Petra Sofie hat geschrieben: Mi 22. Jul 2020, 14:01
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Wir sind die Ausnahme die bekanntlich die Regel bestätigt. Prozentual gesehen sind wir eine recht kleine Gruppe, gegenüber der Masse.
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Jetzt beginnt das Drama. Da kommt ein Mann daher und behauptet eine Frau zu sein. Schwierig. Nichts paßt in das "normal" geschaltet Gehirn.
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Plötzlich liegt nach langen Jahren der Ehe, ein im Krankenhaus zur Frau gewordener ehemaliger Ehemann neben ihr im Bett.
Wenn das kein Gefühlschaos ist dann weiß ich nicht was Chaos ist. Das zu verstehen, und wirklich als Normalfall anzusehen, das braucht noch einige Generationen, bis das wieder gängiges Kulturverständnis geworden ist. ( Zwangschristianisierung hat es abgeschafft )
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Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mi 22. Jul 2020, 14:12
Moin,
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Bei aller Toleranz, wenn ich ein gleichgeschlechtliches Paar sehe, schaltet mein Gehirn zunächst auf Steinzeit und dann erst auf einen gedankenorientierten modernen und verstehenden Modus. Ich glaube, das ist normal.
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Jaddy hat geschrieben: Mi 22. Jul 2020, 15:24
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Ich verstehe den Gedanken und das mag bei vielen so funktionieren. Das ist allerdings noch vergleichsweise neu. Wowereits Spruch war 2001. Vor 20 Jahren war das noch ein Ding. Dass wir seit 2009 durchgehend immer mindestens ein"¢e homosexuelle Minister"¢in im Bundeskabinett haben, ist heute kaum noch einen Gedanken wert. Aktuell mindestens zwei. Vor 20 Jahren war das noch undenkbar, aber 17 Jahre später waren 75% der Leute hier für die "Ehe für alle".
Auf der anderen Seite könnte ich genauso vereinfachend darstellen, dass trans viel "natürlicher" ist, also natürlich nur mit OP und allem, so dass Männer eben wie Männer aussehen und Frauen wie Frauen und dann auch wieder Männer Frauen heiraten, wie sich das laut <insert beliebiges religiöses Konzept> gehört. Sozusagen die "iranische Sicht", die gleichgeschlechtlichen Paaren nur den Ausweg lässt, dass eine Person zwangstransitioniert.
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Ihr Lieben,
ich weiß, ich bin wieder eine Spielverderberin ...oder in Euren Augen doch ein Spielverderber?
Bei allem gesagten, außer bei Dir, Jaddy, ist der Standpunkt ganz klar: Trans ist nur ein heterosexueller Mann, der zur lesbischen Frau wird. Eine heterosexuelle Frau, die im Körper eines Mannes geboren wurde, ist eigentlich eine Tunte, bestenfalls ein Transvestit. Wenn dieses Wesen dann noch sagt, ich möchte keine GaOp, liegt die Sache ja auf der Hand und die Schubladen sind auch hier bereit...
Ja, ich fühle mich auch hier durch solche Äußerungen, bei allem Verständnis für Eure Sicht der Dinge ausgegrenzt und keiner Gruppe wirklich zugehörig.
Für den richtigen Schwulen bin ich im positiven Fall die Transe oder Tunte mit politischem Anspruch und im negativen Fall der verrückte Mann, der ständig eine Show abliefert und so alle Schwulen blamiert.
Für TransFrauen bin ich, wenn diese Männer begehren auch nur eine Schwuchtel, die sich in heterosexuelle Männer verliebt und versucht, diese durch das Spielen der Frau in ihr Bett zu kriegen.
Nur eins bin ich anscheinend für keinen: Ein Mensch mit eigener Identität und eigenen Gefühlen.
Stonewall ist von Trans People of Color, die sich als Männer geboren und als Frau lebend zu Männern hingezogen fühlten. Sind die jetzt auch einfach nur peinlich, auch für die TransFrauen, die Frauen begehren?
Wenn wir selber es nicht schaffen uns untereinander wenigstens als existent wahrzunehmen, wie können wir dann Toleranz erwarten? Wozu brauchen wir unsere eigenen Schubladen? Damit wir auf "noch gestörtere" als uns selber hinab blicken können?
Auf der anderen Seite habe ich aber trotz meiner jungen Jahre vierzig Jahre Schwulenpolitik auf dem Buckel, da ich mir meine eigene Weiblichkeit ja auch nicht eingestanden habe. Die Erfolge in der Sicht auf schwules und lesbisches Leben sind nicht vom Himmel gefallen. Dafür haben, wie auch in der Frauenpolitik, Menschen, oft auch TransMenschen, ihren Kopf hin gehalten. Hier denke ich sollten wir auch Geduld haben, aktiv für Respekt kämpfen und nicht annehmen, wir wären ja nur wenige. Anfang der achtziger Jahre im zwanzigsten Jahrhundert ging man von drei bis fünf Prozent Menschen aus, die das eigene Geschlecht begehren und da dachte man alle Bisexuellen mit. Darüber wundern wir uns heute eher. Realistisch werden wir den Anteil an TransMenschen und der nicht Binären erst später einschätzen können.