Outen, ja oder nein? - # 5
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elasweet2010
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lilly.fae
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Re: Outen, ja oder nein?
Auf keinenfall absichtlich "weibliche Kleidungstücke" herumliegen lassen. Frauen haben ein Unglaubliches Kopfkino, und das schlimmste wäre wenn sie eine Affäre darin wittert. Da hilft dir der Satz "Ehrlich die gehören mir auch nicht mehr".
Diese Outinggeschichte ist eigentlich bis auf ein paar Ausnahmen immer die gleiche.
Die Unsicherheit in dir, wie und wann kenne ich auch.
Und es wird immer eine 50/50 Situation sein.
Die mentale Kraft, wie "Michi" schrieb wirst du brauchen, um es ihr letztendlich zu sagen. Wie du das am besten machst kannst eigentlich nur du selbst am besten wissen, denn es ist deine Partnerin.
Wie stark eure Liebe zueinander ist, ist ein wichtiger Ausgangspunkt. Liebt sie den Mann oder den Mensch mit dem sie ihr Leben verbringt.
Letztendlich wird der Druck in dir ja auch immer stärker, und Du immer Unglücklicher.
Wie sie letztendlich zu dem Thema steht mußt du herausfinden. Weist du eigentlich wie sie sonst mit dem Thema umgeht. Wie steht sie überhaupt zu Transidenten Menschen.
Es gibt leider kein Erfolgsrezept, wenn ich es hätte würde ich es dir sagen.
Bereite dich auf jedenfall darauf vor das sie es nicht akzeptiert, denn das ist das Risiko dabei.
Akzeptiert sie es, sei Glücklich ! Auch wenn sie dabei Regeln aufstellt. Akzeptiere Sie. Der Rest kommt dann von selbst.
***** Lilliane Fae ****** Kurz : Lilly für Freunde Lillyfee
Ich bin eine liebevolle Frau, die mehr gibt als sie nimmt.....
Falls ihr Tipp und Rechtschreibfehler findet, dürft ihr sie gerne behalten. Ich habe noch genug davon.
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Frieda
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Re: Outen, ja oder nein?
Liebe Ella
In meiner Welt besteht alles aus Ursache und Wirkung
Was du tust, tust du aus irgendeiner Ursache heraus.
Genauso auch deine Frau.
Und was du morgen tun wirst, wird die Ursache der nachfolgenden Bedingungen /Auswirkungungen sein.
Niemand hier aus dem Forum kann und wird dir sagen, was du wann, wie tun solltest. Keiner von uns ist auch nur einen einzigen Meter in deinen Schuhen gelaufen, deswegen können wir gar nicht realistisches für dich einschätzen.
Viele, sehr sehr viele Forumsmitglieder haben dir von sich erzählt ob Selbstbetroffene oder Partner.
Niemand hier kann dir den Mut zu deinem nächsten Schritt schenken, dass muss jedes Wesen für sich selbst tun
Irgendwann kommt der Moment für jeden Einzelnen von uns, wo wir realisieren, dass wir ganz alleine für unsere Zukunft verantwortlich sind
Namaste
In meiner Welt besteht alles aus Ursache und Wirkung
Was du tust, tust du aus irgendeiner Ursache heraus.
Genauso auch deine Frau.
Und was du morgen tun wirst, wird die Ursache der nachfolgenden Bedingungen /Auswirkungungen sein.
Niemand hier aus dem Forum kann und wird dir sagen, was du wann, wie tun solltest. Keiner von uns ist auch nur einen einzigen Meter in deinen Schuhen gelaufen, deswegen können wir gar nicht realistisches für dich einschätzen.
Viele, sehr sehr viele Forumsmitglieder haben dir von sich erzählt ob Selbstbetroffene oder Partner.
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Namaste
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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heike65
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Re: Outen, ja oder nein?
Sorry, ich empfinde solch eine Vorgehensweise schlicht als Manipulation des / der Partner / in.
Wenn man sicher ist das etwas gegengeschlechtlichen zum Geburtsgeschlecht in einem schlummert , dann redet man mit seinem/er Partner/in, und das zügig. Es ist etwas so existenzielles in einer Partnerschaft, was wäre wenn euer/e Partnerin euch nach und nach gestehen würde polyamor zu sein und das schon seit Jahren im heimlichen leben würde, oder bisexuell etc.
Wenn man sicher ist das etwas gegengeschlechtlichen zum Geburtsgeschlecht in einem schlummert , dann redet man mit seinem/er Partner/in, und das zügig. Es ist etwas so existenzielles in einer Partnerschaft, was wäre wenn euer/e Partnerin euch nach und nach gestehen würde polyamor zu sein und das schon seit Jahren im heimlichen leben würde, oder bisexuell etc.
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elasweet2010
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Re: Outen, ja oder nein?
Hallo zusammen,
Erstmal muss ich richtige Weg finden, was meine Frau über CDs meint....hmmm
Ich muss da aufpassen, wie ich das meiner Frau präsentiere....ich will nicht dass sie denkt, ich bin eine Frau in Männer Körper. Ich bin ein Mann, der ab und zu Frauen Klamotte (nur Zuhause) tragen mag, und ich muss mich nicht ausdrucken oder so was....mir lang es momentan....muss auch niemand davon wissen...ausser meiner Frau.
...Kinder auch nicht....


ja, das hast du vollkommend Recht. Erstmal muss ich die Erfahrung sammeln und dann entscheiden wie die beste Weg wäre...
Erstmal muss ich richtige Weg finden, was meine Frau über CDs meint....hmmm
ja, aber ich würde mir nie eine Schublade aussuchen. Ich weiß was ich bin, was ich will und warum so ist....und natürlich wir oft muss ich das betrieben....Pyria hat geschrieben: Do 14. Jan 2021, 01:31 Schritt 2 — Sich dem Thema annähern
Ich habe mich erst kürzlich in das Thema Crossdressing eingelesen. Vom Crossdresser über Transvestit bis hin zum Transgender gibt es ja viele verschiedene Ausprägungen und es existieren fließende Übergänge, in denen sich jede Person irgendwo wiederfinden kann. Aber alle, die absolut gar keine Ahnung haben und für die das alles das selbe ist, muss man das erstmal erklären. Das bedeutet, du persönlich musst dafür sorgen, dass sie versteht wo die Unterschiede sind. So gewährleistest du, dass sie sich nicht falsch informiert.
Ich muss da aufpassen, wie ich das meiner Frau präsentiere....ich will nicht dass sie denkt, ich bin eine Frau in Männer Körper. Ich bin ein Mann, der ab und zu Frauen Klamotte (nur Zuhause) tragen mag, und ich muss mich nicht ausdrucken oder so was....mir lang es momentan....muss auch niemand davon wissen...ausser meiner Frau.
ich lese gerne über verschiedenen Sachen...das wäre evtl. eine Idee...:pPyria hat geschrieben: Do 14. Jan 2021, 01:31 Beispiel: In meinem Fall wäre das ziemlich einfach. Ich bin ein Dokujunkie und gucke mir alles mögliche an. Und dann berichte ich auch immer davon. Ich bin so mit einer Freundin über Umwelt und Ökologie und Nachhaltigkeit in eine heiße Diskussion gekommen, obwohl sie noch nie was damit am Hut hatte. Und genau so würde ich einfach in einer meiner weiteren enthusiastischen Dokutalks von dem Trans* Thema berichten und eine Diskussion anregen. Und dann auch mit ganz viel "Was wäre wenn"¦".
das klingt sehr gut an....Pyria hat geschrieben: Do 14. Jan 2021, 01:31 Beispiel: Wenn ich mich geoutet hätte, dann würde ich an Punkt X des Outings sagen "Denk mal drüber nach und sag mir Bescheid wenn irgendwas ist. Du kannst mich alles Fragen was du willst. Und dann reden wir weiter, wenn du wieder soweit bist. Bitte lass mich auch wissen, wenn du mal erleben willst, wie das aussieht."
das ist gut...Pyria hat geschrieben: Do 14. Jan 2021, 01:31 Wann dafür der richtige Zeitpunkt ist, sagt dir deine weibliche Intuition!
das werde ich auf jeden Fall tun.Pyria hat geschrieben: Do 14. Jan 2021, 01:31 Ahh und noch eine letzte Sache.
