Valerie
Valeries Welt - # 61
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Guten Abend.
Du machst es spannend
Bin am überlegen wer das wohl sein könnte.
Ich schreibe nichts und lasse mich überraschen.
LG Maria
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Bin am überlegen wer das wohl sein könnte.
Ich schreibe nichts und lasse mich überraschen.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Hi Maria,
Du gehörst zu denen, die am längsten mitlesen, und ich bin sicher, du erinnerst dich an den Überraschungsgast. Damals, in der Stuttgarter Zeit, war er im Nebenberuf in Bad Cannstatt Aushilfskellner und Barmann. Und er war damals eine Weile mit Valerie zusammen. Na, klingelts?
Lieben Gruß, Valerie
Du gehörst zu denen, die am längsten mitlesen, und ich bin sicher, du erinnerst dich an den Überraschungsgast. Damals, in der Stuttgarter Zeit, war er im Nebenberuf in Bad Cannstatt Aushilfskellner und Barmann. Und er war damals eine Weile mit Valerie zusammen. Na, klingelts?
Lieben Gruß, Valerie
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Re: Valeries Welt
Hallo Valerie, jetzt ist die Überraschung vorbei. Aber meine Ahnung war richtig.
Bin trotzdem oder gerade deswegen gespannt wie es weiter geht.
LG Maria
Bin trotzdem oder gerade deswegen gespannt wie es weiter geht.
LG Maria
Einfach ist am schwersten.
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Valerie Bellegarde
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Episode 30: Gunnar reloaded.
Es hat wirklich nicht lange gedauert, da hatte Valerie den Namen des Überraschungsgastes aus ihrer Freundin Erica herausgekitzelt. Der Name Gunnar kam nun wirklich völlig unerwartet für sie, der fiel sozusagen wie ein Blitz aus heiterem Himmel, der katapultierte sie mit einem Schlag sozusagen zurück in eine komplett andere Welt, und tatsächlich war das alles ja nun bereits fast zwanzig Jahre her, dass Valerie und Gunnar als Paar zusammengelebt hatten eine Zeitlang, in dieser kleinen Mansardenwohnung in Bad Cannstatt...
Jesus"¦ waren sie beide damals jung gewesen in dieser Zeit, höchstens fünfundzwanzig Jahre alt. Jung und dumm und voller Liebe zueinander"¦
Valerie war erst mal völlig baff. Dann fiel ihr stückchenweise wieder einiges ein aus dieser Zeit"¦
Damals während ihrer ersten Berufstätigkeit war das gewesen, als sie Gunnar kennengelernt hatte, kurz nach ihrem coming out, alles schon Ewigkeiten her, so kam es Valerie vor, als Gunnars Name am Telefon gefallen war.
Marketingassistetin war sie damals gewesen in dieser Autofirma, und Gunnar war einer ihrer ersten festen Freunde, ein boyfriend, der mehr war als die üblichen Discobekanntschaften, nein, Gunnar war ihre erste wirkliche Liebe.
"Ja und wie kommt ihr eigentlich auf Gunnar? "¦ und weshalb kennt ihr den überhaupt?"
so konnte sie ihre Freundin Erica gerade noch fragen, dann blieb ihr sozusagen die Luft weg, so überrascht war sie, und so viel Emotionen brachte die Nennung von Gunnars Name bei ihr ans Tageslicht.
Erica beruhigte die Freundin erst einmal. Klar wisse sie noch, wer Gunnar war und man habe sehr wohl mitbekommen, wie eng Valeries Beziehung zu diesem hübschen Kerl damals gewesen war, den sie als Barmann in diesem Lokal in Bad Cannstatt damals kennengelernt hatte. Nein, klar, sie, Erica wisse alles was sich damals ereignet hatte.
Auch, wie die Beziehung ihrer Freundin zu Gunnar damals auseinanderging, auch das erinnere sie, Erica noch sehr genau, und sie wisse auch noch um die Umstände damals"¦
"Aber die Welt ist damals nicht stehengeblieben, Valerie" sagte Erica dann.
