Für die Klassikfreunde
Für die Klassikfreunde - # 46

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Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 676 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Ave Maria" von Wilhelm Fitzenhagen

Karl Friedrich Wilhelm Fitzenhagen (* 15. September 1848 in Seesen; "  14. Februar 1890 in Moskau) war ein deutscher Cellist und Komponist, der rund 20 Jahre als Hochschullehrer am Moskauer Konservatorium wirkte.

Fitzenhagen hinterließ mehr als 60 Kompositionen, darunter 4 Konzerte für Cello und Orchester und eine Suite für Cello und Orchester, außerdem Kammermusik (darunter ein Streichquartett) und Lieder.

Es spielen Marc Moskovitz, Cora Kuyvenhoven, Nathaniel Chaitkin und Joel Bechtel.



LG
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 677 im Thema

Beitrag von Jalana »

Programmhinweis: Samstag, 16. Januar 2016 20.15 Uhr auf 3SAT:

In memoriam Kurt Masur. Gala-Konzert anlässlich des Geburtstages von Kurt Masur


3sat erinnert mit einem Konzert an die Dirigenten-Legende

Dirigent der Einheit, ein großer Künstler, Weltbürger. Als Gewandhauskapellmeister in Leipzig und Leiter großer Orchester hat Kurt Masur das Kulturleben in Deutschland geprägt. Der Klassikstar wurde 88 Jahre alt.

Der weltberühmte Dirigent Kurt Masur beschenkte im Vorfeld seines 80. Geburtstages seine große Anhängerschaft mit einem Festkonzert, dessen Erlös der Mendelssohn-Stiftung zugute kam. Damals, im Jahre 2007, blickte Kurt Masur mit dem Gewandhausorchester, das er nahezu 30 Jahre als Kapellmeister formte, auf ein langes Dirigentenleben zurück.

Seine Karriere begann 1948 in Halle an der Saale, weitere Stationen waren Erfurt, Dresden, Schwerin und Berlin, bis ihn sein Weg schließlich 1970 an das Leipziger Gewandhaus führte. Hier stieg Masur zu Weltruhm auf. Auch in den Metropolen New York, London und Paris hatte er Chefpositionen inne.

Seine Berühmtheit gründet jedoch nicht nur im musikalischen Wirken: Bekannt wurde Masur auch durch sein gesellschaftliches Engagement. So setzte er den Neubau des Leipziger Gewandhauses Anfang der 1980er Jahre durch und war Vorsitzender der 1991 gegründeten Mendelssohn-Stiftung. Zusammen mit weiteren prominenten Leipzigern rief er 1989 zum Gewaltverzicht bei den Leipziger Montagsdemonstrationen auf und trug so maßgeblich zu deren friedlichem Verlauf bei.

Moderator Harald Schmidt betätigt sich als Erzähler von Geschichten und Anekdoten, die sich um die wichtigsten Meilensteine dieser Musikerbiografie ranken. Und natürlich erklingen unvergessliche Melodien von Komponisten, denen der Maestro besonders zugetan ist: darunter Johannes Brahms, Antonín Dvorák, Peter Tschaikowski und Leonard Bernstein.

(OT 3SAT.DE)

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Re: Für die Klassikfreunde

Post 678 im Thema

Beitrag von Jalana »

Romanze "Der Vollmond strahlt auf Bergeshöh'n D 797 f-Moll" aus der Schauspielmusik 'Rosamunde' von Franz Schubert

Rosamunde ist ein "Großes romantisches Schauspiel in vier Aufzügen, mit Chören, Musikbegleitung und Tänzen" von Helmina von Chézy. Die Uraufführung mit der Bühnenmusik von Franz Schubert (D 797) fand am 20. Dezember 1823 im Theater an der Wien statt. Der Originaltext des Stückes galt lange als verschollen, hat sich aber (verändert durch eine spätere Bearbeitung der Autorin) in der Stuttgarter Landesbibliothek erhalten und wurde 1996 publiziert.

