Olivia de la Crossé - My Way.
Olivia de la Crossé - My Way. - # 4

Lebensplanung, Standorte
Joo
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 46 im Thema

Beitrag von Joo »

Hallo Olivia,
danke für deine Geschichte, es hat mir irgendwie gut getan sie zu lesen. Ich wünsche dir weiterhin viel Glück und Erfüllung auf deinem Weg.

LG Joo
(yes)
Mein Name ist Mensch.
Die Toleranz der Anderen ist meine Freiheit.
Olivia de la Crossé
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 47 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

Liebe Joo,
vielen Dank für Dein Lob. Es freut mich sehr, daß ich mit dem Aufschreiben meiner Geschichte(n) andere in der einen oder anderen Art unterstützen kann.
Meine Geschichte wird natürlich fortgesetzt...
LG Olivia
Ich kenne keinen Grund warum ich nicht Frauenkleidung anziehen sollte - ich kenne viele Gründe, warum ich es tue. Deshalb bin ich hier...
Olivia de la Crossé
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 48 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

Fortsetzung My Way...

Meine Vorliebe für einteilige Badeanzüge, Bodys auch mal Korsetts und andere Dessous lebte ich viele Jahre ungestört aus. Allerdings nur zuhause, abgesehen vom gelegentlichen Einsatz einer meiner Badeanzüge zum Schwimmengehen. Ich entwickelte diese Leidenschaft eine Zeitlang in die Richtung "Damenkleidung zu Männersachen machen", d.h. ich modifizierte z.B. Spitzenbodys so, daß unten mehr PLatz war und oben alles platt wurde, Körbchen weg. Damit schafft ich mir Herrenunterwäsche mit dem komfortablen Tragegefühl von Damenunterwäsche - eine Zeitlang fand ich das gut, offenbar braucht ich das, um vor mir zu rechtfertigen, daß ich DWT bin. Entsprechend modifizierte Stücke verwendet ich eine Zeit lang im Alltag als Unterwäsche. Gesehen hat sie niemals jemand.
Irgendwann kam das zu einem Ende. Warum weiß ich nicht. Ich sah nun mehr die Seite "feminine Kleidung muss auch feminin getragen werden". Etwas mehr Mut bitte. Den Body mit den hard-Cups so anzuziehen, das sah ja nun irgendwie blöd aus. Ich hatte ja so schöne Bodys in meiner Sammlung, die müßte ich doch besser wirken lassen. Also hab ich meine Nähte für die platten Körbchen wieder aufgetrennt. Ich kann mich noch sehr gut an das erst Mal erinnern, als ich die zwei Körbchen mit passenden Schaumgummi-Imitaten ausgefüllt habe und so vor dem Spiegel stand. Das sah total gelungen aus, eine andere Welt im Vergleich zu vorher mit leeren Körbchen. Was für Kurven - an mir. Wieso bin ich nicht schon früher darauf gekommen das so zu machen?
Mit den Einlagen (nur gefüllte Körbchen ohne Träger) kam ich dann nicht weit. Sie verrutschen zu schnell. Also komplette BH's und deren Körbchen ausfüllen. Die Träger sind zwar zu sehen, aber alles bleibt da wo es sein soll und der Body darüber wirkt richtig kurvig. Ich nähte mir geeignete BH'S in B, C, D-Größen und unterschiedliche Farben, so daß jede Body-Größe und -Farbe prall ausgeformt werden konnte.
Für draußen habe ich das nie benutzt, nach draußen geht's weiter mit Dessous drunter aber ohne Kurven.
Bis dahin fand ich Fotos von mir selbst in Damenunterwäsche immer schrecklich und unästhetisch, habe ich sofort alle gelöscht. Da ich gerne fotografiere dachte ich, das muß doch so hinzubekommen sein, daß ich gut aussehe, wenn ich Damenunterwäsche an habe. Leider läßt sich damit ja fast nichts kaschieren. Die Figur muss schon von sich aus gut und stimmig aussehen. Mit 'nem Kleid geht das einfacher. Obwohl ich schlank bin zeigten die ersten Fotos aus dieser Zeit auch eher eine Vogelscheuche als das was ich mir so vorgestellt hatte.