Und nach diesem Allgemeinplatz, zu dem Valerie nur nicken konnte, fuhr sie fort und redete mindestens fünfzehn Minuten am Stück über die Ereignisse, die damals ihre kleine gemeinsame Welt bewegt hatten, damals, als Valerie ganz überraschend nach Frankreich gegangen war.
"Ja, Valerie, du bist ja damals nach Frankreich verschwunden, und uns hat das damals auch überrascht" sagte Erica
"Das ist alles schon ewig her, ich kann mich gar nicht mehr so genau an alles erinnern" antwortete Valerie.
"Du hast dir das erste Mal die Brüste machen lassen damals" erinnerte sie Erica, und Valerie nickte.
"Ja die Brüste"¦ damals in Böblingen war das, und dann habe ich in der Autofirma gekündigt und bei Michael mitgeholfen bei ein paar Kontakten mit seinen französischen Geschäftspartnern".
"Stimmt" antwortete Erica.
"Und deinen Gunnar hast du danach ganz vergessen? Diese Frage setzte sie noch hinzu, ganz cool.
Valerie wußte darauf spontan keine Antwort, was nicht oft vorkommt.
Fortsetzung am kommenden Wochenende.
Liebe Grüße, Valerie
Es hat wirklich nicht lange gedauert, da hatte Valerie den Namen des Überraschungsgastes aus ihrer Freundin Erica herausgekitzelt. Der Name Gunnar kam nun wirklich völlig unerwartet für sie, der fiel sozusagen wie ein Blitz aus heiterem Himmel, der katapultierte sie mit einem Schlag sozusagen zurück in eine komplett andere Welt, und tatsächlich war das alles ja nun bereits fast zwanzig Jahre her, dass Valerie und Gunnar als Paar zusammengelebt hatten eine Zeitlang, in dieser kleinen Mansardenwohnung in Bad Cannstatt...
Jesus"¦ waren sie beide damals jung gewesen in dieser Zeit, höchstens fünfundzwanzig Jahre alt. Jung und dumm und voller Liebe zueinander"¦
Valerie war erst mal völlig baff. Dann fiel ihr stückchenweise wieder einiges ein aus dieser Zeit"¦
Damals während ihrer ersten Berufstätigkeit war das gewesen, als sie Gunnar kennengelernt hatte, kurz nach ihrem coming out, alles schon Ewigkeiten her, so kam es Valerie vor, als Gunnars Name am Telefon gefallen war.
Marketingassistetin war sie damals gewesen in dieser Autofirma, und Gunnar war einer ihrer ersten festen Freunde, ein boyfriend, der mehr war als die üblichen Discobekanntschaften, nein, Gunnar war ihre erste wirkliche Liebe.
"Ja und wie kommt ihr eigentlich auf Gunnar? "¦ und weshalb kennt ihr den überhaupt?"
so konnte sie ihre Freundin Erica gerade noch fragen, dann blieb ihr sozusagen die Luft weg, so überrascht war sie, und so viel Emotionen brachte die Nennung von Gunnars Name bei ihr ans Tageslicht.
Erica beruhigte die Freundin erst einmal. Klar wisse sie noch, wer Gunnar war und man habe sehr wohl mitbekommen, wie eng Valeries Beziehung zu diesem hübschen Kerl damals gewesen war, den sie als Barmann in diesem Lokal in Bad Cannstatt damals kennengelernt hatte. Nein, klar, sie, Erica wisse alles was sich damals ereignet hatte.
Auch, wie die Beziehung ihrer Freundin zu Gunnar damals auseinanderging, auch das erinnere sie, Erica noch sehr genau, und sie wisse auch noch um die Umstände damals"¦
"Aber die Welt ist damals nicht stehengeblieben, Valerie" sagte Erica dann.
Und nach diesem Allgemeinplatz, zu dem Valerie nur nicken konnte, fuhr sie fort und redete mindestens fünfzehn Minuten am Stück über die Ereignisse, die damals ihre kleine gemeinsame Welt bewegt hatten, damals, als Valerie ganz überraschend nach Frankreich gegangen war.
"Ja, Valerie, du bist ja damals nach Frankreich verschwunden, und uns hat das damals auch überrascht" sagte Erica
"Das ist alles schon ewig her, ich kann mich gar nicht mehr so genau an alles erinnern" antwortete Valerie.
