Nicoles Galaxie
Nicoles Galaxie - # 6

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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Exuser-2019-01-04
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Re: Nicoles Galaxie

Post 76 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Hallo alle miteinander,

jetzt möchte ich aber mal etwas gegensteuern!

Die Schöpfung (und bitte: ich bin kein Religionsfanatiker, kein Esotheriker, kein Kapitalist, kein Antikapitalist, kein Roter, kein Brauner, nichts dergleichen - ich bin nur ich und - vielleicht nur "Transparent" (Achtung, Wortspiel) ) ist etwas unglaublich schönes. Es sind doch unendlich viele kleine Zahnrädchen, die sich da miteinander drehen und ein Universum schufen und schaffen, das viele kleine und große Wunder hervorbringt. Unsere Galaxie (um zum Thema zurückzukommen), die uns in der Nacht staunen läßt. Eine Natur, die unerschöpliche Vielfalt und Schönheit hervorbringt. Wälder, Berge, Seen und was nicht alles. Und sogar von Menschen geschaffene Strukturen können einen faszinieren und in Ehrfurcht erstarren lassen.
Nehmen wir Städte wie Venedig, wunderbar. Oder der Kölner Dom, wo ich stundenlang sitzen und nach oben schauen kann, der Himalaya, ja auch unsere Alpen und unendlich mehr.

Es sind doch meistens Minderheiten, die die Grausamkeiten über uns Menschen bringen, in Form von Kriegen, in Form von Gier, in Form von Menschenverachtung. Die Evolution ist nicht grausam.

Aber ich gestehe ein, daß viel zu viele Dinge nicht in Ordnung sind. Warum, weiss ich nicht, vielleicht ist das einfach der Preis, den wir für unser Leben zahlen müssen. Das entschuldigt aber niemanden und nichts. Jeder hat Verantwortung für sich und alle anderen, aber die wenigsten übernehmen sie auch. So ist das Leben.

Sasha
Mina
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Re: Nicoles Galaxie

Post 77 im Thema

Beitrag von Mina »

Delfinium hat geschrieben: Mi 11. Apr 2018, 15:55 Ich habe noch nie einen Löwen gesehen der seine Beute stundenlang oder Tagelang gefoltert hat bevor er es verschlingt? Hm?
Bleiben wir in der Gattung, der Katzen. Eine EHK tut dies mit Inbrunst gerne an der Maus. Teils stundenlanges spielen, in die Luft schleudern, entkommen lassen und erneut fangen, bis die Maus an einem Herzinfarkt stirbt und selbst dann ist es nicht immer gegeben, das die Katze ihre Beute frisst. Aber oft wird sie dann Futter für andere Lebenwesen. Sie ist in dem System also nicht verschwunden, sie teilt sich nur anders als vorgesehen auf. Und bringt wieder ein Stück weit Leben zurück. Dennoch ist die Katze Foltermeister!

Aber ich verstehe was Du im übertragenen Sinne meinst und ja, das ist richtig. Der Mensch ist die Königsgattung der Raubtiere und sollte darauf tunlichst nicht stolz sein!
Nicole Doll hat geschrieben: Mi 11. Apr 2018, 10:53 virtuellen Matrix
Schönes Stichwort, weil es keines ist! (brauchte nur nen Aufhänger um in das Thema Parawissenschaft zurückzuleiten) :wink:

Gut, gehen wir nun einfach mal davon aus, das die Dinge in unserem Universum der Beschreibung von den bekannten Theorien her, entsprechen. Relativitätstheorie, Quantentheorie, Heissenbergsche Unschärferelation etc pp.
Wir kennen die Grundgrößen in der Physik und dürfen sie auch selbst jeden Tag erleben. Schwerkraft, Licht, Wellen (bestimmter Frequenzen, allgemein), Magnetismus und Schwingungsmechanik, Optik usw.
Kennen wir wirklich alle Größen? Alle Größen welche erfasst sein können und somit belegt. Die Evidenz dahinter steckt verborgen in dem das alles funktioniert was wir so entdecken. Kleine Erfindungen, große Erfindungen und auch Erfindungen die keinem wirklich nützen, Dativ zB.......halt, das war keine Physik, sorry. ;-)

Um hier weiter zu machen muß ich mich gehörig aus dem Fenster lehnen und die spekulationsgestützten Theorien weiter antreiben. Aber gut, machen wir das einfach mal - ein Nein kann später noch folgen, ist nicht schlimm.

