Seite 1 von 3

Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 08:38
von Dani_77
Morgen Mädels,
nach nun 1,x Jahren habe ich endlich meine Haare knapp über Schulterlänge.
Irgendwann viel mir vor dem Spiegel auf, wie gut mir das gefällt.
Ich fühle mich mit den langen Haaren weiblicher, ein bisschen sexy um es auf den Punkt zu bringen.

Frisch rasieirt auch ganz ohne Schminke finde ich mein Gesicht sehr weiblich.

Ist das EInbildung, Wunschdenken, denn es gibt ja reichlich sexy Frauen mir kurzen Haaren oder spinne ich mir da was zusammen?

Könnt ihr ähnliches bestätigen?

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 09:04
von MelanieD
Kann ich bestätigen, und meine sind schon etwas länger als "Schulter" :-)

Wobei ich die auch im Männermodus sehr mag und auch da immer häufer offen trage, das ist dann eher der "Indianermodus" (oder PC native americans)

LG Melanie

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 09:34
von Liv
Hallo Dani,
das kann ich zu 100% bestätigen. Ich habe meine aus einer Laune heraus wachsen lassen und möchte sie nun nicht mehr missen. Die Zwischenphase, wenn sie schon über die Ohren hängen aber sich noch nicht zu einem Pferdeschwanz bändigen lassen ist furchtbar, aber danach wird's richtig cool. So nach 1,5 Jahren war das bei mir soweit. Ich habe dann angefangen mir Haarteile auf den Stummel-Pferdeschwanz zu stecken, die gibt es bei den bekannten Versandhändlern ab 20€, mit etwas Glück passt die Farbe ziemlich gut. Dann noch vorne ein paar Strähnen herauszupfen und ins Gesicht fallen lassen und schon wirkt es sehr natürlich - und man kann die Haarlänge dem Anlass entsprechend anpassen. (smili)
Momentan versuche ich mich gerade an einem französischen Zopf, aber da fehlt es mir noch ein wenig an Länge und Fingerfertigkeit.
Dani_77 hat geschrieben: Do 26. Jun 2025, 08:38 Frisch rasieirt auch ganz ohne Schminke finde ich mein Gesicht sehr weiblich.
Ich steuere es über die Länge der Koteletten. Wenn ich sie etwas wachsen lasse, ca. bis zur Mitte des Ohres, es reichen ein paar Milimeter, werde ich ohne Zweifel männlich gelesen. Wenn ich sie bis oben hin glatt rasiere und mir ein paar Strähnen ins Gesicht fallen lasse kippt es ins weibliche, auch ohne Schminke. Sehr faszinierend.

Ich glaube Haare sind kein unterschätztes Element... viele haben schlicht nicht mehr ausreichend. Du solltest Dir daher bewusst sein, dass wir einer kleinen priviligierten Minderheit angehören und dieses Thema viel Neid und Dysphorie auslösen kann. Vielleicht sollten wir eine Triggerwarnung setzen.

LG
Liv

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 09:38
von Dani_77
Hallo Liv,
danke für deinen Beitrag.
Meine Koteletten sind schon ewig auf 0 rasiert, daher passt das bei mir so.
Ok dein Trigger Hinweis ist natürlich nicht schlecht, aber wie setzt man den?

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 10:38
von Alicia
Hallo ihr Lieben,

ein wunderbares Thema, das auch mich umtreibt. Vielen Dank dafür, liebe Dani.
Seitdem ich vom letzten Jahr an den Kurzhaarschnitt verweigere, wachsen die verbliebenen Haare ganz gut. Allerdings locken sie sich, was ich früher echt nicht leiden konnte, weshalb die Mähne nur bedingt auf die Schultern fällt, aber dadurch eine füllige Frisur bewirkt. Sie sollen ruhig weiter wachsen, bis meine Friseurin die Notbremse zieht wegen Spliss, o.ä. und nicht nur die Spitzen glättet.
Gefühlte Weiblichkeit nach frisch rasiert mit etwas Lippenstift und Kajal. ))):s

