Eigenhaartransplantation
Verfasst: So 2. Aug 2015, 21:45
Hallo zusammen,
zu Anfang Juli habe ich mir die Haartransplantation machen lassen. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen oder Ihr habt Euch das auch schon überlegt? Deshalb hier eine kurze Beschreibung des Ablaufes:
Mein Termin war um 08:30 Uhr. Nach der Aufnahme in der Klinik, Bezug des Zimmers und umziehen (OP-Hemd etc.) ging es zur Besprechung mit dem Arzt vor der OP. Das war echt super. Ich zeigte ihm die Bilder der Langhaarfrisuren eines transsexuellen Fotomodels — so wie ich mir das Ergebnis für mich wünsche. Er meinte zwar sich in der "Szene" nicht auszukennen, hat es aber doch so an meiner Stirn aufgezeichnet und später umgesetzt wie wir uns einigten. Es ist nun eine "M" — Form. Den Haaransatz nur leicht herunter gezogen, die Geheimratsecken komplett aufgefüllt und statt dem "eckig-männlichen" Übergang ein geschwungener, runder Übergang zu den Seiten.
Zuerst wurden nun am Hinterkopf meine Haare über und unter dem Entnahmebereich nach oben und unten fixiert. Der Zwischenraum wurde rasiert. Dann ging es in den OP. Es erfolgte nach örtlicher Betäubung die Entnahme eines 17 cm langen und 1 cm breiten Haut-Haarstreifens. Das zusammennähen dauerte etwas, da die Spannung an meinem Hinterkopf sehr gross ist.
Während des vernähens der Wunde wurden die Haarwurzeln von 6 Assistent(innen) aus dem Haarstreifen entnommen und zum einsetzen vorbereitet. Das dauerte eine ganze Zeit. Ich bin dann mal vom OP-Tisch und habe mir das durch das Mikroskop des Assistentsartztes angesehen. Vollkommen unblutig, zumindest in diesem Stadium im Vergleich zu vorher und sogar relativ unspektakulär so eine kleine, mini Haarwurzel. Nun gab es für mich erst einmal eine Pause und Frühstück.
Nun ging es wieder in den OP und es wurde der vordere Kopfbereich betäubt. Als die Narkose wirkte setzte der Arzt die Löcher zum einsetzen der Haarwurzeln. Erst entlang der vereinbarten und aufgemalten Linie. Anschliessend weiter hinten und in der Dichte. Nach einer kurzen Pause wurden nun, es war schon etwa 11:50 Uhr, die Haarwurzeln in die vorher gestochenen Löcher eingesetzt. Dies machte eine Ärztin und ein Arzt zu meiner rechten und linken. Das war der längste und anstrengendste Teil für mich. Ich lag bis etwa 14:30 Uhr auf dem Rücken und mit dem Kopf absolut ruhig und überwiegend gerade. Schlafen war unmöglich. Zumindest konnte ich mit den beiden etwas Spass haben und mich gut unterhalten. Danach wurde mir noch Blut entnommen zwecks der PRP, welches zentrifugiert wurde und das Plasma wurde in die Kopfhaut direkt zu den Wurzeln meiner Haare gespritzt.
Beendet war das ganze so gegen 15:30 Uhr.
Transplantiert wurden insgesamt knapp 1700 Grafts/3000 Haare. Die ersten drei Tage nach der OP habe ich mehr oder weniger Schmerzmittel benötigt und konnte nur in halb aufrechter Haltung bzw. auf dem Rücken schlafen. Danach ging es ohne Schmerzmittel. Die Grinde fielen gegen Ende der zweiten Woche nach der OP immer mehr ab. Waschen konnte ich meine Haare ab dem 3ten Tag ganz vorsichtig mit Spezialshampoo und nun wieder fast normal. Mit Haarspray etc. auf der Kopfhaut soll ich noch vorsichtig sein. Ebenso soll ich die pralle Sonne noch bis Mitte August meiden. Soweit geht es mir also ganz gut und nun müssen die Haare nur noch entsprechend wachsen.
