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Tatort Zürich

Verfasst: Mo 14. Mär 2022, 15:35
von ExUserIn-2026-04-08
Hallo in die Runde,

gestern haben meine Frau und ich den Tatort aus Zürich "Schattenkinder" angesehen. Es ging um Kunst und Missbrauch von Kindern. Es war kein Tatort mit Transthemen. Aber mich hat ein Satz elektrisiert, den ich sofort vor dem Transhintergrund gesehen habe. Die Situation: jemand hat einen Menschen ermordet, der im Gesicht stark tätowiert war. Tessa Ott, eine Kommissarin, hat sich so ihre Gedanken gemacht und den Satz gesagt:
Wenn ich mich selbst nicht mehr im Spiegel erkenne, befreit es mich dann von mir selbst ?
Könnte man den nicht auch auf viele Transmenschen übertragen ? Aber auch Sätze wie
Wir müssen mit dem Schmerz in Verbindug treten, damit wir eine Möglichkeit zur Transformation haben.
(Ist das ein Schlüssel zum inneren Ich ?) oder
Angst ist ein Gefängnis
(wer kennt sie nicht diese Angst, die uns nicht zu dem werden lässt, der wir sind ?)

haben mich sehr berührt.

Re: Tatort Zürich

Verfasst: Mo 14. Mär 2022, 17:16
von Belinda
Liebe Vicky,

Wenn ich mich selbst nicht mehr im Spiegel erkenne, befreit es mich dann von mir selbst ?

Da habe ich auch an mich denken müssen, mein Bild im Spiegel, wie ich mich sehe und was es mit mir macht, auch mit dem anderen Ich, das ich als Belinda zurücklasse. Denn ich wandere immer noch zwischen den Welten, empfinde es meistens als Bereicherung und will es wohl auch so sehen, aber eben nicht immer.
Das hat mich berührt.

Und ja, Angst ist ein Gefängnis, ganz sicher, und jede von uns hat es bestimmt schon mal so gespürt. Sich nicht mehr bewegen können, erst nur seelisch, irgendwann auch körperlich.

Liebe Grüße,

eine nachdenkliche Belinda