... und ich muss mich damit nicht verstecken.Tira hat geschrieben: Mo 7. Jul 2025, 12:48 Meine geschlechtliche Ausprägung, meine Sexualität und mein Gender geht niemand etwas an, schon garnicht um es zu misbrauchen oder zu seinem Vorteil/meinen Nachteil zu nutzen.
Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15 - # 4
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Jaddy
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Gleich noch ein zusätzliches
zum <3 dazu. Und einen Zusatz:
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Violetta-TransFlower
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Hallöchen Natalie,
Ist vielleicht wegen der "Menge Text" der Anderen untergegangen.
Ich hätte gerne noch meine Fragen beantwortet:
viewtopic.php?p=407232#p407232
Grüße aus Ostthüringen
Violetta
🌺 Das Glück 🍀 wohnt wieder in meinem Herzen 💜🙏
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Gerade eben habe ich von einem Kollegen erfahren, daß mein alter Chef die Sendung gehört hat und ziemlich verwirrt war.
Er war bis ins Jahr 2009 mein Chef und kennt mich dadurch nur als Mann.
Sieh an, haben es wohl doch ein paar Leute gehört, die keinen queeren Hintergrund haben.
Der Kollege hat es aber schon aufgeklärt, sehr schön.
Eure Violetta
Er war bis ins Jahr 2009 mein Chef und kennt mich dadurch nur als Mann.
Sieh an, haben es wohl doch ein paar Leute gehört, die keinen queeren Hintergrund haben.
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Andrea aus Sachsen hat geschrieben: So 6. Jul 2025, 22:35 .
Ich gehöre zu denen, die ein gespaltenes Verhältnis zu der ganzen CSD-Bewegung haben. So wie ich es verstehe, soll diese für Akzeptanz von Menschen aus dem LSBTIQ-Spektrum werben. So weit gehe ich hier voll mit.
Ich komme zwar nicht aus der Werbebranche, weiß aber, dass es darauf ankommt, eine Sache oder Menschen, die beworben werden sollen, in einem positiven Licht darzustellen. Dieser Grundsatz wird meines Erachtens hier eklatant verletzt, was zu einer gegenteiligen Wirkung führt. Die meisten Außenstehenden fühlen sich durch die schrillen Outfits und unrealistischen Darstellungen von Lebenssituationen eher abgestoßen. Selbst ich als Betroffene sehe mich dadurch nicht vertreten und gehe nicht zu CSD-Veranstaltungen.
Mir geht in diesem Zusammenhang immer wieder der Gedanke durch den Kopf: „Die Leute sollen von mir aus knallbunte Plakate tragen, sich sonst aber als ganz normale Menschen präsentieren.“ Ob das zu mehr Akzeptanz führen würde?
Vielleicht gibt es ja hier im Forum Expert(inn)en mit anderen Vorschlägen, wie unsere Belange besser rübergebracht werden könnten.
Mein Fazit: Es ist wichtig, die Interessen von LSBTIQ einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen. CSD-Veranstaltungen in ihrer heutigen Form halte ich dafür jedoch nur sehr bedingt bis gar nicht geeignet.
Dankeschön. Genau das möchte ich im Grunde sagen.
Das was mir hier von manchen in den Mund (bzw in den Text) gelegt wird - spiegelt ebenfalls das wieder was mich persönlich an der queer Bewegung abstößt/nervt. Wenn man Kommentare unter manchen Postings liest - stößt genau dieses "es ist mein Grundrecht" rücksichtslos Verhalten auf Unverständnis, Ablehnung und erzeugt Widerstand.
Jeder kann sein wie man Will - man muss aber immer die grenzen anderer respektieren. Und das das ins Gegenteil schlagen kann - sieht man derzeit überall auf der welt wo es auch rechtlich Rückschritte gibt.
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Ich persönlich empfinde manche Kommentare unter csd/quer Beiträgen schon - ja - beängstigend/bedrohlich auf eine gewisse weise. Es sorgt zumindest dafür das ich mir 3 mal überlege ob ich mich "komplett als Frau gekleidet/geschminkt" überhaupt nach draußen trauen kann ohne "Repressalien" zu erhalten. Darum würde ich auch wahrscheinlich nicht "unpassend" raus gehen wollen.Violetta CD hat geschrieben: Di 8. Jul 2025, 05:49
Hallöchen Natalie,
Ist vielleicht wegen der "Menge Text" der Anderen untergegangen.
