von der Dunkelheit ins Licht
Verfasst: Mi 24. Feb 2016, 21:38
Hallo,
mein Weg von drinnen nach draussen war in kleinen Schritten.
Das erste Mal mit Rock nicht in der Wohnung war im Urlaub in Spanien. Ich hatte ein paar Sachen dabei, Rock, Bluse,Hemdchen, Slip, Strumpfhose und flache Pumps. Was man so im Hotelzimmer trägt.
Es juckte micht gewaltig mal zu wissen, wie es nun ist wenn der Wind an den Beinen ist. Also habe ich mich einfach mal auf den Balkon gestellt, 6. Stock. Wohl war mir nicht dabei, denn eine Perücke hatte ich nicht. Was die Menschen dann so von mir erkennen konnte weiß ich nicht. Auch nicht ob sie überhaupt hoch gesehen haben.
Jedenfalls machte das Lust auf mehr. Dafür musste nun die Ausrüstung vervollständigt werden.
Ein paar Wochen später, mittlerweile hatte meine Frau mir einen Mantel besorgt, Make Up ebenfalls, musste es sein. Ich habe dann 3 Perücken bestellt. Eine wurde gemeinsam für gut befunden, der Rest ging zurück.
Nun dauerte es nur noch ein paar Tage, oder besser Abende, bis auch der Mut in ausreichendem Mass vorhanden war. Ein bisschen Make Up drauf, bis auf den Rock alles angezogen, ab ins Auto und los. Unterwegs auf einem Parkplatz angehalten und die Hose gegen den Rock getauscht. Dann weiter in die nächste Stadt.
Allein war ich nicht, meine Frau war mit. Und das, obwohl ich glaube, sie mehr Angst als ich hatte .
Als wir dann angekommen waren, kurz überlegt, wirklich? Ja, wenn nicht jetzt dann nie. Raus aus dem Auto, erst ein Stück am Fluss entlang, und dann in die Fussgängerzone. Kam uns einer entgegen, schön geschaut wie der Bürgersteig aussieht.
Nach 15 Minuten hatte meine Frau genug, und wenn ich ehrlich bin ich auch. Zurück ging es, unterwegs Rock gegen Hose getauscht.
Wir haben es überlebt, es war danach erst mal genug. Meine Frau konnte ich nicht mehr überreden, und alleine traute ich mich nicht.
So verschwand der schöne Wintermantel wieder für Monate im Schrank.
Im Sommerurlaub hatte ich dann die glorreiche Idee unter der langen Hose eine dünne Strumpfhose anzuziehen. Super Sache, im August auf Mallorca. Na ja, Abends ist es da ja nicht so warm. Und ich trug Sandalen.
Die nächsten Monate wurden dann wie gehabt in der Stube verbracht. Das hatte zumindest den Vorteil, dass ich meine Schminktechnik verbessern konnte. Anfangs draufgedonnert was geht, nicht zur Begeisterung meiner Frau, zu viel waren immer ihre Worte. Eine große Hilfe ist sie mir auch nicht, denn sie schminkt sich kaum. Ein bisschen Rouge, fertig. Hab halt eine Naturschönheit geheiratet.
Dann im Dezember war dann der nächste Ausgang dran. Wieder in Spanien, eine Woche Urlaub. Alles was man benötigt wurde mitgenommen, nun gab es auch eine Perücke.
Das Problem was sich mir da stellte war der Portier. Da muss ich, wenn ich denn raus will, vorbei. Es verlies mich der Mut. Das traue ich mich nicht.
Doch was muss, dass muss. Also eines Abends, habe ich mich dann fertig gemacht. Nach einer Stunde im Bad war ich ausgehfertig.
Meine Frau erkärte sich bereit mit zu kommen. Allerdings nicht gleichzeitig. Ich also tief Luft geholt, raus aus dem Zimmer, ab in den Fahrstuhl, ich habe den genommen, der nicht direkt am Portier vorbeiführt. Unten angekommen ohne Gruß raus. Normalerweise bin ich freundlicher, ein hola geht immer.
Ein wenig später kam meine Frau hinterher und wir dann los. Schnell hatte ich eine neues Problem, alle Damen hatten eine Handtasche, nur ich nicht. Da musste ich doch auffallen. Meine Frau hat mir dann ihre gegeben. Nach vieleicht 15 MInuten durch die dunkle Stadt, die Männer die in den Türen standen taten uns nichts, zurück ins Hotel. Umgekehrte Reihenfolge, erst meine Frau rein, ich ein wenig später. Nächster Schock, am Fahrstuhl stand einer und schaute sich die Infotafel an. Gott sei Dank war neben dem Fahrstuhl die Treppe, meine Rettung.
2 Tage später, meine Frau hat mir eine Handtasche besorgt, die gleiche Prozedur noch einmal. Diesmal etwas länger, und nachdem meine Frau keine Lust mehr hatte, bin ich noch min 30 Minuten alleine weiter. Da ich niemanden gross angeschaut habe, weiß ich nicht, ob mich jemand erkannt hat. Ist mir auch egal, da kenne mich nur wenige Menschen.
Das waren dann aber auch die letzten Ausflüge in der Dunkelheit. War schon aufregend und schön, aber irgendwie hatte es für mich doch das Gefühl etwas Falsches zu tun.