"Du hast dir das erste Mal die Brüste machen lassen damals" erinnerte sie Erica, und Valerie nickte.
"Ja die Brüste"¦ damals in Böblingen war das, und dann habe ich in der Autofirma gekündigt und bei Michael mitgeholfen bei ein paar Kontakten mit seinen französischen Geschäftspartnern".
"Stimmt" antwortete Erica.
"Und deinen Gunnar hast du danach ganz vergessen? Diese Frage setzte sie noch hinzu, ganz cool.
Valerie wußte darauf spontan keine Antwort, was nicht oft vorkommt.
Fortsetzung am kommenden Wochenende.
Liebe Grüße, Valerie
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Re: Valeries Welt
Kleiner Hinweis für alle, die nachlesen wollen, wie das damalige Verhältnis zwischen Valerie und Gunnar begann und sich weiter entwickelte: Bitte zurückblättern bis etwa Kapitel 43 oder Post 142.
Wünsche allen ein paar angenehme Stündchen beim Lesen.
Lieben Gruß, Valerie
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Maria T
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Re: Valeries Welt
Hallo Valerie,
Hab ich 's doch gewusst
Na mal schauen was da jetzt noch kommt.
Bin ab morgen erst mal abwesend.
Italien lässt grüßen.
Bis demnächst
LG Maria
Hab ich 's doch gewusst
Na mal schauen was da jetzt noch kommt.
Bin ab morgen erst mal abwesend.
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Liebe Leserinnen und Leser, hallo Mädels,
Ich bin für eine Woche in Frankreich und habe die letzten Tage genutzt, um wieder zwei neue Episoden von Valeries Welt zu schreiben. Wie üblich geht die Episode 31 morgen am Donnerstag online, die nächste folgt eine Woche darauf.
Worum es geht? Um alte Zeiten, und um die Liebe und die Sehnsucht danach. Alles wie immer, alles im Lot. Ihr kennt doch unsere kleine Protagonistin.
Beste Grüße, Valerie
Ich bin für eine Woche in Frankreich und habe die letzten Tage genutzt, um wieder zwei neue Episoden von Valeries Welt zu schreiben. Wie üblich geht die Episode 31 morgen am Donnerstag online, die nächste folgt eine Woche darauf.
Worum es geht? Um alte Zeiten, und um die Liebe und die Sehnsucht danach. Alles wie immer, alles im Lot. Ihr kennt doch unsere kleine Protagonistin.
Beste Grüße, Valerie
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Re: Valeries Welt
Episode 31: Sie denkt zurück an Gunnar.
Gunnars Name fiel am Telefon in einem Gespräch mit ihrer Busenfreundin Erica, und natürlich ging es dabei um die alten Stuttgarter Zeiten.
"Alte Zeiten" ist vielleicht nicht ganz der richtige Begriff, aber aus der subjektiven Sicht von Valerie stellten sich die inzwischen vergangenen zwanzig Jahre genau so dar. Eine kleine Ewigkeit war das schon her, seit sie damals Gunnar "adieu" gesagt hatte und nach Frankreich gezogen war.
Vielleicht ein Jahr lang hatten sie damals zusammengelebt in dieser kleinen Mansardenwohnung in Bad Cannstatt, die sie sich von ihrem kleinen Gehalt als Marketingassistentin leisten konnte, sie war die alleinige Verdienerin im Haushalt, denn er verdiente als Student natürlich noch nichts. Aber Geld und andere materiellen Dinge hatten den beiden damals nicht viel bedeutet, sie waren ineinander verliebt, richtig verknallt waren sie, und das war damals das Wichtigste für sie. Beide waren um die Zwanzig oder etwas älter.
Aber hatten sie damals auch gemeinsame Träume?
Heute, mehr als zwanzig Jahre später, war sich Valerie über die Antwort auf diese Frage nicht mehr sicher. Ja, natürlich, ihr gemeinsames Sexleben war damals sehr aktiv und es verging kein Tag, ohne dass sie seinem Begehren nachgab und er sie nahm. Vulgo, er vögelte sie, täglich und heftig.