Ich hätte gerne noch meine Fragen beantwortet:
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Aber für mich ist das derzeit noch so neu - das ich gerade mal weiß wie Schminke geschrieben wird und ich noch gar nicht weiß wie weit ich das überhaupt treiben möchte (also für mich - nicht wegen denen da draußen).
Zumindest sorgen diese "hass Kommentare" die auf (nachvollziehbarem) Unverständnis beruhen dafür das - sollte es dann doch soweit kommen ich zumindest sowas wie "tier abwehr spray" dabei hätte - aus Selbstschutz.
Wahrscheinlich wird es aber eher auf eine Art "femininer ausgeh Style " werden wo ich trotzdem als mann mann sein kann raus laufen.
Das weiß ich aber derzeit noch nicht. Der Aufwand (schminken, Perücke, silicon Busen etc) ist mir derzeit einfach zu groß, zu viel und zu teuer bis ich ein "Match " soweit hin bekommen würde das es in der Öffentlichkeit durch geht. Mal schauen worin ich mich am ende dann auch wirklich Wohl drin fühle. Das wird die Zeit zeigen.
Momentan zumindest habe ich andere Sorgen - aber das gehört nicht in diesen Post.
Gruß Natalie alias Marco
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Oh je oh je. Offenber läuft bei einigen hier heftigstes Kopfkino. Sowohl was CSDs angeht, als auch bezüglich (mehr oder weniger) erkennbar queer draussen rumzulaufen ... oder jedenfalls nicht so cis-hetero, wie andere das wohl erwarten.
Erstmal: Die Prides sind sehr sehr sicher, friedlich und harmlos. Geht hin, "getarnt", wenn ihr wollt und guckt euch das an. Es ist bunt und fröhlich. Von den Queers wird euch nichts passieren. Egal wie sie aufgedresst sind. Und bei allen Nachrichten von Gegendemos und dergleichen: Das sind - wenigstens aktuell - Einzelfälle und ihr seid nicht Zielgruppe, wenn ihr da krachend biederbürgerlich auftaucht. Mag im extrem blau-braunen Osten anders sein, aber (mindestens) in den Großstädten gibt es da keinen Grund sich zu fürchten.
Dann was das so draussen rumlaufen angeht: Auch das ist - in den allermeisten Fällen - sehr sehr sicher. Selbst in Berlin, mit gutem Monitoring und hoher Anzeigequote, geht es um null-komma-Promille. In "zivilisierten" Gegenden sind "wir" sicherer als cis Frauen im ganz normalen Leben. Denkt mal daran. Also keine Panik, sondern eher reality check.
Erstmal: Die Prides sind sehr sehr sicher, friedlich und harmlos. Geht hin, "getarnt", wenn ihr wollt und guckt euch das an. Es ist bunt und fröhlich. Von den Queers wird euch nichts passieren. Egal wie sie aufgedresst sind. Und bei allen Nachrichten von Gegendemos und dergleichen: Das sind - wenigstens aktuell - Einzelfälle und ihr seid nicht Zielgruppe, wenn ihr da krachend biederbürgerlich auftaucht. Mag im extrem blau-braunen Osten anders sein, aber (mindestens) in den Großstädten gibt es da keinen Grund sich zu fürchten.
Dann was das so draussen rumlaufen angeht: Auch das ist - in den allermeisten Fällen - sehr sehr sicher. Selbst in Berlin, mit gutem Monitoring und hoher Anzeigequote, geht es um null-komma-Promille. In "zivilisierten" Gegenden sind "wir" sicherer als cis Frauen im ganz normalen Leben. Denkt mal daran. Also keine Panik, sondern eher reality check.
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Blau ist vollkommen richtig,aber extrem braun ??? Eine recht merkwürdige Formulierung.
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Hallo in die Runde,
so dann rede ich jetzt auch mal mit.
Hier wird meiner Meinung nach einiges verwechselt und durcheinander ohne Kontext produziert.
