Neue Freunde finden
Verfasst: Mo 15. Nov 2021, 19:05
Hallo Ihr Lieben,
Mein Name ist Lakisha. Ich bin 1979 geboren. Also in einer Zeit als da Weltbild noch ziemlich binär war. Über Geschlechtsidentität wurde damals noch nicht öffentlich diskutiert.
Bereits in meiner frühen Jugend hatte ich einen ungewöhnlichen Hang zum Weiblichen. Oft habe ich heimlich die Sachen meiner älteren Schwester getragen und vor dem Spiegel bewundert, wie mädchenhaft ich aussehe. Das war lange vor meiner Pubertät. In der Schule hatte ich meinen Platz zwischen den Mädchen gefunden. Mädchen und Jungen saßen damals nämlich getrennt, obwohl es keine Sitzordnung gab. Manche Lehrer haben mir auch scherzhaft einen weiblichen Spitznamen gegeben, indem sie meinen Namen mit "š-hilde"˜ oder "š-line"˜ vervollständigt haben. Also habe ich mich schon früh von meinen "šGeschlechtsgenossen"˜ unterschieden.
In meiner Pubertät dann, habe ich mich schlecht und krank gefühlt und konnte meine Sexualität nicht entfalten, weil diese nicht so recht zu den gesellschaftlichen Anforderungen passte. Nun ja, rückblickend würde ich sagen, ich habe meine Vorstellungen vom gesellschaftlichen Weltbild zu meinen eigenen Anforderungen an mich selbst gemacht. Ich habe darunter gelitten diese Anforderungen nicht mit meiner Gefühlswelt in Einklang bringen zu können.
Noch in meiner Pubertät hatte ich dann eine Sucht entwickelt. Das meine sexuelle Verwirrtheit (heute würde man wahrscheinlich Gender- Dysphorie sagen) der alleinige Auslöser der Sucht war glaube ich eigentlich nicht. Ist mittlerweile auch vollkommen gleichgültig.
Ich hatte mich abwechselnd in Männer und Frauen verliebt und mich als bisexuell klassifiziert. Meine feminine Gefühlswelt habe ich fortan also begründen können. Aber im Anschluss an eine Therapie habe ich mich erstmalig ernsthaft mit meiner geschlechtlichen Identität auseinandergesetzt. Heute leben wir ja in einer aufgeklärten Zeit, in der wissenschaftlich die binären Grenzen aufgelöst wurden und auch allmählig gesellschaftlich anerkannt wird, dass es zwischen den Geschlechtern Räume gibt, die besetzt werden können.
Ich habe mich also jetzt als ein Mensch geoutet, der sich mit beiden Geschlechtern identifiziert und sich von beiden Geschlechtern gleichermaßen angezogen fühlt. Für mich ist es keine Frage irgendeiner Kategorie, der ich vermeintlich angehöre, sondern eine Frage des Zulassens. Damit meine ich meine innere Akzeptanz. Kann ich für mich meine geschlechtliche Identität akzeptieren?
Diese Frage kann ich für mich mit "šJA"˜ beantworten und habe so meinen Platz zwischen den Geschlechtern eingenommen.
In dieses Forum bin ich gekommen, um evtl. Menschen kennen zu lernen, die eine ähnliche Gefühlswelt haben. Vielleicht können wir uns austauschen.
Ich freue mich auf Euch!
Lakisha
Mein Name ist Lakisha. Ich bin 1979 geboren. Also in einer Zeit als da Weltbild noch ziemlich binär war. Über Geschlechtsidentität wurde damals noch nicht öffentlich diskutiert.
Bereits in meiner frühen Jugend hatte ich einen ungewöhnlichen Hang zum Weiblichen. Oft habe ich heimlich die Sachen meiner älteren Schwester getragen und vor dem Spiegel bewundert, wie mädchenhaft ich aussehe. Das war lange vor meiner Pubertät. In der Schule hatte ich meinen Platz zwischen den Mädchen gefunden. Mädchen und Jungen saßen damals nämlich getrennt, obwohl es keine Sitzordnung gab. Manche Lehrer haben mir auch scherzhaft einen weiblichen Spitznamen gegeben, indem sie meinen Namen mit "š-hilde"˜ oder "š-line"˜ vervollständigt haben. Also habe ich mich schon früh von meinen "šGeschlechtsgenossen"˜ unterschieden.
In meiner Pubertät dann, habe ich mich schlecht und krank gefühlt und konnte meine Sexualität nicht entfalten, weil diese nicht so recht zu den gesellschaftlichen Anforderungen passte. Nun ja, rückblickend würde ich sagen, ich habe meine Vorstellungen vom gesellschaftlichen Weltbild zu meinen eigenen Anforderungen an mich selbst gemacht. Ich habe darunter gelitten diese Anforderungen nicht mit meiner Gefühlswelt in Einklang bringen zu können.
Noch in meiner Pubertät hatte ich dann eine Sucht entwickelt. Das meine sexuelle Verwirrtheit (heute würde man wahrscheinlich Gender- Dysphorie sagen) der alleinige Auslöser der Sucht war glaube ich eigentlich nicht. Ist mittlerweile auch vollkommen gleichgültig.
Ich hatte mich abwechselnd in Männer und Frauen verliebt und mich als bisexuell klassifiziert. Meine feminine Gefühlswelt habe ich fortan also begründen können. Aber im Anschluss an eine Therapie habe ich mich erstmalig ernsthaft mit meiner geschlechtlichen Identität auseinandergesetzt. Heute leben wir ja in einer aufgeklärten Zeit, in der wissenschaftlich die binären Grenzen aufgelöst wurden und auch allmählig gesellschaftlich anerkannt wird, dass es zwischen den Geschlechtern Räume gibt, die besetzt werden können.
Ich habe mich also jetzt als ein Mensch geoutet, der sich mit beiden Geschlechtern identifiziert und sich von beiden Geschlechtern gleichermaßen angezogen fühlt. Für mich ist es keine Frage irgendeiner Kategorie, der ich vermeintlich angehöre, sondern eine Frage des Zulassens. Damit meine ich meine innere Akzeptanz. Kann ich für mich meine geschlechtliche Identität akzeptieren?
Diese Frage kann ich für mich mit "šJA"˜ beantworten und habe so meinen Platz zwischen den Geschlechtern eingenommen.
In dieses Forum bin ich gekommen, um evtl. Menschen kennen zu lernen, die eine ähnliche Gefühlswelt haben. Vielleicht können wir uns austauschen.
Ich freue mich auf Euch!
Lakisha