Rosamunde, Prinzessin von Zypern, ist bestimmt, mit achtzehn Jahren die Herrschaft anzutreten, zuvor wurde sie von der Schifferswitwe Axa incognito als Hirtin erzogen. Der solange eingesetzte Statthalter Fulgentius (Neufassung: Fulvio), der bereits Rosamundes Eltern auf dem Gewissen hat, versucht jedoch, ihre Regentschaft zu hintertreiben, zunächst durch Intrigen, dann durch einen Heiratsantrag und schließlich mittels eines Giftmordanschlags. Rosamunde, die durch eine Urkunde von der Hand ihres Vaters legitimiert ist, erfährt breite Unterstützung der Zyprioten und durch den kretischen Prinzen Alfons, den ihr zugedachten Bräutigam. Schließlich werden alle Anschläge des Fulgentius (Fulvio) vereitelt, und dieser stirbt durch sein eigenes Gift. Rosamunde aber besteigt den Thron.

Es singt Deniz Uzun; die Harfe bespielt Astride Desantoine.



LG
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Dani-Nicola

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Post 679 im Thema

Beitrag von Dani-Nicola »

Richard Wagner: Tristan und Isolde/König Marke: "Tatest du's wirklich"/Szene aus dem 2. Akt

Hallo Ihr Lieben,

Richard Wagner:
Wer seine Opern noch nicht am Stück gesehen hat, kennt ihn meist nur als Komponist bombastisch, fett instrumentierter Orchestrierungen (Wallkürenritt, Meistersinger Vorspiel, Tannhäuser Ouvertüre usw.)
Mein Verhältnis zu ihm ist gespalten.
Musikalisch bin ich ein Fan. Andererseits, wie er sich seinen Mitmenschen und Freunden gegenüber verhielt, war manchmal unterste Schublade. Sein Aufsatz über das Judentum in der Musik ist einfach nur zum Kotzen. Vermutlich wollte er damit seinen Freund und Gönner, den großartigen Komponisten Giacomo Meyerbeer treffen, den er lange Zeit ob seines Erfolges beneidete.
Umso erstaunlicher ist es manchmal, dass Wagner auch ein Meister sehr ergreifender Szenen war und wie einfühlsam er menschliches Leid und Trauer in Musik umzusetzen verstand.

Zunächst eine rudimentäre Darstellung der Handlung, um die folgende Szene besser zu verstehen:

Tristan, König Markes Vasall und treuester Freund, segelt nach Irland um die Königstochter Isolde nach Cornwall zu bringen. Der erste Akt spielt an Deck des Schiffes, auf dem Tristan und Isolde nach Cornwall zurückkehren. Isolde ist gekränkt und tief verletzt ob der bevorstehenden Zwangsheirat und wegen einer Vorgeschichte mit Tristan.
(Wen es genauer interessiert, kann die Vorgeschichte und die ganze Handlung auf Wikipedia nachlesen.https://de.wikipedia.org/wiki/Tristan_und_Isolde_(Oper))
Isolde fordert von Tristan, zusammen mit ihr einen tödlichen Giftbecher auszutrinken. Isoldes Dienerin, die den Trank zubereiten soll, verabreicht beiden jedoch ein Liebeselixier, das seine Wirkung nicht verfehlt.

2. Akt
Tristan und Isolde kommen natürlich nicht mehr von einander los. Am Ende einer Liebesnacht werden sie in flagranti erwischt. König Marke kommt dazu, tief enttäuscht und gedemütigt von Tristan, seinem treuesten und bestem Freund folgt seine Szene.

Hier eine Aufnahme mit Kurt Moll. (Leider etwas verrauscht, aber für mein empfinden unvergleichlich ergreifend)

LG
Eure Daniela


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Re: Für die Klassikfreunde

Post 680 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90, MWV N 16 (Italienische)" von Felix Mendelssohn Bartholdy

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (* 3. Februar 1809 in Hamburg; "  4. November 1847 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Pianist und Organist. Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik und setzte als Dirigent neue Standards, die das Selbstverständnis des Dirigierens bis heute maßgeblich mitprägen.