Oder, was auch vorkam und zwar nicht selten: Dass das Begehren von ihr ausging, dass sie ihn haben wollte. Sie hatte damals sehr schnell gelernt, die Waffen einer Frau einzusetzen, um ihr Ziel zu erreichen und ihn ins Bett zu kriegen, zu welcher Tageszeit auch immer. Valerie war schon immer konsequent gewesen und nachdem sie sich einmal entschlossen hatte, als Frau weiterzuleben, wollte sie auch guten Sex haben wie eine Frau. Guter Sex, das war für sie damals ein Synonym für "Sex mit Gunnar".
Wie sie das lernte, die Waffen der Frauen einzusetzen? Man darf eines nicht vergessen: Sie war eine gute Beobachterin. Aber kann man eine Frau werden allein durch Beobachtung? Es ist jedenfalls sehr wichtig, und vor der Identifikation kommt das Imitieren der Frauen.
Sie beobachtete also die Frauen im Kolleginnenkreis, die jungen Frauen, mit denen sie damals ihre Bürotage verbrachte. Sie beobachtete und imitierte ihr Styling, die Art wie sie ihre Haare trugen, wie sie sie sich kleideten, wie sie sich schminkten, wie sie redeten und wie sie sich bewegten. Sie hatte schon immer eine immens gute Beobachtungsgabe, und sie imitierte alles, was sie sah bei den jungen Kolleginnen. Außerdem lernte sie, wie man sich 8 Stunden am Tag mit diesen hohen Schuhen im Büro bewegt (bzw. nicht bewegt, denn meistens saß man ja irgendwo am Schreibtisch, hatte die Beine sittsam unter dem Tisch und niemand konnte sehen, dass die Damen ihre High Heels, die so drückten, von den Nylons abgestreift hatten"¦ es sah ja eh"˜ keiner).
Und was geschah zuhause in der kleinen Cannstatter Mansardenwohnung, die sich das junge Paar später teilte?
Natürlich machte man Liebe, morgens, mittags, abends.
Oft hatten sie damals an Wochenenden tagelang zusammen im Bett verbracht, um "Liebe zu machen", auch das eine der gängigen Parolen aus dieser Zeit. Herrlich jung waren sie beide gewesen, so etwas über Zwanzig.
Aber gemeinsame Träume oder gemeinsame Ziele?
Nein, wenn Valerie sich heute diese Frage stellte, dann musste sie sie ehrlicherweise verneinen. Da war einerseits sie, eine, die ihren Beruf in der Autoindustrie total verinnerlicht hatte und die auf dem besten Weg war, eine dieser Karrierefrauen zu werden, die die Wirtschaft heute mit prägen.
Dann auf der anderen Seite er, Gunnar, Student und angehender Deutschlehrer, ein Romantiker, heute würde man ihn einen "Grünen" nennen. Und der Wunsch nach Kindern und einer großen Familie war schon damals in ihm angelegt. Valerie war da anders, sie hatte andere Ziele, wollte Frau werden, und konventionelle Familie oder gar Kinder passten schon gar nicht zu diesem Ziel.
War das der Punkt? Weshalb es damals langfristig nicht klappte mit Gunnar und ihr? Dass sie keine Kinder haben konnten zusammen?
Valerie dachte nach. Nein, die beiden hatten in ihrer gemeinsamen Zeit niemals darüber gesprochen, wie es wohl weitergehen würde mit ihnen. Aber sie war sich heute sicher, wenn sie Gunnar morgen wiedersähe, wäre er bestimmt glücklich verheirateter Familienvater mit mehreren Kindern. Und total bürgerlich wäre er auch, sicher mit einem dicken Mercedes in der Garage seines Einfamilienhaus im Stuttgarter Speckgürtel. Ihre Fantasie schlug mal wieder Purzelbäume.
Sollte Gunnar etwa einer dieser Spießer geworden sein? War das möglich?
Sie schüttelte den Gedanken ab, nein, so etwas würde nicht zu Gunnar passen. Nicht zu dem Mann, mit dem sie damals eine Zeitlang richtig glücklich war.