Leider wachsen die Haare im Stirnbereich nicht mehr, was zu entsprechenden Verhüllungsmaßnahmen zwingt. Mein Schatz experimentiert mit allen möglichen selbst gestrickten und gehäkelten Mützen und Stirnbändern, um der Misere zu begegnen. Sie findet, dass eine Perücke mich zu sehr verfremden würde, und das echte Haar authentischer rüberkommt.
Der Haarwuchs im Gesicht ist bei mir eher übersichtlich, weswegen ich weder mit Koteletten noch Bartschatten kaum Probleme habe. Auf den Beinen und Armen wachsen die Haare allerdings gefühlt schneller als auf dem Kopf. Wenn man diese Energie nur umleiten könnte. :evil:

Liebe Grüße, Alicia. (ki)

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 15:16
von Daniela04
Liebe Dani

Auch ich lasse meine Haarpracht wachsen, mit 70 fast kein graues Haar und immer noch voller Locken, ich habe bald die Haarlänge wie ich es anfangs 70er als 18 jähriger hatte. Ich stelle aber fest, dass trotz Schminke mein Gesicht männlicher aussieht als wenn ich meine Perücke trage, deshalb bin ich unschlüssig, ob ich es ganz lang haben möchte. Koteletten habe ich ebenfalls nicht.

Lieber Gruss
Daniela

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 17:48
von ExUserIn-2026-04-08
Moin,

ich habe Haare bis ca. zum Gürtel, aber trotzdem meine ich, dass das reines Kopfkino ist. Wir denken, es ist weiblich, weil wir das so wollen. Nicht falsch verstehen, wenn das so ist, ist ja auch schön und gut so.

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 19:34
von Michaela Smile
meine Haare sind mir heilig :-D
nee, im Ernst ich trage eigentlich schon immer lange Haare ( die Jugendzeit und das Jahr beim "Trachtenverein" mal ausgenommen)
Ich hab einmal das Experiment gewagt, und eine etwas kürzere Frisur gewählt, und war damit tot unglücklich. irgendwie hat was gefehlt, das war nicht ich.
Löwenmähne, finde ich, steht mir am besten ;-) bei kurzen oder sogar zusammengebundenen, kommt ausserdem mein runder Männerschädel noch mehr zum Vortritt. :-(
Leider wird die volle Haarpracht aber immer mehr zum "Leid"Thema. am Hinterkopf wirds langsam licht. das macht mir echt zu schaffen.

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 19:42
von JanaH
Auch mir sind meine Haare "heilig"
Ich bin in der privilegierten Lage, mit 63 Lenzen noch keine Anzeichen von Haarausfall zu haben.
Seit nun 10 Jahren wachsen sie und werden einmal im Monat rot getönt.

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 22:16
von Valerie Bellegarde
Hallo Jana,
Habe mich sehr gefreut, nach so langer Zeit wieder etwas von dir zu lesen. Liebe Grüße aus Frankreich
Valerie

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Do 26. Jun 2025, 22:19
von JanaH
Ganz liebe Grüße nach Frankreich
Love that Country!
Aber ich kann halt echt kein französich "heul"

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Fr 27. Jun 2025, 01:07
von Lana
Liv hat geschrieben: Do 26. Jun 2025, 09:34 Ich glaube Haare sind kein unterschätztes Element... viele haben schlicht nicht mehr ausreichend. Du solltest Dir daher bewusst sein, dass wir einer kleinen priviligierten Minderheit angehören und dieses Thema viel Neid und Dysphorie auslösen kann.
Nein, Haare werden sicher nicht unterschätzt. Oder warum tragen die meisten hier eine Perücke?

Alle die ausreichend Naturhaar auf dem Kopf haben, um damit zu spielen, sind wohl sehr glücklich damit. Das ist auch bei vielen Cis-Frauen nicht anders. In manchen Kulturen ist langes Haar für Frauen wie ein Statussymbol, ähnlich wie bei Männern der Vollbart.
Frauenhaar wird sexualisiert und soll deswegen bedeckt werden. Glauben zumindest viele Menschen.

Irgendwas muss also dran sein an der Verbindung von Weiblichkeit und langem Haar.

Ich kann das bestätigen. Von hinten werde ich ausschließlich weiblich gelesen. Wegen meiner Haare. Da kann ich machen was ich will.
Ich erkenne das an den neugierigen Blicken, meist von Männern, die von hinten an mir vorbei gehen und deren Gesichtsausdruck sich von freudiger Erwartung zu überraschter Enttäuschung wandelt, sobald sie mich ungeschminkt von vorne sehen.

