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Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Mi 15. Okt 2025, 11:37
von chris
Hallo Nachtfee,
ich finde auch, dass wahllos geäußerte Komplimente ihre Bedeutung schnell verlieren.
Aber ehrlich gemeinte Worte oder einfach zu zeigen dass einem etwas positiv auffällt sind Balsam für die ( zumindest meine) Seele.
Und wenn der Mensch im Vordergrund steht, und das Interesse an seinen Gefühlen und Empfindungen, finde ich es superschön das auch zu äußern.
Ich glaube dein Mann würde sich mega über eine positive Bemerkung von dir freuen.
Probiers einfach mal aus …
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Mi 15. Okt 2025, 11:47
von Lana
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 11:19
Ich vermute, ein Prozess der gegenseitigen Akzeptanz könnte zu einem beidseitigen, tieferen Verständnis führen. Eine/r macht die Tür auf und der/die Andere geht hindurch und macht dann selber Türen auf.
Ein gutes Bild.
Da hast du nun die Tür zu deiner Weiblichkeit aufgemacht, aber deine Frau möchte nicht durchgehen und sich mit den dahinter liegenden Türen beschäftigen. Sie möchte lieber vor der ersten Tür bleiben, da, wo sie sie sich vermeintlich gut auskennt und sicher fühlt. Das kann ich nachvollziehen, obwohl sich die Situation geändert hat:
Da ist jetzt eine Tür, die früher nicht da war und die sich nicht mehr ignorieren lässt.
Egal was sie macht, die Situation ist anders und wird wohl nie mehr so sein wie zu den Zeiten, als diese Tür noch nicht da war. Das kann aus ihrer Sicht durchaus ein Dilemma sein, weil es für sie nur "unbefriedigende" Alternativen gibt:
Sie verschließt die Augen davor, wohlwissend, dass das Thema trotzdem zwischen euch stehen wird, oder sie versucht es zu akzeptieren, vielleicht mit einem Gefühl der Überforderung?
Natürlich wäre Akzeptanz die bessere Möglichkeit, daher auch das Interesse daran, wie du ihr den Weg dorthin leichter machen und sie unterstützen kannst. Beispiele aus gelingenden Beziehungen wie der von Nachtfee könnten da vielleicht Anhaltspunkte liefern.
LGL
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Mi 15. Okt 2025, 12:07
von Nachtfee
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 11:19
Nachtfee hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 08:04
Aber ich mach das von meiner Seite aus nicht. Ob er seine Männliche oder weibliche Seite zeigt macht für mich keinen Unterschied. Er ist mein Mann.
Unterstützung bedeutet für mich, dass meine emotionale Lage ernst genommen wird.
Hi Vicky,
danke für dein Vertrauen und das du mir deine Empfindung beschrieben hast und mich somit hineinblicken.
Deinen Satz bezüglich emotionaler Lager. Ich glaube, ich verstehe jetzt besser, was mein Mann mir versucht zu erklären.
Diese nehmen ich sehr wohl ernst und auch war. Nur fühle ich nicht, dass ich akzeptiere, oder tolleriere. Da gibt's für mich nicht zu akzeptieren oder zu tolerieren. Ich nehme ihn so wie er ist.
Thema Unterstützung. Er hat mir in letzter Zeit sehr für meine Unterstützung gedankt. Ich habe ihn in meinen Augen jedoch in keinster Weise unterstützt. Er hat versucht mir zu erklären, dass er es als Unterstützung sieht, dass er sein kann, wer er ist. Er findest es unterstützend wenn ich mit ihm Klamotten shoppe und ich sage, das eher weniger, aber die Farbe steht dir, der Schnitt ist unvorteilhaft, der Schnitt betont deinen sexy Hintern usw.
Ich finde in keinster Weise als Unterstützung im Crossdress sein, sondern als normale Gespräche und Meingsaustausch in einer Partnerschaft.