Zum CSD:
Cologne-Pride sagt dazu:
Der Christopher Street Day (CSD) erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village: In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit trans- und homosexuellem Zielpublikum. Besonders betroffen von Misshandlungen und Willkür waren Afroamerikaner und solche mit lateinamerikanischer Herkunft. Als sich an diesem Abend insbesondere Dragqueens und transsexuelle Latinas und Schwarze gegen die wiederkehrenden Kontrollen wehrten, war dies der Anfang für tagelange Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei. Um des ersten Jahrestages des Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seitdem wird in New York am letzten Samstag im Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug gedacht. Daraus ist eine der größten internationalen Menschenrechtsbewegungen geworden, die im Sommer in vielen Ländern eine Demonstration für die Rechte von Schwulen, Lesben und allen sexuellen Minderheiten organisiert. In der heutigen Zeit findet in Köln jährlich am ersten Juli-Wochenende eine der größten CSD-Demonstrationen in Europa statt.
Quelle: https://www.colognepride.de/verein
Demnach geht es also um sexuelle Minderheiten. Wie aus der Historie zu lesen ist, geht es dabei vielmehr um die geschlechtliche Zuordnung, nicht um die sexuelle Gesinnung oder gar Vorlieben, Fetische oder andere Dinge, die beim Sex unter Menschen vorkommen.
Von daher haben hier Fetische, BDSM, Kinky stuff oder was auch immer nichts verloren.
QUEER:
Quelle: https://www.fes.de/wissen/gender-glossar/queer
Auszugsweise:
"Queer ist ein Sammelbegriff für sämtliche geschlechtliche Identitäten und sexuelle Orientierungen, die sich nicht in das binär geprägte System der Heterosexualität einordnen lassen. Die Queer Theory der 1990er Jahre ist Teil der Gender Studies und beleuchtet als Kulturtheorie den Zusammenhang zwischen biologischen Geschlecht (sex), sozialem Geschlecht (gender) und sexuellem Begehren (desire)."
Auch hier sehe ich keine Verbindung zur BDSM Scene oder ähnlichem, da diese sich ja nicht nach der geschlechtlichen Orientierung ausrichten.
LGBTQ+
Bedarf hier wohl keiner weiteren Definition, steht aber auch für die Vielfalt an geschlechtlichen Identitäten, nicht sexuellen Vorlieben.
Insofern bin ich gerade hier in unserer Community sehr überrascht bis schokiert, dass sich hier einige scheinbar mit dem Thema, um das es beim CSD geht so überhaupt gar nicht auseinander gesetzt haben.
Die Definitionen oben sind eindeutig, da braucht man hier auch gar nicht weiter drüber diskutieren.
Jede Auffassung, die in eine andere Richtung geht, wird durch die oben erwähnten Definitionen bereits widerlegt.
Also worüber streiten?
Das man es doof findet?
Andere Meinung ist?
Kann man, ändert aber nichts an den Tatsachen.
Für Tier Fetische gibt es zB Deutschlandweit Pet-Play Treffen.
BDSM Scene ist riesig und auch dort gibt es ne Menge Events und Locations, wo man das mehr oder weniger öffentlich ausleben kann.
Auf einem CSD hat das NICHTS zu suchen, auch wenn es geduldet wird, es beschädigt uns hier alle.
Nicht meine Meinung, würde gerne in meinem Fetisch BDSM Zeugs auf der Straße rumlaufen, aber es ist Stand der Dinge, dass das nichts mit Queer, LGBTQ+oder dem CSD zu tun hat.
Ein bisschen den Blick auf die Außenwelt sollte man schon noch haben, wenn man so wie man ist auch Akzeptanz erwarten will.
Sehr nachdenkliche aber immer liebe Grüße
Daniela
so dann rede ich jetzt auch mal mit.
Hier wird meiner Meinung nach einiges verwechselt und durcheinander ohne Kontext produziert.
Zum CSD:
Cologne-Pride sagt dazu:
Der Christopher Street Day (CSD) erinnert an den ersten bekanntgewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village: In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es immer wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit trans- und homosexuellem Zielpublikum. Besonders betroffen von Misshandlungen und Willkür waren Afroamerikaner und solche mit lateinamerikanischer Herkunft. Als sich an diesem Abend insbesondere Dragqueens und transsexuelle Latinas und Schwarze gegen die wiederkehrenden Kontrollen wehrten, war dies der Anfang für tagelange Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei. Um des ersten Jahrestages des Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seitdem wird in New York am letzten Samstag im Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug gedacht. Daraus ist eine der größten internationalen Menschenrechtsbewegungen geworden, die im Sommer in vielen Ländern eine Demonstration für die Rechte von Schwulen, Lesben und allen sexuellen Minderheiten organisiert. In der heutigen Zeit findet in Köln jährlich am ersten Juli-Wochenende eine der größten CSD-Demonstrationen in Europa statt.