Vor allem die Hüfte sah viel zu schmal aus. Also Hip und But Enhancer gekauft. Immer noch zu schmal. Einlagen mit mehr Schaumgummi solange verstärkt, bis ich weiblich kurvig aussah. Wurde besser, aber die ganzen angezogenen Kurven guckten nun überall unter dem Body heraus. Sah auch wieder total blöd aus, trotz 70er Strumpfhose. Die Fotos verstärken alles noch und ich sah aus wie eine aus Flicken zusammengesetzte Schaufensterpuppe aus dem Nähkurs für Anfänger. Die Kurven waren schon ganz gut, die Bodys sassen perfekt, aber das ganze Kurven- und Trägergeraffel mußte noch so verborgen werden, daß es auch nicht mehr durchscheinen konnte.
Meine schwarzen 100er Strumpfhose für winterliche Einsätze verdeckten zwar fast alles aber damit sah ich nun auch wieder aus wie die Juwelendiebin aus "Über den Dächern von Nizza". Oder wie prüde Mannequins in der 50ern beim Vorführen von Bademode. Weit weg von gut. Bei Amazon entdeckte ich dann eine FSH in 100den in Hautfarbe, die wirklich blickdicht ist. Das war die ideale Basis. Damit konnten die ganzen Enhancer verdeckt werden und darauf dann zB eine Netzstrumpfhose, Strapsstrümpfe oder eine schwarze 20er den getragen werden. Das sieht dann schon recht realistisch aus und Beine enthaaren ist auch kein Thema mehr. Für den Sommer ist das alles natürlich etwas viel, aber wer schön sein will...
So ging das die ganze Zeit und ich bastelte mir einen künstlichen Frauenkörper mit auswählbaren Kurven auf den ich dann Dessous anziehen konnte. Über die "Brüste" kamen eng anliegende Rollkragen Bodys mit langen Ärmeln, farblich abgestimmt zum eigentlichen Dessous oder in Hautfarbe. Echte Haut ist dann nirgends mehr zu sehen. Gerade oben rum siehts dann doch etwas eingepackt aus. Den Transworld BH habe ich noch nicht - das soll unbedingt als nächstes kommen. Ich hoffe, daß mehr Haut zeigen, bei mir dann auch wirklich gut aussieht.
Ein Training in femininer Körperhaltung brachte dann auch eine Quote an gelungenen Fotos, aber erstmal nicht mehr als 5%. Immerhin gabs nun überhaupt welche, die mir gefielen und Tendenz steigend.
Meine Frau sah dieses gelegentliche Treiben mit einem "na, wenn Dir das Spaß macht" und schnappte sich ab und zu das eine oder andere Teil, um es selbst mal zu tragen. ES kamen ja nun immer wieder mal welche dazu...
Bevor ich mich selbst zu meinem eigenen Model machte, hatte ich noch überlegt, ob ich mir eine Schaufensterpuppe kaufe oder mal ein echtes Model miete fürs Fotoshooting meiner Dessous. Kam nicht infrage, ich will ja die Dessous selbst tragen. Beides hätte wohl auch zu Kritik von meiner Frau geführt. So habe ich das alles schnell wieder verworfen, meine Lösung ist besser, kreativer, und ich habe meine Dessous öfter an.
Auf jeden Fall hat mir das einen riesen Spaß gemacht und es hat dazu geführt, daß ich immer öfter als Teilzeitfrau in Dessous vor meiner eigenen Kamera stand - auch wenn viele Bilder doch wieder im Papierkorb landeten. Was ich zunächst nicht bemerkte war, daß sich meine Einstellung zum Tragen von Frauenkleidern dahingehend veränderte, daß ich mich damit nicht nur immer öfter immer wohler fühlte, sondern immer mehr Wert darauf legte auch femininer damit auszusehen was ich anfänglich bewußt versuchte hatte zu unterdrücken. Das ist mir erst später so richtig bewußt geworden und ich fragte mich wie es dazu gekommen ist (Antwortansätze s. frühere Beiträge von mir in diesem Thread).