Daneben setzte sich Mendelssohn Bartholdy für die Aufführung von Werken Händels und Johann Sebastian Bachs ein. Damit trug er wesentlich zu ihrer Wiederentdeckung und zur Herausbildung eines Verständnisses für die "klassische" Epoche der deutschen Musik bei. Er gilt als Mitbegründer der historischen Musikpflege und gründete das erste Konservatorium in Deutschland.

Die Sinfonie Nr. 4 in A-Dur op. 90, "Italienische" (MWV N 16) von Felix Mendelssohn Bartholdy ist eine romantische Sinfonie in vier Sätzen. Die Aufführungsdauer beträgt ca. 30 Minuten. Das Werk gehört heute zu den meistaufgeführten Orchesterwerken Mendelssohns.

Nachdem Mendelssohn 1829 die britischen Inseln bereist hatte, brach er im Mai des folgenden Jahres zu einer weiteren Bildungsreise nach Italien auf, die knapp zwei Jahre dauern sollte. Die Reiseroute führte über Venedig, Florenz, Rom, Neapel, Pompeji, Genua und Mailand. Als ein literarischer Reiseführer diente Goethes Italienische Reise. Unter den vielfältigen Eindrücken begann Mendelssohn die Sinfonie zu konzipieren, die er dann 1832/33 in Berlin vollendete.

Die Uraufführung fand am 13. Mai 1833 in der Philharmonic Society in London unter der Leitung des Komponisten statt. Die Uraufführung geriet zu einem glänzenden Erfolg sowohl beim Publikum als auch bei den Kritikern, blieb aber die einzige Aufführung zu Mendelssohns Lebzeiten.

Paavo Järvi leitet das hr-Sinfonieorchester.



Leider kann ich mein Empfinden bei dieser Musik nicht so gut ausdrücken wie Daniela; für mich ist sie einfach nur wunderschön.

LG
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 681 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Einst sass ein Jungling" aus dem 1. Akt der Operette 'Das Spitzentuch der Königin' von Johann Strauss Sohn

Das Spitzentuch der Königin ist eine Operette in drei Akten von Johann Strauss (Sohn) nach einem Libretto von Heinrich Bohrmann-Riegen und Richard Genée. Uraufführung war am 1. Oktober 1880 im Theater an der Wien.

Der König von Portugal ist unfähig sein Land zu regieren. Diese Arbeit besorgt der Herzog Villalobos. Der aber ist bei den Untertanen unbeliebt. Als der Dichter Cervantes den Herzog in einem Lied verspottet, wird er verhaftet. Der König aber ordnet seine Freilassung an und schickt ihn zu seiner Frau, damit er ihr etwas aus seinen Werken vorlese. Dabei verliebt sich die Königin in den Dichter und überlässt ihm ein Spitzentuch. Darauf hat sie geschrieben: "Die Königin liebt dich, doch bist du nicht König." Als Cervantes dies liest, glaubt er, damit wolle die Königin ihrem Gatten eine Nachricht zukommen lassen. Er sucht den König auf und empfiehlt ihm, ein Auge auf seinen Regierungschef zu haben.

Herzog Villalobos sieht, wie Cervantes das Spitzentuch aus der Tasche fällt. Er hebt es auf und gibt es dem König. Aus den von seiner Frau geschriebenen Worten zieht er den (falschen) Schluss, sie habe ein Verhältnis mit dem Dichter. Er verbietet Cervantes, länger an seinem Hof zu weilen. Die Königin verbannt er in ein Kloster.

In der Nähe des Klosters betreibt Cervantes ein Gasthaus. Als er hört, was geschehen ist, will er das Königspaar wieder zusammenführen. Verkleidet als Räuber entführt er mit seinen Kumpanen die Königin und bringt sie zu sich nach Hause. Dort macht noch am selben Tag der König Rast. In den Kleidern einer Bedienung serviert ihm seine Frau seine Leibspeise, worauf er sie erkennt. Cervantes tischt dem Monarchen eine Story auf, die ihn versöhnlich stimmen lässt. Glücklich kehrt das Königspaar an seinen Hof zurück.

