Sweden's Karolinska Ends the Use of Puberty Blockers for <16[en]:
Verfasst: Do 6. Mai 2021, 17:27
Hier ist der Text in engl. Sprache verfügbar: https://segm.org/Sweden_ends_use_of_Dut ... 3vPFgCLyLw
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MichiWell hat geschrieben: Do 6. Mai 2021, 18:39 Das klingt gar nicht gut, wenn Länder wie Schweden beginnen, die Behandlungsmöglichkeiten wieder einzuschränken, und im konkreten Falle die Betroffenen dazu zwingen, die falsche Pubertät zu durchleben. Da werden Länder wie Polen und Ungarn sicherlich begeistert jubeln...
Schön für dich.!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 6. Mai 2021, 20:04 Ich bekam keine Steine in den Weg gelegt mich leben zu dürfen.
Hm .. ich weiß nicht. Es wird ja nicht von "muss man machen" .. sondern von "kann man machen" auf "ist unzulässig" umgeschwenkt.!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 6. Mai 2021, 20:04 Ich glaube fast die Schweden beenden das Engagement
Ich kann dich da ganz gut verstehen und ich finde es ehrlich gesagt, ein wirklich schwieriges Thema. Ich möchte da auch nicht in der Haut des Psy stecken.!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 6. Mai 2021, 20:04 aber die Pubertät an sich war doch nicht so falsch wie man es zuerst annehmen sollte.
Ich-sorry wenn ich ich hier stark von mir rede-hatte trotzdem eine schöne Pubertät, denn ich war in
der glücklichen Lage trotzdem so sein zu dürfen wie ich war und bin.
Ich bekam keine Steine in den Weg gelegt mich leben zu dürfen. Das ich dann doch versucht habe später
der Biologie zu folgen, war auch nicht falsch, es hat mich um viele Erfahrungen reicher gemacht.
Zudem ist der Kinder und Jugendbereich wirklich kein Zuckerschlecken für die Psychologen und Ärzte.
Eine Freundin von uns betreut ja Trans*kids und macht es sich jedes mal nicht leicht.
Und ich hab sie schon oft mit sich hadern sehen-ich wollte nicht so sehr über die Zukunft eines Kindes
mit entscheiden müssen...niemals.
Was wenn es bei mir eine Phase gewesen wäre? Ich habe Phasen, meinen fluiden Anteil und das zu integrieren
was an mir männlich war, ist und sein wird. Oft soweit das ich sagte Tschüss Identität, hallo Krise..
Liebe Marie,!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 6. Mai 2021, 20:04 Und ich hab sie schon oft mit sich hadern sehen-ich wollte nicht so sehr über die Zukunft eines Kindes
mit entscheiden müssen...niemals.
Und wenn die Dysphorie nur ansatzweise vorhanden ist, ist sie es dennoch 100% mehr als bei einem Jugendlichen der völlig unberührt von diesem Thema ist. Wenn man sagt, dass die Blocker und die Therapie die Dysphorie ungewollt verstärken können, kann man genau so gut sagen, dass die Transsexualität genau der Grund dafür ist. Ich denke mal dabei etwas an mich, denn bei mir war das genau der Fall - wenn auch nicht durch Blocker oder Therapie hervorgerufen. Je länger ich Hormone nahm, desto mehr merkte ich einerseits wie komplett richtig das ist, weil es sich in allen - wirklichen allen - Bereichen als komplett normal angefühlt hat. Nie mehr hatte ich dieses Gefühl, das ich das ganze Leben davor mit mir rumgeschleppt habe. Ich wusste plötzlich wie sich Leben für all die anderen Leute anfühlen muss, die davon völlig unberührt und eins mit ihrem Geschlecht sind. Andererseits merkte ich aber, wie eins zum anderen kam, wie mich die Dysphorie an Stellen packte die vorher nur tief unter der Oberfläche schlummerten aber jetzt mit aller Macht hervorbrachen. Es ist wie eine Art Festplatte, die partiell ausgetauscht wird und womit das System jetzt viel besser zurecht kommt. Dennoch wird es immer Stellen geben, die entfernt wurden aber niemals mit dem richtigen Programmierung ersetzt werden können.Helga hat geschrieben: Fr 7. Mai 2021, 22:51 Die Pubertätsblocker und insbesondere die Begleittherapie laufen Gefahr eine vielleicht nur ansatzweise vorhandene Geschlechtsdisphorie ungewollt zu verstärken.
Das Thema Passing ist leider unbestritten, Helga. Nicht nur die von dir angesprochene Stimme und Behaarung, sondern auch die Körpergröße und -dimension. Alles bleibt kleiner und feiner. Alleine beim Becken bin ich mir nicht sicher. Kann sein, dass das schon sehr früh angelegt wird. Bestes und prominentestes Beispiel dafür ist wohl Kim Petras. Sie ist vom Körperbau nicht von einer biologischen Frau zu unterscheiden - bis auf die angesprochene Beckenpartie eventuell. Aber das sind dann echte Luxusprobleme.Helga hat geschrieben: Fr 7. Mai 2021, 22:51 Wo liegt der Nutzen der Pubertätsblocker? Seitens der Befürworter wird immer wieder das bessere Passing ins Feld geführt. Stimme und Körperbehaarung sind sicherlich meßbare Größen, aber sind (bei MzF) die Schultern wirklich schmaler, die Hüften wirklich breiter, Hände und Füße wirklich kleiner? Niemand weiß es, diese These lässt sich weder beweisen noch widerlegen. Ist der Unterschied wirklich so groß, wenn mensch die Pubertät durchlebt und mit Mitte 20 in die Transition geht?
Ich würde nicht von Druck sprechen, eher von Begehrlichkeiten, die geweckt werden. Aber das tun auch die vielen Möglichkeiten der medialen Information. Für mich spricht nichts gegen Blocker, wenn sich schon sehr früh abzeichnet wie sehr der Wunsch nach dem anderen Geschlecht vorhanden ist und er auch dauerhaft ununterbrochen anhält und nicht nur eine Phase ist. Wenn das Kind zB mit 3 Jahren schon anfängt Kleidchen tragen zu wollen u.ä. und mit 6 derart willensstark geäussert wird ein Mädchen zu sein und in der Zwischenzeit keine Veränderung in die andere Richtung aufgetreten ist, sollte man sich ernsthafte Gedanken machen, die richtigen Schritte einzuleiten. Denn alles andere bedeutet nur unglaubliche Qualen für das betroffene Kind.Helga hat geschrieben: Fr 7. Mai 2021, 22:51 Ich kann mir gut vorstellen, dass die betroffenen Kinder und deren Eltern von dem behaupteten Nutzen wahnsinnig unter Druck gesetzt werden.