Die Quantenverschränkung. Es ist möglich innerhalb zweier geschlossenen Systeme, eine gleiche Reaktion zu provozieren. Zwar kann mit diesem Zustand keine Information übertragen werden (Prinzip von No-Cloning-Theorem, No-Communication-Theorem), aber es kann denen zu uns bekannten Größen ein Paradoxon sein. Denn Information und Information, insbesondere der nicht lineare Übertragungsweg, können in Korrelation zur Relativitätstheorie nicht eindeutig (respektive ein Angliedern eines jeden Teiles in dem Bezug) geklärt werden. (Sollte ich lückenhaft informiert sein, bitte ich um Aufklärung). Es kann also durchaus ein System, ein Teilsystem oder ein Multisystem existieren, in dem der Zustand "null", wechselwirkend, bestimmt sein kann.
Das bedeutet, es könnten unter dem Einfluß einer uns noch nicht bekannte Größe, die Informationsübertragung stattfinden. Und das (Achtung mutige Spekulation), auch oberhalb der uns bekannten Lichtgeschwindigkeit.
Und das wäre jetzt nur ein Beispiel.

Aber was ich sagen will ist, wenn es feste Größen gibt, welche auf ihre Entdeckung noch warten, ist dies zwar relativ unwahrscheinlich, dennoch aber augenblicklich nicht durch das Gegenteil zu belegen. Es bleibt also offen. Wie so vieles. Darüber hinaus "könnten" sich fest differenzierte Grundlagen in Nebeneffekte wandeln. Es wäre dann die Aussage: Es ist nicht, weil - sondern muss. (Gut, zugegeben - softer philosophischer Ansatz)

Mehr will ich dazu auch garnicht schreiben, denn es kann nicht alles entdeckt sein. Argument: Es gibt Ereignisse, welche stattfinden, die Forschung aktuell aber keine Lösung bereithält. Besonders in der Medizin.

Andereseits nicht zu vergleichen mit Zufallsprinzip.
Idee: Ich denke grade beim Bügeln an meinen Freund welchen ich seit Monaten weder gesehen noch gesprochen habe. Ich beschließe ihn anzuschreiben. Just in dem Moment als ich das Tippen beginne, flattert eine Nachricht von ihm rein.
Vermutung: Gedankenübertragung?

These: Nein, Zufall. Denn wenn ich die Male zähle, an welchen er mich angetackert hat, ohne an ihn vorher zu denken, wird das ziemlich sicher viele Male mehr gewesen sein, als dieses eine Ereignis. Da ist kein kausaler Zusammenhang, zwischen Wunsch und Fakt.

Aber interessant allemal wie wir dann darauf reagieren und gleich in die Zauberlade greifen, nicht?
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Re: Nicoles Galaxie

Post 78 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Hier mein bescheidener Beitrag über wie faszinierend grausam die Natur sein kann:



Es ist über ein zombie Pilz der die Kontrolle über die Gehirne von Insekten übernimmt und sie fernsteuert um sich fortzupflanzen. Das Video ist heftig. Ich konnte am Abend nicht gut einschlafen.

Warum zeige ich dies?: Die Natur ist faszinieren aber auch sehr grausam. Harmonie ist eine Illusion. Also ist es unnatürlich es ALLEN recht zu machen. Nimmt euch was ihr braucht und nimmt Rücksicht auf die Leute ihr liebt und auf die Rechte der Mitbürger. Mehr "Verstellen aus Rücksicht" muss nicht sein.

Übrigens diese Pilze werden auch durch Katzenkot transportiert. Es gibt Wissenschaftler, die behaupten, dass Katzenbesitzer öfters an Suizid Gedanken leiden und führen es diesen fiesen Gehirnmanipulatoren zurück. Es ist aber noch nichts bewiesen. Wenn es bewiesen wird, wird es ein schwarzer Tag für alle Katzen werden :)