Leider liegen mir keine Informationen zu den Künstlern vor.



LG
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 682 im Thema

Beitrag von Andrea aus Sachsen »

.
Jalana hat geschrieben:"Einst sass ein Jungling" aus dem 1. Akt der Operette 'Das Spitzentuch der Königin' von Johann Strauss Sohn
Hallo Jalana,
diese Arie aus dem "Spitzentuch der Königin" hattest du voriges Jahr schon mal vorgestellt: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 90#p117905
Das aber nur nebenbei. Was ich dich allerdings in diesem Zusammenhang mal fragen wollte: Aus eben dieser Operette hattest du schon oft Ausschnitte vorgestellt. Gleiches gilt für Offenbachs "Großherzogin von Gerolstein", obwohl beide Werke auf der Bühne nicht allzu oft zu sehen sind. Sind das deine Lieblingsstücke oder hast du irgendeine besondere Beziehung dazu?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 683 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Ungarischer Tanz Nr.1" von Johannes Brahms

Johannes Brahms (* 7. Mai 1833 in Hamburg; "  3. April 1897 in Wien) war ein deutscher Komponist, Pianist und Dirigent, dessen Kompositionen vorwiegend der Hochromantik zugeordnet werden. Durch die gleichzeitige Einbeziehung von klassischen Formen gehen sie aber über diese hinaus. Brahms gilt als einer der bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Ungarischen Tänze Nr. 1—21 o.op. (WoO 1) von Johannes Brahms sind ursprünglich Werke für Klavier zu vier Händen. Sie gehören zu seinen populärsten Werken.

Die Ungarischen Tänze entstanden in den Jahren 1858—69 in der ursprünglichen vierhändigen Klavierfassung. Die Tänze Nr. 1—10 wurden in zwei Heften 1869 veröffentlicht, die Nummern 11—21 1880 in zwei weiteren Heften. 1872 verfasste Brahms die ersten 10 Tänze auch für Klavier solo. Bis auf die Nummern 11, 14 und 16 handelt es sich nicht um originale Gedanken Brahms"™, sondern um Bearbeitungen vorgefundener Melodien. Allerdings sind die Vorlagen auch keine originalen Volkslieder ungarischer Roma, wie oft angenommen wird, vielmehr hatte Brahms die Themen von dem Geiger Eduard Reményi kennengelernt; sie dürften teilweise von Reményi selbst und teilweise von anderen Komponisten ungarischer Folklore dieser Epoche stammen.

Für drei der Tänze (Nr. 1, 3 und 10) schrieb Brahms 1873 orchestrale Arrangements, die am 5. Februar 1874 unter der Leitung des Komponisten in Leipzig uraufgeführt wurden. Die restlichen Tänze wurden von anderen Bearbeitern orchestriert, insb. solche der ersten zwei Bände (Nr. 1—10) auch mehrfach durch verschiedene Bearbeiter im 19. (Hallén, Parlow, Dvorák) und 20. (Schollum, Schmeling, Gál) Jahrhundert. Bei einigen der Tänze wurde dabei die Tonart geändert. Der mit Brahms befreundete Geiger Joseph Joachim schuf eine virtuose Bearbeitung sämtlicher Ungarischen Tänze für Violine und Klavier.

Olga Kharitonova und Igor Machlak spielen die Klavierfassung.



In der Orchesterfassung dirigiert Daniel Barenboim die Berliner Philharmoniker.