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Mi 15. Okt 2025, 14:12
von Jaddy
Nachtfee hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 08:04
...
In der Parkgarage fragt er, ob es auffällt, das er Mascara oben hat, ich nur, nur wenn man es weiß. Aber deine Augen kommen super zur Geltung. Ober das Mascara der Grund ist, sieht man eigentlich als fremder nicht.
Hier kam auch die Unsicherheit. Hätte ich zu Hause ein Kompliment, machen sollen. Ihm zeigen das es mir auffällt?
Wie gesagt, er war fertig und wir gehn (auch wenn er sich ein Kleid abgezogen hätte) hätte ich wohl gleich reagiert.
Er ist fertig wir gehn Punkt.
Und es gibt unendlich viele Beispiele mit Reisen, Wellness usw.
Er sagt mir oft, wie dankbar er für alles ist, dass ich es akzeptiere, tollerriere, unterstütze.
Aber ich mach das von meiner Seite aus nicht. Ob er seine Männliche oder weibliche Seite zeigt macht für mich keinen Unterschied. Er ist mein Mann.
Ich hoffe, du verstehst ein bisschen was ich meine. Schwer zu beschreiben.
Vielleicht hilft eine Änderung der Perspektive. Auch wenn ihr wunderbar selbstverständlich mit dem Gender-Thema umgeht: Für dein Partny ist es mit Sicherheit sehr emotionsgeladen. Ich wette auf eine Menge Unsicherheit, mindestens innerliches Umgucken. Also aufmerksam und vermutlich auch ein bisschen angespannt: Wie reagiert "die Umwelt", wie reagierst du? Gibt es Anzeichen für Ablehnung, Beschämung, gar Angriffe? Was kann ich mir "leisten", was sind mögliche Konsequenzen?
Das ist absolut normal. Die allermeisten von uns sind sich ihrer Aussergewöhnlichkeit mindestens im Hinterkopf stets bewusst. Vielleicht als Crossdressende durch den Wechsel zwischen den Rollen noch mehr als trans Personen - obwohl ich auch da welche kenne, die auch nach Jahren noch nicht wirklich unbedarft überall rumlaufen. Wir wissen auch in der Regel, was wir unseren Beziehungen zumuten.
Das erzeugt ein gewisses Mass an Stress. Das Gegenstück dazu ist "Gender-Euphorie";
https://genderdysphoria.fyi/de/euphorie Zum Beispiel durch das Gefühl im aktuellen Geschlechtsausdurck (Aussehen, Verhalten, etc) merkbar akzeptiert zu werden, so dass die aufmerksamen inneren Wachposten Pause machen können. Deshalb sind vielen von uns Stammtische und Treffen wichtig, wo sich keinein erklären muss.
(Letztlich ist es - mit vielen Körnchen Salz - am ehesten vergleichbar mit einem Hobby, dass die Partnerperson nicht so teilt. Da gibt es auch häufig die Sorge, nicht mehr akzeptiert zu werden. Bei uns kommt dazu, dass wir das nicht einfach "lassen können".)
Ich verstehe, dass du vielleicht lieber rein "geschäftsmässig" unterwegs bist, also ohne viele Schnörkel, Zuneigungssignalen und ähnlichem. Gleichzeitig vermute ich stark, dass dein Partny gerade auf solche Signale positiv und mit Entspannung reagieren würde. Ich weiss von mir und meinem Ehewesen, dass wir beide selbst ohne das Gender-Thema (ist bei uns kein Problem) nicht ohne regelmässige "emotionale Synchronisation" existieren könnten. Signale, dass wir uns gegenseitig wahrnehmen und nah haben wollen.
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Mi 15. Okt 2025, 14:30
von Heike-Simone
Nachtfee hat geschrieben: So 12. Okt 2025, 11:49
Hallo Heike,
Danke für die lieben Aufnahme.
Darf ich persönlich nachfragen, wie ich mir das vorstellen darf, Partnerin duldet es wenn sie nicht dabei ist?
