Hallo meine Lieben
herzlichen Dank, liebe Anne-Mette, so sehen die Mitglieder im Forum und andere
mich auch kurz mal in Wort und Bild
Hier noch mein FB-Beitrag und die Rede, die ich gestern in Nürnberg hielt,
zum Nachlesen (Es sind ja nicht alle bei FB):
Anlässlich des morgigen Transgender Day of Remembrance redete heute neben Uschi Unsinn, ***, Hannah Lea, vor der Mauthalle in Nürnberg (18 Uhr - 18:45 Uhr.) auch ich. --> Der BR war vor Ort.
Hier mein Redetext:
Vor
sechzig Jahren
1958 wurde Coccinelle in Casablanca operiert.
Vor
vierzig Jahren im Okt.
1978 forderte das BVerfG eine Regelung.
Vor
zwanzig Jahren, am 28. November
1998, einem Samstag, wurde dann
Rita Hester, eine transsexuelle Afro-Amerikanerin, in ihrer eigenen(!) Wohnung in Massachusetts erstochen. In zwei Tagen wäre sie 35 geworden. Bis heute ist der Mord ungeklärt. - Sechs Tage später versammelten sich in Allston über 250 Menschen aus Wut und Trauer über diese Tat.
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Seitdem wird am 20. November - dem
Transgender Day of Remembrance, - der Opfer transphober Gewalt gedacht. Namen anderer Opfer möchte ich hier nicht nennen. -- Seit
2008 - meinem Coming Out - waren es
bis 2017 insgesamt 2609 registrierte Morde. Im Jahr vor September 2017 wurden allein 325 Taten gezählt. Die Dunkelziffer ist aber hoch!! -- Durch menschenverachtende Regelungen machen Behörden bis heute(!) Betroffene "unsichtbar". Medien skandalisieren aus Desinteresse und Gewinnsucht und verdrehen Tatsachen. So werden viele Fälle nicht gezählt.
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Frauen mit Transsexualität werden häufig // nicht nur von Tätern! // als "minderwertige, psychisch gestörte Männer" gesehen!! - Ihr Verhalten und ihre Aussage über ihr eigenes(!) Geschlecht werden als bloße "Identitätsstörung" abgetan.
Diese Situation begünstigt und verharmlost Taten. - Daneben führt die Ausgrenzung dieser Menschen zu vielen Selbstmorden.
Ich stand an Gräbern! Bei Kindern und Jugendlichen tut das mir, einer Frau mit Transsexualität, besonders weh!
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Transphobe Gewalt steht aber in größerem Zusammenhang. Aus unterschiedlichen Motiven werden Frauen - überall auf der Welt getötet. Dass Frauen von manchen Männern oft noch als verfügbares "Eigentum" oder "minderwertig" gesehen werden, begünstigt diese Verbrechen erheblich.
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Jeder Mensch ist anders! -- Nur das Gehirn eines Menschen weiß, wer er selbst wirklich ist.
Daher ist eine Frau mit Transsexualität eben eine Frau und kein "seltsames Wesen" mit "Identitätsstörung", dessen "Identität" vom "biologischen Geschlecht" abweicht. --- Hoffentlich erlebe ich, dass wir ungefährdet als normale Mitbürger in unserer Gesellschaft leben dürfen.
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Menschen mit Transsexualität treffen übrigens keine "freie Entscheidung"!!! — Wie andere Intersexuelle auch haben sie nämlich keine(!) Wahl! Sie wurden so in unsere Welt geboren! -> In unserer Gesellschaft führt das aber immer noch zur Ausgrenzung, - zu Diskriminierung und Schikanierung - nicht nur durch Behörden. Moralische Grenzen fallen und es kommt zu Morden aus Hass.
So betrauern wir hier heute Tausende Opfer transphober Gewalt!
Liebe Grüße
Andrea
P.S. Die Zahlen sind inzwischen schon überholt und steigen --> Im letzten Jahr wurden wieder
368 Morde dokumentiert.
Übersetzung:
Transgender Day of Remembrance ---> Day of Remembrance -- bedeutet "Tag der Erinnerung" bzw. "Gedenktag"
An diesem Tag denken Betroffene und andere an die Menschen, die ermordet werden, nur weil sie transsexuell sind...