Fotos von jemanden in Dessous habe ich hier im Forum noch nicht gesehen, deshalb halte ich mich heute damit erstmal zurück...
LG Olivia
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Olivia de la Crossé
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 49 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

Neulich las ich von jemandem, die beruflich mit Männern zu tun hat, die sich gerne gelegentlich zur Frau verwandeln lassen möchten. Sie bietet dies als Dienstleistung mit großem Erfolg an.
Als sie zum "Warum wollen die das?" kam, schrieb sie, daß häufig der Wunsch besteht aus der Rolle, die den Männern zugewiesenen ist wenigstens zeitweise auszusteigen. Die Übernahme von Verantwortung und der daraus resultierende ständige Erwartungsdruck von beruflicher, gesellschaftlicher und privater Seite definiere die Rolle des Mannes für die meisten. Sie fühlen sich in eine sehr fest definierte Rolle eingezwängt aus der es kein Ausbrechen ohne riesige Verluste für sie gibt. Es geht weiter mit dem Ideal männlicher Stärke, Unfehlbarkeit - bloß keine Schwächen zeigen - und daraus permanentem Erfolgsdruck. Daraus resultiere der Wunsch, mal eine Frau zu sein für die ja immer noch (?) andere Rollenverständnisse gelten.
Passt für mich nicht so ganz, weil an Frauen ja auch hohe Erwartungen gestellt werden - nur zT eben andere. Der resultierende Druck ist bei den Frauen doch genauso da - nur eben aus einer anderen Richtung. Den können aber vielleicht viele der Männer, die in ihrer Rolle gefangen sind, nicht so recht erkennen oder nachvollziehen. Oder sie machen sich davon völlig frei, wenn sie selbst ihre eigene Art von Frau sind: als Teilzeitfrau sehen sie sich nicht irgendwelchen fremden Erwartungen ausgesetzt und definieren sich einfach so wie sie sich selbst gerade haben wollen.

Trotzdem, und das scheint mir auch für mich zuzutreffen, kann Mann als Frau den aufgestauten Stress mit dem Kleiderwechsel abbauen. Als Frau fühle ich mich wie in einer anderen Person und bin dann aus meiner üblichen Rolle raus. Der Stress fällt ab. Ich bin jetzt Olivia und was hat die mit dem ganzen alltäglichen Stress dieses Mannes zu tun? Dafür habe dann ja auch den anderen Namen und habe mich von der mir zugewiesenen Rolle möglichst weit entfernt, will ganz anders sein. Der Aufbau einer "zweiten Identität", eben gerade als Frau, hift dabei - ich wechsele auch die Perspektive komplett. Da geht's dann um ganz andere Dinge, die sich vordergründig auf das Äußere konzentrieren aber hinter der femininen Fassade passiert auch eine Verwandlung. Sind's meine ca. 20% weiblichen Anteile, die mir der Persönlichkeitstest bestätigt hat und die ich als Mann immer unterdrücken muss, um die alltäglichen Erwartungen z.B. meiner Chefs und Kollegen zu erfüllen? So richtig klar ist mir das noch nicht, um das zu verstehen bin ich noch am Anfang und erstmal zu sehr mit dem Äußeren beschäftigt.

Wenn es tatsächlich so ist, daß ich den ganzen Stress damit abbauen kann oder wenigstens teilweise und dadurch ausgeglichener und vielleicht sogar gesünder bleibe, dann sehe ich im Crossdressing auch aus diesem Grunde einen echten Gewinn für mich. Hört sich das nach Schönreden an? Meine Frau sieht das nicht so und kann nachvollziehen, daß mein Frausein ein Weg zum Stressabbau ist.

Auf jeden Fall habe ich mich in dem was ich dort gelesen hatte auch wiedergefunden. Und wenn das so stimmt, dann wird es wohl vielen anderen genauso gehen. Mir ist schon klar, daß dies - auch bei mir - nur eine Motivation ist. Ich habe noch einige andere (von denen ich hier jetzt nichts geschrieben habe). Jeder hat mehrere davon und natürlich individuell unterschiedliche. Was meint Ihr zu der Aus-Der-Mannrolle-Ausbrechen Motivation fürs Frausein?

