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Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 4. Sep 2017, 07:20
von Doreen
Moin,
folgender Artikel heute in der WAZ/NRZ "Der Westen"
und im Hamburger Abendblatt.
https://www.abendblatt.de/nachrichten/a ... -Noah.html
LG Doreen
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 4. Sep 2017, 08:27
von Simone 65
Ich habe mir den Artikel gerade durchgelesen. Was ist das nur für eine Welt ? Eine Absage an einen kleinen Jungen , nur weil er Junge ist. Darf ein kleiner Junge keine Prinzessin sein ? Träumen. LG Simone
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 4. Sep 2017, 09:13
von Cybill
Mädels!
Wenn wir alle sein könnten was wir wollen, dann bräuchte es Institutionen, wie unser Forum, nicht zu geben.
Leider ist das menschliche Personal der Welt in der Mehrheit äußerst suboptimal sozialisiert.
Schöne Woche!
- Cy
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 4. Sep 2017, 09:21
von cora
da bin ich anderer meinung....
Selbst wenn das so wäre, wäre ein Forum eine nützliche Sache.... nur die Themen wären vermutlich leicht anders

und es wäre ev. weniger aufrefung um.... ja das gäbe es dann nicht

Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 4. Sep 2017, 16:33
von Lina
Ich frage mich, warum solche Stories immer aus UK oder USA kommen. Ist es weil so was nur da passiert? Oder ist es weil keiner in z.B. Deutschland oder in den Nordischen Ländern es für sensationell genug zum erwähnen halten.
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 4. Sep 2017, 17:54
von Dolores59
Lina hat geschrieben: Mo 4. Sep 2017, 16:33
Ich frage mich, warum solche Stories immer aus UK oder USA kommen. Ist es weil so was nur da passiert? Oder ist es weil keiner in z.B. Deutschland oder in den Nordischen Ländern es für sensationell genug zum erwähnen halten.
Vielleicht passiert so etwas nicht in D oder Nordeuropa. Oder die Leute regen sich (leider) nicht genügend darüber auf.
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 4. Sep 2017, 20:57
von Lina
Haelst du das wirklich fuer wahrscheinlich, dass so was in DE nicht vorkommt?
Mir faellt gerade ein, dass ein Kollege von mir mal erzeahlte, dass sein kleiner Sohn mal bei einem Besuch bei Freunden die ganzen Prinzessinnenkleider der kleinen Tochter im Haus anprobiert und vorgefuehrt hatte.
Mein Kollege fand das ganz witzig und niemand im Buero fand es besonders erstaunlich. Und der betreffende Kollege ist sogar ein Homophober AfD-Idiot.
Ich glaube wirklich, dass die Standards extrem unterschiedlich sein koennten.
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Di 5. Sep 2017, 11:21
von sbsr
Lina hat geschrieben: Mo 4. Sep 2017, 16:33
Ich frage mich, warum solche Stories immer aus UK oder USA kommen. Ist es weil so was nur da passiert? Oder ist es weil keiner in z.B. Deutschland oder in den Nordischen Ländern es für sensationell genug zum erwähnen halten.
Zumindest hier im erzkatholischen Bayern würde eine Mutter nie auf die Idee kommen, ihren Buben als Prinzessin stylen zu lassen. Schon alleine aus Angst, zum Dorfgespött zu werden. Davon, dass sie sich auch noch so dafür einsetzt, und die Geschichte überdies öffentlich macht, sind wir Lichtjahre entfernt.
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Fr 8. Sep 2017, 20:12
von Magdalena
Hallo,
warum so ein Bericht in Deutschland wohl nicht geschrieben wird, hat sbsr schon geschrieben. Selbst wenn die Familie es locker sieht, so wird sicher keiner auf die Idee kommen ein derartiges Ansinnen in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir sind in Deutschland anders als in Amerika oder Großbritanien. Zum Einen ist es egal, was jeder kauft. Wenn nicht mit Karte bezahlt wird, ist es doch anonym. Umsatz ist Umsatz, den Rest interessiert niemand. Es bedeutet aber nicht, dass es in Deutschland liberaler gesehen wird. Hinter dem Rücken, da kann man sich sicher sein, wird schon getuschelt.
Viele Grüße Magdalena
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Fr 8. Sep 2017, 22:06
von conny
sbsr hat geschrieben: Di 5. Sep 2017, 11:21
Zumindest hier im erzkatholischen Bayern würde eine Mutter nie auf die Idee kommen, ihren Buben als Prinzessin stylen zu lassen. Schon alleine aus Angst, zum Dorfgespött zu werden. Davon, dass sie sich auch noch so dafür einsetzt, und die Geschichte überdies öffentlich macht, sind wir Lichtjahre entfernt.
Pauschale Vorurteile sind immer verwerflich, auch die eigenen.
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Sa 9. Sep 2017, 02:32
von Karla
Lina hat geschrieben: Mo 4. Sep 2017, 16:33
Ich frage mich, warum solche Stories immer aus UK oder USA kommen. Ist es weil so was nur da passiert? Oder ist es weil keiner in z.B. Deutschland oder in den Nordischen Ländern es für sensationell genug zum erwähnen halten.
vielleicht (hoffe ich zumindest) liegt es auch ein bißchen an der Berufsehre der Journalisten:
indem sie einen Fall aus dem Ausland (noch dazu andere Spache) auswählen, setzen sie ihre Quelle nicht den massiven,direkten Angriffen aus, die u.U. drohten, wenn ein Fall aus Deutschland hier '"durchgekaut" würde.
LG, Elly
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Sa 9. Sep 2017, 12:58
von Michi
conny hat geschrieben: Fr 8. Sep 2017, 22:06
sbsr hat geschrieben: Di 5. Sep 2017, 11:21
Zumindest hier im erzkatholischen Bayern würde eine Mutter nie auf die Idee kommen, ihren Buben als Prinzessin stylen zu lassen. Schon alleine aus Angst, zum Dorfgespött zu werden. Davon, dass sie sich auch noch so dafür einsetzt, und die Geschichte überdies öffentlich macht, sind wir Lichtjahre entfernt.
Pauschale Vorurteile sind immer verwerflich, auch die eigenen.
Warum so negativ? Ich hatte den Satz eher unter der Prämisse "Übertreiben veranschaulicht" gesehen.
Liebe Grüße
Michi ... die gedacht hatte, du würdest gestern vielleicht mal in der Rosalinde auftauchen.

Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: So 10. Sep 2017, 01:09
von Lina
Elizabeth hat geschrieben: Sa 9. Sep 2017, 02:32
Lina hat geschrieben: Mo 4. Sep 2017, 16:33
Ich frage mich, warum solche Stories immer aus UK oder USA kommen. Ist es weil so was nur da passiert? Oder ist es weil keiner in z.B. Deutschland oder in den Nordischen Ländern es für sensationell genug zum erwähnen halten.
vielleicht (hoffe ich zumindest) liegt es auch ein bißchen an der Berufsehre der Journalisten:
indem sie einen Fall aus dem Ausland (noch dazu andere Spache) auswählen, setzen sie ihre Quelle nicht den massiven,direkten Angriffen aus, die u.U. drohten, wenn ein Fall aus Deutschland hier '"durchgekaut" würde.
LG, Elly
Damit sagst du ja fast, dass du deutsche Journalisten für ethischer als z.B. britische oder amerikanische. Solche Berichte haben die ja immer aus schon erchienen Berichten in ausländischen Medien aufgegabelt. Die ausländischen Medien schreiben also über die Leute direkt in ihrem geographischen Raum, die deutschen nicht.
Ich verrate dir was: Ich glaube vorn und hinten nicht daran, dass deutsche Journalisten rücksichtsvoller wäre als ihre ausländischen Kollegen.
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: So 10. Sep 2017, 02:26
von Karla
über Tim -> Kim Petras aus Köln wurde z.B. vom BBC World Service berichtet.
- ist natürlich ein besonderer Fall - ich bewundere (und ein Stück weit beneide) sie -
die Bild am Sonntag berichtete am 19.02.17 über 5 Frauen aus England, die im Nebenberuf als Fetischmodel,... arbeiten
..für empirische Studien zum Thema fehlt mir allerdings Zeit und Geld..
LG Elly
Re: Ein Prinzessinnenkleid für Noah
Verfasst: Mo 11. Sep 2017, 23:59
von Lina
Elizabeth hat geschrieben: So 10. Sep 2017, 02:26
über Tim -> Kim Petras aus Köln wurde z.B. vom BBC World Service berichtet.
- ist natürlich ein besonderer Fall - ich bewundere (und ein Stück weit beneide) sie -
die Bild am Sonntag berichtete am 19.02.17 über 5 Frauen aus England, die im Nebenberuf als Fetischmodel,... arbeiten
..für empirische Studien zum Thema fehlt mir allerdings Zeit und Geld..
LG Elly
Ich kenne auch hier reihenweise Frauen, die nebenbei Fetischmodels sind - einige für Geld, andere einfach weil es ihnen Spaß macht. Ich bin in die Kreise über einen Zeitungsjournalisten gekommen. Er hat nie das als Feature für einen Artikel gesehen. Ich habe auch nie so was thematisiert gesehen. Das scheint den Meisten am A vorbei zu gehen. Das ist was anderes, wenn schon im Ausland darüber ein Artikel geschrieben wurde. Dann kann man den ein bisschen umformulieren, die Bildlizenzen einkaufen und die Seite ist fertig. Dann lohnt es sich vielleicht gerade. Das ist was anderes als von Grund auf Interviews zu machen, Bilder zu shooten und dann hoffen, dass ein Redakteur genug dafür bezahlt, dass es sich gelohnt hat.