Andrea aus Sachsen hat geschrieben:.
Hallo Jalana,
diese Arie aus dem "Spitzentuch der Königin" hattest du voriges Jahr schon mal vorgestellt: https://www.crossdresser-forum.de/phpBB ... 90#p117905
Das aber nur nebenbei. Was ich dich allerdings in diesem Zusammenhang mal fragen wollte: Aus eben dieser Operette hattest du schon oft Ausschnitte vorgestellt. Gleiches gilt für Offenbachs "Großherzogin von Gerolstein", obwohl beide Werke auf der Bühne nicht allzu oft zu sehen sind. Sind das deine Lieblingsstücke oder hast du irgendeine besondere Beziehung dazu?
Oh Andrea, das mit dem Doppeltpost ist mir echt peinlich, ich schäme mich und gelobe Besserung. Auf Deine Frage: Nicht nur die "Fledermaus", sondern auch die weniger bekannten Stücke von Strauss haben ihren Reiz und verdienen Anerkennung. Tja die Melodien sind wunderschön und der Wortwitz in Offenbachs Satire ist einfach genial. :D

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Re: Für die Klassikfreunde

Post 684 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Nina" von Giovanni Battista Pergolesi

Giovanni Battista Pergolesi (* 4. Januar 1710 in Jesi, Marche; "  16. März 1736 in Pozzuoli bei Neapel; auch Pergolese geschrieben) war ein italienischer Komponist.

Seinen ersten Musikunterricht erhielt Giovanni Battista Pergolesi von Francesco Santi, dem Kapellmeister am Dom zu Jesi. Die Verbindungen, die sein Vater als Landvermesser zum städtischen Adel hatte, ermöglichten Pergolesi ein Studium am Conservatorio dei Poveri di Gesù Cristo in Neapel, wo er um das Jahr 1722 aufgenommen wurde. Seine wichtigsten Lehrer waren dort Gaetano Greco und Francesco Durante. Als Abschluss seiner Studienzeit dürfte die Aufführung der geistlichen Kantate La conversione di San Guglielmo d'Aquitania im Sommer 1731 im Kloster von San Agnello anzusehen sein.

Das Gewandhausorchester Leipzig wird von Kurt Masur dirigiert. Es singt Elly Ameling



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Re: Für die Klassikfreunde

Post 685 im Thema

Beitrag von Jalana »

Programmhinweis: Samstag, 23. Januar 2016, 20.15 Uhr auf 3SAT

Rigoletto - Oper von Giuseppe Verdi


Die Stadt Mantua wird zur Opernkulisse für den laut Komponist Giuseppe Verdi "großartigsten Stoff der Moderne". In der Rolle des Rigoletto agiert der ebenfalls großartige Plácido Domingo.

Es ist die tragische Geschichte vom Hofnarren Rigoletto, der seinen Herzog, der als Frauenverführer größtes Unheil bewirkt, böse verspottet. Am Ende verschuldet der Herrscher von Mantua sogar den Tod von Rigolettos Tochter Gilda. Die glanzvollen Bauten des Palazzo Te, der eigens für das Event restaurierten Festung Sparafucile und des herzoglichen Palasts mit seinen Festsälen und Gärten sind Schauplatz für Giuseppe Verdis große Oper.

Es ist Plácido Domingos Debüt als Rigoletto. Die Regie führt Marco Bellocchio, einer der bekanntesten und renommiertesten Autoren und Filmemacher Italiens. Mit 30 Kameras wird er das Operngeschehen verfolgen und für die weltweiten Zuschauer vor den Fernsehapparaten aufbereiten.

Den Herzog von Mantua singt der junge italienische Tenor Vittorio Grigolo. Er trat mit 13 Jahren neben Luciano Pavarotti als Pastorello in "Tosca" auf und gab zehn Jahre darauf als jüngster Tenor aller Zeiten sein Debüt an der Mailänder Scala. Im dritten Akt wird Grigolo die berühmte Canzone "La donna è mobile" singen.

Für die Rolle von Rigolettos Tochter Gilda wurde in Julia Novikova die ideale Besetzung gefunden. In Deutschland erntete sie in dieser Rolle begeisterte Kritiken. Für den Part des Sparafucile konnte Ruggero Raimondi verpflichtet werden.

"Der großartigste Stoff und vielleicht das größte Drama der Moderne", notierte Giuseppe Verdi über Victor Hugos Drama "Le roi s'amuse". Der Librettist bearbeitete Victor Hugos Versdrama, indem er den Schauplatz von Paris nach Mantua verlegte, die historischen Figuren in fiktive verwandelte und den Hofnarren zum Protagonisten machte: "Rigoletto" war geboren.

