Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?
Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ? - # 6

Lebensplanung, Standorte
Tatjana_59
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 76 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Bea Magdalena hat geschrieben: Mi 19. Sep 2018, 12:50 Hallo Tatjana,

ich war vor Jahren auf einer SHG, da fühlte ich mich bedrängt, bin dort nur ein einziges mal gewesen und nicht mehr hingegangen. Muss jedoch nicht unbedingt an der SHG oder den Leuten dort liegen, kann sein, dass dieses Gefühl nur an mir lag, ich kanns nicht sagen.
Auf mehreren anderen wars total locker und angenehm, wo ich dann auch mehrere Male gewesen bin.

Liebe Grüße
Bea


P.S. Der Augsburger Stammtisch war locker, ein schönes Zusammentreffen, werde beim nächsten Mal auch wieder kommen.
Hallo Bea,

Danke für die Blumen!
Der Stammtisch soll ja auch ein Stammtisch sein.
Natürlich gebe ich oder andere gerne auch Erfahrungen weiter.
Aber bei uns sollen sich alle T* egal in welcher Form wohlfühlen.
So ähnlich wie am Stammtisch München.

Dort waren allerdings einmal Mädels aus einer Shg Ulm.
Für die gab es nur TS, mit dem Beigeschmack, TS ist nur der/diejenige die sich die Gaop's planen. :((a

LG Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
Christiane04
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 77 im Thema

Beitrag von Christiane04 »

Danke Anja,

Ein wichtiger u schöner Beitrag von dir! Ich habe deinen Weg von Anfang an hier verfolgt u gerne deine Beiträge gelesen u freue mich , dass du angekommen bist.

[
Das würde mich auch interessieren und im einem streng wissenschaftlichen Umfeld zur Transforschung auch eine interessante Fragestellung darstellen. Aaaber: so ganz werde ich den verdacht nicht los, dass die Motivation dahinter steht, für sich selber sicherer zu werden, wohin die Reise geht oder aber für sich selber einen Grund zu finden, keine Entscheidung treffen zu müssen. Das Dumme ist nur, das hilft nicht für den eigenen Lebensweg. Christiane, nicht falsch verstehen, ich unterstelle Dir das nicht. Es ist wahrscheinlicher, dass ich das so mache ... ;-) Bei Anderen sieht man leichter, was Einen selber betrifft, auch wenn es die Anderen nicht betrifft: eine klassische Projektion. Vielleicht ist das der Grund, weshalb ich hier solche Fragen stelle...]
Hey Vicky,
Warum habe ich mit diesem Einwand gerechnet )))(:
Klar sieht das so aus , als wäre meine 35 jähriges Suchen mit Irrwegen und ständiger Selbstbeleuchtung der Grund. Tatsache ist, dass Anja recht hat , ich lehne mich zurück......ich weiß was ich bin und was ich will.
Meinen Lebensweg davon abhängig machen, was in einer Statistik steht , würde ich nicht tun. Das wäre auch nicht achtsam !!
Da sind sicher gute weibliche Anteile aber auch der Mann ist in mir und meine Frau ist für mich ein sehr kritischer lebenskluger Gesprächspartner u hinterfragt mein zweites ich oft. Das hat mich auch weiter gebracht u ich verstehe auch wenn sie hier mit liest, dass sie sagt , das viele hier sehr egomanisch wirken- gemeint sind Ts, die es durchziehen und ihr Umfeld " überfahren" und nur noch von ihrem Weg schreiben......
Sie ist mein Korrektiv was mich selber betrifft, da hast du wieder mal recht, ich habe da die rosarote Brille auf!
Jede/ jeder von uns ist anders, mein Glück ist das ich bei meiner Frau sein darf wie ich bin, egal welche Seite, im en femme Look oder nicht u das ist wunderbar so!❤️

Superbeiträge, danke euch!
PS: das Glück muss man erkennen...
"Ein Mann kann anziehen, was er will, er bleibt doch nur ein Accessoire der Frau. " Coco Chanel
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 78 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Warum habe ich mit diesem Einwand gerechnet )))(:
Weil Du schlau bist ... !? :)p

Deshalb habe ich meinen Beitrag auch auf mich bezogen. (moin)

Aber ganz im Ernst, ich habe in meinem Leben mehrfach die Richtung verändert, weil ich mit meiner Situation nie ganz zufrieden war. Deswegen bin ich skeptisch. Aber Du bist ja ein anderer Mensch.

