Seite 1 von 1

Ein Beitrag zu Pubertätsblocker

Verfasst: Di 21. Okt 2025, 12:00
von ExUserIn-2026-04-08
Agree to Disagree!
Jung und trans: Was bringen Hormone?

27 Min.
Verfügbar bis zum 29/06/2028

Jugendliche, die sich nicht mit ihrem Geburtsgeschlecht identifizieren und Hormone erhalten, um die geschlechtliche Entwicklung ihres Körpers zu ändern – in den Kliniken Europas ist das bereits Realität. In der Wissenschaft tobt jedoch eine Debatte, ob diese Hormontherapie den Betroffenen wirklich hilft.
Die Professorin für Psychotherapie Celine Masson warnt, dass junge Menschen einen so frühen Eingriff später bereuen könnten. Vielleicht würden sich einige später doch mit ihrem Geburtsgeschlecht identifizieren. Die Eingriffe in die körperliche Entwicklung – durch Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone – ließen sich dann aber nicht mehr rückgängig machen.
Die Kinder- und Jugendpsychotherapeutin Sabine Maur dagegen hält sie für unverzichtbar, um das Leiden der Jugendlichen zu lindern. Denn das sei in vielen Fällen groß und gehe häufig bis hin zu Selbstmordgedanken. Mit der Pubertät beginnen sich die geschlechtsspezifischen Körpermerkmale stärker auszubilden. Lehnen Jugendliche diese an sich ab, wollen sie diese Entwicklung meist so früh wie möglich stoppen – denn nach Durchlaufen der Pubertät kann der Körper nur noch chirurgisch verändert werden. Maur ist sich sicher: Eine frühe Therapie kann Betroffenen helfen, später glücklicher zu leben.
Psychologieprofessor Bertolt Meyer stellt sich der Debatte mit den beiden Positionen und versucht, sich eine eigene Meinung zu bilden. Und die fällt überraschend eindeutig aus.

https://www.arte.tv/de/videos/118858-00 ... -disagree/

Re: Ein Beitrag zu Pubertätsblocker

Verfasst: Di 21. Okt 2025, 21:17
von Violetta-TransFlower
Liebe Vicky, (dr)
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 12:00 Psychologieprofessor Bertolt Meyer
Vielen Dank für dieses Thema. 💜
(super)
Ich habe mir die Sendung eben angeschaut und musste am Schluss weinen 😢.
Ich verrate Euch gleich, warum.

Die Sendung ist absolut sehenswert und hochinteressant.
Was die französische Professorin teilweise äußert, ließ mir die Haare zu Berge stehen. :(
Ich habe, ehrlich gesagt, auch mit keiner anderen Meinung von Professor Meyer gerechnet. (ap)

Und der Name des Professors kam mir doch gleich bekannt vor.
Das ist genau der, der am 26.11. beim NDR in der Abendschau DAS! zu Gast ist, wo mein Filmchen vom SchwesternZeit Dreh läuft. 🎥

Die Worte, die Er zum Schluss äußert, trieben mir die Tränen in die Augen und ich sagte einfach nur, "Danke, daß hast Du gut gesagt ".

Wenn die Person noch interessiert:
https://de.wikipedia.org/wiki/Bertolt_Meyer

Schaut es Euch selbst an.

Sehr Dankbar und gerührt
Deine / Eure Violetta 💜

Re: Ein Beitrag zu Pubertätsblocker

Verfasst: Di 21. Okt 2025, 21:55
von Michi
Den Beitrag habe ich vor Wochen gesehen, und war entsetzt über die scharfe Anti-Trans-Haltung von Celine Masson. Sie wird übrigens auch von der Emma dafür gefeiert.
Vicky_Rose hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 12:00 Die Professorin für Psychotherapie Celine Masson warnt, dass junge Menschen einen so frühen Eingriff später bereuen könnten. Vielleicht würden sich einige später doch mit ihrem Geburtsgeschlecht identifizieren. Die Eingriffe in die körperliche Entwicklung – durch Pubertätsblocker und gegengeschlechtliche Hormone – ließen sich dann aber nicht mehr rückgängig machen.
Wenn man nicht völlig verbohrt ist und kurz nachdenkt, kommt man automatisch zu der Erkenntnis, dass dies umgekehrt ganz genau so gilt.

