Sabrina Verena hat geschrieben: So 14. Jan 2024, 13:44
Energieeinsparung ist durchaus Legitim.
Es wird immer noch Strom verschwendet.
Es brennt Licht, wo Niemand ist, und es bräuchte.
Dem kann durch Bewegungsmelder abgeholfen werden, für Schaltfaule ist das dann auch praktikabel.
Die Digitalisierung ist ein weiterer Stromfresser, die aktuellen Entwicklungen bei Bahncard (Sie muss nicht jedes Jahr erneuert werden) und Gesundheitskarte
steigern den Energiehunger. Gespeicherte Daten benötigen eine ständige Energiequelle, wenn auf Speichermedien verzichtet wird.
Ich bin ja Fan des
Paretoprinzips. Bedeutet: Bevorzugt die großen Brocken angehen, dann den Rest. Bei Energie ist das ein bisschen schwierig, denn auf die numerisch größten Klopper haben wir als Einzelpersonen kaum Einfluss: Industrie, Schiffverkehr, etc.
Im persönlichen Wirkungsbereich "Haushalt/Wohnen" sind die größten Brocken nach meinem recherchierten(1) Eindruck hauptsächlich Heizung und Warmwasser. Zusammen 85% der insgesamt (alle Haushalte) 731 TWh. Das variiert natürlich stark je nach Technik im eigenen Haushalt.
energieverbrauch-wohnen.png
Aber in den meisten Fällen wird diese Wärme durch Fossilienverbrennung erzeugt. Die Tabelle in (1) sagt dazu: Öl + Gas = 118 + 302 = 420 TWh = 57%.
Die größte Hilfe wäre also, Gas- und Öl-Feuerungen umzustellen auf - sorry - Wärmepumpen. Betrieben von Wind- und Solarstrom.
Und_oder Wärmedämmung.
Wenn das denn persönlich möglich ist. Wer zur Miete wohnt oder die Investitionen nicht aufbringen kann, hat bei Wärme praktisch keine Einwirkungsmöglichkeiten.
Strom im Haushalt insgesamt sind 139 TWh. Da könnte ggf das gute Gewissen durch einen 100% Ökostrom-Vertrag erkauft werden.
Was frisst davon am meisten? Kochen (30%), kühlen (22%), ITK (17%), wenn ich der Grafik glaube (
PDF).
Bildschirmfoto 2024-01-14 um 19.14.56.png
Kochen: Hauptsächlich traditionelle Heizwendel, egal ob Ceran oder nicht. Induktion ist effizienter. Sogar die Induktions-Einzelplatten für 50-100 Euro.
Kühlen: Leere Kühlschränke und TK-Schränke. Luft speichert die Kälte nicht beim öffnen.
Bei IT und Kommunikation sind es soweit ich weiss vor allem riesige Bildschirme (Plasma-Schirme sind Heizungen...) und die Grafikkarten der Gaming-Rechner.
Strom lässt sich gut messen (also ausser Herd und Durchlauferhitzer). Sehr komfortabel und modern zB mit
Shelly-Plugs. Hab ich gerade bei uns ein paar eingebaut. Auch für Beleuchtung.
Beleuchtung ist aber inzwischen dank LED eine Marginalie. 1,5% in der Gesamtbilanz, 8% des Stroms. Alles ausser LED sollte natürlich ausgetauscht werden. Insbesondere die alten Halogen-Deckenfluter. Da lohnt sich auch intelligentes schalten, allerdings vertragen die auch nicht so viele Zyklen.
Bewegungsmelder für Licht sind eine superpraktische Sache, aber Strom werden sie vergleichsweise wenig sparen. Da würde ich eher zuerst an den großen Senken was tun. Neben dem Haushalt wären da aber vor allem Autoverkehr und Fernreisen eine Priorität.
(1) Zahlen vom stat. BA 2021,
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