Liebe Grüße - Olivia
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 50 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Olivia

Interessant Deine Betrachtungsweise und mir gefällt, wie Du (wie ich auch) versuchst zu hinterfragen warum Du Deiner Weiblichkeit platz geben möchtest.
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 09:16 Als sie zum "Warum wollen die das?" kam, schrieb sie, daß häufig der Wunsch besteht aus der Rolle, die den Männern zugewiesenen ist wenigstens zeitweise auszusteigen. Die Übernahme von Verantwortung und der daraus resultierende ständige Erwartungsdruck von beruflicher, gesellschaftlicher und privater Seite definiere die Rolle des Mannes für die meisten. Sie fühlen sich in eine sehr fest definierte Rolle eingezwängt aus der es kein Ausbrechen ohne riesige Verluste für sie gibt. Es geht weiter mit dem Ideal männlicher Stärke, Unfehlbarkeit - bloß keine Schwächen zeigen - und daraus permanentem Erfolgsdruck. Daraus resultiere der Wunsch, mal eine Frau zu sein für die ja immer noch (?) andere Rollenverständnisse gelten.
Irgendwie passt für mich diese Aussage nicht. Ich bin ja mehrheitlich eine "Stubentranse" und ich kleide mich in meinem Haus weiblich, einfach weil ich mich in der weiblichen Kleidung einfach wohler fühle. Ich trage aber keine Perücke und schminke mich nicht. Es ist auch für mich kein Rollenwechsel, ich arbeite normal weiter, führe Telefongespräche, nehme an Workshop teil. Die Gesprächspartner hören den männlichen Teil der Daniela.
Auch wenn ich an den Treffs gehe, laufe ich wohl bewusst weiblicher herum, aber meine Gesprpächsführung mit den Schwestern bleibt gleich, nur die Themen sind weiblich: Schminke, Kleidung, Schopping.

Ich habe aber eine Vermutung, da ich selbst Persönlichkeitstests gemacht habe. Du schreibst von 20% Weiblichkeit. In meinen Tests stellte ich fest, dass mein Anteil an Weiblichkeit über 50% ist. Ich vermute nun, dass mein Verhalten in männlicher Kleidung den Anteil Weiblichkeit drin hat. Meine ehemalige Frau und gute Freundin hat mir indirekt gesagt, dass sie mir eine Partnerschaft eingegangen ist, weil ich sie anders behandle als die Männer, die sie vorher (und jetzt) kannte/kennt.
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 09:16 Wenn es tatsächlich so ist, daß ich den ganzen Stress damit abbauen kann oder wenigstens teilweise und dadurch ausgeglichener und vielleicht sogar gesünder bleibe, dann sehe ich im Crossdressing auch aus diesem Grunde einen echten Gewinn für mich.
In dieser Richtung sehe ich das aber auch. Meine weibliche Seite zu Hause auszuleben macht, dass ich ausgeglichener bin. Das merke ich an der Schlafqualität. Es hat aber auch mit meiner gewonnenen Freiheit zu tun. Ich habe mich 45 Jahre angepasst und nun lebe ich wie es mir passt, Heute: Sandaletten, FSH, Tanga, BH (Körbchen C schön gefüllt) und herziges Kleidchen (und bin glücklich)

Lieber Gruss
Daniela
Ich will einfach der sein, der ich wirklich bin: ein Mann, der seine mittlerweile erkannte sehr bedeutende Weiblichkeit vertieft kennenlernen möchte.
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 51 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Olivia de la Crossé hat geschrieben: Do 13. Mär 2025, 21:14 Fotos von jemanden in Dessous habe ich hier im Forum noch nicht gesehen, deshalb halte ich mich heute damit erstmal zurück...
LG Olivia
gallery/album/213
dort sind einige, die meisten noch unter meinem alten Namen Gerda Joanna.
LG Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.