Richtig glücklich?
Valerie wäre nicht sie selbst, wenn nicht soft ein Widerspruch gekommen wäre. Natürlich, so ist die Valerie, sie kann nichts unwidersprochen hinnehmen, sie entdeckt sofort wieder ein Körnchen Salz in der Suppe. Darüber mehr in der nächsten Episode. Die hat den Titel: "Eine unvollständige Frau".
Fortsetzung am kommenden Wochenende. Und nicht vergessen: Likes werden gerne gesehen, von jedem Leser und jeder Leserin.
Lieben Gruß,
Valerie.
Gunnars Name fiel am Telefon in einem Gespräch mit ihrer Busenfreundin Erica, und natürlich ging es dabei um die alten Stuttgarter Zeiten.
"Alte Zeiten" ist vielleicht nicht ganz der richtige Begriff, aber aus der subjektiven Sicht von Valerie stellten sich die inzwischen vergangenen zwanzig Jahre genau so dar. Eine kleine Ewigkeit war das schon her, seit sie damals Gunnar "adieu" gesagt hatte und nach Frankreich gezogen war.
Vielleicht ein Jahr lang hatten sie damals zusammengelebt in dieser kleinen Mansardenwohnung in Bad Cannstatt, die sie sich von ihrem kleinen Gehalt als Marketingassistentin leisten konnte, sie war die alleinige Verdienerin im Haushalt, denn er verdiente als Student natürlich noch nichts. Aber Geld und andere materiellen Dinge hatten den beiden damals nicht viel bedeutet, sie waren ineinander verliebt, richtig verknallt waren sie, und das war damals das Wichtigste für sie. Beide waren um die Zwanzig oder etwas älter.
Aber hatten sie damals auch gemeinsame Träume?
Heute, mehr als zwanzig Jahre später, war sich Valerie über die Antwort auf diese Frage nicht mehr sicher. Ja, natürlich, ihr gemeinsames Sexleben war damals sehr aktiv und es verging kein Tag, ohne dass sie seinem Begehren nachgab und er sie nahm. Vulgo, er vögelte sie, täglich und heftig.
Oder, was auch vorkam und zwar nicht selten: Dass das Begehren von ihr ausging, dass sie ihn haben wollte. Sie hatte damals sehr schnell gelernt, die Waffen einer Frau einzusetzen, um ihr Ziel zu erreichen und ihn ins Bett zu kriegen, zu welcher Tageszeit auch immer. Valerie war schon immer konsequent gewesen und nachdem sie sich einmal entschlossen hatte, als Frau weiterzuleben, wollte sie auch guten Sex haben wie eine Frau. Guter Sex, das war für sie damals ein Synonym für "Sex mit Gunnar".
Wie sie das lernte, die Waffen der Frauen einzusetzen? Man darf eines nicht vergessen: Sie war eine gute Beobachterin. Aber kann man eine Frau werden allein durch Beobachtung? Es ist jedenfalls sehr wichtig, und vor der Identifikation kommt das Imitieren der Frauen.
Sie beobachtete also die Frauen im Kolleginnenkreis, die jungen Frauen, mit denen sie damals ihre Bürotage verbrachte. Sie beobachtete und imitierte ihr Styling, die Art wie sie ihre Haare trugen, wie sie sie sich kleideten, wie sie sich schminkten, wie sie redeten und wie sie sich bewegten. Sie hatte schon immer eine immens gute Beobachtungsgabe, und sie imitierte alles, was sie sah bei den jungen Kolleginnen. Außerdem lernte sie, wie man sich 8 Stunden am Tag mit diesen hohen Schuhen im Büro bewegt (bzw. nicht bewegt, denn meistens saß man ja irgendwo am Schreibtisch, hatte die Beine sittsam unter dem Tisch und niemand konnte sehen, dass die Damen ihre High Heels, die so drückten, von den Nylons abgestreift hatten"¦ es sah ja eh"˜ keiner).
Und was geschah zuhause in der kleinen Cannstatter Mansardenwohnung, die sich das junge Paar später teilte?
Natürlich machte man Liebe, morgens, mittags, abends.
