Seite 1 von 1

LGBT+ Entwicklungen in Dänemark

Verfasst: Mo 20. Okt 2025, 18:31
von Anne-Mette
Moin,

es ist nicht nur oftmals ziemlich windig in Dänemark (wie hier in Norddeutschland), sondern es herrscht auch Gegenwind - in diesem Falle äußert sich der Regenbogenrat gegen EU-Regelungen und will sogar das T aus der Buchstabengemeinschaft nehmen.
(Übersetzung aus einem Text bei Facebook)
Wir haben außerdem erklärt, dass der dänische Regenbogenrat sich entschieden hat, das „T“ vom LGB-Teil zu trennen, da wir die Rechte, die viele Transsexuelle fordern – zum Beispiel geschlechtsangleichende Behandlungen und rechtliche Geschlechtsumwandlungen – nicht unterstützen können und nie unterstützt haben. Dennoch stehen wir der transpolitischen Agenda weiterhin kritisch gegenüber, da wir glauben, dass sie LGB-Rechten im Wege steht. Daher bleibt das Thema weiterhin Teil unseres Fokus.

Einen Kommentar des Regenbogenrates zu dem LGBT+-Handlungsplan gibt es hier (in dänischer Sprache): https://drive.google.com/file/d/1dMntK5 ... gSnBr/view

Re: LGBT+ Entwicklungen in Dänemark

Verfasst: Mo 20. Okt 2025, 18:51
von Claudia
Anne-Mette hat geschrieben: Mo 20. Okt 2025, 18:31 in diesem Falle äußert sich der Regenbogenrat gegen EU-Regelungen und will sogar das T aus der Buchstabengemeinschaft nehmen.
Welche Farbe wollen die denn aus dem Regenbogen rausnehmen?
Ret skuffende!

LG Claudia

Re: LGBT+ Entwicklungen in Dänemark

Verfasst: Mo 20. Okt 2025, 19:59
von Jaddy
Tja, das ist die Frage. Das ist das Design von Gilbert Bakervon 1978 (ungefähr):
Bildschirmfoto 2025-10-20 um 19.32.02.png
Pink wurde gestrichen, weil es keine Pink-Farbe gab...

Aber vielleicht meinen sie auch die progressive Flag von ~2021, wo trans, inter und die Streifen für Farbige und Schwarze Menschen enthalten sind - also intersektionaler.
https://www.thepinknews.com/2021/06/07/ ... rsex-flag/
Progress-Pride-flag-LGBTQ-intersex-redesign-2023.jpeg

Der Punkt, den sie wohl nicht verstehen: Wir können intern über Details diskutieren, auch wenn die angesprochenen Themen lange abgehandlet sind. Das darf aber die grundsätzliche Solidarität nicht in Frage stellen, wenn es um Existenzberechtigung, Grundrechte, Teilhabe geht. Wir müssen nicht alle Ausprägungen verstehen, um uns gegen DIskriminierung zu stellen.

Denn diejenigen ausserhalb, die keinen Buchstaben aus der Suppe für sich nehmen könnten, wollen letztlich keinein von uns sehen oder hören. Keine Schwulen, keine Lesben, keine Bi-, Pan- Poly- oder Asexuellen. Nur cis-endo-hetero-mono. Und interne Spaltung ist seit jeher ein probates Mittel.

Re: LGBT+ Entwicklungen in Dänemark

Verfasst: Mo 20. Okt 2025, 21:40
von Michi
Aha! In Dänemark haben die Rechtsextremen also erfolgreich die Minderheiten gespalten. Die Schwulen und Lesben haben ihr Feindbild angenommen, auf das sie herabsehen und auf dem sie herumtrampeln können.

Auch sie werden es womöglich irgendwann auf die harte Tour lernen, das Spaltung sie nicht vor Verfolgung schützt.


Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie mich holten,
gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.

(Martin Niemöller)