Gefahr des Minderheitenbewusstseins
Verfasst: Sa 13. Apr 2019, 10:19
Am Wochenende habe ich ein Seminar zum Thema Queer-sein besucht.
Dabei wurde eine Methode angewendet, bei dem sich die Gruppe zu zwei Aussagen positionieren sollte. HAB ICH und HAB ICH NICHT.
Die erste Frage war, ob man Geschwister hat. Alle positionieren sich. Nach ein paar weiteren Fragen ging es dann zu Geschlechterspezifischen fragen weiter.
HAST DU MIT AUTOS GESPIELT?
Ich wusste schon wie die nächste Frage lauten würde und da kam sie auch schon.
HAST DU MIT PUPPEN GESPIELT?
Ich stellte mich zu der Gruppe wo ich dachte die steht für HAB ICH.
Nach weiteren fragen wie, HAST DU PINKE SACHEN und HAST DU MAL EIN KLEID ODER ROCK GETRAGEN, wurden die Fragen wieder Geschlechtsunspezifischer. Aufeinmal fällt mir auf das ich mich immer zu HAB ICH NICHT gestellt hab. Was nicht stimmte und ich dachte ich stehe richtig.
Ich war komplett durch den Wind.
Was war passiert?
Ab dem Moment der ersten Geschlechterfrage mahte es bei mir klick und ich stellte mich immer zu der Gruppe wo ich meinte die steht für ICH HAB ... pinke Sachen, Kleider getragen. Die Gruppe war kleiner als die andere und ich hab geglaubt die größere Gruppe würde sich eben immer zu der HAB ICH NICHT Antwort stellen.
Anscheinend habe ich mich automatisch als Minderheit gesehen.
Das zeigte mir aber noch etwas, die Mehrheit (also der Mainstream) ist viel weiter als ich gedacht hab.
Gerade in der Onlineszene rumzuhängen hat in mir so ein falsches Bild von der Umwelt geliefert, dass ich ganz vergessen hab wie weit eigentlich die reale Umwelt ist. Und in mir hat sich so ein starkes Minderheitenbewusstsein etabliert das ich quasi mit gebalter Faust durch die Gegend gehen.
Das erinnert mich an Big Brother UK mit Courtney Act und India. India ist eine trans Frau und fühlte sich von jeden Angegriffen. Dabei waren die Promis überwiegend sehr tollerant und respektvoll. Während India also mit gebalter Faust sich in einem unnötigen Verteidigungsrolle brachte, hat sie sich von der Gruppe distanziert, und hat damit selbst ihre Opferrolle bestätig.
Courtney hingegen hat durch ihre soziale, offene und positive Art dir Leute sogar etwas aufklären können.
Ich hab mich also gerade durch die Beschäftigung innerhalb der Transcommunity selbst in eine Verteidigungsrolle gebracht und dabei übersehen das ich mich gar nicht verteidigen muss.
Das ist auch ein Grund warum ich mich von solchen Communityseiten zunehmend zurück ziehen werde.
Dabei wurde eine Methode angewendet, bei dem sich die Gruppe zu zwei Aussagen positionieren sollte. HAB ICH und HAB ICH NICHT.
Die erste Frage war, ob man Geschwister hat. Alle positionieren sich. Nach ein paar weiteren Fragen ging es dann zu Geschlechterspezifischen fragen weiter.
HAST DU MIT AUTOS GESPIELT?
Ich wusste schon wie die nächste Frage lauten würde und da kam sie auch schon.
HAST DU MIT PUPPEN GESPIELT?
Ich stellte mich zu der Gruppe wo ich dachte die steht für HAB ICH.
Nach weiteren fragen wie, HAST DU PINKE SACHEN und HAST DU MAL EIN KLEID ODER ROCK GETRAGEN, wurden die Fragen wieder Geschlechtsunspezifischer. Aufeinmal fällt mir auf das ich mich immer zu HAB ICH NICHT gestellt hab. Was nicht stimmte und ich dachte ich stehe richtig.
Ich war komplett durch den Wind.
Was war passiert?
Ab dem Moment der ersten Geschlechterfrage mahte es bei mir klick und ich stellte mich immer zu der Gruppe wo ich meinte die steht für ICH HAB ... pinke Sachen, Kleider getragen. Die Gruppe war kleiner als die andere und ich hab geglaubt die größere Gruppe würde sich eben immer zu der HAB ICH NICHT Antwort stellen.
Anscheinend habe ich mich automatisch als Minderheit gesehen.
Das zeigte mir aber noch etwas, die Mehrheit (also der Mainstream) ist viel weiter als ich gedacht hab.
Gerade in der Onlineszene rumzuhängen hat in mir so ein falsches Bild von der Umwelt geliefert, dass ich ganz vergessen hab wie weit eigentlich die reale Umwelt ist. Und in mir hat sich so ein starkes Minderheitenbewusstsein etabliert das ich quasi mit gebalter Faust durch die Gegend gehen.
Das erinnert mich an Big Brother UK mit Courtney Act und India. India ist eine trans Frau und fühlte sich von jeden Angegriffen. Dabei waren die Promis überwiegend sehr tollerant und respektvoll. Während India also mit gebalter Faust sich in einem unnötigen Verteidigungsrolle brachte, hat sie sich von der Gruppe distanziert, und hat damit selbst ihre Opferrolle bestätig.
Courtney hingegen hat durch ihre soziale, offene und positive Art dir Leute sogar etwas aufklären können.
Ich hab mich also gerade durch die Beschäftigung innerhalb der Transcommunity selbst in eine Verteidigungsrolle gebracht und dabei übersehen das ich mich gar nicht verteidigen muss.
Das ist auch ein Grund warum ich mich von solchen Communityseiten zunehmend zurück ziehen werde.