Till Randolf Amelung: über Gender: "Menschen sind keine Knetmasse“
Verfasst: Sa 25. Jul 2020, 16:04
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Hrmfz. Mag sein, dass er nur solche Gruppen kennt. Menschen wie mich kennt er offenbar nicht - bzw er hat sich nicht mit ihnen unterhalten. Davon kenne ich aber etliche.Warum bezeichnen sich immer mehr Menschen als "nonbinary", wollen also weder als Mann noch als Frau gelesen werden?
Hier in Deutschland sind mir drei Gruppen aufgefallen: Zum ersten Trans- und Interpersonen, die sich nicht länger als "Mann/Frau mit Defekt" stigmatisiert sehen wollen und durch diesen Begriff einen versöhnlichen Umgang mit Biografie und Körper schaffen wollen. Zweitens Cisfrauen und -männer, die eigentlich andere Probleme haben und sich aber über Fragen des Geschlechts an der falschen Stelle abarbeiten. Und zuletzt Trans und Cis, die Geschlecht aus politischer Motivation abschaffen beziehungsweise überwinden wollen.
...und wird durch ähnliche Fragen weiter in diese Richtung gedrängt.Rowling möchte weiter als Frau verstanden werden, nicht als "Mensch mit Vagina" — verstehen Sie die Schriftstellerin?
Einen Kommentar habe ich dort schon hinterlassen. Ob das 1 Redaktx lesen wird bezweifle ich natürlich. Insofern: Go Leserbrief!Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 18:43 Ich denke, ich muss mal wieder einen Leserbrief an die TAZ schreiben.
Liebe TAZler,
mit großer Verwunderung beobachte ich, wie Euer Kulturredakteur ausgerechnet am durch farbige TransFrauen mit ausgelösten CSD Stimmung gegen TransMenschen macht und versucht diese gegeneinander und gegen gleichgeschlechtlich liebende CisMenschen auszuspielen.
In dem durch Ihren Redakteur sugestiv geführten Interview wird der Eindruck erweckt, der Interviewte würde der Aussage Rowlings alle menstruierenden Menschen seien Frauen zustimmen.
Er sagt hingegen nur, er verstehe wenn Frau Rowling als Frau bezeichnet werden möchte, nicht mehr und nicht weniger. Tatsache bleibt aber, dass nicht alle Frauen in ihrem Leben irgendwann menstruieren und das nicht alle, die menstruieren Frauen sind.
In dem Artikel zu Frau Navratilova wird, wieder sehr sugestiv, der Eindruck erweckt, alle die die Geschlechterzuschreibungen in Frage stellen, würden fordern den Frauensport für Menschen zu öffnen, die sich als Frauen sehen aber biologisch in einem männlich gewerteten Körper bleiben wollen. Eine solche Forderung oder ein Verteufeln von Frau Navratilova finde ich bei den mir bekannten Transmenschen erlebe ich, die ich vierzig Jahre als offen schwuler Mann gelebt habe, bevor ich mir meine eigene Weiblichkeit zugestand, einen solchen "Denkmalsturz" nicht.
Ich stelle mir nicht zum ersten Mal die Frage, welche Agenda Herr Jahn Feddersen, der sich als Vertreter des Elberskirchen-Hirschfeld-Hauses und der Initiative Queer Nations versteht, hier vertritt.
Ich befürworte eine offene, respektvolle Diskussion. Was ich hier aber sehe und auch schon in der Vergangenheit so gesehen habe ist die Haltung eines Trans excludierenden radikalen Feministen, der nur Cis Geschlechtlichkeit als zuztreffend ansieht.
Magnus Hirschfeld war mit dem Institut für Sexualwissenschaften schon offener als diese von Frau Alice Schwarzer und Herrn Feddersen geführte Geisterdiskussion auf der Höhe des in den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts notwendigen und verdienstvollen, auch von mir damals mitgetragenen Denkens.
transfeindlich, GENITALISTISCH und dumm, bitte.Ralf-Marlene hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 18:43
Wer diese Aussagen in Zweifel zieht ist transfeindlich und dumm.
Schön, dass du Jan Fedderssen erwähnst. Dieser Mensch ist pures Gift, er ist ein Hetzer der übelsten Sorte und seine Taz Kolumnen oftRalf-Marlene hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 18:43 Wir, finde ich, sollten uns nicht durch den cismännlichen TerF Jan Feddersen in einen künstlichen Gegensatz schwuler oder lesbischer Mensch gegen TransMensch treiben lassen. Das ist, ähnlich wie mit Alice Schwarzer in Bezug auf Lesbenfragen eine Debatte auf der Höhe der achtziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. Schon die war hinter mancher Debatte der zwanziger Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts im Institut für Sexualwissenschaften zurückgefallen.
Ich denke, ich muss mal wieder einen Leserbrief an die TAZ schreiben.
da es nicht amtlich festgestellt wurde, was Du über Jan Feddersen schreibst, musst Du deutlicher machen, dass es Deine Meinung ist.
Ich möchte noch mal betonen, dass ich eine offene Diskussion befürworte.Sonnenuhr hat geschrieben: Sa 25. Jul 2020, 21:16 ...
transfeindlich, GENITALISTISCH und dumm, bitte.
Wir sind hier schon auf hohem Niveau, da erlaube ich mir noch den Hinweis anzubringen, dass nicht
alle Frauen, die nicht mit Vaginen geboren wurden, als trans bezeichnet werden wollen/sollen.
...
hoch und ich habe auch schonmal eine Zusammenarbeit abgebrochen, weil ich deren Zuschreibungen und Leute so widerlich und irreführend fand.