Aus Pikachu wird Lea „ mein Weg zu mir
Verfasst: Di 4. Jun 2024, 15:05
Hallo in die Runde,
Ich hab mich länger nicht mehr gemeldet, aber ich habe diese Forum und die netten Menschen hier nicht vergessen.
Daher wollte ich gerne mal ein paar Updates geben und auch einige Gedanken, Ängste Hoffnungen und Träume mit euch teilen.
Zu erst mein Name. Ich hatte mich hier angemeldet mit dem User Pikachu. Mein Lieblings-Pokemon und so musste ich mich nicht festlegen. Aber seit einigen Monaten habe ich mich entschieden, dass ich Lea heißen möchte. Das ist nun der Name, den auch einige Freunde mir gegenüber nutzen und das finde ich sehr schön.
Ich habe in den letzten Monaten sehr viel über mich gelernt und auch mich gegenüber Menschen geöffnet und auch als Lea gezeigt.
Ich hab auch herausgefunden, dass ich eine Transfrau bin. Das hat zu vielen Problemen in meiner Beziehung geführt, aber wir arbeiten dran.
Das erste Mal als Lea in der Öffentlichkeit war sehr aufregend. Mit ein paar Freunden sind wir in eine Bar, wo es einen Raum für Transpersonen und Crossdresser gibt. Ich war so nervös, dass ich mit niemandem außer meinen Freunden geredet hatte, aber es war so schön in der Öffentlichkeit zu sein wie ich mich wohlfühle. Dann den High Heels nach Hause, nach 5 Stunden. Über Kopfsteinpflaster, mit der S-Bahn usw. Ich war so überfordert mit meinen Gefühlen. Es gab aber keine Kommentare. Vielleicht ein paar Blicke, aber mehr nicht. Und desto mehr ich merkte, dass nichts passiert, desto besser ging es mir. Zuhause angekommen, konnte ich nur noch grinsen und lachen. Ich war so glücklich.
Das war dann die anderen Male auch so. Ich fühlte mich draußen einfach so wohl, dass mir egal war, ob jemand komisch guckt. Dann bin ich nach Rostock gefahren, ich war in Köln. Alles als Lea und es war so schön endlich ich zu sein. Ich habe mich gefunden und genieße jeden Tag, den ich so leben kann.
Ich möchte auch eine Hormontherapie beginnen und sammel gerade alle nötigen Dinge zusammen.
Das Outing vor meinen Eltern steht an. Ich möchte es ihnen so gerne sagen. Damit ich mich auch dort so fühlen kann, wie zuhause. Und damit die wissen, wer ich bin. Und das ich endlich den Weg gefunden habe, um glücklich zu sein.
Und natürlich steht auch das Gala Wochenende an, auf das ich mich schon so sehr freue


Aber... es gibt nicht nur die schönen Seiten. Es gibt auch immer wieder Momente, wo es mir nicht gut geht. Zusammenbrüche, weil ich nicht weiß, ob ich das richtige tue oder weil ich mich einfach so unwohl fühle. Gefühlsmäßig ist es eine reine Achterbahnfahrt. Aber ich kann das schnell wieder einfangen. Dennoch gibt es immer wieder diese Ängste. Die Angst alleine zu sein, weil keiner einen so akzeptiert. Oder ich fühle mich wie eine Belastung für meine Freunde, weil ich immer was loswerden muss.
Mich belastet es auch sehr, dass ich mich abends abschminke, morgens rasiere und MakeUp auftrage. Ich möchte einfach morgens aufwachen, in den Spiegel schauen und mich sehen. Einfach glücklich sein, ohne diesen ganzen Aufwand. Und Abends ist das Abschminken auch immer schwerer.
Die Arbeit kommt auch noch dazu. Hier weiß es noch keiner. Aber ich möchte auch hier endlich ich sein. So wie ich bin.
Auch dort ist die Angst sehr groß, wie die Kollegen reagieren, wie das Arbeiten abläuft usw.
Aber ich habe eine Therapeutin, die mir hilft. Ein Umfeld, was mich unterstützt. Und ich habe dieses Forum, wo man mich akzeptiert, wie ich bin
Ich möchte alle anderen, die sich alleine fühlen oder auch Probleme haben, sagen: ihr seid nicht alleine. Auch wenn es sich so anfühlt. Es gibt so viele von uns, die das gleiche erleben, erlebt haben oder es verstehen.
Danke, dass ich in diesem Forum die Kraft, den Mut und die Unterstützung gefunden habe, die Person zu sein, die ich bin (und immer war). Ohne euch wäre ich nicht an diesem Punkt in meinem Leben.
Ich freue mich schon sehr darauf, einige von euch am Wochenende kennenzulernen.
