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Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 11:32
von Josephine
Manchmal lauf ich durch die Welt und bin so zornig auf das andere Geschlecht!
Ich lauf durch mein Leben und ich seh so viel Verschwendung an Weiblichkeit, an Hüften, einer guten Figur, langen Haaren, Bartlosigkeit, schönen Brüsten, gutes Makeup, schöne Kleider, kleineren Füßen gepaart mit Häßlichkeit*, aber eben eine Frau die tun und lassen kann was und wie sie will, und ich?
Ich kann mich mit all meinen nichtweiblichen Äußerlichkeiten und nicht wissen, wie, wann und wo und überhaupt rumquälen - manchmal bin ich so zornig auf das andere Geschlecht!
Und jetzt geh ich kotzen und dann geht"™s mir wieder gut, hoffentlich
*(Häßlichkeit - was ich dafür halte)
Eure Josi
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 11:58
von MichelleMarie
Hi Josi,
ich hätte es ganz gewiss anders ausgedrückt. ...aber im Kern hast Du recht

, allerdings nur wenn Du meinst das viele Frauen ihre Möglichkeiten sich zu stylen nicht nutzen bzw. Sie dies überhaupt nicht als weibliche Attribute genießen.
Grundsätzlich bin ich nur neidisch das ich als Mann begrenzte Möglichkeiten habe und manche Frauen diese Chance leider nicht als solche zu schätzen wissen....aber das soll doch bitte jeder für sich entscheiden und wer es nicht mag sich zu stylen sei es auch gegönnr.
Meine Toleranz hat er/sie gewiß.
Gruß Michelle
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 12:12
von Dolores59
...... aber eben eine Frau die tun und lassen kann was und wie sie will, und ich?
Liebe Josi,
glaubst Du wirklich, dass eine Frau tun uns lassen kann, was sie will? Das kann sie nicht, sie ist genauso eingezwängt in Konventionen wie es ein Mann ist. Der Blick von außen zeigt oft nur die vermeintlichen Vorteile und blendet die Nachteile aus.
Beispielsweise bin ich froh darüber, dass ich als Mann eher selten eine sexuelle Anmache gefallen lassen muss und ich nicht als Freiwild von Männern angesehen werde, bei denen die Hormone über dem Verstand stehen.
Ich verzichte auch gerne darauf, nicht erst genommen zu werden, weil Männer nichts Besseres zu tun haben, als auf's Dekolleté zu starren*.
*Darüber hat mir eine Angestellte in einem Trachtenladen ihr Leid geklagt, weil sie als Frau ernst genommen werden möchte. Auch wenn sie ein Dirndl trägt und die Männer nicht in der Lage sind, eine vernünftige Unterhaltung zu führen, weil sie statt in ihr Gesicht auf ihre Brust schauen.
(Das Tragen von nichtmännlicher Kleidung kann ein Türöffner für offene Gespräche zwischen den Geschlechtern sein und erweitert ungemein den Horizont.)
LG
Dolores
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 12:20
von Anne-Mette
Moin,
was mich am Eröffnungsposting stört?
gepaart mit Häßlichkeit*, aber eben eine Frau die tun und lassen kann was und wie sie will, und ich?
Willst Du diesem Personenkreis die weiblichen Attribute nicht "gönnen", weil DU sie hässlich findest - oder weil sie irgendwelchen Normen nicht entsprechen?
Weiterhin: "Weiblichkeit" wird von vielen Menschen idealisiert. Die Wirklichkeit zeigt deutliche Mängel und Nachteile
Gruß
Anne-Mette
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 13:40
von Viggy
Ich glaube Sie meint eher, dass diese hässlichen Frauen, eben Frauen sind und was dagegen unternehmen könnten, hässlich zu sein. Sie könnten aus dem Vollen aller Mittel schöpfen, um physische Nachteile soweit nur irgendmöglich auszugleichen ... aber sie wollen nicht.
Und wir Männer, die wir wollten? ... wir dürfen nicht.
Ich glaube so war das gemeint und ich kann Josephine da voll verstehen.
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 14:02
von Dolores59
Viggy hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 13:40
Ich glaube Sie meint eher, dass diese hässlichen Frauen, eben Frauen sind und was dagegen unternehmen könnten, hässlich zu sein. Sie könnten aus dem Vollen aller Mittel schöpfen, um physische Nachteile soweit nur irgendmöglich auszugleichen ... aber sie wollen nicht.
Und wir Männer, die wir wollten? ... wir dürfen nicht.
Wieso dürfen wir Männer nicht, wenn wir wollten? Wer verbietet uns, vergleichbare Mittel zur Verschönerung zu nutzen, die auch Frauen verwenden?
Abgesehen davon ziehe ich meinen Hut vor Frauen, die sich weigern, Mittel zur Verbesserung physischer Nachteile zu nutzen und die sich nicht in bestimmte Schönheitsbilder pressen lassen.