Quelle: https://www.colognepride.de/verein
Demnach geht es also um sexuelle Minderheiten. Wie aus der Historie zu lesen ist, geht es dabei vielmehr um die geschlechtliche Zuordnung, nicht um die sexuelle Gesinnung oder gar Vorlieben, Fetische oder andere Dinge, die beim Sex unter Menschen vorkommen.
Von daher haben hier Fetische, BDSM, Kinky stuff oder was auch immer nichts verloren.
QUEER:
Quelle: https://www.fes.de/wissen/gender-glossar/queer
Auszugsweise:
"Queer ist ein Sammelbegriff für sämtliche geschlechtliche Identitäten und sexuelle Orientierungen, die sich nicht in das binär geprägte System der Heterosexualität einordnen lassen. Die Queer Theory der 1990er Jahre ist Teil der Gender Studies und beleuchtet als Kulturtheorie den Zusammenhang zwischen biologischen Geschlecht (sex), sozialem Geschlecht (gender) und sexuellem Begehren (desire)."
Auch hier sehe ich keine Verbindung zur BDSM Scene oder ähnlichem, da diese sich ja nicht nach der geschlechtlichen Orientierung ausrichten.
LGBTQ+
Bedarf hier wohl keiner weiteren Definition, steht aber auch für die Vielfalt an geschlechtlichen Identitäten, nicht sexuellen Vorlieben.
Insofern bin ich gerade hier in unserer Community sehr überrascht bis schokiert, dass sich hier einige scheinbar mit dem Thema, um das es beim CSD geht so überhaupt gar nicht auseinander gesetzt haben.
Die Definitionen oben sind eindeutig, da braucht man hier auch gar nicht weiter drüber diskutieren.
Jede Auffassung, die in eine andere Richtung geht, wird durch die oben erwähnten Definitionen bereits widerlegt.
Also worüber streiten?
Das man es doof findet?
Andere Meinung ist?
Kann man, ändert aber nichts an den Tatsachen.
Für Tier Fetische gibt es zB Deutschlandweit Pet-Play Treffen.
BDSM Scene ist riesig und auch dort gibt es ne Menge Events und Locations, wo man das mehr oder weniger öffentlich ausleben kann.
Auf einem CSD hat das NICHTS zu suchen, auch wenn es geduldet wird, es beschädigt uns hier alle.
Nicht meine Meinung, würde gerne in meinem Fetisch BDSM Zeugs auf der Straße rumlaufen, aber es ist Stand der Dinge, dass das nichts mit Queer, LGBTQ+oder dem CSD zu tun hat.
Ein bisschen den Blick auf die Außenwelt sollte man schon noch haben, wenn man so wie man ist auch Akzeptanz erwarten will.
Sehr nachdenkliche aber immer liebe Grüße
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Dann hätten die Poster solcher Kommentare ja ihr Ziel erreicht: Dich so einzuschüchtern, dass Du Dich nicht mehr traust deine Träume zu leben. Aber wäre das nicht furchtbar traurig? Hat nicht jeder Mensch das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, zumal wenn es überhaupt nicht auf Kosten anderer geht?Natalie_cross hat geschrieben: Di 8. Jul 2025, 19:29 Ich persönlich empfinde manche Kommentare unter csd/quer Beiträgen schon - ja - beängstigend/bedrohlich auf eine gewisse weise. Es sorgt zumindest dafür das ich mir 3 mal überlege ob ich mich "komplett als Frau gekleidet/geschminkt" überhaupt nach draußen trauen kann ohne "Repressalien" zu erhalten.