Orchester: Orchestra Sinfonica Nazionale, della RAI
Musikalische Leitung: Zubin Mehta
Regie: Marco Bellocchio

Darsteller
Rigoletto Plácido Domingo
Herzog von Mantua Vittorio Grigolo
Gilda Julia Novikova
Sparafucile Ruggero Raimondi

(OT 3SAT.DE)

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Dani-Nicola

Re: Für die Klassikfreunde

Post 686 im Thema

Beitrag von Dani-Nicola »

Liebe Jalana,

danke für den Hinweis ---))) (ki) ---))) , das ist ja die absolute Traumbesetzung für Rigoletto. Leider muss ich am Samstag Abend selber spielen, werde jedoch versuchen die Sendung aufzuzeichnen.
Von 1998 bis 2006 war Zubin Mehta unser Chefdirigent. Dieses Jahr im April feiert er seinen 80. Geburtstag. Er wird bei uns demnächst Beethovens Fidelio, und in einem Konzert die Gurre-Lieder von Arnold Schönberg dirigieren.

LG Daniela
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 687 im Thema

Beitrag von Jalana »

Ouvertüre der Operette "Dichter und Bauer" von Franz von Suppé

Franz von Suppé, auch Suppè (* 18. April 1819 in Spalato (Split), Dalmatien; "  21. Mai 1895 in Wien), war ein österreichischer Komponist. Sein bürgerlicher Name lautet Francesco Ezechiele Ermenegildo Cavaliere Suppè-Demelli. Als Franz von Suppé hinterließ er ein Å’uvre mit über 200 Bühnenwerken, meist Operetten, von denen die Ouvertüren zu Dichter und Bauer und Leichte Kavallerie am bekanntesten sind. Seine Operette Boccaccio gehört zum Standard-Repertoire deutschsprachiger Bühnen.

Arturo Toscanini dirigiert das NBC Symphony Orchestra.



LG
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 688 im Thema

Beitrag von Dani-Nicola »

Gustav Mahler, aus dem Zyklus, Lieder eines fahrenden Gesellen: "ging heut' Morgen über's Feld" / "Die zwei blauen Augen"¦"
Anton Webern: Sechs Stücke für Orchester op. 6 (1909)


Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, dass ich Euch heute nicht mit meinem Beitrag überfordere; habe ich doch diesmal ein atonales Werk von Anton Webern für Euch ausgesucht. Wenn Euch das also zu schräg ist, tue ich's nie wieder!! Die Idee dazu kam mir jedoch durch den vorigen Beitrag von Jalana, Franz von Suppé: Dichter und Bauer
Ich werde meinen Beitrag jedoch vorbereiten mit zwei Liedern von Gustav Mahler.

Wie passt das nun alles zusammen?

Gustav Mahler (* 7. Juli 1860 in Kalischt, Böhmen; "  18. Mai 1911 in Wien)

Anton Webern (* 3. Dezember 1883 in Wien; "  15. September 1945 in Mittersill, Salzburg, Österreich)

zum Vergleich:

Franz von Suppé (* 18. April 1819 in Spalato (Split), Dalmatien; "  21. Mai 1895 in Wien)

Johann Strauss/Sohn (* 25. Oktober 1825 in St. Ulrich bei Wien, heute ein Teil von Wien Neubau; "  3. Juni 1899 in Wien)

Die Schrammeln: Schrammelmusik ist eine für Wien typische Musikgattung des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Sie gilt als Wiener Volksmusik.

Typische Besetzungen sind: Zwei Geigen, Kontragitarre, Klarinette (meist G-Klarinette, auch "picksüßes Hölzl" genannt)
Sie wurde nach den Wiener Musikern, Geigern und Komponisten Johann und Josef Schrammel benannt. 1878 gründeten sie mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble, mit dem sie ein volkstümliches Repertoire mit Liedern und Märschen, Tänzen und Walzern in Heurigen und Gaststätten darboten.
Die Gebrüder Schrammel erlangten mit ihrer Art, Wienerlieder zu spielen, rasch große Berühmtheit. Sie spielten nun auch in den Palais und Salons der Wiener Aristokratie und des Großbürgertums. Der "Schrammeleuphorie" schlossen sich als Verehrer auch Größen wie Johann Strauss und Johannes Brahms an. Später sollte auch Arnold Schönberg von der Schrammelmusik schwärmen.