Solltest du dich dazu entscheiden dich zu outen, dann würde ich mich ganz besonders darüber freuen, wenn du zu gegebener Zeit davon mal berichten könntest <3
ich sehe da nichts schlecht. Es ist wichtig das sehr gut einzupacken.heike65 hat geschrieben: Sa 16. Jan 2021, 20:20 Sorry, ich empfinde solch eine Vorgehensweise schlicht als Manipulation des / der Partner / in.
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elfe
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Re: Outen, ja oder nein?
Hallo, bin bis jetzt immer stille Mitleserin gewesen. Ich wollte euch CD mal fragen wie ihr euch fühlen würdet wenn ihr durch Zufall erfahrt dass eure Partnerin euch jahrelang etwas verschwiegen hat? Ich wurde dadurch ganz schön vor den Kopf gestoßen denn damit hätte ich nie gerechnet. Ich bin der Meinung dass man in der Partnerschaft offen und ehrlich miteinander sein sollte. Wenn man sich gut versteht dann akzeptiert man seinen Partner so wie er ist. Leider schwindet das Vertrauen wenn der Partner Geheimnisse vor einem hat und man fühlt/weiß dass er nicht immer die Wahrheit sagt. Wir verstehen uns sehr gut aber leider werde ich nicht mit eingebunden. Wie soll ich mich denn dann daran gewöhnen? Ich möchte meinen Partner momentan noch nicht in Damenklamotten sehen. Das wäre zu viel für mich. Aber es wäre schön wenn man ganz normal darüber reden könnte denn so würde ich mit der Situation auch leichter klar kommen. Keine geheimen Bestellungen mehr wären schön und auch mal gemeinsam im Internet surfen wäre mal ein Anfang finde ich.Dunja hat geschrieben: Mo 28. Dez 2020, 21:46 Hallo Ella,
wie du bereits von den anderen hier erfahren hast, wird es uns nicht möglich sein, dir eine faire Antwort auf deine Frage zu geben.
Sieh dich hier im Forum um.
Wie viele Partner/innen gibt es, die diesen Weg mitgehen können oder wollen, vielleicht sogar unterstützen.
Aber wieviele gibt es, für die es ein "no go" ist.
Das Entsorgen und neu kaufen kenne auch ich, allerdings hat es nie alles getroffen. So habe ich noch heute mein erstes Höschen / BH Set.
So wie Lisa es schreibt, habe auch ich versucht festzustellen, wie meine Partnerin darauf reagiert.
Mein Ergebnis:
Für Sie ist es ein "no go". Somit also ein Grund zum verheimlichen, wenn ich nicht die Ehe gefärden will.
Damals hatte ich das alles für einen "Spleen" gehalten, der auch ignoriert und unterdrückt werden kann.
Es kam eines Tages wie es mußte, ich wurde en Femme erwischt.
Aus Scham habe ich alles totgeschwiegen, und meine Partnerin hat sich mit meinen Ausflüchten zufrieden gegeben. Bis sie mich eines Tages zum Outing gedrängt hat.
Dieses Outing hat auch wie von mir befürchtet / erwartet die entsprechenden Reaktionen ausgelöst.
Mittlerweile sind wir deswegen getrennt. Zwischen Outing und Trennung lagen gerade mal 6 Wochen.
Du siehst, ein Patentrezept gibt es nicht.
Alles was Du tust, kann richtig, aber auch falsch sein.
Heute sehe ich es allerdings so, daß wir es unseren Partner/innen schuldig sind, ehrlich zu ihnen zu sein.
Das würde im Sinne deiner Frage bedeuten:
Outen
VlG Dunja
Wie wäre es für euch wenn die Partnerin plötzlich mit kurzem Männerhaarschnitt, Vollbart und Männerklamotten vor euch stehen würde?
Bin sehr gespannt auf eure Reaktionen und Erfahrungen.
L.g.
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Helga
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Re: Outen, ja oder nein?
Hallo Elfe,
da dies dein erster Beitrag ist, zunächst einmal herzlich willkommen im Forum!
Keine Frage, wir würden uns genauso betrogen und hintergangen fühlen wie du. Da wir aber aus eigener Erfahrung mit vergleichbaren Situationen vertraut sind, wissen wir, dass die Ursachen für das Verschweigen sehr komplex sind:
Unsere Generation wurde zu einer Zeit sozialisiert in der Männer in Frauenkleidern der Unterhaltung dienten wie in "Charlys Tante", oder in eine schwul- perverse Ecke abgeschoben wurden. Das ganze ließ sich auch kombinieren wie in "ein Käfig voller Narren". Diese "Vorbilder" boten mir in den 1980er Jahren keinerlei Anhaltspunkte mich mit meinen Gefühlen irgendwie selbst einzuordnen. Berichte über "Geschlechtsumwandlungen", die irgendwann im Fernsehen liefen machten die Situation auch nicht besser.
Dass ein heterosexueller Durchschnittsmann sich aus Spaß an der Freude ob und zu mal hübsch macht, Kleid und Heels anzieht und mit seiner Frau shoppen geht war damals jenseits jeglicher Vorstellungskraft. So hielt ich mich für einen Freak, für einen aus der Art geschlagenen Sonderling. Ich habe mich für mich selbst geschämt. Mit dieser Last geht man nicht hausieren, man hofft sie loszuwerden und unterdrückt sie bis dahin.
Als ich meine Frau kennenlernte schien diese Last tatsächlich abgeworfen zu sein sein. Ich entsorgt meine weibliche Ausstattung wie schon einige Male davor, bereute dies, anders als die Male davor, aber auch nach Wochen und Monaten nicht. Warum sollte ich ihr von einer Seelenqual berichten, die mir sehr peinlich war und die ich endlich überwunden hatte? Mit zuviel Ehrlichkeit kann man sich im Zweifel auch schaden.
Die Jahre gingen ins Land, die Kinder kamen, eine Immobilie und zeitaufwendige Hobbys. Alles wunderbar geeignet eigene Bedürfnisse im Schach zu halten. So gingen dann auch mal zehn Jahre um ohne ein wirkliches Bedürfnis nach Crossdressing verspürt zu haben.
Aber irgendwann im gesetzteren Alter schlich es sich dann wieder an, führte zunächst nur zu einigen heimlichen Käufen, die alsbald wieder entsorgt wurden. Doch das Bedürfnis wurde immer stärker wollte Perücke, Schminke, komplettes weibliches Outfit. In der Situation wurde mir klar, dass ich mich meiner Frau offenbaren musste. Aber wie sollte ich das anstellen? Es ist verdammt schwer über Dinge zu reden, die mensch Jahrzehnte lang unterdrückt hat. Also tat ich etwas, was ich noch nie getan hatte. Ich machte mich zurecht als meine Frau im Hause und noch wach war und gab mich ihr zu erkennen.
Das war meine Geschichte. Die deines Mannes dürfte in Nuancen abweichen, der rote Faden ist immer der selbe.
Schenk ihm vielleicht was hübsches zum Valentinstag. Keine Bohrmaschine, keine Platzkarten fürs Fußballstadion, nichts nützliches, sondern etwas, was er jetzt bestimmt nicht erwartet. Seine Größe kennst du ja. Vielleicht kommt dann ja ein Gespräch zugange.
Liebe Grüße
Helga
da dies dein erster Beitrag ist, zunächst einmal herzlich willkommen im Forum!
