Londonflug als Frau
Verfasst: Fr 20. Feb 2009, 12:00
Bericht einer Londonreise aus dem Jahre 2004
Mit dem Gedanken mal eine Städtereise als Frau zu machen habe ich schon länger gespielt. Als meine Frau mich noch bestärkte auf der angekündigten Londonreise einer Transgendergruppe mitzufahren habe ich mich dazu entschlossen.
In den Wochen vor der Reise gab es hektischen E-mailkontakt unter den Teilnehmerinnen. Je näher der Abflugtermin rückte, desto kleiner wurde die Gruppe. Von den in der Ankündigung angeführten Teilnehmerinnen, das waren immerhin 11, blieben nur noch zwei Teilnehmerinnen aus Österreich und zwei Mädels aus Deutschland über.
Eigentlich habe ich mir vorgestellt, dass wir in einer größeren Gruppe anreisen und daher habe ich mir vorgenommen als Frau zu reisen. Doch knapp vor Abreisetermin stellte sich heraus, dass nur Maria aus Wien und ich von Linz abfliegen. Trotzdem blieb ich bei meinem Entschluss nicht den einfacheren Weg zu gehen, sondern eben als Frau zu reisen.
Zwei Tage vor Abflug rief am Flughafen Linz an um mich doch etwas abzusichern und merkte aber schnell, dass meine Frage anscheinend hier noch nie gestellt wurde. Nach längerem Herumverbinden wurde ich schließlich mit der Flughafenpolizei verbunden. Die Quintessenz des Gespräches war, dass frau in jedem Fall ihre Identität nachweisen können muss, was für mich hieß, im schlimmsten Fall die Perücke abnehmen zu müssen.
Zuerst erschreckte mich dieser Gedanke, aber ich hatte mich bald beruhigt und mir gedacht, dass es so schlimm nicht kommen wird.
Für den Flug selbst musste ich, als Freizeittranse, die aufgrund ihrer Größe (1,82m) und doch eher maskulinen Körperbaues nicht gerade unauffällig ist, all meinen Mut zusammen nehmen.
Am Tag der Reise wurde es dann auch noch, obwohl ich alles gut vorbereitet hatte, hektisch.
Zuerst morgens, als das Auto meiner Frau streikte und wir in eine Werkstatt fahren mussten und dann rief Maria an und fragte ob sie mit mir nach Linz fahren könne. Das alles hat meine Vorbereitungszeit ziemlich geschrumpft, aber es ging sich trotzdem aus, nur die Reiseführer blieben dadurch auf der Strecke.
Kurz nach 13Uhr holte ich Maria von zu Hause ab und gemeinsam fuhren wir nach Linz. In meinem Nadelstreif-Hosenanzug kam ich mir neben Maria, die in Jeans reiste, ziemlich overdresst vor.
In Linz erwartete uns ein sehr kleiner Flughafen. Dort mussten wir die erste Hürde meistern, das Einchecken. Von Ryanair gibt es ja nur eine Codenummer und mit der Nummer und dem Reisepass erhält man dann das Ticket. Also das war mal kein Problem. Die Schalterdame verzog keine Miene, als eine Frau mit dem Reisepass eines Mannes vor ihr stand.
Dann ging es weiter zur Personen- und Handgepäckskontrolle. Dort redet man wahrscheinlich heute noch von uns. Ich ging vor Maria zum Schalter. Der Gendarmeriebeamte schaute mich an, schaute den Pass an, blätterte mehrmals darin herum und gab dann den Pass weiter an seinen Kollegen, der etwas älter war. Dieser überprüfte den Pass schaute mich wieder genau an und nach etwa 3 Minuten wurde mir der Pass gereicht und ich durfte passieren. Merkwürdigerweise wurde mir die ganze Zeit lang keine Frage gestellt.
Maria nach mir passierte das gleiche, obwohl sie eine Führerschein mit einem aktuellen weiblichen Foto vorweisen konnte. Ich blieb bei der Kontrolle noch bei Maria und hörte wie der eine Beamte etwas an seinem Weltbild zweifelnd leise von sich gab "im Pass is a Mau und im Führerschein a Frau" dabei schüttelte er den Kopf. Aber schließlich durfte auch Maria passieren.
Für jene die auch überlegen als Frau zu Fliegen könnte ich mir auch vorstellen, dass frau sich bei dem zuständigen Beamten telefonisch ankündigt. In jedem Fall braucht niemand Sorge zu haben als Verbrecher am Flughafen verhaftet zu werden., zumindest in Mitteleuropa
Abgesehen von der Personenkontrolle hat kaum wer von uns Notiz genommen.
Nach kapp zwei Stunden Flug landeten wir in London Stansted. Dort gab es bei der Personenkontrolle, obwohl es sich um eine Einreise handelte nicht das geringste Probleme.