Ja, es gibt mittlerweile leider viele die im Netz kübelweise Hass und Hetze ausschütten, gerne auch im Auftrag einer gefühlten Mehrheitsmeinung. Bitte lasse Dich davon nicht abschrecken, denn die Realität sieht vollkommen anders aus und hat mit Social Media herzlich wenig zu tun. Ich laufe seit einigen Jahren in freier Wildbahn herum, auch in ziemlich dunklen Ecken, und kann die wirklich bedrohlichen Situationen an einer Hand abzählen. Aber auch die liessen sich mit ein paar scharfen Worten und selbstbewusstem Auftreten deeskalieren. Tierabwehrspray wäre da immer kontraproduktiv gewesen. Stattdessen ist meine Erfahrung, dass mich sehr, sehr viele Menschen sehr herzlich behandeln. Wildfremde Menschen (Frauen wie Männer) verteilen Komplimente oder teilen ihre komplette Lebensgeschichte mit mir, man bekommt aus heiterem Himmel Drinks spendiert und Verkauspersonal ist extra bemüht. Manchmal wird es surreal, da geben mir arabische Türsteher ein high five und lotsen mich mich an langen Schlangen vor Clubs vorbei und eine Hotelangestellte gab mir nach einem kurzen Plausch über meine Beine ein fettes Zimmerupgrade. Ich wurde nie auf einer Damentoilette komisch angeschaut, im Gegenteil habe ich dort einige tolle Gespräche geführt. Je offener und unverkrampfter ich mit meiner Identität umgehe, umso offener werden alle anderen. Das hätte ich mir vorher nie im Leben träumen lassen!!
Es gibt eigentlich nur zwei Schreckgespenster: Alkoholisierte Halbstarke auf der Straße und Nerd-Incels im Netz. Bei beiden geht es irgendwie um Gruppendynamik bzw. darum sich selbst vor anderen zu beweisen. Wenn die Kommentarspalten mit Hass zugemüllt werden, heisst das nicht dass es eine Mehrheit ist. Da sind systematisch Leute am Werk die viel Zeit am Computer verbringen (und wenig im realen Leben), multipliziert mit ganz vielen Sockenpuppen-Accounts und Retweet-Deppen. Es ist eine kleine Minderheit, die aber sehr laut schreit und daher leider auch politisch gehört, aber auch instrumentalisiert wird. Wir sind halt leider eine ideale Zielscheibe, weil wir für viele noch irgendwie skurril sind. Letztendlich sind wir aber austauschbar gegen Schwule, Juden, Ausländer, Feministinnen, etc. Die Tatsache, dass all diese Gruppen für ihre Rechte kämpfen ist nicht die Ursache des Hasses sondern dessen Folge. Wenn man sich nun wünscht, unsichtbar zu sein und schweigt, kommt das eher einem Kopf-in-den-Sand-Stecken gleich. Die logische Konsequenz muss aber sein, sich zu zeigen wie man ist, es muss ja gar nicht bunt und laut sein. Aber wenn man halt gar nicht zu sehen ist, weil man ein perfektes Cis-Passing anstrebt, ist halt denen nicht geholfen die das niemals erreichen wollen oder können, egal wie "altersgerecht" sie sich kleiden.
Also: Lebe deinen Traum! Wenn irgendjemand Pfui schreit, hat er kein Problem mit Dir sondern eines mit sich! Und ich verspreche Dir, dass es viel seltener vorkommen wird als du jetzt vielleicht glaubst.
LG
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Warst Du dort? Dir sind da nicht zufällig ein paar (viele?) Lederkerle über den Weg gelaufen? Die gehören seit jeher zu den schwulen Sterotypen, ebenso wie die Tunte.Dani_77 hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 11:39 In der heutigen Zeit findet in Köln jährlich am ersten Juli-Wochenende eine der größten CSD-Demonstrationen in Europa statt.
....
Von daher haben hier Fetische, BDSM, Kinky stuff oder was auch immer nichts verloren.
Und nein, die tragen das nicht (nur) zum Motorradfahren.
LG
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Hey..Dani_77 hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 11:39 Auf einem CSD hat das NICHTS zu suchen, auch wenn es geduldet wird, es beschädigt uns hier alle.
ich glaube, das ist so in der Absolutheit falsch und bei jedem CSD wohl regional anders geregelt.
Soweit ich das Konzept von Pet Play, BDSM, Cosplay..egal was, richtig verstanden habe, sind das alles
erst einmal soziale Rollenspiele, die sexuell konotiert sein können, aber nicht müssen.
Ob es sexuell wird, hängt doch an einer expliziten Handlung..
Pet Play sieht vielleicht also etwas abgefahrener aus, ist aber quasi wie Crossdressing oder Fasching, richtig?
Werden keine Handlungen gezeigt, sollte das doch okay sein und ist dann nur als Kleidung für eine Rolle zu werten.
