Heimat „ Heimatlosigkeit
Verfasst: Sa 17. Apr 2021, 11:03
Durch einen Post von Anne-Mette, unserer liebenswerten Gastgeberin, der sich nur als Unterthema mit dem Thema Geschlechtergrenzen beschäftigt wieder Mal auf eine Frage gestoßen worden, dass mich immer wieder eineholt: Heimat, beheimatet sein, heimatlos sein, mehrere Heimaten haben...
https://www.ardmediathek.de/video/nacht ... E0NDY1MTY/
Meine Lebensrealität ist, dass ich in Aachen geboren wurde, dort das erste Schuljahr absolviert habe und dann "umgetopft" wurde mit sieben Jahren.
Ich erinnere mich aber auch daran, dass ich mich als anders als die ungefähr zehn Kinder in unserem Haus, als heimatlos, bindungslos empfunden habe. Ich habe mit meinen Freundinnen gespielt und als Vater die gemeinsamen Kinder gewickelt und für die Familie gekocht, um 1965 herum...
Ein Jahr in einer rheinischen Kleinstadt brachten eine Liebe, die ich nie vergessen habe. Mein Freund Martin ging zwar in die richtige Schule, weil er Katholisch war. Ich als Protestant ging in die beiden Baracken, die auf dem durch ein kniehohes Mäuerchen standen und den Evangelischen als Schule dienten. Während der zeitgleichen Pausen durften wir nicht miteinander reden, danach waren wir unzertrennlich.
Ein Jahr im pietistischen Dorf mit rollendem "R" und unverständlichem Dialekt in einer großen Schule, ein Jahr in einer Zwergschule mit gemeinsamen Unterricht für je zwei Jahrgänge im selben Landstrich haben mein Zugehörigkeitsgefühl zu anderen Menschen außerhalb der Familie endgültig zerstört.
...Heimat, Familie, Zugehörigkeit waren für mich nur Fantasien, Träumereien... und wurden weiter Infrage gestellt.
Kennt Ihr ähnliche Gefühle?
https://www.ardmediathek.de/video/nacht ... E0NDY1MTY/
Meine Lebensrealität ist, dass ich in Aachen geboren wurde, dort das erste Schuljahr absolviert habe und dann "umgetopft" wurde mit sieben Jahren.
Ich erinnere mich aber auch daran, dass ich mich als anders als die ungefähr zehn Kinder in unserem Haus, als heimatlos, bindungslos empfunden habe. Ich habe mit meinen Freundinnen gespielt und als Vater die gemeinsamen Kinder gewickelt und für die Familie gekocht, um 1965 herum...
Ein Jahr in einer rheinischen Kleinstadt brachten eine Liebe, die ich nie vergessen habe. Mein Freund Martin ging zwar in die richtige Schule, weil er Katholisch war. Ich als Protestant ging in die beiden Baracken, die auf dem durch ein kniehohes Mäuerchen standen und den Evangelischen als Schule dienten. Während der zeitgleichen Pausen durften wir nicht miteinander reden, danach waren wir unzertrennlich.
Ein Jahr im pietistischen Dorf mit rollendem "R" und unverständlichem Dialekt in einer großen Schule, ein Jahr in einer Zwergschule mit gemeinsamen Unterricht für je zwei Jahrgänge im selben Landstrich haben mein Zugehörigkeitsgefühl zu anderen Menschen außerhalb der Familie endgültig zerstört.
...Heimat, Familie, Zugehörigkeit waren für mich nur Fantasien, Träumereien... und wurden weiter Infrage gestellt.
Kennt Ihr ähnliche Gefühle?