Liebe Grüße aus Berlin
Lea
Ich hab mich länger nicht mehr gemeldet, aber ich habe diese Forum und die netten Menschen hier nicht vergessen.
Daher wollte ich gerne mal ein paar Updates geben und auch einige Gedanken, Ängste Hoffnungen und Träume mit euch teilen.
Zu erst mein Name. Ich hatte mich hier angemeldet mit dem User Pikachu. Mein Lieblings-Pokemon und so musste ich mich nicht festlegen. Aber seit einigen Monaten habe ich mich entschieden, dass ich Lea heißen möchte. Das ist nun der Name, den auch einige Freunde mir gegenüber nutzen und das finde ich sehr schön.
Ich habe in den letzten Monaten sehr viel über mich gelernt und auch mich gegenüber Menschen geöffnet und auch als Lea gezeigt.
Ich hab auch herausgefunden, dass ich eine Transfrau bin. Das hat zu vielen Problemen in meiner Beziehung geführt, aber wir arbeiten dran.
Das erste Mal als Lea in der Öffentlichkeit war sehr aufregend. Mit ein paar Freunden sind wir in eine Bar, wo es einen Raum für Transpersonen und Crossdresser gibt. Ich war so nervös, dass ich mit niemandem außer meinen Freunden geredet hatte, aber es war so schön in der Öffentlichkeit zu sein wie ich mich wohlfühle. Dann den High Heels nach Hause, nach 5 Stunden. Über Kopfsteinpflaster, mit der S-Bahn usw. Ich war so überfordert mit meinen Gefühlen. Es gab aber keine Kommentare. Vielleicht ein paar Blicke, aber mehr nicht. Und desto mehr ich merkte, dass nichts passiert, desto besser ging es mir. Zuhause angekommen, konnte ich nur noch grinsen und lachen. Ich war so glücklich.
Das war dann die anderen Male auch so. Ich fühlte mich draußen einfach so wohl, dass mir egal war, ob jemand komisch guckt. Dann bin ich nach Rostock gefahren, ich war in Köln. Alles als Lea und es war so schön endlich ich zu sein. Ich habe mich gefunden und genieße jeden Tag, den ich so leben kann.
Ich möchte auch eine Hormontherapie beginnen und sammel gerade alle nötigen Dinge zusammen.
Das Outing vor meinen Eltern steht an. Ich möchte es ihnen so gerne sagen. Damit ich mich auch dort so fühlen kann, wie zuhause. Und damit die wissen, wer ich bin. Und das ich endlich den Weg gefunden habe, um glücklich zu sein.
Und natürlich steht auch das Gala Wochenende an, auf das ich mich schon so sehr freue
Aber... es gibt nicht nur die schönen Seiten. Es gibt auch immer wieder Momente, wo es mir nicht gut geht. Zusammenbrüche, weil ich nicht weiß, ob ich das richtige tue oder weil ich mich einfach so unwohl fühle. Gefühlsmäßig ist es eine reine Achterbahnfahrt. Aber ich kann das schnell wieder einfangen. Dennoch gibt es immer wieder diese Ängste. Die Angst alleine zu sein, weil keiner einen so akzeptiert. Oder ich fühle mich wie eine Belastung für meine Freunde, weil ich immer was loswerden muss.
Mich belastet es auch sehr, dass ich mich abends abschminke, morgens rasiere und MakeUp auftrage. Ich möchte einfach morgens aufwachen, in den Spiegel schauen und mich sehen. Einfach glücklich sein, ohne diesen ganzen Aufwand. Und Abends ist das Abschminken auch immer schwerer.
Die Arbeit kommt auch noch dazu. Hier weiß es noch keiner. Aber ich möchte auch hier endlich ich sein. So wie ich bin.
Auch dort ist die Angst sehr groß, wie die Kollegen reagieren, wie das Arbeiten abläuft usw.
Aber ich habe eine Therapeutin, die mir hilft. Ein Umfeld, was mich unterstützt. Und ich habe dieses Forum, wo man mich akzeptiert, wie ich bin
Ich möchte alle anderen, die sich alleine fühlen oder auch Probleme haben, sagen: ihr seid nicht alleine. Auch wenn es sich so anfühlt. Es gibt so viele von uns, die das gleiche erleben, erlebt haben oder es verstehen.
Danke, dass ich in diesem Forum die Kraft, den Mut und die Unterstützung gefunden habe, die Person zu sein, die ich bin (und immer war). Ohne euch wäre ich nicht an diesem Punkt in meinem Leben.
Ich freue mich schon sehr darauf, einige von euch am Wochenende kennenzulernen.
Liebe Grüße aus Berlin
Lea