Eine durchlebte Pubertät lässt sich genau so wenig rückgängig machen, und die Betroffenen könnten später wütend sein und Menschen hassen, die ihnen die Möglichkeit verwehrt haben, frühzeitig Gegenmaßnahmen ergreifen zu dürfen. Sie könnten die falsche Entwicklung so sehr bereuen, dass sie sich deswegen umbringen. Ist es das, was Celine Masson will?! Transidente Menschen leiden sehen, nur weil sie in dem Wahn lebt, ein paar wenige eventuell von einer falschen Entscheidung abhalten zu können?!

Anstatt also weiterhin für Betroffene möglichst hohe Hürden zu errichten, sollte man sich viel stärker auf gute Aufklärung, Beratung und Unterstützung konzentrieren, damit Menschen frühzeitig erkennen können, dass der Weg für sie doch nicht der richtige ist.

Wie z.B. der Fall Brönimann aus der Schweiz zeigt, manipulieren Betroffene sogar das System, weil durch die hohen Hürden eher das Gefühl entsteht, dass ihnen etwas vorenthalten werden soll, und sie sich darum mit aller Kraft auf die Überwindung der Hürden zu konzentrieren. Darüber können die Betroffenen nur zu leicht vergessen, sich selbst zu hinterfragen, ob es wirklich der Weg ist, den sie gehen sollten.

Re: Ein Beitrag zu Pubertätsblocker

Verfasst: Di 21. Okt 2025, 22:27
von Val44721
MichiWell hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 21:55 Sie könnten die falsche Entwicklung so sehr bereuen, dass sie sich deswegen umbringen. Ist es das, was Celine Masson will?!
Wurde ja im Video gefragt. Ach die Selbstmordrate sei ja inhärent durchs trans sein so, und nicht durch ihre Verweigerung der Maßnahmen. Damit ists wohl beantwortet. „Ist ja nicht mein Problem“ in Watte gepackt.
MichiWell hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 21:55 Transidente Menschen leiden sehen, nur weil sie in dem Wahn lebt, ein paar wenige eventuell von einer falschen Entscheidung abhalten zu können?!
Diese ganze Idee, bei einer Regret-Rate von 0,3% deswegen lieber 99,7% bei denen es richtig war die Behandlung zu verweigern geht nur auf, wenn man das Leben von cis Menschen als wertvoller als das von trans Menschen ansieht.

Re: Ein Beitrag zu Pubertätsblocker

Verfasst: Di 21. Okt 2025, 23:21
von Michi
Val44721 hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 22:27
MichiWell hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 21:55 Sie könnten die falsche Entwicklung so sehr bereuen, dass sie sich deswegen umbringen. Ist es das, was Celine Masson will?!
Wurde ja im Video gefragt. Ach die Selbstmordrate sei ja inhärent durchs trans sein so, und nicht durch ihre Verweigerung der Maßnahmen. Damit ists wohl beantwortet. „Ist ja nicht mein Problem“ in Watte gepackt.
Wir wissen, dass die Selbstmordrate nicht durch das "trans sein" an sich in die Höhe getrieben wird, sondern durch die breite Ablehnung von "trans sein".
Val44721 hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 22:27
MichiWell hat geschrieben: Di 21. Okt 2025, 21:55 Transidente Menschen leiden sehen, nur weil sie in dem Wahn lebt, ein paar wenige eventuell von einer falschen Entscheidung abhalten zu können?!
Diese ganze Idee, bei einer Regret-Rate von 0,3% deswegen lieber 99,7% bei denen es richtig war die Behandlung zu verweigern geht nur auf, wenn man das Leben von cis Menschen als wertvoller als das von trans Menschen ansieht.
Dazu kommt noch, dass nicht alle detransionieren, weil sie doch nicht trans sind, sondern ein erheblicher Teil ins Geburtsgeschlecht zurück kehrt, weil er hofft, so weniger direkte Ablehnung erleben zu müssen.