Ein großer Film, auch mit Bezügen auf die aktuelle Entwicklung in Ostasien, ist:
M. Butterfly
USA Dezember 1993 (1 Std. 41 Min.), Von David Cronenberg, Mit Jeremy Irons, John Lone, Barbara Sukowa
Rene Gallimard (Jeremy Irons) ist Mitte der 1960er Jahre französischer Diplomat in China und unter seinen Kollegen aufgrund seiner Strebsamkeit nicht besonders beliebt. Als er nach einer Aufführung des Opern-Stücks "Madame Butterfly" die verführerische Sängerin Song Li (John Lone) kennen lernt, verliebt er sich auf den ersten Blick in die bezaubernde Schauspielerin. Doch diese reagiert zunächst verhalten auf ihn. Je näher Gallimard ihr kommt, desto mehr muss der Diplomat darauf achten, seine Gefühle vor seiner Frau zu verheimlichen. Zwischen Gallimard und Song entwickelt sich ein Liebesverhältnis. Doch Gallimards Probleme sind größer als er zunächst annimt: Song ist nämlich ein Mann, und noch dazu ein chinesischer Spion. Gallimard muss feststellen, dass er die Frau, die er zu lieben glaubte so wenig kannte, dass ihm nicht einmal bewusst war, dass sie keine Frau ist.
Ein Film, der wie Cronenberg selber schreibt: "In M. Butterfly geht es ja um mehr als das Aufeinanderprallen zweier Kulturen. Es geht um die Unmöglichkeit, einen anderen Menschen wirklich zu kennen. ["¦] Und doch erleben wir, wie Gallimard sich aus wenig mehr als aus seinem eigenen Bedürfnis und seiner Phantasie heraus eine Frau zum Lieben geschaffen hat; er kannte nur die Wunschvorstellung seines "šButterfly"˜."
Trailer und Gesamtausgaben sind im Netz verfügbar. Wer also ein wenig Mühe nicht scheut und vor der Tragik dieses, auf authentischen Begebenheiten beruhenden, Filmes keine Angst hat wird dieses abendfüllende Drama lieben.
Weiteres Wissenswertes ist aufzufinden unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/M._Butterfly
Zitat:
"Bernard Boursicot wurde 1986 zu sechs Jahren Haft verurteilt. Shi Pei-Pu wurde 1987 von François Mitterrand begnadigt. Boursicot überlebte den Selbstmordversuch."
mit lieben Grüßen
eure maexine