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Olivia de la Crossé
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 52 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

Liebe Daniela,
vielen Dank für Deine Meinung. Bitte entschuldige, daß ich erst jetzt darauf zurückschreibe.
Daniela04 hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 10:52 Irgendwie passt für mich diese Aussage nicht. Ich bin ja mehrheitlich eine "Stubentranse" und ich kleide mich in meinem Haus weiblich, einfach weil ich mich in der weiblichen Kleidung einfach wohler fühle. Ich trage aber keine Perücke und schminke mich nicht. Es ist auch für mich kein Rollenwechsel, ich arbeite normal weiter, führe Telefongespräche, nehme an Workshop teil. Die Gesprächspartner hören den männlichen Teil der Daniela.
Das was Du im Zitat oben geschrieben hast, trifft auch genau auf mich zu - mache ich fast genauso.
Ich denke, daß jeder von uns seine Weiblichkeit anders auslebt und jeder seine eigenen individuellen Gründe dafür hat. Die wahrscheinlich auch noch variieren können. Mir geht es wie Dir - ich fühle mich (sehr oft) in weiblicher Kleidung wohler und trage sie überwiegend zuhause. Das ist einfach so. Trotzdem frage ich mich, wo das herkommt. Das ist mir noch nicht klar. Daher fand ich den Erklärungsansatz interessant, der wenn das so ist, in einer unbewussten tieferen Ebene abspielen mag.
Normalerweise bleibt schminken und Perücke auch bei mir "auf der Strecke", weil die Zeit nicht reicht. Gestern abend hatte ich 2 h Zeit und habe mich geschminkt. Das finde ich sehr schön - dazu eine Perücke getragen. Wenn mein Gesicht dann auch noch - ich sage mal, weiblicher als sonst erscheint, ist das ein tolles Gefühl. Aber eben nur selten, weil ich mit vielen anderen Verpflichtungen ausgelastet bin.
LG Olivia
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 53 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

liebe Juliane,
seit kurzem kann ich Deine beiden Bilder, die Du im Februar angehängt hast, sehen. Nochmal vielen Dank dafür.
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Sa 22. Feb 2025, 08:59 Hallo Juliane,
vielen Dank für das was du geschrieben hast - die Bilder kann ich leider nicht sehen. Keine Berechtigung. Leider weiß ich ja nicht, wann ich sie erhalten werden. Aber wenn, dann schaue ich sie mir natürlich gerne an und schreib Dir dazu.
LG Olivia
Auf dem zweiten Bild, dem neueren mit der Zitronenlimonade, passt die Haarfarbe - so finde ich - besser zu Deinem Gesicht. Was Du mir mit den beiden Bildern sagen wolltest glaube ich verstanden zu haben.
Wenn man die freie Auswahl hat, die Haare (Perücke) zu wählen, dann muss man wohl doch erstmal einiges ausprobieren, bevor man das findet was am besten zum Typ passt. In der Phase bin ich immer noch. Und ehrlich mit sich selbst sein, jedenfalls wenn man authentisch rüberkommen will. Das tust Du auf dem zweiten Foto zu 100%.
Ich finde blond am schönsten, aber es passt nicht zu mir. Musste ich mir auch von meiner Frau erklären lassen (sie ist blond inkl. dem passenden Hauttyp). Bei mir sieht blond aufgesetzt aus. Geht vielleicht fürs Foto mit angepasster Schminke, aber das habe ich bisher auch nicht authentisch hinbekommen.
Meine Frau hat mich beim Kauf der nächsten Perücke beraten und das ist jetzt erstmal ein Fortschritt...
Auf der anderen Seite denke ich - hey - es ist doch gerade das spannende, sich selbst in ganz unterschiedliche Styles zu verwandeln. Auch wenn es mal nicht so ganz stimmig ist. Okay nicht zum Outdoor, da würde ich auch lieber authentisch sein wollen.
Für mich ist das eine faszinierende Facette am Frau sein: Für Frauen gibt's viel mehr unterschiedliche Möglichkeiten und Stile - die möchte ich gerne alle mal ausprobieren... Auch wenn ich hinterher finde, das war nichts.