Keine Frage, wir würden uns genauso betrogen und hintergangen fühlen wie du. Da wir aber aus eigener Erfahrung mit vergleichbaren Situationen vertraut sind, wissen wir, dass die Ursachen für das Verschweigen sehr komplex sind:
Unsere Generation wurde zu einer Zeit sozialisiert in der Männer in Frauenkleidern der Unterhaltung dienten wie in "Charlys Tante", oder in eine schwul- perverse Ecke abgeschoben wurden. Das ganze ließ sich auch kombinieren wie in "ein Käfig voller Narren". Diese "Vorbilder" boten mir in den 1980er Jahren keinerlei Anhaltspunkte mich mit meinen Gefühlen irgendwie selbst einzuordnen. Berichte über "Geschlechtsumwandlungen", die irgendwann im Fernsehen liefen machten die Situation auch nicht besser.
Dass ein heterosexueller Durchschnittsmann sich aus Spaß an der Freude ob und zu mal hübsch macht, Kleid und Heels anzieht und mit seiner Frau shoppen geht war damals jenseits jeglicher Vorstellungskraft. So hielt ich mich für einen Freak, für einen aus der Art geschlagenen Sonderling. Ich habe mich für mich selbst geschämt. Mit dieser Last geht man nicht hausieren, man hofft sie loszuwerden und unterdrückt sie bis dahin.
Als ich meine Frau kennenlernte schien diese Last tatsächlich abgeworfen zu sein sein. Ich entsorgt meine weibliche Ausstattung wie schon einige Male davor, bereute dies, anders als die Male davor, aber auch nach Wochen und Monaten nicht. Warum sollte ich ihr von einer Seelenqual berichten, die mir sehr peinlich war und die ich endlich überwunden hatte? Mit zuviel Ehrlichkeit kann man sich im Zweifel auch schaden.
Die Jahre gingen ins Land, die Kinder kamen, eine Immobilie und zeitaufwendige Hobbys. Alles wunderbar geeignet eigene Bedürfnisse im Schach zu halten. So gingen dann auch mal zehn Jahre um ohne ein wirkliches Bedürfnis nach Crossdressing verspürt zu haben.
Aber irgendwann im gesetzteren Alter schlich es sich dann wieder an, führte zunächst nur zu einigen heimlichen Käufen, die alsbald wieder entsorgt wurden. Doch das Bedürfnis wurde immer stärker wollte Perücke, Schminke, komplettes weibliches Outfit. In der Situation wurde mir klar, dass ich mich meiner Frau offenbaren musste. Aber wie sollte ich das anstellen? Es ist verdammt schwer über Dinge zu reden, die mensch Jahrzehnte lang unterdrückt hat. Also tat ich etwas, was ich noch nie getan hatte. Ich machte mich zurecht als meine Frau im Hause und noch wach war und gab mich ihr zu erkennen.
Das war meine Geschichte. Die deines Mannes dürfte in Nuancen abweichen, der rote Faden ist immer der selbe.
Schenk ihm vielleicht was hübsches zum Valentinstag. Keine Bohrmaschine, keine Platzkarten fürs Fußballstadion, nichts nützliches, sondern etwas, was er jetzt bestimmt nicht erwartet. Seine Größe kennst du ja. Vielleicht kommt dann ja ein Gespräch zugange.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Dunja
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Re: Outen, ja oder nein?
Hallo elfe,
erst mal herzlich willkommen bei uns.
Wenn ich solche Beiträge schreibe, will ich kein Mitleid.
Hätte ich das überhaupt verdient?
Wohl kaum, schließlich habe ich doch diese Miesere verursacht.
Wenn, hätte dieses Mitleid meine Frau verdient. Sie wurde nach vielen Jahren mit einer Situation konfrontiert, für die sie nichts kann.
Sie hatte auch nicht eine faire Wahl, da ihr wesentliche Parameter nicht bekannt waren. Ihre Aussage, Du hast mich belogen, Du hast mich betrogen, da kann ich nur zustimmen.
Ich habe Sie zwar nicht aktiv belogen, aber passiv, da ich ihr was wesentliches zu meiner Person verschwiegen habe. Das gleiche passt auch zur Aussage, Du hast mich betrogen.
Meine Erkenntnis kommt spät, zu spät.
Könnte ich die Zeit zurückstellen, würde ich das tun, und wäre ehrlich, so wie es sich gehört.
Auch wenn ich lange Zeit geglaubt hatte, das ist für immer verdrängt, und es gibt keine Notwendigkeit dafür. Heute weiß ich das besser.
Wem hilft es nun, wenn ich solche Beiträge schreibe?
Mir? nein
meiner Frau? nein
Für was tue ich das dann? Wem helfe ich damit?
Für jede andere Person, die diesen Beitrag liest. Ganz besonders jedoch für die Partner/innen.
Jeden Menschen, den ich erreiche, der sich das zu Herzen nimmt und sich nicht so schändlich zu seine* Partner* verhält, helfe ich, bzw auch Parner*.
Obwohl, bis auf Bart und Haare könntest Du eben fast meine Frau beschrieben haben.
Aber ich hätte einen Vorschlag an dich:
Lass doch einfach einmal den Bart weg, und überlege dir, wieviele Frauen dir bei einem Gang durch die Stadt begegnen, die genau dieser Beschreibung entsprechen.
Ach so, sorry, ich hätte doch fast vergessen, daß die Boyfriend Jeans, die von einer Frau getragen wird ja gar keine Männerkleidung ist.
Wie viele Frauen crossdressen also täglich, ohne daß das bemerkt wird. Die Männerklamotten bei der Frau sind doch längst Alltag.
Wie viele CIS Frauen crossdressen täglich, und verheimlichen das ihrem Partner?
Das fällt ja schließlich nicht auf. Also braucht auch nicht gebeichtet werden.
VlG Dunja
erst mal herzlich willkommen bei uns.
Wenn ich solche Beiträge schreibe, will ich kein Mitleid.
Hätte ich das überhaupt verdient?
Wohl kaum, schließlich habe ich doch diese Miesere verursacht.
Wenn, hätte dieses Mitleid meine Frau verdient. Sie wurde nach vielen Jahren mit einer Situation konfrontiert, für die sie nichts kann.
Sie hatte auch nicht eine faire Wahl, da ihr wesentliche Parameter nicht bekannt waren. Ihre Aussage, Du hast mich belogen, Du hast mich betrogen, da kann ich nur zustimmen.
Ich habe Sie zwar nicht aktiv belogen, aber passiv, da ich ihr was wesentliches zu meiner Person verschwiegen habe. Das gleiche passt auch zur Aussage, Du hast mich betrogen.
Meine Erkenntnis kommt spät, zu spät.
Könnte ich die Zeit zurückstellen, würde ich das tun, und wäre ehrlich, so wie es sich gehört.
Auch wenn ich lange Zeit geglaubt hatte, das ist für immer verdrängt, und es gibt keine Notwendigkeit dafür. Heute weiß ich das besser.
Wem hilft es nun, wenn ich solche Beiträge schreibe?
Mir? nein
meiner Frau? nein
Für was tue ich das dann? Wem helfe ich damit?
Für jede andere Person, die diesen Beitrag liest. Ganz besonders jedoch für die Partner/innen.
Jeden Menschen, den ich erreiche, der sich das zu Herzen nimmt und sich nicht so schändlich zu seine* Partner* verhält, helfe ich, bzw auch Parner*.
Du glaubst sicher nicht, wie oft ich mich das gefragt, und wirklich keine Antwort gefunden habe. Ich bin mir aber sicher, das nicht "prickelnd" zu finden.Wie wäre es für euch wenn die Partnerin plötzlich mit kurzem Männerhaarschnitt, Vollbart und Männerklamotten vor euch stehen würde?
Obwohl, bis auf Bart und Haare könntest Du eben fast meine Frau beschrieben haben.
Aber ich hätte einen Vorschlag an dich:
Lass doch einfach einmal den Bart weg, und überlege dir, wieviele Frauen dir bei einem Gang durch die Stadt begegnen, die genau dieser Beschreibung entsprechen.
