Re: Mein Weg
Verfasst: Do 14. Nov 2019, 08:14
Hallo,
langsam neigt sich mein Urlaub bei Claudia dem Ende entgegen. So kommt heute aber noch einmal ein Bericht über meinen Aufenthalt.
Es war Sonnabend. Der letzte Tag, den wir gemeinsam etwas unternehmen. Ja und ich hatte dafür einen Wunsch. Schon zu Hause habe ich von Kolleginnen und Kollegen Tipps bekommen, was ich mir unbedingt ansehen sollte. Dazu gehörte das Deutsche Museum in München. Und ich teilte dies so auch Claudia mit. Ich spürte aber das Claudia wohl schon öfter in dieses Museum musste. Dennoch erfüllte sie mir diesen Wunsch. Und auch hier sollte ich etwas aus meiner ostdeutschen Vergangenheit finden.
Doch zunächst frühstückten wir gemeinsam. Der Tag schien ein schöner und warmer Tag zu werden. Ich wählte daher für die Stadt einen hellen Rock und meinen roten Blazer. Schnelle war unser Frühstückstisch abgeräumt und wir konnten unseren Ausflug beginnen. So fuhr Claudia zum nächsten S-Bahnhof. Zu unserem Glück war noch ein Parkplatz frei. Claudia kümmerte sich wieder um unsere Fahrkarten. Auf dem Bahnsteig warteten schon viele Fahrgäste. An deren Kleidung ließ sich unschwer erkennen, was deren Ziel war. noch immer war Oktoberfest in München. So sah ich viele Damen im Dirndl und Herren in Lederhose gekleidet.
Unterwegs kamen wir an Orten vorbei, von denen ich bisher nur gehört hatte. Darunter befand sich auch der Ort des Bundesnachrichtendienstes. Auch ein Ortsteil von München passierten wir, an denen einige von uns sich ihrem Ziel zur Frau sehr nahe sind.
Doch nun, ehe ich zu weit abschweife, zu unserem Tag . An der Station, an der die Wiesnbesucher ausstiegen, wurde der Zug recht leer. Wir aber mussten noch einige Stationen weiterfahren. Dank Claudia brauchte ich nicht darauf zu achten, wo wir aussteigen müssen.
Dann war es soweit. Da jetzt die S-Bahn unterirdisch fährt, praktisch wie eine U-Bahn, brachte uns eine Rolltreppe zurück ans Tageslicht. Wir liefen noch weiter über eine Brücke der Isar, dann waren wir auch schon am Deutschen Museum. Die Eintrittskarten gab es vor dem Museum.
Das Museum ist sehr umfangreich. So war es unmöglich alles sich anzusehen. Das deutsche Museum ist vor allem ein technisches Museum. Wir begannen unseren Rundgang bei den Dampfmaschinen. Riesige Ungetüme, die der Anfang unsere heutigen Antriebstechnik sind. Einiges war mir noch aus meiner Schulzeit, lange ist es schon wieder her, bekannt. Der Wirkungsgrad und so weiter. Doch richtig gesehen habe ich es erst hier. Wie schwer muss die Arbeit gewesen sein.
Die nächste Abteilung, die wir besichtigten, befasste sich mit Seefahrt. Hier wurde deutlich, dass aller technischer Fortschritt auch militärisch genutzt wurde. Hier war es ein U-Boot, welches aufgeschnitten ausgestellt ist. Eng war es auf dem U-Boot. Es kamen in mir Erinnerungen an den Film, "Das Boot " wieder vor Augen. Auch waren verschiedene Taucheranzüge und weiter U-Boote zur Erforschung des Meeres zu bestaunen. Wir standen auf der Brücke eines Schiffes.
Doch dann ging es in die Unterwelt. Genauer gesagt ging es hier um Bergbau. Einiges kannte ich schon aus meiner Heimat. Liegt da ja das Erzgebirge vor meiner Haustür. Wir liefen durch enge Stollen. Alles wirke so echt, dass ich fast vergas, in einem Museum in München zu sein. Es gab Erzbergwerke wie ich sie vom Erzgebirge kannte. Dann standen wir in einem Salzstollen, wie ich sie bei einem Besuch eines Salzbergwerkes bei Bad Reichenhall in Erinnerung hatte. Es war wie in einem Labyrinth. Es folgte noch der Kohleabbau unter Tage, sowie die riesigen Tagebaue. Langsam musste ich auch mal für kleine Mädchen.