Ich experimentiere gerne,
LG und Danke an Dich, Olivia
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 54 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Olivia de la Crossé hat geschrieben: So 30. Mär 2025, 08:58 Liebe Daniela,
vielen Dank für Deine Meinung. Bitte entschuldige, daß ich erst jetzt darauf zurückschreibe.
Liebe Olivia
Das ist kein Problem, ich war auch letzte Woche extrem engagiert.
Olivia de la Crossé hat geschrieben: So 30. Mär 2025, 08:58 Mir geht es wie Dir - ich fühle mich (sehr oft) in weiblicher Kleidung wohler und trage sie überwiegend zuhause. Das ist einfach so. Trotzdem frage ich mich, wo das herkommt.
Schön, dann sind wir Schwestern (super)

Ich habe schon eine Erklärung für mich: Mir gefällt seit meiner Jugend elegant gekleidete Damen und zarte Dessous. Ich habe auch seit langem mehrere Pinups-Bücher aus den 50ern. Meine beiden Ehefrauen hatten nicht viel am Hut mit meiner Vorliebe, so dass ich das nun selbst auslebe. Dazu kommt dass ein Kleidchen ja nicht so einschnürend ist wie eine Hose und erstaunlicherweise gibt mir das Tragen eines BHs ein separates Wohlgefühl (vor allem wenn die Spitze leicht aus dem Decolleté herausschaut... (he)
Olivia de la Crossé hat geschrieben: So 30. Mär 2025, 08:58 Wenn mein Gesicht dann auch noch - ich sage mal, weiblicher als sonst erscheint, ist das ein tolles Gefühl. Aber eben nur selten, weil ich mit vielen anderen Verpflichtungen ausgelastet bin.
Genau: heute Abend komme ich ca. 21:00 Uhr von einer Sitzung zurück, umziehen: 5 Minuten, Schminken "forget it"
))):s

Lieber Gruss
Daniela
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 55 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

Liebe Daniela,
Ja, da haben wir dieselben Vorlieben - schön das wir Schwestern sind. Schade, daß Deine Vorliebe nicht von Deinen Frauen geteilt wurde. Ich kann das gut verstehen, obwohl es bei uns ganz anders ist. Mir würde sonst eben viel fehlen.
Schön bekleidete Damen schaue ich mir auch schon immer gerne an. Warum soll ich mir 44 nackte Männerbeine ansehen, die hinter nur einem Ball hinterherrennen? Da geh ich lieber auf einen Ball, da gibt's mehr für mich zu sehen... und tanzen kann ich auch besser als Fussball spielen. Die würden mich auf dem Platz sowieso gar nicht haben wollen. (Liebe Fussballfans, bitte entschuldigt mein Desinteresse).
Statt Sporthosen und bunten Fan-Shirts ziehe ich dann lieber (zuhause, nicht auf dem Ball) Miniröcke, Blusen und Kleider an. So bin ich eben und das auch schon immer.

