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unfreiwilliges Outing

Verfasst: Mo 29. Aug 2011, 22:12
von Petra Gender
Hallo Ihr lieben,
immer wenn ich Zeit dazu habe , lese ich mit Interesse in unserem Forum eure Geschichten . Ich selbst habe in jungen Jahren ein (angenehm) peinliches Erlebnis gehabt . Damals dachte ich jedenfalls , das es peinlich war.
Ich war gerade mal 21 Jahre jung , da hatte ich einen ziemlich schweren Autounfall . Zu der Zeit war ich mit meiner Frau noch nicht verheiratet 8 zum Glück) aber schon leidenschaftlicher DWT . Ich hatte derzeit noch keine eigene Garderobe , und zog deshalb immer heimlich die Unterwäsche und Strumpfhosen meiner verlobten an. Dann kam dieser Unfall. Ich musste vier Monate im Krankenhaus verbringen , bis ich wieder einigermaßen ok war . Das Schlimmste für mich war jedoch der Entzug von Damenwäsche wärend dieser Zeit . Nur der Gedanke an ein zartes Höschen oder eine Strumpfhose macht mich ganz kirre.
Dann kam irgendwann der Tag der Entlassung , und ich konnte es kaum erwarten endlich wieder feminie Unterwäsche zu tragen , als dauernd nur Feinripp.
Ich kostete es aus , wann immer es möglich war .
Eines tages jedoch , hatte ich einen Termin im Krankenhaus zur Nachuntersuchung . Ausgerechnet an diesem Tag musste meine Verlobte länger Arbeiten , und ich hatte freien Zugang zu Ihrem Wäscheschrank. Das nutze ich aus , und zog mir ein weisses Satinhöschen mit rosa Spitze , und eine helle Feinstrumpfhose von Ihr drunter . So ging ich dann zu meinem Arzttermin , weil ich dachte , es handelt sich wieder einmal um eine Routineuntersuchung in der es nur um ein paar allgemeine Fragen zu meinem Zustand ginge.
Fehlanzeige !!! Diesmal wollte der Arzt meine Wirbelsäule gründlich untersuchen , und auch Röntgen . Zu mein entsetzen kam noch hinzu , das er eine junge Assistentin ins Behandlungszimmer holte . Als er mir sagte , das ich mich schon mal "freimachen " könne , schossen Hitzewellen durch meinen Körper . Jetzt gab es kein zurück . Ich musste mich vor dem Arzt under seiner Assistentin ausziehen , und zwar "nur die Hose" , wie er ausdrücklich sagte .
Also musste ich es mit hoch rotem Kopf tuen , und ich stand nun in meinem Höschen und nur mit einer Strumpfhose vor den beiden .
Ich wollte vor Scham im Boden versinken , und gleichermaßen fand ich es ausserordentlich angenehm , auch das keiner von den beiden irgend ein Wort darüber verloren hatte. Es war für mich ebend ein unfreiwilliges Outen , aber ein überwältigendes Erlebnis.
Liebe Grüße von eurer Petra Gender )))(:

Re: unfreiwilliges Outing

Verfasst: Di 30. Aug 2011, 08:22
von Joe95
smile...
dieses erregende schamgefühl kenne ich nur zu gut...

Re: unfreiwilliges Outing

Verfasst: Mi 31. Aug 2011, 07:55
von exuser-11-04-2013
Hi,

ich hatte vor Jahren auch so ein Erlebins in dieser Richtung. Allerdings musste ich zu einer Neurologin (eingeklemmter Nerv). Als sie mich bat, mich bis auf die Unterhose auszuziehen schaute sie blöd, als sie meine lackierten Fußnägel sah. Als sie mich dann fragte, warum ich sie lackieren würde und warum in silber, gab ich ihr zur Antwort:

1. ich hatte gerade keine andere Farbe da und
2. wenn es sie stören würde, könne sie ja wegsehen.

Dann hat sie nochmals blöd geschaut, denn so eine Antwort hatte sie nicht erwartet. Sie meinte, es würde sie aber dennoch interessieren.
Meine Antwort war die Frage, warum sie sich die Fingernägel lackieren würde und warum gerade dunkelbraun.

So, und damit war dieses Thema erledigt. Sie hat mich nie wieder darauf angesprochen, nicht einmal, als ich beim nächsten Besuch die Fingernägel lackiert hatte (wollte sie provozieren und ihre Reaktion sehen).

Schlagfertigkeit hilft in so einem Fall immer :)

Re: unfreiwilliges Outing

Verfasst: Mi 31. Aug 2011, 09:41
von Cybill
Da passiert mir auch manchmal; z.B. bei meiner Ärztin:

Hautkrebsvorsorgeuntersuchung: ich darf (soll) mich im Sprechzimmer ausziehen und habe - natürlich - FSH und Miederbody unterm Anzug an. Zehennägel sind natürlich auch blutrot lackiert. Sie sieht mich fragend an - ich entgegne: " Mir war eben heute danach. Wie sie sehen, tue ich alles um die Vorurteile über meinen Berufsstand zu legitimieren".

Der Lacher war auf meiner Seite.

Re: unfreiwilliges Outing

Verfasst: Mi 31. Aug 2011, 11:52
von Joe95
na, beim arzt trage ich nie was besonderes. da ich gerne baumwolle mag fällt es vllt garnicht auf das ich damenslips trage. und wenn doch - da sagt eh keiner was...

outing hab ich ja eigentlich ständig, aber ich hab auch schon mal einen drauf gesetzt...
war mit meiner frau auf dem flohmarkt und da war ein stand mit schönen röcken... ok, diese händler kennen mich ja weil sie mich ja auf jedem flohmarkt sehen, das anprobieren war auch möglich da die diversen kleiderständer sichtschutz boten und ich da eh kein problem mit hab...
das dem händler aber dann doch bald die augen aus dem kopf fielen lag daran das ich ausgerechnet an diesem tag ein weißes spitzenhöschen trug...
hatte ich schon garnicht mehr bedacht...

na, er hats überlebt und meine frau hatte ihren spass...

Re: unfreiwilliges Outing

Verfasst: Mi 31. Aug 2011, 15:53
von Alisha301
Ich war gestern erst beim Doc.
Was hatte ich an? Natürlich Frauensachen - ich hab' ja nichts anderes mehr. BH, Damenslips, Halterlose u.s.w.

LG Alisha )))(:

Re: unfreiwilliges Outing

Verfasst: Do 1. Sep 2011, 07:49
von exuser-11-04-2013
Hallo Irene
Na toll, so schlagfertig wie ihr möchte ich auch mal sein.
Was bleibt einem schon übrig? Entweder du versinkst im Boden vor Scham oder du zeigst Rückgrat. Und da ist der Angriff die beste Verteidigung. Auch die Schlagfertigkeit kann man üben und lernen. Wichtig ist doch, dass "Frau" selbstbewußt auftritt, egal in welcher Situation.