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SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Mo 17. Mai 2021, 12:19
von Anne-Mette
Moin,
wer den Film noch nicht gesehen hat, wird spät in der Nacht vom SWR in die Lage versetzt, das nachzuholen:
https://www.swrfernsehen.de/film/spielf ... n-100.html
Gruß
Anne-Mette
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Mo 17. Mai 2021, 12:55
von Momo58
Ich habe den Film schon zweimal gesehen. Der Film erinnerte mich an Teile meines eigenen Weges. ABSOLUT SEHENSWERT!
LG Manuela
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Mo 17. Mai 2021, 13:47
von Engelchen
Nun habe ich mir den Film angesehen - Erfolg - ich muss so heulen....
Lisa
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Mo 17. Mai 2021, 18:20
von sandra77
Gibts den nicht mehr in der Mediathek?
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Mo 17. Mai 2021, 18:34
von Anne-Mette
sandra77 hat geschrieben: Mo 17. Mai 2021, 18:20Mediathek?
... ist eingebettet in den Beitrag.
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Mo 17. Mai 2021, 20:02
von Michaela Smile
Ich hab den schon soooo oft gesehen, und werd ihn mir vermutlich wieder anschauen.
Ich find den Film echt klasse.
und einer der ganz wenigen Filme in dem die transgender Person nicht von einer Frau gespielt wird.
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 11:08
von ExUserIn-2026-01-22
Anne-Mette hat geschrieben: Mo 17. Mai 2021, 12:19
wer den Film noch nicht gesehen hat...
Ist das überhaupt möglich...

Der Film wurde schon oft im TV gezeigt und die vielen Wiederholung finde ich
Ob es an den Einschaltquoten der letzten Ausstrahlungen liegt, daß die TV-Anstalten den Film als Erfolg werten und ihn deshalb so oft zurück auf den Bildschirm holen? Wäre diesem tollen Film nur zu wünschen.
Jennifer
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 11:16
von ExUserIn-2026-01-22
Michaela Smile hat geschrieben: Mo 17. Mai 2021, 20:02
...und einer der ganz wenigen Filme in dem die transgender Person nicht von einer Frau gespielt wird.
Dann solltest du mal noch Girl (ein Film über eine Transgender-Ballerina) -
https://de.wikipedia.org/wiki/Girl_(Film) schauen - wobei hier die titelgebende Figur (Transmädchen Lara) von Victor Polster gespielt wird.
Die Handlung ist stellenweise ziemlich harter Stoff

aber das Spiel von Victor Polster, der das Ziel hat eine passionierte Transgender-Ballerina zu werden, hat mich total beeindruckt! Gerade die Verbindung zwischen Ballett und Transgender hat mich (als Tänzerin) sehr angesprochen. Aber wie gesagt ist die Handlung gegenüber "Mein Sohn Helen" doch stärker ausgeprägt mit stellenweise dramaturgischen Szenen.
Sollte dennoch für jeden einen Blick Wert sein
Hier mal noch der Trailer:
Jennifer
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 11:18
von ExUserIn-2026-01-22
Engelchen hat geschrieben: Mo 17. Mai 2021, 13:47
Nun habe ich mir den Film angesehen - Erfolg - ich muss so heulen....
Hehe Lisa, da ging's dir ja so wie mir, als ich den zum ersten Mal gesehen habe. Irgendwie bin ich da recht sensibel, wenn ich so etwas sehe...
Jennifer
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 12:54
von ExUserIn-2026-01-21
Den Girl hatte ich vor nicht allzu langer Zeit gemeinsam mit Jennifer gesehen. Jennifer meinte "Mama ich hab hier einen interessanten Film+++"
Der Titel sagt erst mal wenig, dafür sprachen dann die bewegten Bilder umso mehr

Nicht der typische Film für einen Sonntag-Nachmittag, dafür war die Handlung zu explizit und an einigen Stellen tragödienhaft inszeniert. Der Film rüttelt auf, er symbolisiert und zeigt einen Lebensweg +oder Leidensweg

+ eines jungen Menschens der anders sein möchte und doch mit Liebe und Hingabe wahrgenommen werden möchte. Der Film balanciert zwischen dem Leben und dem Wunsch Ballerina zu werden, Alltag kollidiert mit einem tänzerischen Traum. Die Handlung spitzt sich zu und offenbart auch ruhige Szenen, fast schon melancholisch. Als Zuschauer fiebert man unheimlich mit und hofft auf ein Happy End. Ob das kommt, müsst ihr selber herausfinden
Definitiv eine Filmempfehlung
Ach so, hier ging's ja eigentlich um die Helen. Klaro, dass dieser Film bei uns in der Family auch schon lief, mehrfach

Eine tolle deutsche Produktion die durchaus sehenswert ist und die Familie schön in den Fokus der neuen "Gegegebenheiten" setzt. An einigen Stellen vielleicht etwas zu oberflächlich und klischeehaft ausgeführt +wohl typisch deutsch eben