Daniela, Bücher mit Pin-Ups habe ich auch schon lange, eines davon über Gil Elvgren. Den kennst Du bestimmt - Er hat Frauen als Pin Ups unglaublich gut gezeichnet, auch die Kleidungsstücke. Mir gefällt das sehr gut, aber ich muss das so dargestellte Bild der Frau natürlich auch kritisch sehen. Es ist glücklicherweise nur eine Fantasiewelt in einem Kunstgenre...
Ganz anders ist da Margot aus den französischen BD's "Les Enquetes Auto de Margot". Kennst Du sie? Eigentlich kein Pin Up, denn sie "lebt" ja und ist auch sehr realistisch gezeichnet. Margot ist immer klasse angezogen, sehr feminin, superschlau und löst mit viel Charme ihre Fälle. Ihrer Cleverness, ihrem Charme und ihrer Weiblichkeit sind ihre männlichen Gegenspieler nicht gewachsen. Das kapieren sie meist erst, wenn es schon zu spät ist. Tolle Comics (en francais), die in den 60ern spielen und Margot ist natürlich die Attraktion. Ich frage mich, ob die Franzosen das schon mal verfilmt haben?
Liebe Grüße, Olivia
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 56 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Olivia
Vielen Dank für Dein lieben Post, bin heute etwas beschäftigt😉, komme aber gerne dazu, Dir eine ausführlichere Antwort zu den Pinups zu geben, natürlich kenne ich Gil😎🥰
Liebe Grüsse
Daniela
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 57 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Olivia
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 20:28 Schön bekleidete Damen schaue ich mir auch schon immer gerne an. Warum soll ich mir 44 nackte Männerbeine ansehen, die hinter nur einem Ball hinterherrennen? Da geh ich lieber auf einen Ball, da gibt's mehr für mich zu sehen... und tanzen kann ich auch besser als Fussball spielen.
Kann ich unterschreiben: Habe 15 Jahre lang Rock'n'Rollurniere getanzt, ein Höhepunkt davon war die Weltmeisterschaft in Wien in 1986 (6.) und Fussball schau ich höchstens wenn unsere Nationalmannschaft mal in einem Endspiel ist (schliesslich bin ich auch Patriotin ;-))
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 20:28 Daniela, Bücher mit Pin-Ups habe ich auch schon lange, eines davon über Gil Elvgren. Den kennst Du bestimmt - Er hat Frauen als Pin Ups unglaublich gut gezeichnet, auch die Kleidungsstücke. Mir gefällt das sehr gut, aber ich muss das so dargestellte Bild der Frau natürlich auch kritisch sehen. Es ist glücklicherweise nur eine Fantasiewelt in einem Kunstgenre...
Kennst Du the Great American Pinpup? (https://www.orellfuessli.ch/shop/home/a ... 1018048911). dieses Buch habe ich und unzählige Pinupbilder auf meinem PC (z.B. von Armstrong, DeVoers, Earl Mornan, Fritz Willys, Moore, Vaghan Bass, Vargas und eben auch von Gil Elvgreen). Für mich ist das Kunst und es gefällt mir einfach.
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Mo 31. Mär 2025, 20:28 Ganz anders ist da Margot aus den französischen BD's "Les Enquetes Auto de Margot". Kennst Du sie? Eigentlich kein Pin Up, denn sie "lebt" ja und ist auch sehr realistisch gezeichnet. Margot ist immer klasse angezogen, sehr feminin, superschlau und löst mit viel Charme ihre Fälle.
Das kenne ich echt nicht, muss mal in meiner Bilbliothek suchen, verfilmt wurde es nicht (habe im Internet nichts gefunden). Was ich habe sind einige Bänder von Dany (https://www.analph.ch/dany-gesamtausgabe.html) auch in französisch, das geht dann eher in Richtung Pinups aber mit Witz.

Lieber Gruss
Daniela
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 58 im Thema

Beitrag von Olivia de la Crossé »

Liebe Daniela,
vielen Dank - Rock n Roll und Pin-Ups, das passt ja gut zusammen und hört sich nach 50s Nostalgie an. Daran finde ich auch großen Gefallen, aber bei mir reichts beim Rock n Roll Tanzen nicht so weit. Immerhin kriegen wir eine Sequenz mit ein paar Figuren und einer Hebe-Figur so einigermaßen hin...

das sind ja einige Namen, die ich noch nicht kenne. "Great American Pin-Up" von Taschen habe ich, das sehe ich mir immer gerne an.
Dany kenne ich noch nicht - werde ich mir gleich näher ansehen.
Vor ein paar Jahre entdeckte ich Carlos Kella. Der ist Fotograf in Hamburg und macht jedes Jahr den Kalender "Girls & Legendary US-Cars", also Fotos von realen Pin-Ups meist in klassischen Pin-Up Outfits. Mir gefällt die Kombination mit den alten US-Cars sehr gut. Die meisten Fotos sind ziemlich professionell. Fotos findest Du einfach unter seinem Namen im www.
Liebe Grüße - Olivia
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 59 im Thema

Beitrag von Daniela04 »

Liebe Olivia
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Mi 2. Apr 2025, 21:50 Vor ein paar Jahre entdeckte ich Carlos Kella. Der ist Fotograf in Hamburg und macht jedes Jahr den Kalender "Girls & Legendary US-Cars", also Fotos von realen Pin-Ups meist in klassischen Pin-Up Outfits. Mir gefällt die Kombination mit den alten US-Cars sehr gut. Die meisten Fotos sind ziemlich professionell
Bin erschlagen, ich liebe diese Oltimer, war schon 4 mal in Kuba und mit diesen heissen Pinups!
Vielen Dank für den Tipp (he)

Herzlicher Gruss
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Re: Olivia de la Crossé - My Way.

