die Grundlagen
zu gehen und Daten zu erheben um etwas Licht ins Dunkelfeld der GaHT zu bringen.
Die Endokrinologie hier in der Uniklinik erhebt seit glaub ich 2 Jahren zusätzlich die kardiovaskulären Marker für eine Studie. Immerhin sind wir
etwas mehr als 300 Personen die betreut werden. Ich bin mega gespannt, was das Ergebnis ist. Da das Ganze aber langfristig angelegt
ist, dauert es mit den Daten.
Mareen hat geschrieben: Sa 13. Dez 2025, 22:22
Es ändern sich einige Werte, die bis zum Beginn der HRT teils Jahrzehnte bei den Klientinnen statisch waren.
Ich picke die Aussage mal raus. Es stehen ja aber generell die Abstände der Verlaufskontrolle zur Debatte und DIY ja oder nein.
Was ich aus meiner Erfahrung sehe ist: Begleitung und Kontrolle der Werte sind gut. Aber das ist nicht bei allen Personen der ausschlaggebende Punkt.
Ich finde es super wichtig, das sich die Menschen in GaHT selbst Fachwissen aneignen und für sich Expertenstatus erreichen.
Super wichtig ist ausser den absoluten Werten wie ich mich fühle. Und da liegt viel in der Psyche, Unsicherheit bis ich mich in die
GaHT gewöhnt habe.
Bevor ich jetzt gerade und im Januar 25 zur Kontrolle war, war ich davor 1,5 Jahre nicht. Und die allermeisten Marker waren gleichbleibend. Das heisst
ich bin ziemlich gut eingestellt, wenn ich nicht nervös Änderungen vornehme. Und genau das passiert wenn man zu viel möchte oder
eben psychisch nicht ausreichend stabil ist. Viel davon sind Faktoren die von aussen auf die Person wirken, völlig fremd der Werte die
in der GaHT erhoben werden. Und eine GaHT mit Topwerten sagt nicht viel über den Grad von Verweiblichung oder Vermännlichung, da zählen
andere Faktoren mit..
Okay...ich habe mir die Mühe gemacht mal die einen oder anderen Werte zu vergleichen.
Ich bin gestartet in DIY, mehr oder weniger so halb betreut, mit viel zu viel Blocker, den mir dann mein jetziger Endo verboten hat
(Und Recht hatte er, denn CPA ist wirklich übler Mist).
Die Werte sind aus der ersten Messung in der Uniklinik und aus der letzten im Januar dieses Jahr. Dazwischen sind 6 Jahre.
Leukozyten 6,9 zu 7,19 Tsd/mikroliter
Thrombozyten 453 zu 455 Tsd/mikroliter
Erythrozyten 4,61 zu 4,75 Mio/mikroliter
Hämoglobin 14,5 zu 14,3 g/dl
Hämatokrit 41,2 zu 42,5 %
MCV 89,4 zu 89,5 fl
MCH (HbE) 31,5 zu 30,1 pg
MCHC 35,2 zu 33,6 g/dl
RDW 12,9 zu 13,4 %
Das spricht erst mal für sich, denke ich.
Schauen wir uns mal die Leberwerte an. Nebenbei ist mein Langzeitzucker super...
GOT (AST) 20 zu 21 U/l
GPT (ALT) 20 zu 26 U/l
also alles schick, trotz DIY im Vorfeld. Und ich habe wirklich viel und wild probiert.
Weil Kreatinin gesondert im Artikel behandelt wird
Kreatinin 0,7 zu 0,71 mg/dl (Völlig andere Dosierungen und der Wert ist gleich)
Den eGFR und basales TSH hatte ich beim Hausarzt mal machen lassen und die waren auch fein.
Gesamt Triglyzeride 129 zu 132 mg/dl
Gesamt Cholesterin 193 zu 259 mg/dl
Ja, das Cholesterin ist zu hoch, aber einerseits ist das bei der Gabe von E2 bekannt und andererseits
bin ich manchmal bei der Ernährung nicht so konsequent. Was man auch wissen muss, bei den Leber und Nierenwerten
reicht schon ein Glas Sekt am Vorabend um die extrem in die Höhe zu treiben.
LDL und HDL dürften auch besser sein, aber das ist kein GaHT sondern ein Ernährungsfaktor.
Spannend ist, das du Vitamin D ansprichst. Auch hier würde ich auf einen eher psychosozialen Faktor tippen.
Nämlich die Angst nicht im Zielgeschlecht wahrgenommen zu werden wenn das Haus verlassen wird. Ich denke
wir alle wissen wie Vitamin D entsteht.
Wenn ich meine Hormonwerte abbilde erkenne ich, das T wegen ausreichender Dosis E2 auch ohne Blocker maximal
gesenkt werden kann. Das E2 war bei der Messung im Januar sehr hoch, weil in der Peak gemessen. SHBG und der FAI wurden anfangs nicht erhoben.
Testosteron (0,1 - 1 ng/ml) 0,1 zu 0,19 ng/ml
Testosteron 0,34 zu 0,66 nmol/l
SHBG 176 nmol/l
FAI 0,37 %
Oestradiol 96 zu 1860,7 pmol/l
Oestradiol (50 - 200 pg/ml) 26,2 zu 507 pg/ml
Leite ich das insgesamt nur für mich ab, stelle ich fest, das sich absolut gegenüber meinem Vorgehen vorher
in der Betreuung fast nur die Medikation, aber nicht die Werte verändert haben.
Trotzdem fühle ich mich wohler und würde immer eine Betreuung durch einen Endo mit einer guten
psychosozialen Begleitung vorschlagen. Was manchmal völlig daneben ist, sind tatsächlich Auskünfte von anderen
TIN Personen, da die sehr sehr subjektiv sind und daher müssen auch meine Schlüsse nicht auf alle anderen passen.
Habt es fein, Marie
