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Re: Vorurteile und Befindlichkeiten
Verfasst: So 3. Mär 2013, 13:14
von triona
kathicd hat geschrieben:@marielle:
der Verglich mit den Blauen Haaren im Anzug ist ganz treffend ...
Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.
Ein Mann (oder was man noch so dafür halten kann) mit lila Haarschopf als Messestandpersonal (Maschinenbauerzeugnisse) und Gerätevorführer (Verkaufsberater) im Außendienst (im Handwerk) geht. Man muß nur die geforderte Ahnung und ein geeignetes Produkt haben und mit den Leuten umgehen können. Die Saison war eine meiner erfolgreichsten überhaupt.
Durchgängig (natürlich der Lage und den Gepflogenheiten angepaßte) erkennbar vollständig "weibliche" Kleidung auf Arbeit zu tragen, habe ich mir aber jahrzehntelang nicht getraut. Seit ich allerdings überall und ausschließlich als Frau auftrete, geht auch das ohne Schwierigkeiten. Allerdings muß ich auch mit all den gängigen Nachteilen leben, die jede Frau in einem solchen "für Frauen eher untypischen" Beruf hat.
liebe grüße
triona
Re: Vorurteile und Befindlichkeiten
Verfasst: So 3. Mär 2013, 14:02
von Anne-Mette
Moin,
Je näher mir der andere allerdings ist, umso wichtiger ist mir natürlich seine Reaktion, was er von mit hält.
Oft dreht sich da der Spieß um: Was bei Unbekannten lächelnd ignoriert wird, irritiert bei Freund und Verwandtem ungeheuer!
ich verstehe viele Bücher und "Lebensweisheiten" nicht als konkrete Anleitung, sondern habe immer mal wieder ein paar Sätze oder Worte in meinen Erfahrungsschatz aufgenommen, z.B. Zitate von Byron Katie.
Ich habe ein Buch von ihr gelesen ( Wer wäre ich ohne mein Drama - ISBN 978-3-442-21885-1). Sie ist bekannt wegen ihrer Methodik "The Work".
Hier ist eine kleine Übersicht:
http://www.regionvital.com/docs/work.pdf
Ach ja - das Zitat, das mir gerade einfällt:
"Es ist nicht Deine Aufgabe, mich zu mögen - es ist meine".
Noch etwas - ich denke, dass ein Besuch bei Robert Betz auch immer mal lohnt:
http://robert-betz.de/
Dort findet man sicherlich auch kein "Werkbuch Zufriedenheit", aber immer mal wieder einen Baustein.
Gruß und schönen Sonntag
Anne-Mette
Re: Vorurteile und Befindlichkeiten
Verfasst: Di 2. Apr 2013, 15:18
von Joe95
nun, ich bin wohl ein mann weil ich einen männlichen körper habe.
trotzdem zeige ich - z.b. durch das tragen von damenröcken usw. - gerne das ich auch einen weiblichen anteil verspüre.
das ich als mann im rock negativ sanktioniert werde mag ich nicht bestätigen, obwohl es objektiv gesehen wohl so ist.
ich empfinde das jedoch garnicht so und das aus einem grund:
ich tue etwas, was sonst nur sehr wenige männer tun und das polarisiert nun mal.
die positiven stimmen höre ich natürlich, sogar gerne.
die neutralen stimmen höre ich schon nicht mehr, weil sie ja eh nix weiter sagen.
die negativen stimmen halten sich bis auf sehr wenige, extreme ausnahmen ausserhalb meiner hörweite.
also fühle ich mich doch wohl dabei.
dazu möchte ich noch sagen das ich auch als mann im rock kaum wahrgenommen werde, es ist also wirklich nur ein sehr geringer teil der passanten, die überhaupt irgendwas ungewöhnliches bemerken.
ich denke wie oder als was ich in meinem umfeld wahrgenommen werde hängt auch in großem maße davon ab wie natürlich mein aussehen wirkt.
damit will ich jetzt nicht sagen das die kleidung unauffällig sein sollte.
sie sollte halt zur natur des trägers passen.