Ach so, sorry, ich hätte doch fast vergessen, daß die Boyfriend Jeans, die von einer Frau getragen wird ja gar keine Männerkleidung ist.
Wie viele Frauen crossdressen also täglich, ohne daß das bemerkt wird. Die Männerklamotten bei der Frau sind doch längst Alltag.
Wie viele CIS Frauen crossdressen täglich, und verheimlichen das ihrem Partner?
Das fällt ja schließlich nicht auf. Also braucht auch nicht gebeichtet werden.
VlG Dunja
Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst, sondern vielmehr die Erkenntnis, dass etwas anderes wichtiger ist als Angst.
(Zitat aus dem Film "Plötzlich Prinzessin")
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Frieda
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Re: Outen, ja oder nein?
Ich grüße dich liebe Elfe
Meine Name ist Frieda und ich bin eine Cisfrau wie du und lebe in einer Partnerschaft mit einem Crossdresser.
Es sind jetzt zweieinhalb Jahre was ich hier im Forum angemeldet bin und mir fällt immer mehr bzgl der Partnerinnen etwas auf.
Ich möchte dich nicht angreifen, nicht verletzen, dennoch möchte ich dir meine Gedanken als Außenstehende und Betroffene zugleich, vielleicht aus einem ganz anderen Blickwinkel mitteilen.
Mir fallen bei dir zwei Themen auf. Zum einen das Thema "Crossdressing" und zum anderen das Thema "Verschweigen". In deinem Post, der für mich ehrlich gesagt bissl wenig an Informationen für uns Außenstehende transportiert, stellst du nur eine Frage. Du drehst den Spieß um und fragst in die Gruppe, wie die Anderen sich mit dem Crossdressing fühlen würden, wenn ihr Partner sie damit konfrontieren würde.
Was ich allerdings weiter bei dir lese ist deine Offenheit und ich würde sogar behaupten ein Interesse an dem Thema Crossdressing gegenüber. Oder irre ich mich da, liebe Elfe? In meiner Wahrnehmung wünschst du dir Gespräche mit deinem Partner darüber, was ich übrigens richtig toll und supi finde.
Und jetzt möchte ich mich mal auf dünnes Eis begeben und mutmaßen, dass deine Verletzungen eher durch das jahrelange schweigen "verursacht" werden, als durchs Crossdressing!?
Und jetzt komme ich zu meinem Punkt der mir hier im Forum immer wieder mal mit neu angemeldeten Partnerinnen auffällt. Eigentlich liegt (evtl!) das Grundübel doch eher in der Unaufrichtigkeit des Partners, als in der eigentlichen Sache (das Crossdressing) an sich!? Oder irre ich mich da?
In meiner Wahrnehmung liebe Elfe ist es ebenso ein Prozess von dir selbst in dem du dich befindest, so wie dein Partner sich in seinem Prozess befindet. Und wenn man vorrangig nur auf einer Stelle stehen bleibt (in diesem Fall der Standpunkt angeblich betrogen worden zu sein), nimmst du euch beiden die Chance sich zusammen weiterentwickeln zu können. Denn eigentlich kommst du zu uns (in meiner Wahrnehmung!) eher mit dem Problem eine betrogene Ehefrau zu sein!? In meiner Wahrnehmung hast du vorrangig erstmal diese Baustelle der Verletzung des angeblichen Betruges abzuarbeiten, die es übrigens aus meiner Sicht nicht gibt, aber das ist ein anderes Thema (vermutlich!?).
Den Post von Helga finde ich mega super, vielleicht schaffst du es liebe Elfe durch ihren Post, deinen Partner weniger anzuklagen, sondern eher mit mehr Mitgefühl, Verständnis und Geduld ihm jetzt gegenüber zu stehen. Elfe, er hat dich nicht betrogen, du machst es dazu
Namaste
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Mina_Loca91
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Re: Outen, ja oder nein?
Hallo Ihr Lieben,
ich habe mich bisher auch sehr rar gemacht in diesem Forum und war auch eher stille MItleserin. Doch zu diesem Thema kann ich nun nach einigen Erfahrungen, die ich die letzten Tage sammeln durfte, etwas beitragen. Ich habe meine weibliche Seite lange Zeit im Verborgenen ausgelebt. Bis zum heutigen Tage weiß meine Partnerin nichts davon und ich hatte eigentlich auch vor das mit ins Grab zu nehmen. Noch lange bevor ich mit ihr zusammengekommen bin, habe ich meine Sachen entsorgt, in der Hoffnung, dass sich diese Seite doch nie wieder zeigen würde und meine Beziehung dieses Bedürfnis ausgleichen würde. Oh Wunder, seit 2017 häufe ich meine Klamotten wieder an. 2019 hatte ich zwei tolle Shootings bei zwei sehr toleranten und lieben Visagistinnen, die ein unfassbares Madel aus mir gezaubert haben. Bis vor ein paar Tagen wusste davon niemand.
Durch meine coronabedingte ungünstige Arbeitssituation und meinen eingeschränkten Freiraum, den ich inzwischen zuhause empfinde (ich bin durch den Lockdown einfach nie allein), rasselte ich dann im letzten Jahr in eine tiefe Sinnrkise mit Panikattacke und Ängsten. Ich ging zum Therapeuten und erzählte einfach alles, was mich belastet und beschäftigt. In der dritten Sitzung war er der erste, der von meiner weibichen Seite erfuhr. Seine Reaktion war Wahnsinn. Für ihn war es völlig normal, dass es Menschen mit meinen Bedürfnissen gibt und sagt es sei auch Quatsch, dass viele Menschen immer noch sagen, Männer dürften keine Röcke, Kleider und Leggings tragen. Ich war überwältig und erleichtert.
Letzte Woche spitzte sich meine Arbeitssituation weiter zu und ich sprach frustriert mit einer guten Freundin. Irgendwann ergab sich der Gesprächsverlauf so, dass ich tatsächlich von Hobbies und Facetten von mir berichtete, die keiner kennt. Irgendwann dachte ich mir, okay, du schickst ihr jetzt ein Foto des Shootings. Auch hier war die Reaktion einmalig. Es kam als erstes ein: Wow, diese Haare! Anschließend wurde ich für meinen Mut gelobt und aufgebaut, dass meine weibliche Seite eben normal sei und sie das sogar richtig cool findet. Während des Outings habe ich dermaßen gezittertet, dass ich gar nicht mehr richtig atmen konnte. Doch die Erleichterung hinterher war groß. Auf der anderen Seite aber fühlte ich mich schlecht, weil ich es nach mehreren Jahren Beziehung eben immer noch nicht meiner Partnerin anvertraut habe, die zugegeben eher in konservativen Familien- und Werterollen denkt. Ich selbst akzeptiere und liebe spätestens seit meiner Therapie meine weibliche Seite als Teil von mir, der mich entspannt und der auch dazu beiträgt, dass ich mich persönlich weiterentwickle. Meine Klamotten schmeiße ich nur noch weg, wenn sie durch sind.
Ich ließ es über das Wochenende sacken, doch diese neue Erfahrung sagte mir, dass es noch nicht reicht. Gestern habe ich es zwei weiteren Freundinnen und meinem besten Freund erzählt. Auch hier waren die Reaktion unfassbar positiv. Niemand verurteile mich. Im Gegenteil: Meine Mädels vereinbarten mit mir sogar alle einen Mädelsabend. Und mein bester Freund bot mir ebenfalls an, dass ich mich bei Bedarf jederzeit auch in seiner Wohnung zurecht machen dürfe. Ich hätte vor Freude weinen können, weil ich solche Reaktionen nicht für selbstverständlich erachte. Alle haben zudem betont, dass ich trotz der "Lisa in mir" immer noch derselbe gute Freund und Mensch bin, den sie kennenlernen durften. Sowas ist gerade in so einer schweren Zeit das beste Signal, das man erhalten kann.