Und ich war erleichtert, als wir aus den Bergwerken heraus waren. Schnell nun auf die Damentoilette. Jetzt hatten wir uns eine Pause verdient. Im Restaurant des Museums gönnten wir uns Kaffee und Kuchen. Aber etwas wollten wir uns noch ansehen. Es ging zur Physik und Elektronik. So entdeckte ich einen Rechenmaschine von Konrad Zuse, dem Urvater unserer heutigen Rechner. So kamen wir zur Physik. Hier luden viele Apparate zum Mitmachen ein. So endete unser Rundgang dann beim Kaffee. Ja im Kaffee und nicht im Café. Hier ging es um Kaffeeanbau und die verschiedenen Kaffeesorten. Dann folgte die Kaffeezubereitung. Kaffeeautomaten aus verschiedenen Zeitepochen waren ausgestellt. Und hier fand ich etwa wieder, was mich in meine ostdeutsche Vergangenheit zurückversetzte. Eine Packung Kaffee-Mix. Zur Erklärung, es herrschte in der damaligen DDR Kaffeemangel. Da kam man auf die Idee Bohnenkaffe mit Malzkaffee zu strecken. Selber habe ich diesen Kaffee damals nicht getrunken. Aber Spötter behaupten, nicht die Demonstrationen in Leipzig und anderswo hätten zum Fall der Mauer geführt, sondern die Einführung dieses Kaffeegemisches brachten die DDR zu Fall. Aber wie es auch sei, ohne den Fall der Mauer hätte ich so viele nette Menschen nie kennen gelernt.
Nun war es Zeit das Museum und München zu verlassen. Wir nahmen wieder die S-Bahn und erreichten so Claudias Auto. Nun trug ich noch eine Bitte vor. Ich wollte noch etwas einkaufen. Nichts besonderes eigentlich. Nur gab es hier einiges, was ich in meinem Supermarkt nicht finde . Es waren regionale Dinge, die mir bei unserem ersten gemeinsamen Einkaufen in meinen Blickwinkel geraten sind. Davon wollte ich etwas mit in meine Heimat nehmen. Etwas kulinarisches aus Bayern für zu Hause.. Schnell war es erledigt. so folgte nun unser letztes Abendessen. Ich schlug dafür das Lokal vor, wo wir schon einmal gemeinsam waren.
Dann fuhren wir zu Claudia, wo wir diesen Abend ausklingen lassen wollten. Zum Grillen mir den Nachbarn sind wir nicht mehr gekommen. Gerade saßen wir am Stubentisch, als das Telefon bei Claudia klingelte. Wer stört uns jetzt, dachte ich noch. Es waren Claudias Nachbarn, welche das Licht im Haus gesehen hatten. Sie luden uns ein, zu ihnen herüber zu kommen.
Da konnte ich mich überzeugen, wie gut Claudia von ihren Nachbarn angenommen wird. Ich brauche hier nicht zu schreiben, dass es noch ein langer Abend wurde. Und wieder zeigte es sich, es spielt keine Rolle, wo Mann oder Frau herkommt. Ich vertrat hier den Osten. Oder ob man in einer neuen Geschlechtsidentität lebt. Wir fanden viele Gemeinsamkeiten, die uns eher verbinden als trennen.
Viele liebe Grüße Magdalena
langsam neigt sich mein Urlaub bei Claudia dem Ende entgegen. So kommt heute aber noch einmal ein Bericht über meinen Aufenthalt.
Es war Sonnabend. Der letzte Tag, den wir gemeinsam etwas unternehmen. Ja und ich hatte dafür einen Wunsch. Schon zu Hause habe ich von Kolleginnen und Kollegen Tipps bekommen, was ich mir unbedingt ansehen sollte. Dazu gehörte das Deutsche Museum in München. Und ich teilte dies so auch Claudia mit. Ich spürte aber das Claudia wohl schon öfter in dieses Museum musste. Dennoch erfüllte sie mir diesen Wunsch. Und auch hier sollte ich etwas aus meiner ostdeutschen Vergangenheit finden.
Doch zunächst frühstückten wir gemeinsam. Der Tag schien ein schöner und warmer Tag zu werden. Ich wählte daher für die Stadt einen hellen Rock und meinen roten Blazer. Schnelle war unser Frühstückstisch abgeräumt und wir konnten unseren Ausflug beginnen. So fuhr Claudia zum nächsten S-Bahnhof. Zu unserem Glück war noch ein Parkplatz frei. Claudia kümmerte sich wieder um unsere Fahrkarten. Auf dem Bahnsteig warteten schon viele Fahrgäste. An deren Kleidung ließ sich unschwer erkennen, was deren Ziel war. noch immer war Oktoberfest in München. So sah ich viele Damen im Dirndl und Herren in Lederhose gekleidet.
Unterwegs kamen wir an Orten vorbei, von denen ich bisher nur gehört hatte. Darunter befand sich auch der Ort des Bundesnachrichtendienstes. Auch ein Ortsteil von München passierten wir, an denen einige von uns sich ihrem Ziel zur Frau sehr nahe sind.
Doch nun, ehe ich zu weit abschweife, zu unserem Tag . An der Station, an der die Wiesnbesucher ausstiegen, wurde der Zug recht leer. Wir aber mussten noch einige Stationen weiterfahren. Dank Claudia brauchte ich nicht darauf zu achten, wo wir aussteigen müssen.
Dann war es soweit. Da jetzt die S-Bahn unterirdisch fährt, praktisch wie eine U-Bahn, brachte uns eine Rolltreppe zurück ans Tageslicht. Wir liefen noch weiter über eine Brücke der Isar, dann waren wir auch schon am Deutschen Museum. Die Eintrittskarten gab es vor dem Museum.