VlG
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Re: Nicoles Galaxie

Post 79 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Mina hat geschrieben: Mi 11. Apr 2018, 17:27
Delfinium hat geschrieben: Mi 11. Apr 2018, 15:55 Ich habe noch nie einen Löwen gesehen der seine Beute stundenlang oder Tagelang gefoltert hat bevor er es verschlingt? Hm?
Bleiben wir in der Gattung, der Katzen. Eine EHK tut dies mit Inbrunst gerne an der Maus. Teils stundenlanges spielen, in die Luft schleudern, entkommen lassen und erneut fangen, bis die Maus an einem Herzinfarkt stirbt und selbst dann ist es nicht immer gegeben, das die Katze ihre Beute frisst.
Der qualitative Unterschied ist meiner Ansicht nach, dass den Katzen das Mitgefühl fehlt, das wir Menschen normalerweise(*) unserer "Spiegelneuronen" wegen empfinden.
Die Katze ist nicht grausam, weil sie sich nicht am Leid der Maus ergötzt. Sie wäre mit einem nicht empfindungsfähigen Aktivspielzeug wohl genauso zufrieden.
Ähnlich bei Menschen, deren Empathiefähigkeit aus irgendwelchen Gründen fehlt (Psychopathie), oder deren Mitgefühl für bestimmte Menschen durch "Entmenschlichung" übersteuert wurde, wie bei politischen, religiösen, rassistischen, etc. Ideologien. Echte Grausamkeit wäre, sich tatsächlich voll bewusst am Leid eines Mitwesens befriedigt, gerade _weil_ das Opfer etwas empfindet.

P.S. ach, Delfi war schneller im schreiben und posten :)
Mina
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Re: Nicoles Galaxie

Post 80 im Thema

Beitrag von Mina »

Hahaha, das ist ja ne lustige aber sehr aufschlussreiche Nummer hier! )))(: :D

*Mau*.....*schnurr* :lol:
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Re: Nicoles Galaxie

Post 81 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Delfinium hat geschrieben: Mi 11. Apr 2018, 15:55...

Ich widerspreche, der Mensch ist grausamer, weil er bei Tötung, Folter, anderer Lebewesen eine befriedigung erfährt.
Du hast recht, aber ich sehe da keinen Widerspruch.
Klar die Evolution ist grausam, aber wir sind das grausamste was die Evolution je hervorgebracht hat.
Wollen wir es hoffen.
Ich möchte keinem Begegnen,der noch grausamer ist.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Nicoles Galaxie

Post 82 im Thema

Beitrag von Mina »

Ja zugegeben, die Katze hat in der vermeintlichen Folter tatsächlich andere Motivatoren als ein Mensch.

Der Vergleich mit dem Spielzeug liegt relativ nahe was die Empfindungen betreffen muss. Hätte eine Katze beispielsweise selbstreflektion, würde sie sich auch nicht mit einem Schäferhund anlegen. Die Angst würde siegen, vermutlich.

Auch der Vergleich mit den Kindern ist gut. Es geht viel um selbst - Bewusstsein. Was tue ich da und was sind die Konsequenzen?

Aber Geschichten aktuell der Folter werden wohl als politischer Preis gesehen. Das höhere Ziel über das Leben eines Menschen. Würg....

Ich sollte aufhören, mir wird schon ganz schlecht. Sich mit den Abgründen der menschlichen Seele auseinandersetzen kann helfen zu lernen, ein Gefühl der Verzweiflung, respektive "Anzweiflung", beschleicht mich aber sofort.
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Nicole Fritz
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Re: Nicoles Galaxie

Post 83 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo allerseits,

da habe ich mit meiner Idee einer Homo- und Trans-(R)Evolution ja etwas los getreten. Ich habe alles erst einmal nur überflogen, weil ich etwas Wichtiges, das in meinen Beiträgen fehlt, jetzt unbedingt erst einmal schreiben möchte.

Zum Thema (grausame und gefühllose) Evolution weise ich auf ein Missverständnis bei Interpretation der Wissenschaft hin. Allgemein wird nur von Mutation (Veränderung der Gene) und Selektion (der bessere oder stärkere überlebt) geredet. Dabei wird das überall in der Natur anzutreffende Prinzip der Symbiose oft überhaupt nicht betrachtet. Es geht nämlich auch anders als immer nur drauf hauen, Gehirn weich machen oder fressen. Bei einer Symbiose gibt es ein gegenseitiges Geben und Nehmen das in der Regel allen Beteiligten nützt.

Gäbe es nur dieses gnadenlose Prinzip der Selektion, wäre das Leben auf der Erde nichts weiter als nur eine unermessliche Hölle. Da würden sich dann vielleicht Viecher wie ein Tyrannosaurus Rex ständig nur gegenseitig zerfleischen, während irgendwelche Würmer von deren Gehirnen leben. So ist es aber nicht. Schon alleine der menschliche Körper ist eine Symbiose: Darmbakterien, Fresszellen des Immunsystems, die verschiedenen Organe - alles arbeitet Hand in Hand. Wäre das nicht so, gäbe es uns gar nicht. Das funktioniert alles sehr harmonisch - jedenfalls meistens. Und wenn nicht, dann stirbt man an einer unheilbaren Krankheit. Das kommt vor, aber selten so oft, dass die Art dadurch gefährdet werden könnte.