Nach einem langen Gespräch mit meinem besten Freund bin ich aber auch nun zu der Einsicht gkeommen, dass ich es meiner Partnerin nicht mehr länger verheimlichen kann und möchte. Ich bin mir sicher, dass die Reaktion dort anders ausfallen wird, doch ich sehe es als unerlässlich an ihr davon zu erzählen, wenn wir gemeinsam noch weitere größere Schritte in puncto Familie gehen wollen. Doch bei diesem Outing muss ich wirklich auf alles gefasst sein. Da sie eh schon allergisch reagiert, wenn ich mit anderen Frauen spreche, habe ich wirklich Angst vor der Reaktion. Doch aus meiner Sicht ist das Outing notwendig, um mich aus meinen Fesseln zu befreien und mich besser weiterentwickeln zu können. Ganz egal, welche Konsequenzen es hat, meine weibliche Seite wird und soll bleiben, denn sie tut mir gut und ich finde es großartig, mich endlich locker über Kleidung und Makeup mit anderen austauschen zu können. Und auf die Mädelsabende freue ich mich auch.
Vielleicht gibt zumindest ein Tel dieser Geschichte noch weiteren Menschen Mut darüber zu sprechen. Ich sage also nun doch: Outing, ja!
Über die weitere notwendige Entwicklung halte ich Euch gern auf dem Laufenden. Darüber muss ich aber erst noch ein wenig nachdenken.
Ganz liebe Grüße an Euch
Lisa
ich habe mich bisher auch sehr rar gemacht in diesem Forum und war auch eher stille MItleserin. Doch zu diesem Thema kann ich nun nach einigen Erfahrungen, die ich die letzten Tage sammeln durfte, etwas beitragen. Ich habe meine weibliche Seite lange Zeit im Verborgenen ausgelebt. Bis zum heutigen Tage weiß meine Partnerin nichts davon und ich hatte eigentlich auch vor das mit ins Grab zu nehmen. Noch lange bevor ich mit ihr zusammengekommen bin, habe ich meine Sachen entsorgt, in der Hoffnung, dass sich diese Seite doch nie wieder zeigen würde und meine Beziehung dieses Bedürfnis ausgleichen würde. Oh Wunder, seit 2017 häufe ich meine Klamotten wieder an. 2019 hatte ich zwei tolle Shootings bei zwei sehr toleranten und lieben Visagistinnen, die ein unfassbares Madel aus mir gezaubert haben. Bis vor ein paar Tagen wusste davon niemand.
Durch meine coronabedingte ungünstige Arbeitssituation und meinen eingeschränkten Freiraum, den ich inzwischen zuhause empfinde (ich bin durch den Lockdown einfach nie allein), rasselte ich dann im letzten Jahr in eine tiefe Sinnrkise mit Panikattacke und Ängsten. Ich ging zum Therapeuten und erzählte einfach alles, was mich belastet und beschäftigt. In der dritten Sitzung war er der erste, der von meiner weibichen Seite erfuhr. Seine Reaktion war Wahnsinn. Für ihn war es völlig normal, dass es Menschen mit meinen Bedürfnissen gibt und sagt es sei auch Quatsch, dass viele Menschen immer noch sagen, Männer dürften keine Röcke, Kleider und Leggings tragen. Ich war überwältig und erleichtert.
Letzte Woche spitzte sich meine Arbeitssituation weiter zu und ich sprach frustriert mit einer guten Freundin. Irgendwann ergab sich der Gesprächsverlauf so, dass ich tatsächlich von Hobbies und Facetten von mir berichtete, die keiner kennt. Irgendwann dachte ich mir, okay, du schickst ihr jetzt ein Foto des Shootings. Auch hier war die Reaktion einmalig. Es kam als erstes ein: Wow, diese Haare! Anschließend wurde ich für meinen Mut gelobt und aufgebaut, dass meine weibliche Seite eben normal sei und sie das sogar richtig cool findet. Während des Outings habe ich dermaßen gezittertet, dass ich gar nicht mehr richtig atmen konnte. Doch die Erleichterung hinterher war groß. Auf der anderen Seite aber fühlte ich mich schlecht, weil ich es nach mehreren Jahren Beziehung eben immer noch nicht meiner Partnerin anvertraut habe, die zugegeben eher in konservativen Familien- und Werterollen denkt. Ich selbst akzeptiere und liebe spätestens seit meiner Therapie meine weibliche Seite als Teil von mir, der mich entspannt und der auch dazu beiträgt, dass ich mich persönlich weiterentwickle. Meine Klamotten schmeiße ich nur noch weg, wenn sie durch sind.
Ich ließ es über das Wochenende sacken, doch diese neue Erfahrung sagte mir, dass es noch nicht reicht. Gestern habe ich es zwei weiteren Freundinnen und meinem besten Freund erzählt. Auch hier waren die Reaktion unfassbar positiv. Niemand verurteile mich. Im Gegenteil: Meine Mädels vereinbarten mit mir sogar alle einen Mädelsabend. Und mein bester Freund bot mir ebenfalls an, dass ich mich bei Bedarf jederzeit auch in seiner Wohnung zurecht machen dürfe. Ich hätte vor Freude weinen können, weil ich solche Reaktionen nicht für selbstverständlich erachte. Alle haben zudem betont, dass ich trotz der "Lisa in mir" immer noch derselbe gute Freund und Mensch bin, den sie kennenlernen durften. Sowas ist gerade in so einer schweren Zeit das beste Signal, das man erhalten kann.
Nach einem langen Gespräch mit meinem besten Freund bin ich aber auch nun zu der Einsicht gkeommen, dass ich es meiner Partnerin nicht mehr länger verheimlichen kann und möchte. Ich bin mir sicher, dass die Reaktion dort anders ausfallen wird, doch ich sehe es als unerlässlich an ihr davon zu erzählen, wenn wir gemeinsam noch weitere größere Schritte in puncto Familie gehen wollen. Doch bei diesem Outing muss ich wirklich auf alles gefasst sein. Da sie eh schon allergisch reagiert, wenn ich mit anderen Frauen spreche, habe ich wirklich Angst vor der Reaktion. Doch aus meiner Sicht ist das Outing notwendig, um mich aus meinen Fesseln zu befreien und mich besser weiterentwickeln zu können. Ganz egal, welche Konsequenzen es hat, meine weibliche Seite wird und soll bleiben, denn sie tut mir gut und ich finde es großartig, mich endlich locker über Kleidung und Makeup mit anderen austauschen zu können. Und auf die Mädelsabende freue ich mich auch.
Vielleicht gibt zumindest ein Tel dieser Geschichte noch weiteren Menschen Mut darüber zu sprechen. Ich sage also nun doch: Outing, ja!
Über die weitere notwendige Entwicklung halte ich Euch gern auf dem Laufenden. Darüber muss ich aber erst noch ein wenig nachdenken.
Ganz liebe Grüße an Euch
Lisa
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Janine-BS
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Re: Outen, ja oder nein?
Ich habe mich damals so geoutet bei Freunden und Famile und das war für mich damals die beste entscheidung !
Ich habe ein Brief geschrieben , wo ich beschreiben habe wie es in mir aussieht und wie es wohl dazugekommen ist . Den Brief habe ich für meine Freunde geschrieben . Habe ihn aber auch meiner Mutter morgens zum Lesen gegeben und sie hat erst geweint aber auch gesagt , das sie es nicht wusste wie lange das schon bei mir so ist ! Aber sie wird mich unterstützen egel welchen weg ich einschlagen werde ! Den sie kennt mich schon etwas länger mit FSH Rock usw. und dachte das es nur eine Macke von mir ist ! Den Brief habe ich meinen Freunden zukommen lassen, da ich auf das ganze verstecktspiel keine lust mehr hatte !
Hier der Brief !