Ich freue mich, dass Du ein wirksames Korrektiv hast. Ich arbeite noch daran, denn meine Frau steht dem Ausdruck meiner Weiblichkeit noch tolerierend, aber noch nicht akzeptierend gegenüber. Aber das ist ein anderes Thema.

(flo)
Viele Grüße
Vicky

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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 79 im Thema

Beitrag von Aria »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 19. Sep 2018, 07:16 Hi Aria,

Du liest in meinen Worten zwischen den Zeilen. Aber es steht etwas anderes dort.

Ich bin mir nicht unsicher (ok, ein bisschen vielleicht). Aber es ging mir tatsächlich darum, festzumachen, was die Sicherheit gibt. Kann man es allgemein an einem Punkt fest machen oder gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten ?

Für mich war ein wichtiger Punkt erreicht, als ich begann, es zuzulassen, Frau zu sein zu dürfen. Damit wurde es im besten Sinn zunehmend selbstverständlich. Kelly hat es auch angesprochen. Ich hatte Angst, TS zu sein. Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Aber nun ist es doch so, der worst case ist eingetroffen. Ich bin Frau (vielleicht nicht 100%) und ich bin es gerne. Wie ich das in meinem Leben bewerkstellige, weiß ich noch nicht. Ich suche noch Wege. Aber unsicher bin ich mir nicht.

Edit:
Von da her sind das definitiv nicht mehr die alten Gefühle die ich als Mann empfunden habe sondern absolut neu und einfach nur schön.Ich denke so empfindet eine Frau
Genau der Satz trifft es. Ich würde nur sagen: "Ich denke, so empfinde ich als Frau". Durch meine Akzeptanz als Frau eröffnen sich neue Gefühlswelten.
Klar bist du das, wie du ja auch - etwas kleinlaut - zugibst ;)
Das ist aber nicht schlimm!
Eine gewisse Unsicherheit spüren die meisten, wenn nicht alle, die schon ein gewisses Alter und demnach Verpflichtungen usw. ausgesetzt sind, würde ich sagen.
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 80 im Thema

Beitrag von Aria »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 19. Sep 2018, 11:01 Cybills Beitrag hätte fast von mir sein können. Ich bin jedoch kein Alphatier, sondern die Kooperative. Als ich versucht habe, in meiner männlichen Rolle das Alphatier zu geben, bin ich gescheitert, im äußeren, wie im Inneren.

So wie Aria das beschreibt, würde ich es auch nicht Fetisch nennen. Es war eine Möglichkeit Lust zu leben, aber nicht die alleinige.
habe ich immer wieder auf mein Bauchgefühl gehört
Wie kann man das Bauchgefühl konkret beschreiben ? Bei mir ist das Unruhe, Kribbeln am ganzen Körper, vor allem an Armen und Beinen. Fahrigkeit ist der richtige Ausdruck dafür. Dann merke ich, dass etwas nicht stimmt. Meist ist das nach einem "Trigger" der Fall, wenn ich z.B. eine Frau, weibliche Kleidung o.ä. bewusst wahrnehme, durchzuckt es mich wie ein Blitz. Wahrscheinlich baut sich das auf, wenn ich zu lange im MM lebe. Der Trigger ist dann der Tropfen, der das Faß zum überlaufen bringt. Anders herum ist es eher ein Gefühl der Sattheit. Aber ich beschäftige mich en femme zu viel mit meiner Weiblichkeit als das ein echter "Normalzustand" eintritt. Die inneren Widerstände der Ratio sind noch vorhanden. Aber das Leben en femme für mehrere Tage zeigt mir schon, dass mehr möglich ist. Aber wie weit das geht, ist mir noch nicht klar.

Wenn es zu persönlich wird, muss niemand darauf antworten.
Ich merke, du bist ein sehr analytischer Mensch, was nicht abwertend sein soll. Das Bauchgefühl beschreiben?!? Ich fürchte, das kann ich nicht. Standest du noch nie vor einer gewichtigen Entscheidung
und hattest zwei Gefühlslagen in dir? Die eine war deine rationale, die alle Für und Wider abgewägt hat und die andere die emotionale, die dir intuitiv den Weg wies, ohne alles ganz genau hinterfragen
zu müssen. Also ich habe schon mehrmals dieses (Bauch)Gefühl gehabt und habe mich dann dagegen entschieden - was im Nachhinein ein Fehler war. Gut, ich hatte es durch die rationale Entscheidung
vielleicht vorerst bequemer, dennoch war sie falsch. Dieses Mal habe ich beschlossen auf meinen Bauch zu hören. Auch deshalb, weil mir mal ein weiser Mensch sagte, dass wir moderne Menschen
verlernt haben auf unser Bauchgefühl zu hören und damit - auf kurz oder lang - meistens daneben liegen.

