Es ist ja schön, dass die TAZ auch andere Meinungen zu Wort kommen lässt. Ich will ja auch nicht sagen, dass der Kommentar, selbst nach Inkrafttreten des SSBG noch nachtritt. Ich will ja auch nicht sagen, dass die Autorin vorsätzlich tatsachen unterschlägt,
aber der Satz
Das Hausrecht soll zwar formell Handlungsfähigkeit gewährleisten, doch das kann faktisch durch Klagen und hohe Entschädigungszahlungen zermürbt werden.
Gibt mir doch zu denken. Wurde das Hausrecht geändert ? Wieso sollte dann heute Dinge erzwungen werden können. Das Gesetz stärkt ja gerade das Hausrecht.
Transmenschen auszuschließen bedeutet nicht, der Existenz dieser Individuen feindlich gegenüberzustehen, sondern schlicht, gewisse Räume nicht mit ihnen teilen zu wollen.
Welche Räume geteilt werden, entscheidet doch der Eigentümer der Räume und keine wie auch immer gestaltete Gesinnung.
Es ist zum Common Sense geworden, es als Transfeindlichkeit zu bezeichnen, wollen andere diesem Beharren nicht nachkommen.
Es mag ja sein, dass es solche Menschen gibt, aber ist es wirklich "Common Sense" ? Ich sehe das nicht, denn die Beharrlichkeit liegt ja auf der anderen Seite. Da werden Forderungen und Untersagungen von einer Seite gefordert, denen das gar nicht zusteht. Es gilt in Saunen und Toiletten etc. das Hausrecht des Eigentümers.
Die Behauptung von "Geschlechtsidentität" ist hier das trotzige Beharren auf Teilhabe und das Nichtanerkennen der Begrenztheit eigener Möglichkeiten: Auch als Mann möchte man Teil lesbischer Zusammenschlüsse sein.
Den Satz finde ich besonders "schön". Natürlich unterliege ich der Begrenztheit meiner Möglichkeiten. Das hat aber nichts damit zu tun, was ich empfinde. Ist es nicht eine diktatorische Anmaßung, mir diese Gefühlswelt abzusprechen ? Besonders amüsant finde ich, dass die Autorin von "lesbischen Zusammenschlüssen" schreibt. Glaubt sie etwa, dass sei der Sinn des SSBG ? Im SBGG wird mir nur das Recht zugestanden, dass ich in rechtlicher Hinsicht selber bestimmen kann, welcher Eintrag in meinem Ausweis zu stehen hat. Mehr nicht.
So wenig wie Sexualität eine Identität ist, ist es Geschlecht,
Wer behauptet das denn ? Meine Sexualität und mein Geschlecht sind Teil meiner Identität, nicht umgekehrt.
So ist die Forderung, alle müssten der Selbstaussage Glauben schenken und dies müsse sich auch gesetzlich manifestieren, die Manifestierung der "Geschlechtserkenntnis von innen".
Ich glaube, ich überdenke noch einmal mein Eingangsstatement ...