Seite 1 von 1

Der Westen: Sophie* (6) ist ein Transmädchen

Verfasst: Mo 21. Sep 2020, 10:13
von Anne-Mette
Moin,

zwischen sehr viel Werbung ist der Text zu finden, bei dem ich den Eindruck habe, dass wieder einmal "Allerweltsbotschaften" zu Transsexualität wachsen und werden.
"Gebt den Kindern alle Zeit der Welt", möchte ich gerne rufen, dann zeigt sich schon, ob es wirklich Transsexualität ist.

https://www.derwesten.de/panorama/vermi ... 69724.html

Gruß
Anne-Mette

Re: Der Westen: Sophie* (6) ist ein Transmädchen

Verfasst: Mo 21. Sep 2020, 11:21
von Ulrike-Marisa
Moin,

...ja, wenn wir damals die Zeit gehabt hätten und die Zeit dafür reif gewesen wäre, dann wäre es bei mir vielleicht schon sehr früh alles anders gekommen...War aber leider nicht du so musste es viele, viele Jahre dauern, bis es möglich war, das zu sein, was ich heute bin: Ulrike-Marisa ))):s
Wie heißt es doch, lieber spät als gar nicht. Das gilt für vieles im Leben...

Grüße, Ulrike-Marisa

Re: Der Westen: Sophie* (6) ist ein Transmädchen

Verfasst: Di 22. Sep 2020, 20:22
von Momo58
Oh wie gerne hätte ich eine Mutter gehabt, die meine Transidentität so unterstützt hätte wie die Mutter der kleinen Sophie in dem Bericht.

Meine Mutter musste aufgrund der damaligen Zeit vieles verheimlichen. Da kamen dann Sätze wie "Sag nur nichts deinem Vater", als ich im Alter von 12 Jahren als Prinzessin auf dem Karneval war. Mein Vater hatte als Hitlerjunge ein Kriegstrauma, das er nie verarbeitet hatte. Er war nie in der Lage zu sehen, dass sein Sohn ein Mädchen war. Wenn es auch nur ansatzweise in diese Richtung ging, bestellte er mit seinen 3 noch vorhandenen Fingern 5 Bier, sah geistesabwesend auf einen Baum und schrie "Die Russen kommen".

Hier ist es besonders wichtig, dass beide Elternteile mittherapiert werden und wenn es nicht anders geht, bleibt nur die Entscheidung für das eigene transidente Kind.

Re: Der Westen: Sophie* (6) ist ein Transmädchen

Verfasst: Di 22. Sep 2020, 20:46
von Anne-Mette
Eine "Transsexualität als Familienprojekt" kann allerdings auch Weichen stellen, die das Kind unnötig zu früh festlegen und Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten nehmen.