Jaddy hat geschrieben: Sa 22. Jan 2022, 19:22
Begabte Menschen tanzen Therapeutys und Gutachtenden was vor und kriegen den Schein, während weniger stabile, teils von Umwelt und Dysphorie traumatisierte den Prozess nervlich nicht durchstehen. Von den Kosten - oder dem ebenfalls für viele aufreibenden sich jahrelang finanziell nackig machen für die Verfahrenskosten-Beihilfe - mal ganz abgesehen.
Auch wenn Aria zum Beispiel es als ganz einfach hinstellt. Ja, es gibt die "Tipps, wie es ganz einfach geht". Und viele nutzen sie ja auch und führen so, wie Aria damit ja offenbart, das offenabr unzulängliche System an der Nase herum.
Für mich liegt in deiner Aussage sehr viel Drama drin.
Das mag in deinen Augen wieder total uninformiert, respektlos und empathielos erscheinen....okay, komme ich mit klar. Ich weiß ja, dass es von jemandem kommt, der mich nur hier von paar Beiträgen kennt und ansonsten überhaupt nicht. Eigentlich könnte ich dir demzufolge den Spiegel entgegen halten tue ich aber nicht. Ich überlasse es jedem selbst, damit umzugehen.
Ich bin nicht mehr begabt als andere darin, Therapeuten, Gutachter und Richter etwas vorzuspielen - ich bin ICH. Das ist das ganze Geheimnis - unglaublich, oder!?!
Es ist auch kein Prozess, in dem man eine furchtbare Bluttat wie einem Amoklauf durchstehen und dabei seinem Peiniger mehrere Verhandlungstage ins Auge schauen muss, wohl wissend, dass es auf eine gute glaubwürdige Aussage ankommt, damit der Täter nicht mit Bewährung davonkommt. Nein, es handelt sich dabei um: Antrag schreiben, darin die eigen gewählten Gutchter benennen. Warten auf Post. Mit Gutachtern Termin ausmachen. Hingehen, 20 Minuten von sich erzählen. Wieder auf Post warten. Zur Anhörung beim Richter gehen. Mit dem ein kurzes Gespräch (< 10 Minuten) führen, um im Anschluss direkt den Beschluss verkündet zu bekommen. Ja wow! Und das ging nicht nur mir so. Das geht gaaaaanz vielen so. Bei manchen dauert das warten auf Post noch nicht mal wie bei mir, insgesamt fast 1 Jahr, nein, das geht in unter 3 Monaten.
Für diejenigen, die das Geld nicht haben, ist es eben noch ein Brief und etwas warten mehr. Das man sich dazu finanziell nackig machen muss, ist halt so. Wäre ja ein Unding wenn nicht. Das geht aber beim BAföG oder jeder anderen staatlichen Subvention nicht anders.
Und wenn jemand nicht so stabil ist, diese Anträge in die Wege zu leiten, ist es mMn erstmal das wichtigste, Stabilität zu erlangen. Ich weiss, es gibt keinen Fahrplan zur Transition aber im Normalfall läuft das folgendermaßen ab: Suche nach geeigneten Thera, Indikation zur HET, Antrag VÄ/PÄ, Antrag OPs usw. Ganz vielen ist es zuallererst wichtig, Ordnung in ihr Chaos im Kopf zu bekommen und dann die HET zu starten, bevor die an ihren Personenstand denken. Und bis das losgeht, sollten die auch gut beinander sein, denn die HET wird sie kräftig durchschütteln. Aber das ist ja noch nicht das Ende.... es kommt ja noch.....so Mensch will....der Antrag zu geschlechtsangleichenden operativen Maßnahmen. Etwas, wovor ich persönlich den größten Respekt hatte, weil dafür eine Menge Unterlagen beizuschaffen sind.
Ja, ich weiss was du nun sagst, dass ich mir damit ja selbst bescheinige, wie uns das System bevormundet und es am besten wäre, jeder könnte tun und lassen was er oder sie möchte. Natürlich. Man kann aber auch jetzt schon entscheiden, was man möchte. Von der Klippe springen. Warten bis sich hoffentlich alles gebessert hat. Für die Sache kämpfen. Seinen Weg durch das System finden. Ich habe mich für letzteres entschieden. Dabei führe ich es aber nicht an der Nase herum. Ich nutze einfach die mir gegebenen Möglichkeiten. Das mache ich privat so und das mache ich geschäftlich so. Das macht der Unternehmer im freien Markt so. Das macht der Banker mit den Finanzen so. Jeder schaut wie man am besten durch das System kommt. Sogar diejenigen die das System vertreten, schauen, wie die ihren Vorteil ausnutzen.