Ist das auf Outdoor bezogen oder auch wenn ihr allein zu Hause seid.
Ich versteh noch nicht alles zu 100 % und darum traue ich mich auch nachzufragen.
Hoffe, die Frage ist nicht zu persönlich.
Heißt ich kann es nur tun wenn ich alleine bin,sie toleriert es zwar, sie will mich aber nur als Mann sehen.
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Mi 15. Okt 2025, 17:08
von Shoshana
Hallo Nachtfee,
mal kurz aus meiner Perspektive: Na klar freue ich mich über ein Kompliment, von meiner Süßen oder anderen, wenn ein Outfit besonders gut gelungen ist. Aber es würde mir ziemlich auf den Nerv gehen, wenn jedes Outfit, … lobend kommentiert würde. Würde mich dann immer fragen ob das ernst gemeint oder nur höflich ist und der Wert wäre weg.
Wenn ich etwas ausprobiere will ich aber ein ehrliches Feedback und frage ggf. auch danach. Wenn's dann nur halb gelungen oder gar Mist ist, darf und soll das gerne entsprechend kommentiert werden.
Liebe Grüße
Shoshana
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Mi 15. Okt 2025, 17:49
von Susi T
Ja die Sache mit der Perspektive und dem Tellerrand
Es ist schön wenn ihr das Nachtfee so ausführlich aus eurer Sicht erzählt, vielleicht ist eure Sicht auch die Sicht ihrer Mannes, vielleicht und dann hilft es.
Noch besser wäre es, er würde ihr das so erzählen.
Wenn er nichts sagt ist doch alles ok, oder warum nicht?
Sie liebt ihn so wie er ist, er kann sich ausleben wie er mag und sie ist an seiner Seite. Das ist viel mehr als manche Kompromisse von denen ich hier sonst öfter höre.
Beziehung fängt nicht erst nach Jahrzehnten statt und wie miteinander umgegangen wird ist eine Entwicklung an der beiden beteiligt sind und die nie völlig statisch sein sollte, da braucht's dann auch keine Revolution.
Miteinander reden soll manchmal helfen.
meine bescheidene Meinung dazu,
Ich finde an Nachtfees Erzählung nichts verkehrtes und mein Schatz auch nicht, vielleicht weil wir es ähnlich handhaben.
Liebe Grüße, Tira
"Was für ein schei...Tag, mir geht's richtig schlecht, Heute würde ich gerne hören das du mich liebst"....Stille als Antwort...Stunden später: eine wunderbare Liebeserklärung.
Ein sofortiges:" ja ich liebe Dich" wäre nicht das gewesen was ich erhofft hätte und ich würde nicht enttäuscht, es hat geholfen

Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 07:05
von ExUserIn-2026-04-08
Tira hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 17:49
Sie liebt ihn so wie er ist, er kann sich ausleben wie er mag und sie ist an seiner Seite.
Zweifellos. Ich frage mich nur, was der Antrieb für Nachtfee ist, sich hier anzumelden und sich, wie sie schreibt "auf tolle Gespräche freut" ?
Tira hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 17:49
Noch besser wäre es, er würde ihr das so erzählen.
Wenn er nichts sagt ist doch alles ok, oder warum nicht?
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Austausch mit uns in diesem Forum für Nachtfee wichtig ist. Ich spüre den Wunsch nach Austausch. Sie akzeptiert ihren Partner bei dem was er tut und hat eine Meinung, was ihr Partner für sie ist. Also alles in Butter und es geht hier nur um Gespräche bei einem virtuellen Kaffeekränzchen ? Das sehe ich so nicht.
Ich sehe aber auch kein Problematisieren. Ich sehe eher Neugier, Interesse und evtl. den Wunsch, das Phänomen und damit den Partner besser zu verstehen. Was im Gespräch zuhause auch auf emotionaler Ebene von Bedeutung ist, ist im Forum natürlich viel einfacher. Das ist für mich ein Hinweis:
Nachtfee hat geschrieben: Mi 15. Okt 2025, 12:07
Ich glaube, ich verstehe jetzt besser, was mein Mann mir versucht zu erklären.