Nun haben wir Menschen doch etwas, worauf wir uns fürchterlich viel einbilden: den Verstand. Also warum nutzen wir den nicht um nach dem Prinzip der Symbiose in einer überschaubar großen Population friedlich miteinander zu leben? Warum geht das nicht? - Weil einige (macht-)gierige Idioten die Selektion praktizieren und über die nötigen Mittel zur Unterdrückung verfügen. Die belügen die Masse und halten sie mit pseudo-sozialen Maßnahmen ruhig. Das funktioniert, weil die dumme Masse an das Prinzip der Selektion oder daran, dass Gott das alles so beschissen erschaffen hat, GLAUBT. In Ewigkeit. Amen.

Warum nun Homo oder Trans und nicht einfach nur handeln? - Weil unser Handeln zum großen Teil von alten Bereichen des Gehirns gesteuert wird, in denen Gefühle und nicht der Verstand aktiv sind. Also müssen wir mit dem Verstand erst einmal dafür Sorgen, dass wir die Gefühle bekommen, die uns entsprechend handeln lassen. Wollen wir uns beispielsweise ein neues Kleid kaufen, müssen wir uns vorstellen, wie gut wir darin aussehen und wie viel Anerkennung wir damit erzielen. Dann kann unsere Schaltzentrale in Gehirn gar nicht mehr anders als bei Amazon oder Ebay auf "kaufen" zu klicken. Und so ähnlich ist es mit den Empfindungen gegenüber der eigenen oder einer anderen Person auch. Der Verstand muss für die Gefühle sorgen, die uns wie gewünscht handeln lassen. Einfach nur mit dem Willen auf Sex, Familie oder Kinder verzichten ist nur selten oder auch gar nicht möglich (wenn ein Mönch oder Priester sich wirklich als solcher fühlt, klappt es vielleicht mit den Zölibat - oder auch nicht).

Dieser wichtige Aspekt ist bei der Präsentation meiner Idee leider auf der Strecke geblieben.

@ Mina: Vielleicht sollte ich das Thema hier doch noch in Richtung Quantenverschränkung, Lichtgeschwindigkeit und Urknall leiten. :wink: - Dann wird es bestimmt wieder ruhiger! :mrgreen: :mrgreen:

LG Nicole
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Re: Nicoles Galaxie

Post 84 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Nicole Doll hat geschrieben: Fr 13. Apr 2018, 14:26
a).... Also warum nutzen wir den nicht um nach dem Prinzip der Symbiose in einer überschaubar großen Population friedlich miteinander zu leben?

b).... Also müssen wir mit dem Verstand erst einmal dafür Sorgen, dass wir die Gefühle bekommen, die uns entsprechend handeln lassen....
Hallo Nicole,

zu a) ganz offen gestanden, ich habe Deine Ausführungen vermutlich irgendwie nicht verstanden..., sorry. Wie soll denn so eine Symbiose aussehen?

zu b) mir ist nicht bekannt, daß es einem Menschen gelingt, mittels des Verstandes die Qualität und Quantität seiner "Gefühle" zu beeinflussen - wenn wir nicht von Momentaufnahmen sprechen sondern von tief verankerten Bewußtseinsänderungen.

Viele Grüße,
Sasha
Simone 65
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Re: Nicoles Galaxie

Post 85 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Nicole und alle Anderen. Ich bin ein Mensch . Ich habe Verstand . Ich kann lernen .
Als ich mit 19 Jahre in der NVA war , mir wurde befohlen auf Wache zu schiessen. Ich glaube ich hätte Es gemacht ( ich weiss es nicht ) . Ich bin heute ein anderer Mensch , ich weiss ganz sicher , ich werde niemals einen anderen Menschen absichtlich töten .
Ich habe gelernt und es sollten alle Menschen .
Tiere können das nicht . Obwohl es gibt Tierarten , die sehr Fürsorglich sind .
Nicole , ich werde weiter mitlesen . Liebe Grüße Simone.
Zuletzt geändert von Simone 65 am Fr 13. Apr 2018, 16:21, insgesamt 1-mal geändert.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Nicole Fritz
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Re: Nicoles Galaxie

Post 86 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Sasha,

dann versuche ich einmal die Sache zu erklären.