Hallo Ihr meine Freunde
Ich möchte Euch hier was erzählen und es geht um mich .Da Ihr ja mich ja schon lange kennt, möchte ich etwas zu meinen Leben schreiben . Also ich habe ja am 23.04.1970 das Licht der Welt erblickt in Braunschweig . Großgezogen hat mich meine Oma , da meine Mutter wieder Arbeiten musste , da Sie von Ihren Mann sich getrennt hat . Die Jahre bei meiner Oma waren sehr schön , bis ich ausgezogen bin mit 26 Jahren (War ja auch mal Zeit dafür ) und ich ja nun mein eigenes Geld verdiente .
Ich wohnte dann in einer kleinen schönen Wohnung in der Kantstr. Nach 3 Jahren lernte ich ja Ela kennen (Dank an Guido) und zog zur Ihr in Ihrer neuen Wohnung . Nach 3 Jahren haben wir Geheiratet , was einen schöne Hochzeit war . Danach sind wir beide zu meinen Eltern nach Abbesbüttel gezogen . Wir wollten gerne Kinder haben , aber leider hat es nie Funktioniert . Da haben wir uns dann Keno angeschafft als Ersatz sozusagen .
2006 haben wir uns ein Haus Bevenrode gekauft , aber ich denke es war damals keine gute Entscheidung . Denn gut ein Jahr später trennte wir uns und Ela ist dann ausgezogen . Wir wurden im Jahr 2008 geschieden und ich musste auch das Haus verkaufen ,da ich es leider nicht anleine mehr halten konnte . Da bin ich wieder zu meinen Eltern gezogen in die Kellerwohnung und ein Halbes Jahr später wieder in unsere alte Wohnung im Dachgeschoß wo ich bis heute wohne .
Aber ich denke das kennt ja jeder soweit .
So nun aber zu dem was ich euch erzählen möchte . Es fällt mir nicht leicht darüber zu schreiben aber der druck ist leider schon so groß das ich es loswerden muss .
Also es fing alles bei meiner Oma an , wo ich aufgewachsen bin . Als Kind sieht man ja nun vieles anders als ein Erwachsender und man ist auch neugieriger . Wir wohnte ja nur in einer 2 Zimmer Wohnung am Schwarzen Berg und ich hatte ja nun auch kein eignendes Zimmer für mich , also musste ich natürlich auch das Schlafzimmer mit meiner Oma teilen . Was ich aber nie schlimm empfunden habe . Nur was immer doof war wegen Freunde einladen zum Spielen . Ich war immer sehr angetan , wenn Frauen die schönen Feinstrumpfhosen anhatten , so wie auch eben meine Oma . Ich habe mir , damals eine von Ihren Feinstrumpfhosen aus der Wäschebox genommen und sie heimlich im Badezimmer angezogen und war voll begeistert . Natürlich hatte ich als kleiner Junge zum Winter immer die Strickstrumpfhosen an aber das war eben was anderes . So habe ich immer wieder heimlich diese angezogen und mir auch schon mal welche im Supermarkt gekauft und im Keller versteckt . Das hat mich immer glücklich gemacht . Aber das war nicht alles , den einmal waren wir bei meiner Cousine wieder zu besuch in Vollbüttel . Sie ist knapp 1 jünger als ich und wir spielten schön miteinander (Da waren wir so 6-7 Jahre alt ) , da kam meine Cousine auf die Idee das wir uns verkleiden . Sie wollte das ich Mutter spiele und sie Vater .Also gingen wir in ihr Zimmer und wir haben uns ausgezogen bis auf die Unterwäsche und sie gab mir aus Ihren Wäscheschrank damals ein Kleid sowie eine Strumpfhose und Schuhe die ich anziehen sollte . Sie hat dann meine Jungen Sachen angezogen und wir haben dann eine Puppe in den Kinderwagen gelegt und sind dann in der Wohnung rumgelaufen . Ich war sehr aufgeregt , ich als Mädchen verkleidet und hatte so ein tolles Kleid an und Strumpfhose und Schuhe von Ihr , das ich meine Umwelt völlig vergessen habe . Natürlich haben meine Tante und Oma usw. gesehen und fanden es niedlich wie wir aus sahen . Später musste ich natürlich wieder meine Sachen anziehen und wir fuhren nach Hause .
Das war der Anfang meiner Leidenschaft denke ich . Was ich damit sagen möchte , ist das ich etwas anders bin . Ich weiß es nicht wie ich es sagen soll oder schreiben . Aber ich denke ,das ich innerlich ein Mädchen bzw. eine Frau bin .
Ihr werdet es ja schon bemerkt haben , wo ich zum Karnevalsumzug das eine Jahr als Frau mich Verkleidet habe das ich auf den Schuhen usw gut laufen konnte . Ja konnte ich , da ich schon öfters mal Abends so draußen war .
Ich fühle mich richtig wohl , wenn ich die Sachen anhabe . Aber leider mache ich das nur zur Hause .
Das ganze ist erst so richtig in fahrt gekommen seit ich wieder Single bin . Habe mir viele Sachen gekauft , wie Unterwäsche, Strumpfhosen , Kleider, Röcke usw .
Habe mir dann auch Silkonbrüste zugelegt sowie auch eine Polsterhose wo die Hüften und Po hervorgehoben werden . Natürlich auch ein Echthaarperücke .
Ich habe diese Verlangen schon seit meiner Kindheit und das läßt mich auch nicht mehr los . Dank das Internet kann man viel über sowas lesen . Da gibt es viele Forum drum ,wo ich auch teils angemeldet bin seit Jahren .
Ich zeige euch immer nur den Dirk den Ihr so kennt , aber in mir sieht es eben ganz anders aus .
Fragen tu ich mich auch immer wieder was ich bin ! Also bin ich ein Crossdresser , der nur ab und zu in die Frauenrolle springt oder bin ich ein DWT (Damenwäscheträger) der gerne Frauensachen anzieht . Bin ein Transvestit , der immer nur Frauenkleidung trägt oder bin ich Transsexuell , der als Frau denkt und leben möchte mit Geschlechtsangleichender Operation!
Wenn ich immer wieder darüber nachdenke , würde ich gerne als Frau leben . Weil ich denke das viel Frau in mir steckt . Den ich fühle mich sau wohl wenn ich mich als Frau zurecht mache . Habe auch wie viele Frauen ein Schuh und Klamotten tick . Und wie jeder weiß , gehe ich mit gerne durch die Stadt zum Einkaufen und bin immer sehr geduldig !
Ich hoffe ihr könnt mich verstehen und wendet euch nicht von mir ab , denn ich bin weiter der Mensch den Ihr kennt und auch mögt .
Ich weiß nicht wie es mit mir weiter geht , ob ich mal zu eine Arzt oder so gehe oder sonst was .
Aber ich denke mal , das ich es einfach nur mal öfters ausleben möchte und im normalen Alltag ganz normal Dirk bin . Aber auch gerne mal als Frau aus gehen möchte in der Öffentlichkeit .
So das wars erst mal von meiner Seite aus , wenn Ihr fragen habt oder so dann fragt . Ich werde versuchen alles zu beantworten !
Nach diesen Brief habe ich ntürlich viele fragen aber auch viele Antworten bekommen und habe natürlich alles beantwortet .
Von meinen Freunden und Famile hat sich keiner abgewendet oder so , sondern sie unterstützen mich und halten zu mir . Sie sagen sie mögen oder lieben ja den Menschen und deren sein Karakter und ich bleibe ja der Mensch der ich bin nur das ich ich mich Äusserlich etwas verändere
Das alles ist natürlich schon gut 8 Jahre her , aber ich muss sagen das ich es nie bereut habe diesen Brief s zu schreiben.
Ich leben jetzt offen , also wen ich lust haben Janine zu sein dann bin eben Janine . Leider bin ich im normalen Berufsleben immer noch der Mann den meine Kollegen kennen und das ist gut so , weil man muss ja seine Brötchen verdienen!