Tut mir leid, ich habe mir weder meine Haare noch mein Gesicht ausgesucht. Also gut, die Frisur natürlich schon. Aber dass ich in der glücklichen Situation bin, solche Haare zu haben, ist ein Geschenk.
Vor allem für mich. Meine Haare sind ein wichtiger Teil von mir. Ich freu mich jeden Tag darüber, dass sie da sind, immer da waren und ich es eigentlich nie anders haben wollte. Bis auf eine Phase zu Beginn des Berufslebens, als ich glaubte, ich müsste mich irgendwelchen Konventionen unterwerfen und sie für ein paar Jahre kurz geschnitten waren. Gefallen hat es mir nicht, und gut ging es mir damit auch nicht. Aber was wusste ich damals schon...

LGL

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Fr 27. Jun 2025, 07:00
von Violetta-TransFlower
Michaela Smile hat geschrieben: Do 26. Jun 2025, 19:34 Leider wird die volle Haarpracht aber immer mehr zum "Leid"Thema. am Hinterkopf wirds langsam licht. das macht mir echt zu schaffen.
Bei dem Thema hätte ich bis ins Jahr 2021 mitreden können, da hatte ich auch noch naturlange Haare.
Es ging mir aber damals leider schon ähnlich wie Dir heute, Michaela.
Und aus diesem Grund entschied ich mich schon damals für die Kurzhaarfrisur, denn ich wollte nicht aussehen wie Guildo Horn, hihi.
Das hat mir damals schon psychisch ziemlich wehgetan.

Aus diesem Grund trage ich heute Perücken, wobei die Betonung für mich in der Mehrzahl liegt.
Der eindeutige Vorteil ist, da bin ich sehr flexibel, sowohl bei Farbe als auch bei der Form.
Meine Alltagsperücke ist eine Blonde, die trage ich wirklich am liebsten.
Damit finde ich mich am weiblichsten. (smili)
Den großen Nachteil habe ich gestern das erste Mal richtig gemerkt, bei dem heißen und schwülen Wetter, da schwitze ich schon mächtig drunter.
Auch beim Radfahren wirds enorm, habe ich schon festgestellt.

Jetzt habe ich mir mal eine Kurzhaarperücke bestellt, die müsste demnächst kommen, da bin ich echt gespannt, wie ich mit der aussehe.

Ihr könnt stolz sein, noch lange Naturhaare zu besitzen. (super)

bewundernd
Eure Violetta💜

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Fr 27. Jun 2025, 08:46
von Sophia69
Liv hat geschrieben: Do 26. Jun 2025, 09:34 Die Zwischenphase, wenn sie schon über die Ohren hängen aber sich noch nicht zu einem Pferdeschwanz bändigen lassen ist furchtbar
Hallo Liv,
da kann ich dir nur absolut zustimmen, obwohl ich noch volles Haar habe, aber leider sehr feine, die bei jedem Luftzug wild meinen Kopf flattern, hat meine Frau, laut ihrer Aussage, nach langen abwägen, mich doch darauf hingewiesen, dass diese Frisur ein wenig ungepflegt aussieht und mit kürzeren Haar ich nicht nur jünger, sondern auch attraktiver aussehe. und sie hatte recht, meine jetzige Damen Kurzhaarfrisur, mit etwas längerem Pony, empfinde ich auch als weiblich und attraktiv. Hätte ich dickeres Haar, gestehe ich offen und ehrlich würde ich am liebsten eine Frisur wie die Tagesschau Sprecherin Jessy Wellmer zulegen.
Somit ist für mich die Frisur und mein weibliches empfinden gar kein Problem, da gibt es ganz andere Baustellen. :roll:

Liebe Grüße
Sophia

Re: Haare, ein unterschätztes "Element" ?

Verfasst: Fr 27. Jun 2025, 11:46
von Inga
Hallo,

klar sind mir die Haare wichtig. Ob kürzer oder länger, ich finde, dass Ponyfransen und manche Farben wie helles blond die weibliche Seite optisch noch besonders unterstützen. besonders weiblich. Leider haben sich meine Haare über der Stirn und am Oberkopf schon sehr gelichtet, so dasss ich schon allein auf Perücken zurück greife. Ob es mit abrasierten Kotelletten und eine Mütze auch ginge, habe ich noch nicht probiert.

Liebe Grüße
Inga