zu a): Das Zusammenleben in einer Familie funktioniert meistens nach dem Prinzip einer Symbiose. Man hilft und unterstützt sich gegenseitig und ist nicht immer nur auf seinen Vorteil aus. Dabei sieht man sich als Gemeinschaft und nicht als Gegner oder Konkurrenten. In Bezug auf den Umgang mit der Natur und den Ressourcen bedeutet das mit der Natur und nicht gegen sie zu leben. Unser Geldsystem widerspricht dem Prinzip der Symbiose. Zins und Zinseszins fordern ein stetiges Wachstum, dass irgendwann zu Zerstörung oder Krieg führen MUSS. Jedes Wachstum ist begrenzt. Symbiose bedeutet geben und nehmen. Wer Zinsen kassiert, der nimmt nur ohne eine verwertbare Gegenleistung zu erbringen. Er verleiht ja lediglich die kassierten Zinsen wieder, was für noch mehr Schulden sorgt. Was er weg nimmt, muss mit zunehmendem Zinseszins in immer größerem Maße erwirtschaftet werden. Das geht über lange Zeit betrachtet ins Unendliche. Unser Planet ist aber nicht unendlich groß. Mehr dazu hier.

zu b): Bei meinem Beispiel mit den Kaufverhalten und vielen alltäglichen Dingen funktioniert es wie beschrieben. Darauf basieren auch Konzepte wie der Versuch immer möglichst positiv zu denken. Wenn man nicht bereits in einer gefühlsmäßigen Abwärts-Spirale hängt, funktioniert das auch. Bei den Gefühlen zu sich selbst und zu anderen habe ich das Einschalten von Genen ins Spiel gebracht, da ein direkter Einfluss mit dem Verstand, wenn überhaupt, nur in geringem Maße möglich ist. Wenn, wie vorab beschrieben, Angst diese Gene einschaltet, beschäftigt sich zunächst der Verstand mit unseren Problemen - drohende ökologische Katastrophe oder atomare Selbstzerstörung. Diese lösen dann Angst aus und schalten die inaktiven Gene - wie Homo oder Trans - ein. So etwa stelle ich mir das vor.

LG Nicole
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Re: Nicoles Galaxie

Post 87 im Thema

Beitrag von Exuser-2019-01-04 »

Simone 65 hat geschrieben: Fr 13. Apr 2018, 16:07
Ich habe gelernt und es sollten alle Menschen .
Tiere können das nicht . Obwohl es gibt Tierarten , die sehr Fürsorglich sind .
Hallo Simone,

ich verstehe Dich so, daß Tiere nicht lernfähig sind. Wenn man beispielsweise Rabenvögel betrachtet, stellt sich heraus, daß diese Vögel zum einen stetig neue Strategien lernen sowie bereit sind, altruistisch anderen Artgenossen auf "eigene Kosten" zu helfen.
Fürsorglichkeit allein betrachtet ist allerdings nicht aussagefähig, denn immerhin gibt es fürsorgliche Tierarten, die dennoch Kannibalismus betreiben (Schimpansen bspw.).

In der Natur hat alles einen Sinn, nur verfügen wir Menschen - obwohl wir überheblich genug sind, genau das zu glauben - nicht über genügend Verstand, um sie zu verstehen.

Hallo Nicole,

ich verstehe Dein Anliegen und Du hast in vielen Punkten m.E. recht, doch Deinen Schlußfolgerungungen stimme ich nicht zu. Dennoch sind Deine Betrachtungen interessant und ich werde weiter am Ball bleiben und versuchen, Deine Gedankengänge nachzuverfolgen.

Viele Grüße,
Sasha
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Re: Nicoles Galaxie

Post 88 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Kapitel 12; Zwei Enbys

Es war am späten Abend als ich von der Selbsthilfegruppe in Koblenz nach hause fuhr. Sie (er?) saß auf einer Bank an der Bushaltestelle - kurze schwarze Haare, schwarzes Top, schwarz-weiß-gestreifte weite Hose, silbrig glänzende flache Schuhe. Das Gesicht war für eine Frau ziemlich kantig, dafür hatte der Körper wohl geformte weibliche Rundungen. Zuerst war das Geschlecht für mich unklar, nach genauerem Hinsehen bin ich mir aber ziemlich sicher: biologisch weiblich.