LG
Susanne
Wie ich dann die ersten Schritte im Licht gewagt habe, demnächst.
mein Weg von drinnen nach draussen war in kleinen Schritten.
Das erste Mal mit Rock nicht in der Wohnung war im Urlaub in Spanien. Ich hatte ein paar Sachen dabei, Rock, Bluse,Hemdchen, Slip, Strumpfhose und flache Pumps. Was man so im Hotelzimmer trägt.
Es juckte micht gewaltig mal zu wissen, wie es nun ist wenn der Wind an den Beinen ist. Also habe ich mich einfach mal auf den Balkon gestellt, 6. Stock. Wohl war mir nicht dabei, denn eine Perücke hatte ich nicht. Was die Menschen dann so von mir erkennen konnte weiß ich nicht. Auch nicht ob sie überhaupt hoch gesehen haben.
Jedenfalls machte das Lust auf mehr. Dafür musste nun die Ausrüstung vervollständigt werden.
Ein paar Wochen später, mittlerweile hatte meine Frau mir einen Mantel besorgt, Make Up ebenfalls, musste es sein. Ich habe dann 3 Perücken bestellt. Eine wurde gemeinsam für gut befunden, der Rest ging zurück.
Nun dauerte es nur noch ein paar Tage, oder besser Abende, bis auch der Mut in ausreichendem Mass vorhanden war. Ein bisschen Make Up drauf, bis auf den Rock alles angezogen, ab ins Auto und los. Unterwegs auf einem Parkplatz angehalten und die Hose gegen den Rock getauscht. Dann weiter in die nächste Stadt.
Allein war ich nicht, meine Frau war mit. Und das, obwohl ich glaube, sie mehr Angst als ich hatte .
Als wir dann angekommen waren, kurz überlegt, wirklich? Ja, wenn nicht jetzt dann nie. Raus aus dem Auto, erst ein Stück am Fluss entlang, und dann in die Fussgängerzone. Kam uns einer entgegen, schön geschaut wie der Bürgersteig aussieht.
Nach 15 Minuten hatte meine Frau genug, und wenn ich ehrlich bin ich auch. Zurück ging es, unterwegs Rock gegen Hose getauscht.
Wir haben es überlebt, es war danach erst mal genug. Meine Frau konnte ich nicht mehr überreden, und alleine traute ich mich nicht.
So verschwand der schöne Wintermantel wieder für Monate im Schrank.
Im Sommerurlaub hatte ich dann die glorreiche Idee unter der langen Hose eine dünne Strumpfhose anzuziehen. Super Sache, im August auf Mallorca. Na ja, Abends ist es da ja nicht so warm. Und ich trug Sandalen.
Die nächsten Monate wurden dann wie gehabt in der Stube verbracht. Das hatte zumindest den Vorteil, dass ich meine Schminktechnik verbessern konnte. Anfangs draufgedonnert was geht, nicht zur Begeisterung meiner Frau, zu viel waren immer ihre Worte. Eine große Hilfe ist sie mir auch nicht, denn sie schminkt sich kaum. Ein bisschen Rouge, fertig. Hab halt eine Naturschönheit geheiratet.
Dann im Dezember war dann der nächste Ausgang dran. Wieder in Spanien, eine Woche Urlaub. Alles was man benötigt wurde mitgenommen, nun gab es auch eine Perücke.
Das Problem was sich mir da stellte war der Portier. Da muss ich, wenn ich denn raus will, vorbei. Es verlies mich der Mut. Das traue ich mich nicht.
Doch was muss, dass muss. Also eines Abends, habe ich mich dann fertig gemacht. Nach einer Stunde im Bad war ich ausgehfertig.
Meine Frau erkärte sich bereit mit zu kommen. Allerdings nicht gleichzeitig. Ich also tief Luft geholt, raus aus dem Zimmer, ab in den Fahrstuhl, ich habe den genommen, der nicht direkt am Portier vorbeiführt. Unten angekommen ohne Gruß raus. Normalerweise bin ich freundlicher, ein hola geht immer.
Ein wenig später kam meine Frau hinterher und wir dann los. Schnell hatte ich eine neues Problem, alle Damen hatten eine Handtasche, nur ich nicht. Da musste ich doch auffallen. Meine Frau hat mir dann ihre gegeben. Nach vieleicht 15 MInuten durch die dunkle Stadt, die Männer die in den Türen standen taten uns nichts, zurück ins Hotel. Umgekehrte Reihenfolge, erst meine Frau rein, ich ein wenig später. Nächster Schock, am Fahrstuhl stand einer und schaute sich die Infotafel an. Gott sei Dank war neben dem Fahrstuhl die Treppe, meine Rettung.
2 Tage später, meine Frau hat mir eine Handtasche besorgt, die gleiche Prozedur noch einmal. Diesmal etwas länger, und nachdem meine Frau keine Lust mehr hatte, bin ich noch min 30 Minuten alleine weiter. Da ich niemanden gross angeschaut habe, weiß ich nicht, ob mich jemand erkannt hat. Ist mir auch egal, da kenne mich nur wenige Menschen.
Das waren dann aber auch die letzten Ausflüge in der Dunkelheit. War schon aufregend und schön, aber irgendwie hatte es für mich doch das Gefühl etwas Falsches zu tun.
LG
Susanne
Wie ich dann die ersten Schritte im Licht gewagt habe, demnächst.