Re: Warum zumeist die Männer??
Verfasst: Mo 19. Jun 2017, 14:39
Hallo zusammen,
die Beiträge von Ulrike-Marisa und Anne-Mette haben mich nachdenklich werden lassen. Natürlich sind einer Selbstverwirklichung Grenzen gesetzt, wenn man in einer Partnerschaft - evtl. sogar mit Kindern - lebt. Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen und erfordert auch ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft und -fähigkeit - von allen beteiligten Seiten. Manchmal denke ich mir auch, warum ich mit meinem Outing so lange gewartet habe. Hätte ich gewusst, dass Svetlana überall, also in Familie und Beruf, so positiv aufgenommen wird, dann hätte ich bestimmt schon vieeeel früher die Katze aus dem Sack gelassen. Die Frage ist aber auch, wäre das dann "damals" genau so gut gelaufen wie im letzten Jahr. Schließlich waren wir da alle jünger, unerfahrener, die Kolleg_innen waren andere, das Thema trans* war weitestgehend eine Blackbox usw. Vielleicht wäre das ziemlich in die Hose gegangen. Herausfinden kann ich es nicht mehr, denn ich kann den Film nicht einfach zurückspulen bis zum Punkt x und dann eine Alternativroute einschlagen. Von daher denke ich manchmal, was wäre wenn ... aber im Großen und Ganzen bin ich doch sehr zufrieden, wie es jetzt läuft. Wenn man aber ständig denkt, was wäre wenn, dann kostet das enorm viel Kraft und macht auf Dauer krank.
Ich merke immer wieder, dass ich mit meiner Liebsten das gaaaanz große Los gezogen habe und es macht mich immer traurig, wenn andere von ihren Problemen in der Partnerschaft wegen "dieses" Themas schreiben. Sicherlich richtet man sich in der Nische, die einem bleibt, irgendwie ein, aber wie Anne-Mette schon schrieb kann auf Dauer diese einseitige Kompromissbereitschaft nicht gesund sein. Von daher wünsche ich dir, Ulrike-Marisa, dass der Riss vielleicht irgendwann blasser wird und im Idealfall ganz verschwindet. Ob das möglich sein wird, das könnt nur ihr beide zusammen angehen.
die Beiträge von Ulrike-Marisa und Anne-Mette haben mich nachdenklich werden lassen. Natürlich sind einer Selbstverwirklichung Grenzen gesetzt, wenn man in einer Partnerschaft - evtl. sogar mit Kindern - lebt. Das ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen und erfordert auch ein hohes Maß an Kompromissbereitschaft und -fähigkeit - von allen beteiligten Seiten. Manchmal denke ich mir auch, warum ich mit meinem Outing so lange gewartet habe. Hätte ich gewusst, dass Svetlana überall, also in Familie und Beruf, so positiv aufgenommen wird, dann hätte ich bestimmt schon vieeeel früher die Katze aus dem Sack gelassen. Die Frage ist aber auch, wäre das dann "damals" genau so gut gelaufen wie im letzten Jahr. Schließlich waren wir da alle jünger, unerfahrener, die Kolleg_innen waren andere, das Thema trans* war weitestgehend eine Blackbox usw. Vielleicht wäre das ziemlich in die Hose gegangen. Herausfinden kann ich es nicht mehr, denn ich kann den Film nicht einfach zurückspulen bis zum Punkt x und dann eine Alternativroute einschlagen. Von daher denke ich manchmal, was wäre wenn ... aber im Großen und Ganzen bin ich doch sehr zufrieden, wie es jetzt läuft. Wenn man aber ständig denkt, was wäre wenn, dann kostet das enorm viel Kraft und macht auf Dauer krank.
Ich merke immer wieder, dass ich mit meiner Liebsten das gaaaanz große Los gezogen habe und es macht mich immer traurig, wenn andere von ihren Problemen in der Partnerschaft wegen "dieses" Themas schreiben. Sicherlich richtet man sich in der Nische, die einem bleibt, irgendwie ein, aber wie Anne-Mette schon schrieb kann auf Dauer diese einseitige Kompromissbereitschaft nicht gesund sein. Von daher wünsche ich dir, Ulrike-Marisa, dass der Riss vielleicht irgendwann blasser wird und im Idealfall ganz verschwindet. Ob das möglich sein wird, das könnt nur ihr beide zusammen angehen.