Getriggert, verwirrt und schlecht geträumt...
Verfasst: Di 29. Okt 2024, 10:26
Hallo,
Ich schreibe hier mal meine Gedanken auf. Bin gerade ein wenig verwirrt und komme im Augenblick seit Sonntag mit mir selbst nicht so ganz klar. Naja, nun gehts wieder einigermaßen. Wie ihr wisst hatte ich mich so Mitte August ja bei meiner Freundin geoutet. So weit, so gut, es läuft auch alles wunderbar. Nun habe ich das dumme Gefühl das ich mir zur Zeit selbst im Weg stehe. Ich kann mich ausleben, tue es aber relativ selten, will sagen, ich fahre mit angezogener Handbremse.
Am Sonntag dann fühlte ich mich dann getriggert, durch eine Fernsehsendung und urplötzlich war es wieder da, diese Beklemmung; und ich merkte wie ich innerlich wütend wurde, auf mich selbst...irgendwie. Ausgelöst aber durch jemand anderes in der Flimmerkiste.
Und wie es dann immer so ist, ich fange an zu schweigen und einsilbig zu werden. Solche Situationen hatten wir in den Jahren schon ein paarmal, nach 2 Tagen löst sich das durch Reden dann wieder auf. Offene Streitereien wie man sie so kennt gibt es bei uns so nicht. Geredet haben wir allerdings dennoch, einige Formulierungen von mir waren allerdings wohl unglücklich.
Dazu noch, in der Nacht von Sonntag auf Montag hatte ich dann noch einen merkwürdigen Traum, ich war draussen und wurde verfolgt, als Frau, von einem Mann, dann habe ich mich in die Wohnung einer Bekannten geflüchtet und wie haben gewartet bis dieser Typ verschwindet, ist er dann auch und wir haben draussen nachgesehen. er war immer noch weg. "Verfolgungstraum", habe ich gegoogelt, hat etwas mit 'Vermeidungsverhalten' zu tun das man im Wachzustand zeigt...AHA! Da liegt der Hase wohl im Pfeffer.
Heute Nacht dann bin ich wieder mittendrin wachgeworden, was vor dem Outing schon ein paarmal passierte, und ich dachte "fängt das schon wieder an"
. Ich bin jedenfalls aufgestanden, leise in die Küche und habe meiner Freundin dann einen Brief geschrieben, daß mir diese Mißstimmung leid tut, ich ihr dankbar bin für ihr Verständnis, die Akzeptanz/Toleranz und natürlich das ich sie liebe. Und, daß ich vielleicht endlich "loslegen" sollte. Danach gings mir tatsächlich besser und ich konnte wieder einschlafen. Sie hat sich auch gefreut heute morgen und wir haben das dann auch begraben.
Um noch mal auf den ersten Absatz zurückzukommen, vermutlich der Kern der Sache, ich glaube ich blockiere mich selbst, warum, wieso, weshalb...keine Ahnung.
Nun haben wir beschlossen das wir mit dem Wohnmobil mal irgendwo hinfahren und dort kann Heike dann endlich draussen "umherwandeln".
Vor habe ich das ja schon lange. In unserer Nähe gibt es drei Städte, jede fast gleich entfernt, zwei sind aber eher nichts. Entschieden habe ich mich für die nördliche, obwohl ich dort mal ein paar Jahre gearbeitet hab, ist aber auch schon länger her, dort gibt es eine relativ gute Innenstadt mit einer Passage, ein regional bekanntes großes Modehaus und einen Hafen wo man schön bummeln kann. Und vom Kopf her bin ich dazu auch bereit, nur irgendetwas bremst mich dann wieder aus.
Wobei ich in den Momenten wo ich mal Frau bin auch zum rauchen auf die Terrasse gehe und immer damit rechnen muß das jemand zu Besuch um die Ecke kommen könnte, ihr Vater z.B., der hätte für "sowas" nun so keinerlei Verständnis. ("ihr Vater" schreibe ich absichtlich weil er nur fünf Jahre älter ist wie ich, da klingt Schwiegervater etwas seltsam.
)
Dazu kommt das ewige Nachdenken darüber, oder wie Gene Hackman in "Heist-der letzte Coup" mal meinte: "Ohne Plan B bind ich mir noch nicht mal die Schnürsenkel zu.", obwohl ich theoretisch zur "Augen zu und durch"-Fraktion gehöre.
Fazit: Ich denke, ich muß "das Flugobjekt" wohl endlich mal vernünftig zusammenbauen, damit es auch richtig fliegen kann.