In Wien haben sie sich getroffen, die großen Komponisten der romantischen bis spätromantischen Musik, die Operettenkomponisten und die volkstümlichen Musikanten. Sie haben sich natürlich gekannt.

Typisch für den Kompositionsstil von Mahler ist, dass er Versatzstücke verschiedenster Prägung zu vermischen versteht. Wie viele Wiener Künstler, Schriftsteller und Kabarettisten, hat auch Gustav Mahler die Gabe, ausgelassene Fröhlichkeit, Tod und Depression in teilweise atemberaubender Geschwindigkeit aufeinander folgen zu lassen, und lässt so diese eigenartige, nur für Wien und seine Menschen typische Melancholie entstehen. Bei seiner Musik lässt sich mal das fröhliche Zwitschern eines Vogels erkennen, dann wieder heitere Tanzmusik, oder zwei Klarinetten spielen für wenige Takte so etwas ähnliches wie Klezmergedudel und alles gleitet plötzlich übergangslos in einen Trauermarsch. Das Orchester begleitet den Sänger nicht nur harmonisch, sondern eben auch als emotionales Hintergrundrauschen.
Bei dem Lied: "Die zwei blauen Augen "¦" denkt man am Ende, es hat sich doch irgendwie zum Guten gewendet, auch wenn offen bleibt, wie lange der Geselle die Ruhe gefunden hat; für den Moment oder für die Ewigkeit? Dann kommen doch noch zwei Schnipsel Trauermarsch hinten nach. Aber keine tiefen Instrumente, nein, der Marsch wird, etwas beißend, von drei Flöten gepfiffen.

Simon Rattle
Berliner Philharmoniker
Bariton: Christian Gerhaher


Leonard Bernstein
Wiener Philharmoniker
Bariton: Thomas Hampson


Anton Webern war, neben Arnold Schönberg und Alban Berg, einer der wichtigsten Vertreter der Neuen, bzw. Zweiten Wiener Schule. Arnold Schönberg, in seinen frühen Jahren ein spätromantischer Komponist, begründete 1921 die Methode der "Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen" (Zwölftontechnik), der sich auch Anton Webern und Alban Berg bedienten. Diese Methode garantiert auch, dass sicher keine Bezüge der bis dahin gültigen Dur-Moll-Harmonik hergestellt werden können.
Ich habe den Eindruck, diese Entwicklung musste fast in Wien passieren. So nach dem Motto: " Es hat ja eh alles keinen Sinn, schmeißen wir erst einmal das alte in die Tonne."

Anton Webern war ein Meister der kleinen Form, und wenn er für großes Orchester komponierte, ließ er immer nur wenige Instrumente gleichzeitig spielen.
Das folgende Werk, Sechs Stücke für großes Orchester, erinnert vom Kompositionsstil, auch wenn es atonal komponiert ist (allerdings noch nicht in Zwölftontechnik) an Gustav Mahler. Es ist hoch emotional und es ist alles drin, von Anklängen an den Wiener Walzer, über eine angedeutete Polka bis hin zum Trauermarsch. Auch wenn der Mensch in einer tiefen Krise steckt, draußen geht das pralle Leben unvermindert weiter. Der Trauerzug bewegt sich im Morgennebel schleppend zum Friedhof und darüber zwitschert fröhlich eine Amsel.

Meine Kollegen_innen von der Dresdner Staatskapelle spielen das Stück, unter der Leitung von Zubin Mehta, phänomenal gut. Ein wirklich großartiges Orchester. Chapeau! (ap)

So Ihr Euch überwinden könnt, eine atonale Komposition anzuhören, empfehle ich Euch das mit Kopfhörer oder guten Lautsprechern zu tun, da Ihr sonst in der Mitte das tiefe grollen von großer Trommel und Tamtam nicht hören werdet.