Das Bauchgefühl äussert sich nicht durch ein kribbeln o.ä., es löst dieses eventuell aus, weil sich Freude, Angst o. dgl. breit macht. Bauchgefühl äussert sich dadurch, dass man einfach nicht glauben kann,
dass das die richtige Entscheidung sein soll, obwohl sie - lässt man alle kommenden Schwierigkeiten usw. weg - es ist.
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 81 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Aria,

danke für Deine Worte.
Aria hat geschrieben: Mi 19. Sep 2018, 20:07 Klar bist du das, wie du ja auch - etwas kleinlaut - zugibst ;)
Das ist aber nicht schlimm!
Eine gewisse Unsicherheit spüren die meisten, wenn nicht alle, die schon ein gewisses Alter und demnach Verpflichtungen usw. ausgesetzt sind, würde ich sagen.
(moin) Das "gewisse Alter" habe ich bestimmt, aber die Verpflichtungen lassen deutlich nach. Die Kinder sind schon lange auf eigenem Weg, als Beamtin habe ich einen sicheren Job, weitere Karriereschritte sind nicht in Sicht und auch nicht gewollt. Da ist es Zeit, dass ich für mich selber etwas tue. Übrigens schreiben so viele TS, dass sie von Anfang an sicher wussten, dass sie lieber im anderen Geschlecht leben wollten. Das kann ich so für mich nicht sagen, da ich ja immer ein braves Kind sein und den Vorgaben entsprechen wollte. Man könnte sagen, nach Liebe hungern ...

Ubrigens ist das Zugeben, auch kleinlaut ;-), etwas Befreiendes. Es eröffnet neue Horizonte. So werde ich auch mit meiner Frau neue Wege beschreiten, was das Thema Trans betrifft. Sie hat zwar toleriert, was ich tue, aber sicher nicht die tiefe Bedeutung verstanden, die es für mich hat. Sie hat bisher weg geschaut, so nach dem Motto: "das ist Deins, wenn Du damit zufriedener bist". Hier habe wir eine neue, alte (pl) Aber das ist ein anderes Thema.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 82 im Thema

Beitrag von Christiane04 »

Hallo Ihr,

Das mit dem Zugeben diese Wunsches kostet einen Augenblick Überwindung und dann geht es.....
Das Eingestehen des Wunsches nach mehr Weiblichleit ist für die Partnerin ein hartes Brett! Sie wird dadurch in Frage gestellt und die Partnerschaft auch. In meinem Fall fühle ich mich viel wohler in der geouteten Rolle, als in meiner Partnerschaft ( 5 Jahre her.... ) davor, wo ich ungeoutet ständig eine Rolle spielte. Tatsächlich ist es aber so , dass meine Frau auch immer wieder verunsichert ist und die Befürchtung hat, dass mir das Teilzeitfrauendasein irgendwann nicht mehr reicht. Sie kennt sich inzwischen ganz gut aus und hat etliche Lebensläufe so in Kurzform mitbekommen. Und natürlich kennt sie mich sehr gut (he)
Dann gibt es lange Gespräche wie gestern Abend auf dem Balkon und ich erkläre mich, was nicht immer leicht ist und das klingt auch lange nach, Einschlafschwierigkeiten und auch noch kurz vor Vollmond usw..
Vicky, ich wünsche dir viel Glück für diese Baustelle! (yes)