Geh nach Irian Jaya, dort tragen die Männer ausgehöhlte Kürbisse auf ihrem besten Stück, sieht für uns seltsam aus,
aber ist für die Stämme dort völlig fein..
die Welt und alles was es gibt hört nicht hinter Bielefeld auf.
Konkrete Frage: wurdet ihr in eurem Umfeld schon mal nach Pet Playenden Personen gefragt und hattet
ihr einen Schaden davon? Ich tatsächlich nicht und nur weil ich trans*/inter* bin wurde ich auch noch nie in
die Nähe davon gerückt..meine lokale Blase ist zu 90% cis-het, aber von den Nationalitäten, Religionen und Alter
her sehr divers..
ich glaube würde ich fragen würde ich fast zu 100% die Antwort bekommen, wenn
die Personen das so leben wollen find ich das zwar leicht verrückt aber okay..
Manchmal frag ich mich, ob es ein Fetisch ist sich über andere aufzuregen - besonders bei speziellen politischen Orientierungen.
neeeein, ist kein Fetisch, aber Geschäftsmodel
habt es gut Marie
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Jaddy
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Da hast du viel zitiert, aber nicht die gelebte Realität - die normative Kraft des faktischen - mit einbezogen. BDSM und andere kinky Varianten waren immer Teil von "sexuelle Orientierung" bzw Teil der ausgelebten nicht cis-hetero-Sexualitäten. Was meinst du passierte in den Hinterzimmern des Stonewall Inn und anderer queerer Clubs? Die Begriffe Darkroom und Sling kommen aus der Zeit. Der Hanky Code wurde so um die Stonewall Riots herum erfunden.
Wenn du der schwulen Community erzählen willst, dass wesentliche Teile ihrer Sexualität nichts auf den Prides zu suchen haben, lachen die dich aus. Wie an mehreren Stellen beschrieben, sind entsprechende Accessoires gängig auf CSDs und zwar nicht nur als Modeschmuck, sondern als Ausdruck der Identität und des Widerstands, deswegen diskriminiert zu werden.
Es wurde nie die Anwesenheit von Kink an sich in Frage gestellt, sondern maximal die -hm- Intensität oder bestimmte Darstellungen. Konkret ging es um Knebel und (SM)Masken. Hunde- und Pferdemasken sind in der Community quasi unstrittig okay. Allein die Polizei hat vereinzelt wegen Vermummung Probleme gemacht. Die wurden aber allersamt gerichtlich beseitigt. Wie gesagt, ich war seit 1997 dabei, vor allem auf der Cologne Pride und in Hamburg. In der Regel bei den BDSM-Gruppen, die alle offiziell bei den CSD-Vereinen angemeldet waren. Wir haben meines Wissens damals die ersten Petplay-Gruppen gestellt und sind tw mit mehr als einem halben Dutzend Gespannen gelaufen. Viele Zuschauende haben uns jedes Jahr erwartet. Pferdchen und Wuffels haben mit den Leuten am Strassenrand geschäkert. Guck es dir zB hier an. Also erzähl mir nicht, was auf einen CSD gehört oder nicht.
Dass wir da keine Leute real schlagen, dass wir kein Blut oder andere Körperflüssigkeiten zeigen, dass wir keine Genitalien entblössen oder gar damit rummachen, ist breiter Konsens zwischen Veranstaltenden und Teilnehmenden und steht auch in den Teilnahme-Regeln. Wenn mal einzelne über die Stränge schlagen, greifen normalerweise die Ordnungsleute der Veranstaltung ein.
Aber ganz grundsätzlich mal: Es geht nicht nur ums Händchenhalten, sondern um alle Formen einvernehmlicher Sexualität, Liebe, Geschlecht, usw. Egal wie sie von aussen aussieht, egal ob wir sie persönlich toll, egal oder eklig finden. Alle haben das Recht, sich entsprechend auszuleben. Wie mit der Meinungsfreiheit (und dem fälschlich Voltaire zugeschriebenen Spruch). Darum ging es von Anfang an auf den CSDs. Wer sich wirklich mal mit Queer-Theorie beschäftigt oder zumindest ein intuitives Verständnis des gemeinsamen Kerns hat, weiss, dass keins von uns frei ist, bevor nicht alle frei sind. Solange allein die Idee existiert, andere Menschen wegen ihres Geschlechts oder ihres sexuellen Begehrens unterdrücken oder bestrafen zu wollen, ist die "Grenze" nur variabel und alle erreichten Freiheiten unter Vorbehalt.