Das Museum ist sehr umfangreich. So war es unmöglich alles sich anzusehen. Das deutsche Museum ist vor allem ein technisches Museum. Wir begannen unseren Rundgang bei den Dampfmaschinen. Riesige Ungetüme, die der Anfang unsere heutigen Antriebstechnik sind. Einiges war mir noch aus meiner Schulzeit, lange ist es schon wieder her, bekannt. Der Wirkungsgrad und so weiter. Doch richtig gesehen habe ich es erst hier. Wie schwer muss die Arbeit gewesen sein.
Die nächste Abteilung, die wir besichtigten, befasste sich mit Seefahrt. Hier wurde deutlich, dass aller technischer Fortschritt auch militärisch genutzt wurde. Hier war es ein U-Boot, welches aufgeschnitten ausgestellt ist. Eng war es auf dem U-Boot. Es kamen in mir Erinnerungen an den Film, "Das Boot " wieder vor Augen. Auch waren verschiedene Taucheranzüge und weiter U-Boote zur Erforschung des Meeres zu bestaunen. Wir standen auf der Brücke eines Schiffes.
Doch dann ging es in die Unterwelt. Genauer gesagt ging es hier um Bergbau. Einiges kannte ich schon aus meiner Heimat. Liegt da ja das Erzgebirge vor meiner Haustür. Wir liefen durch enge Stollen. Alles wirke so echt, dass ich fast vergas, in einem Museum in München zu sein. Es gab Erzbergwerke wie ich sie vom Erzgebirge kannte. Dann standen wir in einem Salzstollen, wie ich sie bei einem Besuch eines Salzbergwerkes bei Bad Reichenhall in Erinnerung hatte. Es war wie in einem Labyrinth. Es folgte noch der Kohleabbau unter Tage, sowie die riesigen Tagebaue. Langsam musste ich auch mal für kleine Mädchen.
Und ich war erleichtert, als wir aus den Bergwerken heraus waren. Schnell nun auf die Damentoilette. Jetzt hatten wir uns eine Pause verdient. Im Restaurant des Museums gönnten wir uns Kaffee und Kuchen. Aber etwas wollten wir uns noch ansehen. Es ging zur Physik und Elektronik. So entdeckte ich einen Rechenmaschine von Konrad Zuse, dem Urvater unserer heutigen Rechner. So kamen wir zur Physik. Hier luden viele Apparate zum Mitmachen ein. So endete unser Rundgang dann beim Kaffee. Ja im Kaffee und nicht im Café. Hier ging es um Kaffeeanbau und die verschiedenen Kaffeesorten. Dann folgte die Kaffeezubereitung. Kaffeeautomaten aus verschiedenen Zeitepochen waren ausgestellt. Und hier fand ich etwa wieder, was mich in meine ostdeutsche Vergangenheit zurückversetzte. Eine Packung Kaffee-Mix. Zur Erklärung, es herrschte in der damaligen DDR Kaffeemangel. Da kam man auf die Idee Bohnenkaffe mit Malzkaffee zu strecken. Selber habe ich diesen Kaffee damals nicht getrunken. Aber Spötter behaupten, nicht die Demonstrationen in Leipzig und anderswo hätten zum Fall der Mauer geführt, sondern die Einführung dieses Kaffeegemisches brachten die DDR zu Fall. Aber wie es auch sei, ohne den Fall der Mauer hätte ich so viele nette Menschen nie kennen gelernt.
Nun war es Zeit das Museum und München zu verlassen. Wir nahmen wieder die S-Bahn und erreichten so Claudias Auto. Nun trug ich noch eine Bitte vor. Ich wollte noch etwas einkaufen. Nichts besonderes eigentlich. Nur gab es hier einiges, was ich in meinem Supermarkt nicht finde . Es waren regionale Dinge, die mir bei unserem ersten gemeinsamen Einkaufen in meinen Blickwinkel geraten sind. Davon wollte ich etwas mit in meine Heimat nehmen. Etwas kulinarisches aus Bayern für zu Hause.. Schnell war es erledigt. so folgte nun unser letztes Abendessen. Ich schlug dafür das Lokal vor, wo wir schon einmal gemeinsam waren.
Dann fuhren wir zu Claudia, wo wir diesen Abend ausklingen lassen wollten. Zum Grillen mir den Nachbarn sind wir nicht mehr gekommen. Gerade saßen wir am Stubentisch, als das Telefon bei Claudia klingelte. Wer stört uns jetzt, dachte ich noch. Es waren Claudias Nachbarn, welche das Licht im Haus gesehen hatten. Sie luden uns ein, zu ihnen herüber zu kommen.
Da konnte ich mich überzeugen, wie gut Claudia von ihren Nachbarn angenommen wird. Ich brauche hier nicht zu schreiben, dass es noch ein langer Abend wurde. Und wieder zeigte es sich, es spielt keine Rolle, wo Mann oder Frau herkommt. Ich vertrat hier den Osten. Oder ob man in einer neuen Geschlechtsidentität lebt. Wir fanden viele Gemeinsamkeiten, die uns eher verbinden als trennen.
Viele liebe Grüße Magdalena