So das ist mal meine Geschichte zum Outing ob Ja oder Nein
Janine
Ich habe ein Brief geschrieben , wo ich beschreiben habe wie es in mir aussieht und wie es wohl dazugekommen ist . Den Brief habe ich für meine Freunde geschrieben . Habe ihn aber auch meiner Mutter morgens zum Lesen gegeben und sie hat erst geweint aber auch gesagt , das sie es nicht wusste wie lange das schon bei mir so ist ! Aber sie wird mich unterstützen egel welchen weg ich einschlagen werde ! Den sie kennt mich schon etwas länger mit FSH Rock usw. und dachte das es nur eine Macke von mir ist ! Den Brief habe ich meinen Freunden zukommen lassen, da ich auf das ganze verstecktspiel keine lust mehr hatte !
Hier der Brief !
Hallo Ihr meine Freunde
Ich möchte Euch hier was erzählen und es geht um mich .Da Ihr ja mich ja schon lange kennt, möchte ich etwas zu meinen Leben schreiben . Also ich habe ja am 23.04.1970 das Licht der Welt erblickt in Braunschweig . Großgezogen hat mich meine Oma , da meine Mutter wieder Arbeiten musste , da Sie von Ihren Mann sich getrennt hat . Die Jahre bei meiner Oma waren sehr schön , bis ich ausgezogen bin mit 26 Jahren (War ja auch mal Zeit dafür ) und ich ja nun mein eigenes Geld verdiente .
Ich wohnte dann in einer kleinen schönen Wohnung in der Kantstr. Nach 3 Jahren lernte ich ja Ela kennen (Dank an Guido) und zog zur Ihr in Ihrer neuen Wohnung . Nach 3 Jahren haben wir Geheiratet , was einen schöne Hochzeit war . Danach sind wir beide zu meinen Eltern nach Abbesbüttel gezogen . Wir wollten gerne Kinder haben , aber leider hat es nie Funktioniert . Da haben wir uns dann Keno angeschafft als Ersatz sozusagen .
2006 haben wir uns ein Haus Bevenrode gekauft , aber ich denke es war damals keine gute Entscheidung . Denn gut ein Jahr später trennte wir uns und Ela ist dann ausgezogen . Wir wurden im Jahr 2008 geschieden und ich musste auch das Haus verkaufen ,da ich es leider nicht anleine mehr halten konnte . Da bin ich wieder zu meinen Eltern gezogen in die Kellerwohnung und ein Halbes Jahr später wieder in unsere alte Wohnung im Dachgeschoß wo ich bis heute wohne .
Aber ich denke das kennt ja jeder soweit .
So nun aber zu dem was ich euch erzählen möchte . Es fällt mir nicht leicht darüber zu schreiben aber der druck ist leider schon so groß das ich es loswerden muss .
Also es fing alles bei meiner Oma an , wo ich aufgewachsen bin . Als Kind sieht man ja nun vieles anders als ein Erwachsender und man ist auch neugieriger . Wir wohnte ja nur in einer 2 Zimmer Wohnung am Schwarzen Berg und ich hatte ja nun auch kein eignendes Zimmer für mich , also musste ich natürlich auch das Schlafzimmer mit meiner Oma teilen . Was ich aber nie schlimm empfunden habe . Nur was immer doof war wegen Freunde einladen zum Spielen . Ich war immer sehr angetan , wenn Frauen die schönen Feinstrumpfhosen anhatten , so wie auch eben meine Oma . Ich habe mir , damals eine von Ihren Feinstrumpfhosen aus der Wäschebox genommen und sie heimlich im Badezimmer angezogen und war voll begeistert . Natürlich hatte ich als kleiner Junge zum Winter immer die Strickstrumpfhosen an aber das war eben was anderes . So habe ich immer wieder heimlich diese angezogen und mir auch schon mal welche im Supermarkt gekauft und im Keller versteckt . Das hat mich immer glücklich gemacht . Aber das war nicht alles , den einmal waren wir bei meiner Cousine wieder zu besuch in Vollbüttel . Sie ist knapp 1 jünger als ich und wir spielten schön miteinander (Da waren wir so 6-7 Jahre alt ) , da kam meine Cousine auf die Idee das wir uns verkleiden . Sie wollte das ich Mutter spiele und sie Vater .Also gingen wir in ihr Zimmer und wir haben uns ausgezogen bis auf die Unterwäsche und sie gab mir aus Ihren Wäscheschrank damals ein Kleid sowie eine Strumpfhose und Schuhe die ich anziehen sollte . Sie hat dann meine Jungen Sachen angezogen und wir haben dann eine Puppe in den Kinderwagen gelegt und sind dann in der Wohnung rumgelaufen . Ich war sehr aufgeregt , ich als Mädchen verkleidet und hatte so ein tolles Kleid an und Strumpfhose und Schuhe von Ihr , das ich meine Umwelt völlig vergessen habe . Natürlich haben meine Tante und Oma usw. gesehen und fanden es niedlich wie wir aus sahen . Später musste ich natürlich wieder meine Sachen anziehen und wir fuhren nach Hause .
Das war der Anfang meiner Leidenschaft denke ich . Was ich damit sagen möchte , ist das ich etwas anders bin . Ich weiß es nicht wie ich es sagen soll oder schreiben . Aber ich denke ,das ich innerlich ein Mädchen bzw. eine Frau bin .
Ihr werdet es ja schon bemerkt haben , wo ich zum Karnevalsumzug das eine Jahr als Frau mich Verkleidet habe das ich auf den Schuhen usw gut laufen konnte . Ja konnte ich , da ich schon öfters mal Abends so draußen war .
Ich fühle mich richtig wohl , wenn ich die Sachen anhabe . Aber leider mache ich das nur zur Hause .
Das ganze ist erst so richtig in fahrt gekommen seit ich wieder Single bin . Habe mir viele Sachen gekauft , wie Unterwäsche, Strumpfhosen , Kleider, Röcke usw .
Habe mir dann auch Silkonbrüste zugelegt sowie auch eine Polsterhose wo die Hüften und Po hervorgehoben werden . Natürlich auch ein Echthaarperücke .
Ich habe diese Verlangen schon seit meiner Kindheit und das läßt mich auch nicht mehr los . Dank das Internet kann man viel über sowas lesen . Da gibt es viele Forum drum ,wo ich auch teils angemeldet bin seit Jahren .
Ich zeige euch immer nur den Dirk den Ihr so kennt , aber in mir sieht es eben ganz anders aus .
Fragen tu ich mich auch immer wieder was ich bin ! Also bin ich ein Crossdresser , der nur ab und zu in die Frauenrolle springt oder bin ich ein DWT (Damenwäscheträger) der gerne Frauensachen anzieht . Bin ein Transvestit , der immer nur Frauenkleidung trägt oder bin ich Transsexuell , der als Frau denkt und leben möchte mit Geschlechtsangleichender Operation!
Wenn ich immer wieder darüber nachdenke , würde ich gerne als Frau leben . Weil ich denke das viel Frau in mir steckt . Den ich fühle mich sau wohl wenn ich mich als Frau zurecht mache . Habe auch wie viele Frauen ein Schuh und Klamotten tick . Und wie jeder weiß , gehe ich mit gerne durch die Stadt zum Einkaufen und bin immer sehr geduldig !
Ich hoffe ihr könnt mich verstehen und wendet euch nicht von mir ab , denn ich bin weiter der Mensch den Ihr kennt und auch mögt .
Ich weiß nicht wie es mit mir weiter geht , ob ich mal zu eine Arzt oder so gehe oder sonst was .
Aber ich denke mal , das ich es einfach nur mal öfters ausleben möchte und im normalen Alltag ganz normal Dirk bin . Aber auch gerne mal als Frau aus gehen möchte in der Öffentlichkeit .
So das wars erst mal von meiner Seite aus , wenn Ihr fragen habt oder so dann fragt . Ich werde versuchen alles zu beantworten !
Nach diesen Brief habe ich ntürlich viele fragen aber auch viele Antworten bekommen und habe natürlich alles beantwortet .