Statt nie oder fast nie erreichbaren äusserlichen Idealen hinterher zu hetzen ist es besser, sich mit seinen körperlichen Gegebenheiten anzufreunden und das Beste daraus zu machen. Ohne krampfhafte Klimmzüge, aber auch ohne sich "unter Wert" zu verkaufen.
Dazu gehört auch, dass wir Männer lernen, dass Schönheit und Männlichkeit kein Widerspruch sind und durchaus zusammen harmonieren. Fangen wir als Erstes damit an, die Vorstellungen, die wir von Frau und Mann
in uns tragen, zu hinterfragen und ggf. zu erweitern. Dann bleibt für Zorn oder Neid auf das andere Geschlecht kein Raum mehr.
LG
Dolores
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 14:06
von Elfy Adorabella
Viggy hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 13:40
Und wir Männer, die wir wollten? ... wir dürfen nicht.
Ich glaube so war das gemeint und ich kann Josephine da voll verstehen.
wer verbietet es denn euch?
Niemand verweht es oder verbietet es euch, macht doch was ihr wollt und wie ihr es machen wollt. Nur bitte dann lebt auch mit den entsprechenden Konsequenzen, wie vielfältig die auch gestaltet sein mögen (Jobverlust, Familienverlust, ....)!
Hier in diesem Forum gibt es viele, die leider bei dieser Frage keine Wahlmöglichkeit hatten, sondern durch inneren Druck dazu gezwungen wurden, diesen Weg zu gehen, und wer denkt dies sei immer ein schöner Weg, liegt sehr falsch....
Elfy
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 14:12
von Aubergine
Hallo Josi,
umgekehrt wird ebenso ein Schuh draus. Wie viele Männer könnten etwas aus sich machen, da Haare, Figur Größe alles stimmt.
Aber nicht jeder ist fixiert auf Äußerlichkeiten, das seid ihr Mädels einfach im speziellen.
Mit dem Wissen was bei Frau geht und bei Mann nicht, kann ich deinen Zorn schon verstehen, aber ich denke du solltest ihn in Energie umwandeln. Energie für die Umsetzung deiner Vorstellungen zu sein, wie du gerne sein möchtest.
Was nutzt der Neid auf andere, egal welchen Geschlechts, wenn man nicht in der Lage ist damit umzugehen oder etwas zu ändern.
Der Supertyp von der Bank hat ne tolle Yacht, einen Sportwagen und ein riesen Haus....... Na und? Ich möchte da lieber nicht hinter die Kulissen schauen, wo der Hund im finsteren verborgen ist. Meine Erfahrung ist, dass jeder irgendwo ne Leiche im Keller hat.
Warum machen Frauen nicht mehr aus sich?
Vielleicht weil sie nicht können oder wollen.
Vielleicht aus den schon genannten Gründen. Um nicht sexuell belästigt zu werden, um nicht als Nutte verschrien zu werden um einfach unscheinbarer zu sein, um in der Masse leichter mitschwimmen zu können.
Außerdem gibt es keine hässlichen Menschen, denn Hässlichkeit liegt immer am Blickwinkel des Betrachters
LG Aubergine
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 14:56
von Svetlana L
Viggy hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 13:40Ich glaube so war das gemeint und ich kann Josephine da voll verstehen.
Nein, ich glaube, so war es gerade nicht gemeint. Es ging darum, dass all diese Frauen häßlich nach der Definition von Josephine waren. Ob diese Frauen sich selbst als häßlich sehen, stand m. E. gar nicht zur Debatte.
Ich fand die Aussage von Josephine ziemlich übergriffig und mein erster Gedanke war, dass da jemand seeeehr viel Frust vor sich herschiebt.
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 16:56
von Frauke
Dolores59 hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 14:02...Abgesehen davon ziehe ich meinen Hut vor Frauen, die sich weigern, Mittel zur Verbesserung physischer Nachteile zu nutzen und die sich nicht in bestimmte Schönheitsbilder pressen lassen...
Wenn man sich (soweit es geht) schön zu machen, das Tragen von geschmackvoller und/oder vorteilhafter Kleidung usw. als Repressalie empfindet, sollte die betreffende Person es besser lassen. Ich sehe allerdings nicht, dass dies nur für andere Menschen gemacht wird oder gar gemacht werden muss.
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 17:27
von Sabrina.P
Manchmal lauf ich durch die Welt und bin so zornig auf das andere Geschlecht!
Das andere Geschlecht, dachte du meinst die Männer. Sind nicht die das "andere" Geschlecht?
Nimm mal die Projektion zurück und schau was bei dir gerade nicht so toll ist oder läuft. Die Umwelt stellt nur deinen Spiegel dar.
Du hast die großartige Möglichkeit dich darin zu erkennen!