Mit dem Gedanken mal eine Städtereise als Frau zu machen habe ich schon länger gespielt. Als meine Frau mich noch bestärkte auf der angekündigten Londonreise einer Transgendergruppe mitzufahren habe ich mich dazu entschlossen.
In den Wochen vor der Reise gab es hektischen E-mailkontakt unter den Teilnehmerinnen. Je näher der Abflugtermin rückte, desto kleiner wurde die Gruppe. Von den in der Ankündigung angeführten Teilnehmerinnen, das waren immerhin 11, blieben nur noch zwei Teilnehmerinnen aus Österreich und zwei Mädels aus Deutschland über.
Eigentlich habe ich mir vorgestellt, dass wir in einer größeren Gruppe anreisen und daher habe ich mir vorgenommen als Frau zu reisen. Doch knapp vor Abreisetermin stellte sich heraus, dass nur Maria aus Wien und ich von Linz abfliegen. Trotzdem blieb ich bei meinem Entschluss nicht den einfacheren Weg zu gehen, sondern eben als Frau zu reisen.
Zwei Tage vor Abflug rief am Flughafen Linz an um mich doch etwas abzusichern und merkte aber schnell, dass meine Frage anscheinend hier noch nie gestellt wurde. Nach längerem Herumverbinden wurde ich schließlich mit der Flughafenpolizei verbunden. Die Quintessenz des Gespräches war, dass frau in jedem Fall ihre Identität nachweisen können muss, was für mich hieß, im schlimmsten Fall die Perücke abnehmen zu müssen.
Zuerst erschreckte mich dieser Gedanke, aber ich hatte mich bald beruhigt und mir gedacht, dass es so schlimm nicht kommen wird.
Für den Flug selbst musste ich, als Freizeittranse, die aufgrund ihrer Größe (1,82m) und doch eher maskulinen Körperbaues nicht gerade unauffällig ist, all meinen Mut zusammen nehmen.
Am Tag der Reise wurde es dann auch noch, obwohl ich alles gut vorbereitet hatte, hektisch.
Zuerst morgens, als das Auto meiner Frau streikte und wir in eine Werkstatt fahren mussten und dann rief Maria an und fragte ob sie mit mir nach Linz fahren könne. Das alles hat meine Vorbereitungszeit ziemlich geschrumpft, aber es ging sich trotzdem aus, nur die Reiseführer blieben dadurch auf der Strecke.
Kurz nach 13Uhr holte ich Maria von zu Hause ab und gemeinsam fuhren wir nach Linz. In meinem Nadelstreif-Hosenanzug kam ich mir neben Maria, die in Jeans reiste, ziemlich overdresst vor.
In Linz erwartete uns ein sehr kleiner Flughafen. Dort mussten wir die erste Hürde meistern, das Einchecken. Von Ryanair gibt es ja nur eine Codenummer und mit der Nummer und dem Reisepass erhält man dann das Ticket. Also das war mal kein Problem. Die Schalterdame verzog keine Miene, als eine Frau mit dem Reisepass eines Mannes vor ihr stand.
Dann ging es weiter zur Personen- und Handgepäckskontrolle. Dort redet man wahrscheinlich heute noch von uns. Ich ging vor Maria zum Schalter. Der Gendarmeriebeamte schaute mich an, schaute den Pass an, blätterte mehrmals darin herum und gab dann den Pass weiter an seinen Kollegen, der etwas älter war. Dieser überprüfte den Pass schaute mich wieder genau an und nach etwa 3 Minuten wurde mir der Pass gereicht und ich durfte passieren. Merkwürdigerweise wurde mir die ganze Zeit lang keine Frage gestellt.
Maria nach mir passierte das gleiche, obwohl sie eine Führerschein mit einem aktuellen weiblichen Foto vorweisen konnte. Ich blieb bei der Kontrolle noch bei Maria und hörte wie der eine Beamte etwas an seinem Weltbild zweifelnd leise von sich gab "im Pass is a Mau und im Führerschein a Frau" dabei schüttelte er den Kopf. Aber schließlich durfte auch Maria passieren.
Für jene die auch überlegen als Frau zu Fliegen könnte ich mir auch vorstellen, dass frau sich bei dem zuständigen Beamten telefonisch ankündigt. In jedem Fall braucht niemand Sorge zu haben als Verbrecher am Flughafen verhaftet zu werden., zumindest in Mitteleuropa
Abgesehen von der Personenkontrolle hat kaum wer von uns Notiz genommen.
Nach kapp zwei Stunden Flug landeten wir in London Stansted. Dort gab es bei der Personenkontrolle, obwohl es sich um eine Einreise handelte nicht das geringste Probleme.