Sabrina Verena hat geschrieben: Sa 29. Mai 2021, 13:58
Ich wundere mich, weshalb es keine durchgehende Bahnverbindung von Hamburg nach Esberg gibt.
Selbst nach Tondern wird von deutscher Seite nicht gefahren, obwohl es ursprünglich der Zielbahnhof der Marschenbahn war.
Dabei ist gerade der westen Jütlands touristisch reizvoll.
Und wegen der Fähre Esberg- England eine kürzere Verbindung von Schleswig- Holstein aus nach England.
Ich kann Dir da nur beipflichten!
Grad im Gebiet der Nordfriesland - Dänemark zeigt sich mehrfach, wie wenig ernst es den Verkehrspolitiker und der Deutschen (Bundes-) Bahn war und ist, neben Weitsicht nun auch moderne Nachhaltigkeit in den Blick zu bekommen.
Hast Du eine Ahnung wie viele Gerichststunden
allein das absolut überflüssige Drama rund um den sogenannten Sylt-Shuttle gekostet hat und die DABG musste nicht nur klein beigeben, dazu auch noch diese alberne Lösung mit dem 628er-IC im Schlepp? - Dafür werden aber andernorts wegen zu schwacher Auslastung (die mehr Transport-Geld einbrachte, als allein dieser Personal- und Materialaufwand verschlang) Leistungen und Wege vernachlässigt und gestrichen.
Die Niebüll-Tondern-Esbjerg-Linie war schon früh nicht gewollt, und sie korreliert mit Strecke Flensburg - Leck- Niebüll.
Schau Dir nur mal die beiden Fahrplanjahre 1949 und 1970 an:
Quelle: http://www.christel-pruessner.de/__Schi ... 9_1970.jpg
Urprünglich fuhren die Züge nach dem Krieg sogar von Flensburg bis Süderlügum - eine Verlängerung bis Tondern wäre ein Leichtes gewesen.
Dann wird die Bahntochter "Autokraft" in Schwung gebracht und wird den Nutzern als schnelleres Verkehrsmittel unter die Nase gehalten. - Schon in den 1970er Jahren war das in der Sommersaison der Treppenwitz, wenn die Massen mit dem PKW nach Niebüll zur Autoverladung rollten und jetzt erst.
Und von wegen schneller - der Saison-Eilzug zeigte schon damals, welcher Fahrzeitgewinn sich auf dem Streckenabschnitt ergab.
Argumentiert wurde in den 1970er Jahren gerne mit der geringen Kapazität des Bahnhofs Niebüll; die Autozüge brauchten wahrlich viel Schiene im Bahnhof. Es war auch damals schon leichter große Bahnhöfe komplett neu zu planen (in unwegsameren Gelände - heute wäre Stuttgart das abschreckende Beispiel) und in Niebüll wird nur gebastelt. Dazu die einspurigen Abschnitte auf der Marschbahn. - Das lässt sich nur mit "ich will das einfach nicht, basta!" erklären.
Mein Literatur-Tipp "BAHN-Report" ein Fachzeitschrift, in der es nicht um Nieten und Dampf geht, sondern um den Schienenverkehr - erscheint alle zwei Monate -
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Mein Kleidungsstil verfolgt nicht das Ziel "FRAU", sondern mein Sein als Ich-Bin-Ich - ein Inter*-Mensch! ÜBRIGENS: Mein Name ist amtlich "Christel"
http://www.christel-pruessner.de/_Seite_Androgyn_01.htm