Intoleranz und Uneinigkeit der "Gemeinschaft"
Verfasst: Do 21. Feb 2019, 02:15
Hallo zusammen,
bezugnehmend auf den letzten Thread, der leider geschlossen wurde, möchte ich nochmal ein spezielles Thema ansprechen, dass mir seit vielen Jahre quer im Magen liegt:
Sicherlich macht jeder während einer Transition andere Erfahrungen und auch während einer Hormontherapie. Grundsätzlich ist es aber so, dass TS von ihrem Umfeld, vor allem auch zu Beginn, viel Verständnis und Toleranz einfordern. Das hat auch meist eine gewisse Selbstverständlichkeit. Ob die jetzt angebracht ist, sei dahin gestellt. Die Empörung ist jedoch meist groß, wenn Partner und Freunde nicht reagieren wie erwartet und sich ggf. querstellen. Und auch diese Empörung erfolgt mit einer gewissen Selbstverständlichkeit. Wie kann man nur so intolerant sein ... wie auch immer.
Man könnte jetzt schlussfolgern, dass TS besonders tolerant und weltoffen sind. Meine Erfahrungen sind leider völlig andere. Im Grunde dreht man nur den Spieß um und fordert insbesondere für die eigenen Interesse Toleranz und setzt sich damit lediglich die Scheuklappen andersrum auf. Warum sage ich das? Ich sage das deshalb, weil ich mich durchaus als Kritiker des verstumpften TSG-Weges sehe, der irgendwie 20 Jahre alt und nicht mehr ansatzweise zeitgemäß ist. Das TSG ist ein netter Versuch, aber gewiss nicht der heilige Gral. Als Opfer dieser stupiden Behandlungsweise möchte ich, dass die Medizin und auch die Gruppen flexibler werden.
Nur schlägt einem da fortwährend kalter Wind ins Gesicht. Es mag ja sein, dass es Menschen gibt, denen eine HRT reicht und dann passt das. Ich finde es aber extrem intolerant zu verlangen, dass das jetzt für jeden zu passen hat. Und genau das ist die Aussage einer Transition im Jahr 2019: Friss oder stirbt. Und Moment mal, das darf man doch doof finden. Das ist es nämlich auch. Die Transition soll kein Wunschkonzert für Schönheits-OPs sein, sondern notwendig Operationen ermöglichen, um bestmöglich Leidensdruck abzubauen. Das passiert aber nicht. Und sorry, wenn jemand eine FFS als Schönheitsoperation bezeichnet, ist das für mich Diskriminierung auf besten Niveau. Dann hat man einfach auch nichts verstanden. Gar nichts.
Ich verstehe auch nicht, warum man sich so vehement dagegen wehren muss einigen Personen mehr Behandlung zuzugestehen, wenn dadurch ihr Leidensdruck deutlich gesenkt würde. Stattdessen verharrt man in einem Status Quo und attestiert diesen Menschen banale Unfähigkeit ihren Körper anzunehmen, wie er ist. Überlegt euch einfach mal, was da genau passiert. Wenn auch nur eine TS fähig wäre den Körper anzunehmen, bräuchte sie auch keine Behandlung. Dann können wir das alles komplett einstellen.
Wir müssen uns da als "Gemeinschaft" auch mal einig werden, wie wir das nach außen hin kommunizieren! Entweder kann man einen Leidensdruck geistig ohne medizinische Behandlung überwinden oder man kann es nicht. Es gibt KEIN dazwischen!
bezugnehmend auf den letzten Thread, der leider geschlossen wurde, möchte ich nochmal ein spezielles Thema ansprechen, dass mir seit vielen Jahre quer im Magen liegt:
Sicherlich macht jeder während einer Transition andere Erfahrungen und auch während einer Hormontherapie. Grundsätzlich ist es aber so, dass TS von ihrem Umfeld, vor allem auch zu Beginn, viel Verständnis und Toleranz einfordern. Das hat auch meist eine gewisse Selbstverständlichkeit. Ob die jetzt angebracht ist, sei dahin gestellt. Die Empörung ist jedoch meist groß, wenn Partner und Freunde nicht reagieren wie erwartet und sich ggf. querstellen. Und auch diese Empörung erfolgt mit einer gewissen Selbstverständlichkeit. Wie kann man nur so intolerant sein ... wie auch immer.
Man könnte jetzt schlussfolgern, dass TS besonders tolerant und weltoffen sind. Meine Erfahrungen sind leider völlig andere. Im Grunde dreht man nur den Spieß um und fordert insbesondere für die eigenen Interesse Toleranz und setzt sich damit lediglich die Scheuklappen andersrum auf. Warum sage ich das? Ich sage das deshalb, weil ich mich durchaus als Kritiker des verstumpften TSG-Weges sehe, der irgendwie 20 Jahre alt und nicht mehr ansatzweise zeitgemäß ist. Das TSG ist ein netter Versuch, aber gewiss nicht der heilige Gral. Als Opfer dieser stupiden Behandlungsweise möchte ich, dass die Medizin und auch die Gruppen flexibler werden.
Nur schlägt einem da fortwährend kalter Wind ins Gesicht. Es mag ja sein, dass es Menschen gibt, denen eine HRT reicht und dann passt das. Ich finde es aber extrem intolerant zu verlangen, dass das jetzt für jeden zu passen hat. Und genau das ist die Aussage einer Transition im Jahr 2019: Friss oder stirbt. Und Moment mal, das darf man doch doof finden. Das ist es nämlich auch. Die Transition soll kein Wunschkonzert für Schönheits-OPs sein, sondern notwendig Operationen ermöglichen, um bestmöglich Leidensdruck abzubauen. Das passiert aber nicht. Und sorry, wenn jemand eine FFS als Schönheitsoperation bezeichnet, ist das für mich Diskriminierung auf besten Niveau. Dann hat man einfach auch nichts verstanden. Gar nichts.
Ich verstehe auch nicht, warum man sich so vehement dagegen wehren muss einigen Personen mehr Behandlung zuzugestehen, wenn dadurch ihr Leidensdruck deutlich gesenkt würde. Stattdessen verharrt man in einem Status Quo und attestiert diesen Menschen banale Unfähigkeit ihren Körper anzunehmen, wie er ist. Überlegt euch einfach mal, was da genau passiert. Wenn auch nur eine TS fähig wäre den Körper anzunehmen, bräuchte sie auch keine Behandlung. Dann können wir das alles komplett einstellen.
Wir müssen uns da als "Gemeinschaft" auch mal einig werden, wie wir das nach außen hin kommunizieren! Entweder kann man einen Leidensdruck geistig ohne medizinische Behandlung überwinden oder man kann es nicht. Es gibt KEIN dazwischen!