Oft hatten sie damals an Wochenenden tagelang zusammen im Bett verbracht, um "Liebe zu machen", auch das eine der gängigen Parolen aus dieser Zeit. Herrlich jung waren sie beide gewesen, so etwas über Zwanzig.
Aber gemeinsame Träume oder gemeinsame Ziele?
Nein, wenn Valerie sich heute diese Frage stellte, dann musste sie sie ehrlicherweise verneinen. Da war einerseits sie, eine, die ihren Beruf in der Autoindustrie total verinnerlicht hatte und die auf dem besten Weg war, eine dieser Karrierefrauen zu werden, die die Wirtschaft heute mit prägen.
Dann auf der anderen Seite er, Gunnar, Student und angehender Deutschlehrer, ein Romantiker, heute würde man ihn einen "Grünen" nennen. Und der Wunsch nach Kindern und einer großen Familie war schon damals in ihm angelegt. Valerie war da anders, sie hatte andere Ziele, wollte Frau werden, und konventionelle Familie oder gar Kinder passten schon gar nicht zu diesem Ziel.
War das der Punkt? Weshalb es damals langfristig nicht klappte mit Gunnar und ihr? Dass sie keine Kinder haben konnten zusammen?
Valerie dachte nach. Nein, die beiden hatten in ihrer gemeinsamen Zeit niemals darüber gesprochen, wie es wohl weitergehen würde mit ihnen. Aber sie war sich heute sicher, wenn sie Gunnar morgen wiedersähe, wäre er bestimmt glücklich verheirateter Familienvater mit mehreren Kindern. Und total bürgerlich wäre er auch, sicher mit einem dicken Mercedes in der Garage seines Einfamilienhaus im Stuttgarter Speckgürtel. Ihre Fantasie schlug mal wieder Purzelbäume.
Sollte Gunnar etwa einer dieser Spießer geworden sein? War das möglich?
Sie schüttelte den Gedanken ab, nein, so etwas würde nicht zu Gunnar passen. Nicht zu dem Mann, mit dem sie damals eine Zeitlang richtig glücklich war.
Richtig glücklich?
Valerie wäre nicht sie selbst, wenn nicht soft ein Widerspruch gekommen wäre. Natürlich, so ist die Valerie, sie kann nichts unwidersprochen hinnehmen, sie entdeckt sofort wieder ein Körnchen Salz in der Suppe. Darüber mehr in der nächsten Episode. Die hat den Titel: "Eine unvollständige Frau".
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Re: Valeries Welt
Na, da kommt ja einiges hoch. Vielleicht sollte ich mir bei Gelegenheit mal die alten Geschichten durchlesen 
LGL
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Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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Valerie Bellegarde
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Re: Valeries Welt
Hey Lana,
Wenn du ein par der alten Geschichten wieder lesen willst, bitte zurückblättern wie hier beschrieben:
Zum Verhältnis Gunnar / Valerie findest du in Post 907 (20 Mai 2022) genauere Hinweise, wo du anfangen kannst.
Viel Spass dabei.
Valerie
P.S. Zu deinem Avatarbild: Schöner Rücken
Wenn du ein par der alten Geschichten wieder lesen willst, bitte zurückblättern wie hier beschrieben:
Zum Verhältnis Gunnar / Valerie findest du in Post 907 (20 Mai 2022) genauere Hinweise, wo du anfangen kannst.
Viel Spass dabei.
Valerie
P.S. Zu deinem Avatarbild: Schöner Rücken
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Tina-K.
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Re: Valeries Welt
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Und schönes Blau... und schöne Stiefel
Kompliment auch von mir.
elgetina und Mau
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Re: Valeries Welt
Danke, liebe ValerieValerie Bellegarde hat geschrieben: Fr 27. Mai 2022, 15:31
P.S. Zu deinem Avatarbild: Schöner Rücken
Das Bild gibt's hier auch in groß:
viewtopic.php?t=291&start=18061#p335759
Nun aber wieder zurück zur Geschichte, habe mal ganz vorne angefangen. IAA Frankfurt war das letzte Highlight, weiter bin ich noch nicht gekommen.
LGL
Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt.
Blaise Pascal
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