Viele Grüsse
Andrea-Yvette
zu Anfang Juli habe ich mir die Haartransplantation machen lassen. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen oder Ihr habt Euch das auch schon überlegt? Deshalb hier eine kurze Beschreibung des Ablaufes:
Mein Termin war um 08:30 Uhr. Nach der Aufnahme in der Klinik, Bezug des Zimmers und umziehen (OP-Hemd etc.) ging es zur Besprechung mit dem Arzt vor der OP. Das war echt super. Ich zeigte ihm die Bilder der Langhaarfrisuren eines transsexuellen Fotomodels — so wie ich mir das Ergebnis für mich wünsche. Er meinte zwar sich in der "Szene" nicht auszukennen, hat es aber doch so an meiner Stirn aufgezeichnet und später umgesetzt wie wir uns einigten. Es ist nun eine "M" — Form. Den Haaransatz nur leicht herunter gezogen, die Geheimratsecken komplett aufgefüllt und statt dem "eckig-männlichen" Übergang ein geschwungener, runder Übergang zu den Seiten.
Zuerst wurden nun am Hinterkopf meine Haare über und unter dem Entnahmebereich nach oben und unten fixiert. Der Zwischenraum wurde rasiert. Dann ging es in den OP. Es erfolgte nach örtlicher Betäubung die Entnahme eines 17 cm langen und 1 cm breiten Haut-Haarstreifens. Das zusammennähen dauerte etwas, da die Spannung an meinem Hinterkopf sehr gross ist.
Während des vernähens der Wunde wurden die Haarwurzeln von 6 Assistent(innen) aus dem Haarstreifen entnommen und zum einsetzen vorbereitet. Das dauerte eine ganze Zeit. Ich bin dann mal vom OP-Tisch und habe mir das durch das Mikroskop des Assistentsartztes angesehen. Vollkommen unblutig, zumindest in diesem Stadium im Vergleich zu vorher und sogar relativ unspektakulär so eine kleine, mini Haarwurzel. Nun gab es für mich erst einmal eine Pause und Frühstück.
Nun ging es wieder in den OP und es wurde der vordere Kopfbereich betäubt. Als die Narkose wirkte setzte der Arzt die Löcher zum einsetzen der Haarwurzeln. Erst entlang der vereinbarten und aufgemalten Linie. Anschliessend weiter hinten und in der Dichte. Nach einer kurzen Pause wurden nun, es war schon etwa 11:50 Uhr, die Haarwurzeln in die vorher gestochenen Löcher eingesetzt. Dies machte eine Ärztin und ein Arzt zu meiner rechten und linken. Das war der längste und anstrengendste Teil für mich. Ich lag bis etwa 14:30 Uhr auf dem Rücken und mit dem Kopf absolut ruhig und überwiegend gerade. Schlafen war unmöglich. Zumindest konnte ich mit den beiden etwas Spass haben und mich gut unterhalten. Danach wurde mir noch Blut entnommen zwecks der PRP, welches zentrifugiert wurde und das Plasma wurde in die Kopfhaut direkt zu den Wurzeln meiner Haare gespritzt.
Beendet war das ganze so gegen 15:30 Uhr.
Transplantiert wurden insgesamt knapp 1700 Grafts/3000 Haare. Die ersten drei Tage nach der OP habe ich mehr oder weniger Schmerzmittel benötigt und konnte nur in halb aufrechter Haltung bzw. auf dem Rücken schlafen. Danach ging es ohne Schmerzmittel. Die Grinde fielen gegen Ende der zweiten Woche nach der OP immer mehr ab. Waschen konnte ich meine Haare ab dem 3ten Tag ganz vorsichtig mit Spezialshampoo und nun wieder fast normal. Mit Haarspray etc. auf der Kopfhaut soll ich noch vorsichtig sein. Ebenso soll ich die pralle Sonne noch bis Mitte August meiden. Soweit geht es mir also ganz gut und nun müssen die Haare nur noch entsprechend wachsen.
Viele Grüsse
Andrea-Yvette