Wir wissen ja auch, dass Freiheit von Rassismus keine Frage der Hautfarbe sein darf. Motto: Je dunkler, desto mehr darf diskriminiert werden. Es bedeutet vielmehr, dass überhaupt nicht nach rassistischen Kategorien unterschieden werden darf.
Es ist leider wahr, dass solche Ansätze nicht nur von aussen kommen. Auch innerhalb denken manche, dass sie "die Grenze" anhand von Praktiken ziehen könnten. Das ist aber Unfug. Die ethische Legitimation queerer Praxis funktioniert viel grundsätzlicher und abstrakter.
Wir können uns gerne darüber unterhalten, wie bestimmte Nuancen oder Darstellungen wirken, und ich kann ein paar Jahrzehnte Praxiserfahrung damit einwerfen. Aber apodiktische Statements anhand von Vereins-Webseiten... sorry, aber das ist Quatsch.
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Tut mir leid, ich muss den Trailer nochmal bringen
"inzwischen gibt es Menschen die sich als Katzen (mau
, ja hey ich bin löwegeboren, deswegen nennt mich mein
Lieblingsmensch auch "Meine Löwin") identifizieren, müssen wir jetzt alle öffentlichen Toiletten mit Katzenklos ausstatten?"
(Streu tauschen nicht vergessen! Hihi..)
"inzwischen gibt es Menschen die sich als Katzen (mau
Lieblingsmensch auch "Meine Löwin") identifizieren, müssen wir jetzt alle öffentlichen Toiletten mit Katzenklos ausstatten?"
(Streu tauschen nicht vergessen! Hihi..)
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Genauso ist es!Lavendellöwin hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 13:24Dani_77 hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 11:39 Auf einem CSD hat das NICHTS zu suchen, auch wenn es geduldet wird, es beschädigt uns hier alle.
Den Schaden haben wir, weil sehr viele Leute davon irritiert sind und trans* nicht mehr ernst nehmen. Es wirkt eben sehr fremd und dadurch sind wir zum Feindbild geworden. Das hat der trans-community einen riesengroßen Schaden zugefügt.Lavendellöwin hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 13:24 Konkrete Frage: wurdet ihr in eurem Umfeld schon mal nach Pet Playenden Personen gefragt und hattet
ihr einen Schaden davon? Ich tatsächlich nicht und nur weil ich trans*/inter* bin wurde ich auch noch nie in
die Nähe davon gerückt
LG Claudia
The greatest act of courage is to be & own all that you are. Without apology.
Without excuses & without any masks to cover the truth of who you truly are.
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Lavendellöwin
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Re: Mitreden! Deutschland diskutiert Angriff auf die Vielfalt: Wird "queer" zum Feindbild? 30.6.: 20:15
Hey..
das bestimmen aber die Veranstalter, offensichtlich haben diese eine andere Meinung..und die zählt an der Stelle.
Hat dir das eine Person genauso gesagt? Zu dir persönlich..hat dir deshalb, weil Personen auf einer Demo mitlaufen, wer die Freundschaft entzogen?Claudia hat geschrieben: Mi 9. Jul 2025, 16:20 Es wirkt eben sehr fremd und dadurch sind wir zum Feindbild geworden. Das hat der trans-community einen riesengroßen Schaden zugefügt.
Mir nicht, das ist meine Erfahrung, aber vielleicht kann mein Umfeld auch einfach besser zwischen mir als Person und anderen Personen
oder was in einer Community geht oder nicht geht unterscheiden...und da bin ich auch echt froh drüber..
was mich irritiert ist, wenn ich eine Frage an alle nach ihren Erfahrungen richte, eine allgemeine, verge - wir - te Antwort kommt.
Da frag ich mich einfach, ob die Empörung denn auch überhaupt echt ist..tut mir echt leid.
Was ich gerne sehen und lesen möchte ist das Eigene..nicht dieses diffuse Community-Headline-in-SocialMedia-oder-SpringerMedien-Ding.
Etwas entgleist, Marie
Zuletzt geändert von Lavendellöwin am Mi 9. Jul 2025, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.