Liebe Grüße an Euch alle, und Jalana wird sicher bald wieder für etwas unterhaltsameres in diesem Thread sorgen
Eure Daniela
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 689 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Klavierkonzert No. 3 d-Moll Op. 18" von Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow

Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow (1. April 1873 auf dem Landgut Semjonowo bei Staraja Russa im Gouvernement Nowgorod, Russisches Kaiserreich; "  28. März 1943 in Beverly Hills) war ein russischer Pianist, Komponist und Dirigent.

Schlachtross, Schwergewicht, Elefantenkonzert - an blumigen Attributen für Sergej Rachmaninows 3. Klavierkonzert herrscht kein Mangel. Berühmt, vor allem aber berüchtigt wurde es durch den Film "Shine", der die Virtuosität des Klavierparts ins Dämonische wendet. Von solchen eindimensionalen Zuschreibungen abgesehen, handelt es sich bei dieser Musik um einen letzten, grandiosen Beitrag zum Genre des romantischen Virtuosenkonzerts. Die Grundstimmung ist betont russisch, Melancholie schlägt ganz zuletzt in Triumph um.

Es spielt das Barcelona Symphony and Catalonia National Orchestra unter der Leitung von Pablo Gonzalez. Die Solistin ist HJ Lim.



Obiges Klavierkonzert durfte ich gestern Abend live erleben. Ich fand es toll.
https://www.ndr.de/orchester_chor/radio ... ky106.html

Zur Einstimmung auf die morgige Rigoletto-Übertragung auf 3SAT biete ich Euch hier schon einmal einen kleinen Ausschnitt:



Liebe Daniela, gestern hast Du mit Deinem Beitrag einiges bei mir bewegt: Bisher habe ich immer einen Bogen um Komponisten wie Berg, Hindemith, Webern, Stravinsky und Bartok gemacht, da mir der Zugang zu deren Kompositionen fehlte. Ich fand sie zumeist etwas "unrund".

Durch Deine interessante Einführung ist es Dir immerhin gelungen, dass ich die Komposition von Webern bis zum Ende anhörte. So ganz bin ich zwar immer noch nicht auf den Geschmack gekommen, aber ich hoffe doch, dass es mit Deiner weiteren Unterstützung gelingt, daran zu arbeiten. ---))) (ki) ---)))

Viele Grüße
Jalana
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Re: Für die Klassikfreunde

Post 690 im Thema

Beitrag von Jalana »

"Lascia ch'io pianga" aus der Oper 'Rinaldo' von Georg Friedrich Händel

Rinaldo (HWV 7a/7b) ist eine Oper (Opera seria) in drei Akten von Georg Friedrich Händel. Sie ist der Beginn seiner dreißig Jahre währenden Laufbahn als Opernkomponist in London.

Rinaldo ist die erste Oper, die Händel in London schrieb. Zwar war der Komponist am 16. Juni 1710 zum Kapellmeister am Hofe von Hannover des Kurfürsten Georg Ludwig ernannt worden, doch schon im August 1710 reiste Händel über Düsseldorf nach London, wo er im November 1710 eintraf. Zu der Zeit hatte der Dramatiker Aaron Hill im Alter von 24 Jahren die Direktion des Queen"™s Theatre am Haymarket übernommen. Zugleich war dem Theater das Monopol für Opernproduktionen zugesprochen worden.

Zum großen Erfolg der Oper hat vor allem die Arie der Almirena Lascia ch"˜io pianga mia cruda sorte ("Lass mich beweinen mein grausames Schicksal") beigetragen. Dieses musikalische Material hatte Händel zuvor schon in Hamburg für seine erste Oper Almira (1705), hier eine rein instrumentale Sarabande, und in der Sopran-Arie Lascia la spina seines römischen Oratoriums Il trionfo del Tempo e del Disinganno (1707) verwendet.

Es singen die Sopranistin Karina Gauvin ...



... und der Countertenor Philippe Jaroussky.



LG
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