Schönen Tag euch allen Christiane
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 83 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Danke Christiane,

meine Frau weiß schon Bescheid. Für mich ist es trotzdem nicht einfach, darüber zu reden, zumal die Gesprächsverläufe nie so sind, wie ich sie mir erhoffe. Und das sie eher über das Thema hinweg schaut, kommen wir so nicht weiter. Da ich mich derzeit sehr intensiv mit dem Thema beschäftige, habe ich das auch zuhause auf die Agenda gesetzt, sonst setzen sich möglicherweise Gedanken fest, die gar nicht der Realität entsprechen.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 84 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin zusammen,

viel ist schon dazu unter vielen persönlichen Einzelaspekten geschrieben worden. Auch ich habe schon an verschiedenen Stellen dazu eigene Erfahrungen beschrieben und entsprechende Gefühle beschrieben. Am besten scheint mir immer noch der erste Post von Vicky, so ging es mir auch und besser kann ich den Sachverhalt nicht beschreiben. :!: - und so geht es mir eigentlich immer noch auch Jahre nach Outing und ich sitze mit Rock und Bluse am PC bei der Arbeit, zu Hause bleibt alles auf Status Quo, es beschäftigt mich trotz Normalität täglich aufs neue, Fragen treten auf, Wünsche, Gefühle Sehnsüchte bleiben ob der eigenen Unvollkommenheit etc. ein weites Feld...

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:

...ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben... ---)))
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 85 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Ulrike-Marisa,

wie geht man denn auf der Arbeit damit um ? Ich kann mir das hier nur insofern vorstellen, dass man es akzeptiert, dadurch aber im Außendienst starke Einschränkungen erfahren würde. Und da ich relativ viel und gerne Außendienst (von Bereisungen über Besprechungen bis Konferenzen) mache, würde mir das viel ausmachen.
Viele Grüße
Vicky

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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 86 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo Vicky,

ich arbeite ja als Landvermesserin in der Leitungsdokumentation. Im Büro und auf Dienstreisen ist das für mich mittlerweile ganz normaler Alltag, alle wissen es und respektieren es auch weitgehend; Schwierigkeiten gibt s eigentlich keine; der Rest geht mit dgti-Ausweis als Erklärung. Auf der Baustelle gilt PSA tragen. Im Sommer bin ich mit Jeansrock und Arbeitsschuhen auf Baustellen unterwegs; mit Mücken habe ich wenig Probleme und an staunende Augen habe ich mich gewöhnt, ein kleines klärendes Wort und es läuft... Alles in allem bin ich da zufrieden, mit dem, wie ich bin. Mehr und besser geht immer, aber das ist nichts neues im Leben. Genieße den Tag, die Stunde, den Augenblick...; ärgern verkürzt nur das Leben. :wink:

Grüße, Ulrike-Marisa ))):s
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Re: Wie fühlt sich der Wunsch nach dem anderen Geschlecht an ?

Post 87 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 20. Sep 2018, 06:26 HÜbrigens schreiben so viele TS, dass sie von Anfang an sicher wussten, dass sie lieber im anderen Geschlecht leben wollten. Das kann ich so für mich nicht sagen, da ich ja immer ein braves Kind sein und den Vorgaben entsprechen wollte. Man könnte sagen, nach Liebe hungern ...
Geht mir genauso.
Mein erstes Outing war mir selbst gegenüber. Ich musste mir eingestehen, das ich eine Frau bin. Entgegen aller Erleichterungsversuche mit immer mehr Frauentagen, ließ der Druck kaum noch nach. Ich wollte immer noch mehr. War traurig wegen der fehlenden Oberweite, hatte also auch den Wunsch nach körperlichen Veränderungen. Eines schönen Tages war ich an dem Punkt, wo ich mir selbst gegenüber eingestehen konnte, es ist wie es ist. Das war mit 37. Ich würde nie behaupten "ich war schon immer eine Frau" oder "ich wusste schon immer, das ich eine Frau bin"
Es gibt natürlich schon Kinder, die sich durchsetzen im anderen Geschlecht zu leben und z.B bereits als Mädchen in den Kindergarten gehen. Denen würde ich das vielleicht "abkaufen", das sie es wissen "seit sie denken können".
Natürlich ergeben rückblickend die ganzen Haken, die man geschlagen hat (bei mir z.B. der Drang weibliche Unterwäsche zu tragen, Nägel lackieren, Perücke, Damenschuhe, Damenoberbekleidung ausprobieren, komplett als Frau zurechtmachen) eine Gerade. Aber in meinem Fall reden wir hierbei von ca. 30 Jahren Entwicklung bis hin zur Selbsterkenntnis. Da kann der Blick in die Vergangenheit schon etwas verschwimmen. Natürlich führten die ganzen Haken mich letzten Endes zu einem Leben als Frau, aber das ist mir vorher nie klar gewesen, wohin das ganze Rumprobieren führen würde...

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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