Re: Ich will es wissen - Umfrage bezüglich m / w / d - Status
Verfasst: Di 28. Jun 2022, 23:50
Hallo Jennifer,
ich habe kein Kreuz gesetzt.
Leider gibt das Formular vor, dass lediglich eine Option auszuwählen ist. Damit würde ich mich unnötigerweise einschränken.
Die Fragestellung zeigt aber sehr gut ein Problem auf, das sowohl die Mehrheit der "Trans- Community", als die Fachmenschen betrifft und die Mehrheitsgesellschaft sowieso: Es ist zwar akzeptiert, dass das Geschlecht eines Menschen nicht zwingend von irgendwelchen körperlichen Merkmalen abhängen muss, dennoch wird erwartet, dass jedes Individuum sich irgendwo einsortiert.
Diese Erwartungshaltung, die viele Menschen auch gegenüber sich selbst einnehmen ist bereits vom Ansatz her falsch.
Ich habe keine Probleme mit meinem biologisch indizierten Geschlecht, auch nicht mit der oft heraufbeschworenen "männlichen Rolle", worin auch immer diese bestehen, und wie auch immer diese sich von der "weiblichen Rolle" unterscheiden mag. Ich habe einige Eigenschaften, Hobbys und vielleicht auch Fehler, die landläufig als typisch männlich bezeichnet werden. So gesehen müsste ich das Kreuzchen bei "m" machen.
Ich habe aber auch etliche Eigenschaften, Hobbys und ganz sicher auch Vorlieben, die als typisch weiblich bezeichnet werden. Und dies nicht nur im Frauen- sondern auch im Männermodus, auch wenn der Frauenmodus hier durchaus "selbstverstärkend" wirkt.
Ich möchte mich keineswegs von der Männergesellschaft ausschließen und gebe, wo nötig, das "m" an, im Frauenmodus möchte ich aber auch komplett als Frau wahrgenommen werden und würde das "w" wählen. Also: Kreuzchen bei männlich und bei weiblich.
Dennoch finde ich den Thread sehr aufschlussreich:
Wie ich an den vorangegangenen Postings sehe, geht es den meisten Crossdressern durchaus ähnlich. Eine Option, meist "m", dann "d", selten "w" wird eigentlich nur aus Verlegenheit gewählt, um irgendwo ein Kreuz gesetzt zu haben.
Ein klares und eindeutiges Votum für "w" wird fast ausschließlich von Transfrauen unter HRT gesetzt. Dies mag für die HRT sprechen, kann aber genauso als Zeichen gewertet werden, dass es bei Transmenschen allen anderslautenden Theorien zum Trotz medikamentöser Unterstützung bedarf um zu einer eindeutigen Geschlechtszuordnung zu kommen.
Als Crossdresser sollten wir die Situation mit mehr Selbstbewusstsein betrachten.
Oftmals lese ich hier im Forum die Selbstbeschreibung "nur Crossdresser, oder doch mehr?" Darauf ist zu entgegnen: "Ein mehr gibt es nicht!"
Als Menschen, die sich in zwei (oder mehr?) Geschlechtern gut aufgehoben fühlen, haben wir den höchsten Grad der geschlechtlichen Vielfalt erreicht.
Wenn der Gipfel erklommen ist, geht es auf der anderen Seite nur noch abwärts.
Liebe Grüße
Helga
ich habe kein Kreuz gesetzt.
Leider gibt das Formular vor, dass lediglich eine Option auszuwählen ist. Damit würde ich mich unnötigerweise einschränken.
Die Fragestellung zeigt aber sehr gut ein Problem auf, das sowohl die Mehrheit der "Trans- Community", als die Fachmenschen betrifft und die Mehrheitsgesellschaft sowieso: Es ist zwar akzeptiert, dass das Geschlecht eines Menschen nicht zwingend von irgendwelchen körperlichen Merkmalen abhängen muss, dennoch wird erwartet, dass jedes Individuum sich irgendwo einsortiert.
Diese Erwartungshaltung, die viele Menschen auch gegenüber sich selbst einnehmen ist bereits vom Ansatz her falsch.
Ich habe keine Probleme mit meinem biologisch indizierten Geschlecht, auch nicht mit der oft heraufbeschworenen "männlichen Rolle", worin auch immer diese bestehen, und wie auch immer diese sich von der "weiblichen Rolle" unterscheiden mag. Ich habe einige Eigenschaften, Hobbys und vielleicht auch Fehler, die landläufig als typisch männlich bezeichnet werden. So gesehen müsste ich das Kreuzchen bei "m" machen.
Ich habe aber auch etliche Eigenschaften, Hobbys und ganz sicher auch Vorlieben, die als typisch weiblich bezeichnet werden. Und dies nicht nur im Frauen- sondern auch im Männermodus, auch wenn der Frauenmodus hier durchaus "selbstverstärkend" wirkt.
Ich möchte mich keineswegs von der Männergesellschaft ausschließen und gebe, wo nötig, das "m" an, im Frauenmodus möchte ich aber auch komplett als Frau wahrgenommen werden und würde das "w" wählen. Also: Kreuzchen bei männlich und bei weiblich.
Dennoch finde ich den Thread sehr aufschlussreich:
Wie ich an den vorangegangenen Postings sehe, geht es den meisten Crossdressern durchaus ähnlich. Eine Option, meist "m", dann "d", selten "w" wird eigentlich nur aus Verlegenheit gewählt, um irgendwo ein Kreuz gesetzt zu haben.
Ein klares und eindeutiges Votum für "w" wird fast ausschließlich von Transfrauen unter HRT gesetzt. Dies mag für die HRT sprechen, kann aber genauso als Zeichen gewertet werden, dass es bei Transmenschen allen anderslautenden Theorien zum Trotz medikamentöser Unterstützung bedarf um zu einer eindeutigen Geschlechtszuordnung zu kommen.
Als Crossdresser sollten wir die Situation mit mehr Selbstbewusstsein betrachten.
Oftmals lese ich hier im Forum die Selbstbeschreibung "nur Crossdresser, oder doch mehr?" Darauf ist zu entgegnen: "Ein mehr gibt es nicht!"
Als Menschen, die sich in zwei (oder mehr?) Geschlechtern gut aufgehoben fühlen, haben wir den höchsten Grad der geschlechtlichen Vielfalt erreicht.
Wenn der Gipfel erklommen ist, geht es auf der anderen Seite nur noch abwärts.
Liebe Grüße
Helga