Dazu passend Rosenstolz:
"Zersäg den Ast, auf dem du sitzt
Spring ab, fang an zu laufen
Das kann ich für dich nicht
Lass von dir hören, wenn's soweit ist
Du musst dich auch nicht ändern
Es ändert sich für dich"
Liebe Grüße
Heike
Ich schreibe hier mal meine Gedanken auf. Bin gerade ein wenig verwirrt und komme im Augenblick seit Sonntag mit mir selbst nicht so ganz klar. Naja, nun gehts wieder einigermaßen. Wie ihr wisst hatte ich mich so Mitte August ja bei meiner Freundin geoutet. So weit, so gut, es läuft auch alles wunderbar. Nun habe ich das dumme Gefühl das ich mir zur Zeit selbst im Weg stehe. Ich kann mich ausleben, tue es aber relativ selten, will sagen, ich fahre mit angezogener Handbremse.
Am Sonntag dann fühlte ich mich dann getriggert, durch eine Fernsehsendung und urplötzlich war es wieder da, diese Beklemmung; und ich merkte wie ich innerlich wütend wurde, auf mich selbst...irgendwie. Ausgelöst aber durch jemand anderes in der Flimmerkiste.
Und wie es dann immer so ist, ich fange an zu schweigen und einsilbig zu werden. Solche Situationen hatten wir in den Jahren schon ein paarmal, nach 2 Tagen löst sich das durch Reden dann wieder auf. Offene Streitereien wie man sie so kennt gibt es bei uns so nicht. Geredet haben wir allerdings dennoch, einige Formulierungen von mir waren allerdings wohl unglücklich.
Dazu noch, in der Nacht von Sonntag auf Montag hatte ich dann noch einen merkwürdigen Traum, ich war draussen und wurde verfolgt, als Frau, von einem Mann, dann habe ich mich in die Wohnung einer Bekannten geflüchtet und wie haben gewartet bis dieser Typ verschwindet, ist er dann auch und wir haben draussen nachgesehen. er war immer noch weg. "Verfolgungstraum", habe ich gegoogelt, hat etwas mit 'Vermeidungsverhalten' zu tun das man im Wachzustand zeigt...AHA! Da liegt der Hase wohl im Pfeffer.
Heute Nacht dann bin ich wieder mittendrin wachgeworden, was vor dem Outing schon ein paarmal passierte, und ich dachte "fängt das schon wieder an"
Um noch mal auf den ersten Absatz zurückzukommen, vermutlich der Kern der Sache, ich glaube ich blockiere mich selbst, warum, wieso, weshalb...keine Ahnung.
Nun haben wir beschlossen das wir mit dem Wohnmobil mal irgendwo hinfahren und dort kann Heike dann endlich draussen "umherwandeln".
Vor habe ich das ja schon lange. In unserer Nähe gibt es drei Städte, jede fast gleich entfernt, zwei sind aber eher nichts. Entschieden habe ich mich für die nördliche, obwohl ich dort mal ein paar Jahre gearbeitet hab, ist aber auch schon länger her, dort gibt es eine relativ gute Innenstadt mit einer Passage, ein regional bekanntes großes Modehaus und einen Hafen wo man schön bummeln kann. Und vom Kopf her bin ich dazu auch bereit, nur irgendetwas bremst mich dann wieder aus.
Wobei ich in den Momenten wo ich mal Frau bin auch zum rauchen auf die Terrasse gehe und immer damit rechnen muß das jemand zu Besuch um die Ecke kommen könnte, ihr Vater z.B., der hätte für "sowas" nun so keinerlei Verständnis. ("ihr Vater" schreibe ich absichtlich weil er nur fünf Jahre älter ist wie ich, da klingt Schwiegervater etwas seltsam.
Dazu kommt das ewige Nachdenken darüber, oder wie Gene Hackman in "Heist-der letzte Coup" mal meinte: "Ohne Plan B bind ich mir noch nicht mal die Schnürsenkel zu.", obwohl ich theoretisch zur "Augen zu und durch"-Fraktion gehöre.
Fazit: Ich denke, ich muß "das Flugobjekt" wohl endlich mal vernünftig zusammenbauen, damit es auch richtig fliegen kann.
Dazu passend Rosenstolz:
"Zersäg den Ast, auf dem du sitzt
Spring ab, fang an zu laufen
Das kann ich für dich nicht
Lass von dir hören, wenn's soweit ist
Du musst dich auch nicht ändern
Es ändert sich für dich"
Liebe Grüße
Heike