+, aber unterhaltsam allemal.
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 15:30
von Topsy
Das Drehbuch von "Mein Sohn Helen" vermittelt leider viel Problematisches, was leicht zu vermeiden gewesen wäre.
Ganz übel ist das ständige Misgendering. Es ist klar, dass sowas passiert und auch absichtlich als eine Form der Gewaltausübung praktiziert wird. Aber dieser Film gibt mir das Gefühl, als würde er daraus einen lustigen Gag machen wollen. Das sieht man sehr deutlich, wenn der Schuldirektor sich ständig verspricht (er... äh, ich meine "sie") und sich die Zuschauer*in denken muss: So blöd kann der Kerl doch gar nicht sein. Und beim Vater wird das auch ständig auf die Spitze getrieben, sodass er dann sogar das richtige Pronomen verwendet, um sich anschließend zu "korrigieren" - obwohl er Helen eigentlich schon als seine Tochter akzeptiert hat.
Außerdem vermittelt uns der Film ständig, erst ab einer Geschlechtsangleichung eine Frau zu sein. Alles wird irgendwie an den Genitalien festgemacht, was nun wirklich absurd und problematisch ist. Der erste Geburtstag findet ein Jahr nach der Geschlechtsangleichung statt? Blödsinn! Ich gehe davon aus, dass jede trans Person schon vor diesem riesengroßen Schritt ihr Frau-Sein oder Mann-Sein begründet hat. Wenn dieser Schritt überhaupt unternommen wird, was ja auch gar nicht nötig wäre und jede*r für sich entscheiden muss.
Dass Helen zudem sehr direkt, selbst vor Schüler*innen oder der ganzen Schulklasse, über ihre (noch gegenwärtigen) Genitalien spricht, erscheint mir recht unrealistisch. Welche trans Frau macht sowas, welcher trans Person wäre das Thema nicht unangenehm? Und nein, ich bin nicht prüde, aber bei diesem Thema ist es eigentlich auch gar nicht nötig, dass die Protagonistin von ihrem "S****nz" spricht, gerade wo sie diesbezüglich solch große Dysphorie empfindet. Solche Dialogzeilen wirken teilweise total unangebracht, vieles wirkt konstruiert. Die Dialoge sind teilweise leider insgesamt... na ja... nicht besonders gut geschrieben, obwohl die Inszenierung dagegen super ist.
Abgesehen davon, dass mir solche Details heute viel deutlicher ins Auge fallen, hat mir der Film, den ich bereits vor Jahren gesehen habe, auch beim zweiten Mal wieder Spaß gemacht, weil die Geschichte doch sehr berührend ist, und der Schauspieler als Frau überzeugt. Die feminine Seite von Jannik Schümann ist unverkennbar, auch wenn die Besetzung der Rolle durch eine richtige trans Frau wie immer wünschenswert gewesen wäre.
Liebe Grüße
Topsy

Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 16:14
von Anne-Mette
Moin,
Topsy hat geschrieben: Di 18. Mai 2021, 15:30
auch wenn die Besetzung der Rolle durch eine richtige trans Frau wie immer wünschenswert gewesen wäre.
"wie immer?" - wieder so eine Forderung, die ich nicht unterschreiben würde; denn das sollte dann Dokumnetarfilmen vorbehalten sein, denke ich. Schließlich spielen Mörder und Mörderinnen in Spielfilmen auch nicht Mörder und Mörderinnen.
Mit den Forderungen kann man es auch übertreiben; Filmkunst sollte frei sein.
Gruß
Anne-Mette
Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 16:25
von Topsy
Hinter dem Wort "wünschenswert" eine Forderung zu erkennen, ist schon arg weit hergeholt. Wenn ich mir etwas wünsche, dann fordere ich deswegen noch lange nichts.
Die Repräsentation von trans Personen in der deutschen Schauspielszene ist eben kaum vorhanden. Das sollte schon hin und wieder mal thematisiert werden. Wenn dann gleich von "Forderungen" gesprochen wird, nur weil man mal ein bisschen Kritik übt, ist das leider bedenklich.
Liebe Grüße
Topsy

Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 16:29
von Anne-Mette
Wir müssen uns nicht in Buchstaben und Worten "verbeißen" - aber wenn es "wie immmer wünschenswert" bezeichnet ist, nähert es sich in meinem Augen an eine Forderung an

Re: SWR: Mein Sohn Hellen
Verfasst: Di 18. Mai 2021, 16:38
von Topsy
Nein, ich meinte das anders: "Wie immer", also wie bei nahezu jedem Film mit Transthematik, weil die entsprechenden Rollen eben nahezu immer mit cis Menschen besetzt werden und man sich eben fragt, warum man das nicht auch mal anders machen könnte.
Eine Ausnahme wäre zum Beispiel das großartige französische Road Movie "Lola und das Meer": Eine trans Frau spielt eine trans Frau - und nein, nicht sich selbst.
Liebe Grüße
Topsy