Post 60 im Thema

Beitrag von Desiree Maxima »

Liebe Olivia,
Olivia de la Crossé hat geschrieben: Fr 21. Mär 2025, 09:16 Als sie zum "Warum wollen die das?" kam, schrieb sie, daß häufig der Wunsch besteht aus der Rolle, die den Männern zugewiesenen ist wenigstens zeitweise auszusteigen.
Ich habe diese kurze Passage zitiert, beziehe mich allerdings auf Deinen gesamten Beitrag zu diesem Thema.

Ja, warum eigentlich? Die Aufzählungsreihenfolge spiegelt keinerlei Wertung wider, welchen der Punkte ich für wesentlicher halte. Ich schreibe meine Gedanken mal einfach auf, denn beim Schreiben lassen sie sich besser sortieren.

1. Ich finde, feminine Kleidung fühlt sich viel besser an. Allem voran natürlich die Unterwäsche und die Strumpfwaren in allen Ausprägungen. Am besten auf frisch rasierter Haut ;-) Außerdem finde ich, daß sie viel besser aussieht und man hat wesentlich mehr Möglichkeiten und Stile.

2. Für mich hat Crossdressing auch einen starken autoerotischen Aspekt. Vor vielen Jahren habe ich mal versucht, hierfür eine Erklärung zu finden. Ich bin nicht sicher, ob das für mich heute noch immer so gültig ist. Ich war nie so der "Frauentyp" - damit meine ich, überspitzt formuliert, die Männer, denen die Frauenherzen nur so zufliegen und auf die alle Frauen stehen. Im Gegenteil - schon als Teenager mochte ich mich selbst nicht und hatte immer Minderwertigkeitskomplexe. Das setzte sich bei mir bis ins Erwachsenenalter fort. Ich "drechselte" mir daher die Erklärung zusammen, ich würde in meiner Einsamkeit nicht nur den maskulinen sondern eben auch einfach gleich den femininen Teil in meinem Leben übernehmen, weil ich viele Jahre ohne Beziehung gelebt habe. Bei dieser Erklärung passt dann allerdings die Tatsache, daß ich mit ca. 11-12 Jahren das erste mal heimlich die Unterwäsche meiner Großmutter anzog, wiederum nicht zu diesem Erklärungsversuch. Hm, ach ich weiß auch nicht ;-) Obendrein habe ich nach dem Alkoholentzug vor 23 Jahren viel an mir gearbeitet und habe gelernt, mich selbst so anzunehmen und zu mögen, wie ich bin und fühle mich auch als Mann sehr wohl. Wobei ich das in den letzten Monaten schon mal gerne in Frage gestellt habe.

3. Es ist ganz sicher eine Art von Ausbrechen aus dem männlichen Rollenbild, das nach wie vor in unserer Gesellschaft tief verankert ist.

4. Mir macht es Spaß, in eine andere "Persönlichkeit" zu schlüpfen. Ich bin überzeugt, daß ich ebenfalls einen hohen Prozentsatz an femininen Persönlichkeitsanteilen habe. (ad Punkt 2: Ist wohl auch einer der Gründe, warum ich bei vielen Frauen, die ich im Laufe der Jahre kennen gelernt habe, oft in der "Friendzone" hängen geblieben bin). Der Reiz der "Verwandlung" spielt hier sicher auch eine Rolle.

5. Es gibt da noch einen Punkt. Den möchte ich allerdings nicht gerne öffentlich erwähnen. Bitte um Verständnis.

Sorry, ich fürchte das ist jetzt noch immer ein wenig unsortiert und bringt meine Ambivalenz, die ich derzeit empfinde, recht gut zum Ausdruck. Ich hoffe, man kann trozdem so halbwegs was mit diesem Beitrag anfangen ;-)

Alles Liebe
Desiree
"Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige." (Seneca)
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