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 17:34
von Claude
Ihr Lieben,
ich glaube das Thema richtig verstanden zu haben und möchte ein "fachfremdes" Beispiel beitragen. Ich habe früher ziemlich intensiv Sport betrieben und habe z.B. beim Marathon versucht, meine Möglichkeiten auszuloten. Ich war damit auch ganz erfolgreich, hatte aber immer "Josephine-ähnliche" Gefühle, wenn ich Leute beobachtet habe, die wesentlich weniger beschränkte Möglichkeiten gehabt hätten als ich und die sich lieber mit rauchen, saufen und rumhängen beschäftigt haben.
"Was würde ich alles daraus machen können, wenn ich soviel Talent hätte" war noch meine harmloseste Empfindung. Aber Biofrau oder Sporttalent zu sein verpflichtet eben zu nichts und jeder hat seine persönlichen Ziele. Und als ich über meine Emotionen nachgedacht habe, fand ich das dann auch gut so !
LG Claude
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 18:25
von Yasmine
Elfy Adorabella hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 14:06
Viggy hat geschrieben: Fr 27. Jan 2017, 13:40
Und wir Männer, die wir wollten? ... wir dürfen nicht.
Ich glaube so war das gemeint und ich kann Josephine da voll verstehen.
wer verbietet es denn euch?
Niemand verweht es oder verbietet es euch, macht doch was ihr wollt und wie ihr es machen wollt. Nur bitte dann lebt auch mit den entsprechenden Konsequenzen, wie vielfältig die auch gestaltet sein mögen (Jobverlust, Familienverlust, ....)!
Hier in diesem Forum gibt es viele, die leider bei dieser Frage keine Wahlmöglichkeit hatten, sondern durch inneren Druck dazu gezwungen wurden, diesen Weg zu gehen, und wer denkt dies sei immer ein schöner Weg, liegt sehr falsch....
Elfy
Danke Elfy! Ich finde das auch daneben. Sehr einseitig gedacht...
LG
Yasmine
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 18:28
von Plisseedreher70
Hallöchen....
Zorn hatte ich noch nie dem weiblichen Geschlecht gegenüber, lediglich ein wenig "gesunder Neid", den man mir hoffentlich nicht übel nimmt...denn bei mir geht es in erster Linie um die schöne Kleidung der Damenwelt, die ich als Mann in der Öffentlichkeit so nicht einfach tragen kann. Zum Glück gibt's da noch die vier eigenen Wände. Unterm Strich möchte ich jedenfalls lieber ein Mann bleiben, wir haben gegenüber den Frauen schon sehr viele Vorteile. Allerdings..., wer als Mann Frau sein möchte, der hat da oft ein schweres Los!
Frühlings Grüße
vom
Plissi
Re: Der Zorn in mir „ aufs andere Geschlecht
Verfasst: Fr 27. Jan 2017, 19:34
von Viggy
Es ist schon erstaunlich wie man hier gleich verrissen wird, wenn nicht diese Hopp-Topp-Meinung vertritt.
Zorn war natürlich auch nicht das Wort, das ich mit meinem Verständnis meinte, aber die Grundhaltung.
Ihr werft mir hier anscheinend Unverständnis eurem inneren Druck gegenüber vor, zu Unrecht, denn ich kann euch gut verstehen, sehr gut sogar und ich habe noch nie jemanden dafür kritisiert.
Aber viele hier haben vor lauter Druck wohl kein Verständnis für die Haltung nicht unbedingt alles über Bord zu werfen zu wollen. Ich verspüre eben nicht den inneren Druck, Frau sein zu wollen, ich bin mit einem Teil meines Daseins ganz zufrieden, warum sollte man wegen 30% Unzufriedenheit 100% verändern? Es ist nicht in jedem Fall damit getan zu sagen 'jeder soll sein Ding leben und wenn die Frau das nicht versteht ... Pech gehabt'. Mag sein, dass ich mit dieser Haltung zu meiner Beziehung den Rest meines Lebens zu eben diesen 30 oder 50 Prozent unglücklich, oder nicht zufrieden bin, aber da sind ja auch noch die anderen 50 - 70%. Ich habe vor über 40 Jahren eine Frau kennengelernt, die seitdem mein Beziehungspunkt ist, im wahrsten Sinne des Wortes, meine bessere Hälfte. Wer sagt uns denn, ob wir unsere Selbstverwirklichung später nicht doch bereuen? Das ist eben immer eine Frage des 'inneren Drucks' und der ist nicht bei jedem gleich ausgeprägt. Also bitte vorsichtig mit diesen Ratschlägen 'mach Dein Ding' bei Menschen, die irgendwo dazwischen stehen, es gibt viel zu gewinnen, oft muss mann dabei aber auch viel aufgeben, das gilt es dann eben abzuwägen.