Aber ich will nicht über Nachtfee schreiben, sondern mit ihr. Denn mir hilft ihre Sichtweise genau so. Ich habe im Austausch mit Partnerinnen gelernt, dass ich nicht mit meinen Emotionen "falsch" bin, dass es aber sehr schwierig sein kann, von Partnerinnen akzeptiert zu werden und warum. Und so, wie mir der unaufgeregte Austausch mit anderen Partnerinnen mehr Verständnis für die Situation meiner Frau ergeben hat, gilt dies vielleicht auch anders herum. Eine Partnerin kann hier mit uns ganz frei über das Thema Trans sprechen. Das schafft eine Basis für Gespräche in der Partnerschaft. Ist das nicht das, was auch Freundinnen miteinander praktizieren, durch Gespräche zu Einsichten zu kommen ?
@Nachtfee, liege ich damit völlig fasch ? Was ist das Spannende für Dich in diesem Forum ?
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 07:48
von Michaela Smile
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 16. Okt 2025, 07:05
sehe eher Neugier, Interesse und evtl. den Wunsch, das Phänomen und damit den Partner besser zu verstehen.
erstmal : Hallo Nachtfee, schön das du da bist.

Ich freu mich immer, wenn jemand ernsthaftes Interesse daran zeigt was denn "uns" so besonders macht.
und jetzt, zum Thema. nachdem ich so einiges hier mitgelesen habe.
kann es sein, das du hauptsächlich nicht den Wunsch hast deinen Partner (und andere allgemein) zu verstehen, sondern zu verstehen warum alle irgendwo ein "Problem" sehen, das für dich gar keines ist und selbst diese Tatsache für andere auch schon wieder ein Problem ist.
Also : warum haben andere ein Problem damit das es gar keine Probleme gibt? Und warum will mir jeder weismachen das ich doch ein Problem damit haben müsste?
kann sein das ich damit komplett falsch liege, aber wenn nicht dann feiere ich dich Mega dafür! denn dann bist du das, was sich alle Beteiligten insgeheim wünschen und keiner glaubt das es sowas gibt.
Grüßle,
Micha
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 11:04
von Franzi42
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 16. Okt 2025, 07:05
Was ist das Spannende für Dich in diesem Forum ?
Hallo Nachtfee,
Diese Frage habe ich mir tatsächlich auch gestellt.
LG Franzi
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 11:56
von Jade
Nachtfee hat geschrieben: Fr 10. Okt 2025, 22:40
Hallo zusammen, bin mit einem Crossdresser verheiratet und freu mich auf tolle Gespräche.
Hallo Nachtfee,
mir geht's wie dir....

Liebe Grüße
Jade
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 12:23
von Nachtfee
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 16. Okt 2025, 07:05
@Nachtfee, liege ich damit völlig fasch ? Was ist das Spannende für Dich in diesem Forum ?
Hallo Vicky.
Nein, damit liegst du nicht völlig falsch.
Was ist das Spannende für mich?
Spannende ist hier das absolut falsche Wort.
Mein Gedanke war ein wenig mich mit "dieser Welt" zu erfassen und verschiedene Seiten kennen zu lernen.
Ich kann mit meinem Mann über alles reden und er mit mir. Und auch er findet es gut, dass ich mich in einem Forum angemeldet habe, ist es doch eine große Welt mit verschiedensten Einstellungen, Problematiken, schöne Geschichten.
Von meiner Seite aus war es somit Interesse, Erfahrungsaustausch und Neugierde.