Von meinen Freunden und Famile hat sich keiner abgewendet oder so , sondern sie unterstützen mich und halten zu mir . Sie sagen sie mögen oder lieben ja den Menschen und deren sein Karakter und ich bleibe ja der Mensch der ich bin nur das ich ich mich Äusserlich etwas verändere
Das alles ist natürlich schon gut 8 Jahre her , aber ich muss sagen das ich es nie bereut habe diesen Brief s zu schreiben.
Ich leben jetzt offen , also wen ich lust haben Janine zu sein dann bin eben Janine . Leider bin ich im normalen Berufsleben immer noch der Mann den meine Kollegen kennen und das ist gut so , weil man muss ja seine Brötchen verdienen!
So das ist mal meine Geschichte zum Outing ob Ja oder Nein
Janine
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elfe
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Re: Outen, ja oder nein?
Stina hat geschrieben: Mo 28. Dez 2020, 22:35 Liebe Ella!
Aus der Sicht einer Partnerin kann ich vielleicht etwas dazu beitragen. Ich habe meinen Mann "erwischt". Dabei war die Tatsache, dass er Cross dresser ist gar nicht mal das schlimmste. Zu dem Zeitpunkt waren wir mehr als 17 Jahre verheiratet und kennen tun wir uns schon unser halbes Leben. Mir hat das Lügen viel mehr weh getan. Die Tatsache, dass er für diese Unwahrheiten unsere Ehe auf Spiel gesetzt hatte. Er wusste ganz genau, warum er so abweisend zu mir war. Warum er sich immer weiter von mir entfernt hat und dass ich mir die Schuld dafür gegeben habe. Er konnte sich nicht ausleben, Heidi keinen Raum geben und das hat einen entsetzlichen Druck aufgebaut. Er hätte lieber dabei zugesehen wie ich gehe, als mit mir darüber zu reden. Das war die größte Verletzung, die mir jemals zugefügt wurde.
Ihm das zu verzeihen und neu anzufangen hat viel Kraft und noch mehr Tränen gekostet. Heidi konnte ich danach endlich den Raum geben, den sie braucht. Das die ganze Geschichte ein gutes Ende gefunden hat, lag hauptsächlich an einem Rat den ich hier im Forum von Jady bekommen habe : Reden, reden, reden, Grenzen abstecken, Grenzen nochmal neu abstecken und reden, reden, reden...
Nur mal so als Gedanken Anregung!
Liebe Grüße, Stina
Hallo Stina,
Dein Text trifft fast 1:1 auf mich zu. Habe die 2te Seite meines Mannes erst vor kurzem zufällig entdeckt. Ich hoffe auch dass ich ihm diese Unwahrheiten eines Tages verzeihen kann,(es belastet mich ziemlich) denn meine Auffassung von Ehe ist eigentlich dass man offen u ehrlich ist und der Partnerin vertraut. (Habe die vielen Jahre gedacht dass das so ist
Liebe Grüsse
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Zoii_20
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Re: Outen, ja oder nein?
Hey Elfe,elfe hat geschrieben: Di 9. Feb 2021, 17:44 Wie wäre es für euch wenn die Partnerin plötzlich mit kurzem Männerhaarschnitt, Vollbart und Männerklamotten vor euch stehen würde?
Bin sehr gespannt auf eure Reaktionen und Erfahrungen.
L.g.
zu deiner Frage.
Ich hab schon oft darüber nachgedacht und ich muss sagen, ich fände das sehr spannend
Allerdings bin ich da sicher nicht der representative Teil und verstehe was du meinst.
Ich selbst habe die Frau in mir lange Zeit verheimlicht.
Das hat meine Partnerin ebenfalls sehr verletzt doch verstehe bitte auch... ich sag mal... "unsere" Lage, man schleppt dieses Geheimnis ewig mit sich rum, irgendwann ist man es einfach gewöhnt.
Es fällt ein sehr schwer damit offen um zu gehen.
Ich meine, sicher wissen nicht mal die Eltern darüber bescheid geschweige denn der beste Freund /Freundin.
Das ist jetzt ein ziemlich blödes Beispiel aber stell dir vor, du hattest irgendwas schlimmes gemacht das niemand wissen darf.
Zum Beispiel du hast mal Jemand nicht geholfen, der im sterben lag und es nie erzählt, aus Angst man halt dich für ein Mörder und ächtet dich deswegen.
Würdest du das einfach so mir nichts dir nichts jemand erzählen?
Ein besser Vergleich ist mir nicht eingefallen
Was ich damit sagen will ist, wenn du darüber reden möchtest, dann rede mit deinen Partner darüber.
Wenn du was im Netz mit ihn bestellen willst, dann schlag ihn das vor.
Ihm wird es anfangs, aus Gewohnheit sehr schwer fallen mit dir darüber zu sprechen doch wenn du offen damit umgehst wird es ihm auch immer leichter fallen.
Ich habe mit meiner Freundin zusammen Klamotten und Make-up gekauft das war wirklich toll.
Dennoch muss ich mich sehr überwinden ihr alles zu sagen, nicht weil es was schlimmes ist oder weil ich Angst habe sie zu verlieren sondern einfach aus Gewohnheit und weil ich das Gefühl habe sie will es eigentlich nicht war haben.
Es ist ja nicht so als hätte er dich die ganze Zeit mit einer anderen betrogen.
Du kennst jetzt einfach ein kleines Geheimnis mehr.
Sicher weißt du auch nicht alles was er in seiner Jugend so für Mist gemacht hat, und das ist auch garnicht schlimm und das lässt es nie langweilig werden
Liebe Grüße
Zoii
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Jasmine
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Re: Outen, ja oder nein?
Es gab hier ein Thema das ich sehr interessant fand. viewtopic.php?f=35&t=17645&p=231388#p231388
Meine Partnerin antwortete in einem Beitrag so:
Liebe Grüße Jasmine
Meine Partnerin antwortete in einem Beitrag so:
Menalee hat geschrieben: So 3. Feb 2019, 09:54 "Belogen, betrogen und hintergangen"
Nein, ein ganz klares nein von mir. Als meine Maus sich vor mir outete, ich in ihre Augen sah, verletzlich, ängstlich vollkommen mir geöffnet, sah ich auch welche Last von ihr abgefallen war. In den nachfolgenden Gesprächen erfuhr ich was sie in ihrem Elternhaus (die Fassade musste ja gewahrt werden), ihrem damaligen Umfeld / von unserer Gesellschaft ertragen musste.
Mir war aber auch klar, ich liebe diesen Menschen und wir werden einen Weg für eine gemeinsame Zukunft finden.
Einfach war es nicht, aber wir habe einen Weg gefunden und ich bin glücklich.
Menalee
Ich bin seit ich ihr mitteilte, das ich weiblich bin, die glücklichste Frau. Außerdem dankbar das sie den vor mir liegenden Weg mit mir gemeinsam geht. Sie hat mir zu keiner Zeit einen Vorwurf betreffend meiner Transsexualität gemacht.Menalee hat geschrieben: Mi 13. Feb 2019, 13:07 .....
Der Zauber, der von meiner Jasmine ausgeht ist seit sie sie selbst sein kann noch größer geworden. Die Liebe ist für uns eines der stärksten Gefühle und wie sie bei uns Berge versetzt hat ist uns Beweis genug. Früher hätte ich mir auch so einiges nicht vorstellen können, aber mit Jasmines Outing habe auch ich mich weiterentwickelt. Mit ihr unser Leben zu leben und unsere Zukunft zu gestalten erfüllt mich täglich mit Freude.
Menalee
Liebe Grüße Jasmine
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Frieda
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Re: Outen, ja oder nein?
Ich finde es mega liebe Jasmine, dass du dich an diesen Thread erinnert hast und ihn für uns ausgekramt hast
Weil er sooo umfangreich ist, und in ihm die unterschiedlichsten Meinungen zu lesen sind und sich doch recht viele Partnerinnen auch darin geäußert haben
Danke dafür meine Liebe
Namaste
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
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