Martina-NB hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 16:40
Transpersonen im "klassischen" Sinne sehen sich ja selbst eher im binären System. Also die trans Frau ist dann "Frau", Punkt.
Hmm..
man kann auch trans* enby sein. Ich sehe mich als Frau (nur nicht mehr trans*) mit einem fluxen Anteil,
oder auch fluid, weil ich mich mal mehr oder weniger weiblich wahrnehme, spüre und sehe.
Ich habe sogar ein paar kleine belegte intersex Anteile und jetzt?
Und ich habe nie an ein 100% geglaubt, physiologisch wie psychologisch ist "Geschlecht" ein Kontinuum.
Aus meiner Sicht. Auf eine gewisse seltsame Art ist nicht-binär der Grundzustand aller Wesen. Nicht nur Menschen.
Auf dieser Philosophie gibt es kein "Geschlecht" was angeglichen werden kann, denn es fliesst das ganze Leben über.
Man kann Personendaten ändern und Körper dem Befinden anpassen, thats it, für mich. Hart und platt und kurz beschrieben.
Will wer Bart oder Busen, go for it.
Dafür haben wir Wege die sehr gut gangbar sind.
Wir haben Wege Namen und Personenstand zu ändern die auch funktionieren.
Das Ganze darf gerne etwas angenehmer werden, aber bitte begleitet und mit Annahme das man für sich selbst
verantwortlich ist. Heisst, nicht im Nachgang jemandem anderen die Schuld zuweisen.
Daher macht Absicherung Sinn. Auf der rechtlichen und medizinischen Seite, ein einfach alles so find ich nicht gut.
Cybill hat geschrieben: Do 4. Aug 2022, 12:33
Meine Lebens- und Berufserfahrung (in dem Fall die Psychologin) sagt mir, dass soziale Medien einen gewissen Einfluss haben müssen.
Was wenn tatsächlich bei einer Untersuchung rauskommt, dass selbstdefinierte Transgeschlechtlichkeit oder Nicht-Binärität einem starken Einfluss durch soziale Medien unterliegen?
Wo liegt die Grenze zwischen einem Coming Out und einem gruppendynamisch indizierten Mitläufereffekt?
Natürlich haben Medien Einfluss. Kontakte zu anderen haben Einfluss. Erziehung hat Einfluss. In welcher Umgebung du aufwächst
hat Einfluss. Alles hat Einfluss. Und jetzt? Es ist doch niemand alleine auf dem Planeten.
Buchdruck ist Hexenwerk weil er Einfluss hat, oder? Killerspiele wie Vicky gesagt hat.
Sorry Cybill, das ist hanebüchen. Selbst wenn das bei einer Untersuchung rauskommen sollte, wäre es völlig egal.
Ob jetzt soziale Medien oder Mamas Stumpfhose der Auslöser oder Triggerpunkt waren, macht doch keinen Unterschied.
Der einzige Unterschied dabei ist das du dich mit einer Strumpfhose nicht wörtlich austauschen kannst. Mit Medien
schon, schneller, vernetzter, mehr überschneidende Kontakte.
Es ist einfach nicht mehr so, das wenn du im Röckchen hinter der Tür erwischt wirst und dir dein Dad eine Backpfeife
verpasst du dich anfängst zu verstecken, sondern Peers schliessen sich zusammen geben sich gegenseitig Halt um rauszukommen.
Also lasst uns doch bitte das Strapshalterzeitalter verlassen und im hier und jetzt ankommen.
Alles Liebe Marie