Der Bus kam und sie stieg zusammen mit mir ein. Irgendwo bei Emmelshausen (etwa 1/3 meines Weges) stieg sie wieder aus. Ich hatte die ganze Zeit irgendwie das Bedürfnis sie anzusprechen, traute mich aber nicht. Offensichtlich war es ihr unangenehm, dass ich sie musterte. Sie schaute mich nie direkt an. So wie ich bei ihr biologisch weiblich erkannte, wird sie bei mir biologisch männlich erkannt haben. Da kam wohl die Frage auf: Was kann dieser Kerl in Frauenkleidern nur von mir wollen? War es wieder dieses weit verbreitete Vorurteil? Glaubte sie vielleicht ich wäre schwul und würde in ihr einen Mann sehen? War sie deswegen so abweisend? Ich bin aber als Mann hetero und sah in ihr eine Frau. Oder ist sie lesbisch und sah mich als Mann?

Irgendwie war sie das Gegenteil meiner Erscheinung. Als Frau hat man es da nur einfacher. Kurze Haare und weitgehend androgyne Kleidung und fertig ist der weibliche Crossdresser, der nirgendwo besonders auffällt. Als Mann geht da nur ganz oder gar nicht. Ein paar weibliche Akzente und schon wird man als Tunte, Schwuchtel oder Transe angesehen - also dann entweder gleich richtig "Transe" oder ganz Mann bleiben.

Was ich aber schade finde: Da treffen offensichtlich zwei Enbys (Nicht-Binäre, die sich irgendwo zwischen Mann und Frau einordnen) zusammen und gehen sich aus dem Weg. Bei ihr war es ganz bestimmt nur Unsicherheit und Unkenntnis, die sich dann auf mich übertrug. Dabei ist es zum Kennenlernen doch unwichtig ob jemand schwul, lesbisch, trans* oder sonst irgendwas ist. Zudem hatte ich zuvor in der Selbsthilfegruppe schon genug an Gesprächen teilgenommen. Also hatte keinen großen Nerv mehr jemanden anzusprechen.

Habe ich jetzt vielleicht sogar versäumt auf eine potentielle Partnerin zuzugehen? Wenn sie selbst Enby ist, kann es doch sein, dass sie - im Gegensatz zu den meisten normalen Frauen - versteht, was in mir vorgeht. Wenn ich sie wieder treffe, sollte ich sie also ansprechen. Verlieren kann ich dabei doch nichts. Aber ich fahre nicht oft nach Koblenz. Da ist ein zweites Treffen unwahrscheinlich. Sonst gibt es wenige Gelegenheiten mit anderen Enbys zusammen zu treffen. Da sie keine (vollständige) Transition zum anderen Geschlecht anstreben, fühlen sie sich in Transgender-Selbsthilfegruppen immer wieder als Außenseiter, wenn es wieder einmal nur um die ganzen Probleme bei der Transition geht. Also trifft man sie dort eher selten.

Eure Nicole
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Re: Nicoles Galaxie

Post 89 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Wir haben hier in Bremen eine ziemlich junge, sehr diverse Gruppe. Standard-Treffpunkt ist das monatliche "TransCafe". Viele von denen waren beim Termin am 1.6. auch dabei. Sehr offen für alle Varianten. Da fühle ich mich schon ziemlich gut. Ich bin da zwar am oberen Altersende, aber offenbar noch akzeptabel ;) Vielleicht auch, weil ich keine Intimpartner.innen suche.

Ein Problem sind schon die fehlenden Codes. Aus der optischen Präsentation kann man kaum schliessen, wie jemand verortet. Eine Möglichkeit sind die Flaggen als Anhänger oder Pins. Ansonsten setze ich auf positiv-selbsbewusste Ausstrahlung und wenn es passt ein freundliches Lächeln mit einem "hey" oder "schick" als Opener.
Nicole Fritz
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Re: Nicoles Galaxie

Post 90 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Jaddy hat geschrieben: Sa 9. Jun 2018, 11:52 Ein Problem sind schon die fehlenden Codes. Aus der optischen Präsentation kann man kaum schliessen, wie jemand verortet. Eine Möglichkeit sind die Flaggen als Anhänger oder Pins.
Hallo Jaddy,

es möchte bestimmt nicht jeder der ganzen Welt zeigen: Schaut alle her, ich bin Enby. Doch ein paar klärende Worte statt einfach weg zu schauen hätten mein Kopfkino ganz schnell beendet und mein Beitrag hätte sich bestimmt erübrigt. Aber so ist es wohl mit dem Kopfkino - bei beiden Enbys, wobei nur bei einem sicher ist, dass er (sie? es?) sich als solcher fühlt.

LG Nicole
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