Nie war und ist es meine Absicht eine störende Dynamik zu entwickeln
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 12:28
von Nachtfee
Franzi42 hat geschrieben: Do 16. Okt 2025, 11:04
Vicky_Rose hat geschrieben: Do 16. Okt 2025, 07:05
Was ist das Spannende für Dich in diesem Forum ?
Hallo Nachtfee,
Diese Frage habe ich mir tatsächlich auch gestellt.
LG Franzi
Hallo Franzi,
hab bei Vicky kommentiert.
Hier kannst du meine Antwort lesen.
Sollte sie dir nicht schlüssig sein oder du noch Fragen hast, bitte jederzeit.
LG, Nachtfee
Re: Frau eines Crossdressers
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 12:30
von Jaddy
Zwei Fische schwimmen im See nebeneinander her, als ihnen ein dritter entgegenkommt und sie grüßt: "Hey, na wie ist das Wasser?"
Die beiden schwimmen weiter und nach einiger Zeit meint der eine zum anderen, "Was ist Wasser?"
Ich denke, die Parallele ist klar, oder? Die allermeisten Menschen bewegen sich in unserer real unglaublich stark gender-getrennten Welt, ohne diese Segregation und Unterschiedsbildung (noch) zu bemerken. Je "cissiger" sie sind (und wenig Kontakt zu TIN Leuten), umso mehr. Es ist einfach "normal". Auch "die andere Seite" nicht wahrzunehmen. Frag 100%-cis Männer nach Vorsichtsmassnahmen in der Öffentlichkeit, frag 100%-cis Frauen nach Status-Problemen und Angst vor Unzulänglichkeit.
Aus der "Normalität" einerseits und der Nicht-Wahrnehmung anderseits kommt (mE) auch dieses "wieso, ich behandle doch alle Menschen gleich" ("I see no color/race/gender/..."). Nein, tun wir nicht. Kein Mensch behandelt andere ohne Ansehen ihrer spezifischen Features. Das Wasser unserer Verhaltensweisen ist einfach so eingeschliffen, dass wir es nicht wahrnehmen, solange wir nicht wegen einer ungewohnten Situation gezwungen sind, unsere Automatismen zu justieren - sprich: Wenn wir mit Menschen konfrontiert sind, deren Signale widersprüchliche Muster aktivieren.
Allerdings gibt es auch "Fische", die "fischiger" (neurodivergenter) sind als andere. Die tatsächlich diese Unterschiede nicht wahrnehmen, die bei anderen Menschen ganz unbewusst antrainierte Rollen-Automatismen aktivieren. Sie müssen diese Normen entweder aktiv lernen, um sich unauffällig zu integrieren, oder sie werden häufiger mal als -hm- sozial nicht ganz so geschmeidig wahrgenommen, was casual smalltalk und empathische Integration in Gruppen angeht. Für solche Menschen sind abweichende Situationen a) schwer zu erkennen und b) nicht unnormal, weil sie eh immer über die Ration gehen müssen, statt intuitive Routinen abzuspielen.
Ich möchte Nachtfee das nicht unterstellen, das wäre reine Projektion, aber vielleicht als Möglichkeit zum Nachdenken in den Raum stellen. So in der Art "Ich hab dich als meinen Mann abgespeichert, egal was du anziehst [=ich nehme die sozialen Signale dessen gar nicht wahr] und wieso sollte irgendwer das anders machen?"
Interessant, wie sich das hier entwickelt 🤔
Verfasst: Do 16. Okt 2025, 14:36
von Nachtfee
Wie bereits erwähnt, wollte ich etwas in die Welt eintauchen.
Einfach aus persönlichem Interesse.
Es ist jedoch interessant, wie teilweise (nicht alle) Leute hier glauben über mich philosophieren zu müssen, ohne mich und MEINE Geschichte zu kennen.
Wir sind hier immer noch in einem Vorstellungspost.
Somit nochmal an die, wo denken mich zu interpretieren ... bevor ihr was über mich schreibt ... FRAGT MICH. Ich bin hier.
Die meisten können das ja auch.