Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum
Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum - # 4

Lebensplanung, Standorte
Jasmine
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 46 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Anne-Mette hat geschrieben: Sa 7. Jan 2023, 09:56 ......
Insofern hat die Forderung nach Schließung des Forums - ob sie nun ernst gemeint war oder nicht - durchaus ihre Berechtigung; denn das Betreiben ist ziemlich sinnlos und verursacht viel Ärger und Kosten.
Zwar dient es für einige Menschen zum Ausweinen und Trost suchen, es dient auch zur Bestärkung oder zum Schulterklopfen, es werden "gute Adressen" ausgetauscht und es hat auch zu einigen Freundschaften geführt und anderen zur Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung verholfen, aber insgesamt dient es fast nur zum "Mitschnacken" auf niedrigem Niveau.
Das ist nicht viel..................
Das hört sich nicht gut an liebe Anne-Mette und mein Herz ist schwer. Ich denke das dieses Forum sehr viel mehr ist. Viele die hier gegeneinander zu Felde ziehen sollten sich mal überlegen was dieses Forum ausmacht. Die Forderung nach der Schließung des Forums ob nun ernst gemeint oder nicht empfinde ich als sehr schlimm.
Liebe Grüße Jasmine
Lea Michele
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 47 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Hallo Salmacis,

danke für dieses Thema und den Denkanstoß!

Es wird hier sehr heftig diskutiert!
MMn, sollte jede/jeder und die Familie entscheiden, wie sie mit dem Thema umgehen.
Ich persönlich würde die Entscheidung meiner Kinder und Frau über meine Empfindung stelle, da ich mit allem einverstanden wäre!

Liebe Grüße Lea Michele (he) (ki) (he)
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
Lavendellöwin
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 48 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Hmmm..

es geht hier doch nicht um Recht haben oder die absolute Wahrheit.

Es geht nur darum zu sagen "ja, ich kann dich sehen wie du dich siehst, selbst wenn es mir nicht entspricht"
es geht darum die andere Person anzunehmen, zu sehen, wahr zu nehmen.

Ich sagte ja selbst für mich würde weder Mutter noch Väterin passen, ich käme aber nie auf
die Idee zu sagen, weil das für mich so ist, kann es auch für dich nicht so sein.
Das ist ein ziemlich unterirdischer Ansatz..

Ich würde mir wünschen das hier mal wer schreibt "ja du bist gut so wie du für dich bist"
Danke Leah, danke Nora...

Auch ich bin manchmal laut in meinem Sein, aber wenn jemand es so sieht das ich etwas aufzwingen
möchte, hat die Person das definitiv falsch verstanden.

alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Joan Autumn
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 49 im Thema

Beitrag von Joan Autumn »

Diese und andere Diskussionen hier zeigen doch gerade, wie wichtig dieses Forum ist. Nicht jede:r kann auf diesem Niveau mit diskutieren, zumindest nicht ich. Aber ich versuche zu verstehen, daraus zu lernen und mir eine eigene Meinung bilden. Bis ich soweit bin, bin ich eher eine stille Teilnehmerin, aber nicht weniger interessiert und wirklich sehr dankbar, dass es das Forum gibt.

Liebe Grüße
Joan
Es gibt nur zwei Tage im Leben, die Du nicht ändern kannst: Gestern und Morgen. (Dalai Lama)
Magdalena
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 50 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich musste erst einmal eine Nacht darüber schlafen, ehe ich hier schreibe. Und aus meiner Sicht wäre es das Dümmste, dieses Forum zu schließen. Gerade wie hier Banales auf Kontroverses trifft. Ja weil es manchmal auch nur eine Hilfe für Eine/r ist, die Sorgen und Probleme von der Seele zu schreiben. Bei der Beschreibung des eigenen Zustandes auch nach Worten und Begriffen gesucht wird. Vor Dreißig Jahren und länger wurden andere Bezeichnungen verwendet, mich persönlich mehr verletzt und abgestoßen haben als heute.

Wo sehe ich mich heute und wie bin ich da hingekommen! Geboren in einem männlichen Körper und so sozialisiert, spielte ich viele Jahre eine Rolle , mehr schlecht als recht. So entwickelte ich mich zum Außenseiter, der in seinen Gedanken in einer anderen Welt lebte. Über Begriffe machte ich mir damals keine Gedanken. Wo sollte ich auch diese Begriffe herleiten. Später kamen solche Begriffe wie Transe, Schwuchtel, welche in sich schon abwertend waren. Mehr noch Menschen, die diese Bezeichnung angeheftet bekamen, waren abgestempelt und außerhalb der Gesellschaft. Ich wollte aber immer ein Teil der Gesellschaft sein. Was bei mir zur Unterdrückung des eigenen Ichs führte. Also weiter eine Rolle spielen.

Jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, wo es so nicht mehr weitergeht. Ich habe im Herbst vergangenen Jahres eine Entscheidung getroffen in Zukunft als Frau zu leben. Was für mich auch bedeutet als Frau in der Öffentlichkeit angesprochen zu werden. Nicht nach der Devise, "Guten Morgen Transfrau..... " , sondern "Guten Morgen Frau..... "

Dann gibt es aber noch einen anderen Aspekt. Ich möchte also auch irgendwann körperlich und rechtlich eine Frau sein. Ganz von alleine funktioniert es nicht. Da kommen Behörden, Krankenversicherung, Ärzte und Kliniken ins Spiel. Und hier tauchen wieder die Begriffe Transfrau und Transmann auf.

Ich greife hier mal das Thema OP auf. Ich möchte mich informieren, was so auf mich zukommt. Wie verläuft eine OP? Auf den Internetseiten der in Frage kommenden Kliniken gibt es eine Struktur, damit man schnell das Gesuchte findet. Viele Kliniken bieten umfangreichende Operationen an, welche nicht nur für Transgender interessant sind. Eine Brust-OP kann jede Frau machen lassen, die mit ihrer Brust nicht zufrieden ist. Sei es nach der Behandlung von Krebs oder ist sie von Natur aus mit eine zu kleinen oder zu großen Brust ausgestattet. Unter der Rubrik Transfrau sind dann aber speziell OP-Verfahren aufgelistet, welche machbar sind um eine körperliche Angleichung an das richtige Geschlecht durchzuführen. In diesem Sinne verstehe ich mich als Transfrau, solange bis dieser Teil nicht abgeschlossen ist.

Was ich nicht ausblenden oder gar verschweigen kann, auch in Bezug eines Kennenlernens und vielleicht einer Partnerschaft, meine Vergangenheit. Sie ist ein Teil meines Lebens. Ich bin nicht mit den körperlichen Merkmalen einer Frau geboren. Nur liegt es an jeder/m selber wie man gesehen werden möchte.

Gestern hatte ich noch ein lustiges Gespräch. Und ich denke es passt ganz gut. Zur Zeit bin ich arbeitsunfähig, da ich eine muskuläre Verspannung in den Beinen habe. Es ist recht schmerzhaft. Neben Schmerzmittel und Physiotherapie nutze ich auch seit einigen Tagen ein Seitenschläferkissen. Das Kissen bestellte ich im Onlinehandel. Es wird unter der Rubrik für werdende Mütter gelistet. Gestern nun musste ich nochmal in das Perückenstudio, um die Pflegmittel für meine Perücken abzuholen. Im alten Jahr waren sie noch nicht eingetroffen. Ich trat in das Studio ein. Dir Frisörin sah mich mit meinen Gehilfen. Wir kamen so ins Gespräch. Und ich erzählte von dem Seitenschläferkissen, und unter welcher Rubrik es zu finden ist. Da meinet die Frisörin trocken, " Na vielleicht wird es noch was mit der Schwangerschaft!" Und wir mussten beide lachen.

Es ist also die Frage, wie sehen wir uns selbst! Und wie gehen wir damit um! Wie gehen wir auf Andere zu!


Mit freundlichen Grüßen Magdalena
Zuletzt geändert von Magdalena am Sa 7. Jan 2023, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
Lebe jeden Tag.
ChristinaF
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 51 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Tatjana_59 hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 17:40
Thea hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 14:49 Ich denke auch, dass das Forum sofort geschlossen werden sollte, so viel Transfeindlichkeit wie hier findet man selbst Nachts um halb zwei in der Hamburger Hochbahn nicht.
Anne-Mette bitte walte deines Amtes.
Warum soll Anne- Mette die mit diesem Forum einen hervorragenden Job macht, unendlich viel Freizeit investiert, das Forum wegen Transfeindlichkeit schließen?

Wenn dir hier zuviel Transfeindlichkeit herrscht, steht es dir frei das Forum jederzeit zu verlassen.
Da bin ich 100%ig bei dir. Anne-Mette macht hier eine super Arbeit. Hätte es tatsächlich transfeindliche Anspielungen gegeben, hätte Anne-Mette garantiert auf ihre Art eingegriffen.
Vielleicht sollten persönliche Empfindlichkeiten zuerst evaluiert werden, bevor man mit einer solchen subjektiven Forderung die meisten userinnen hier verunsichert.
LG Christina
MiriamR
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 52 im Thema

Beitrag von MiriamR »

Guten Morgen miteinander, (oder auch gegeneinander??)

Das Forum ist trotz aller "Grabenkämpfe" und politischen wie auch religiösen Meinungsverschiedenheiten,
eine durchaus wichtige und nicht zu unterschätzende Informationsquelle.
Das wir uns gerne mit Labeln schmücken, uns selbst und andere gerne in Schubladen packen, sollte uns nicht davon abhalten hier, an diesem Ort,
Informationen auszutauschen die für andere Menschen evtl. wichtig sein könnten.

Sei es Adressen von SHG oder temporären Verwandlungen und shopping Tipps. Adressen für Therapeuten, Gynäkologen die sich auskennen oder andere Hilfesleistungen
in verschiedenen Bereichen unseres Lebens.

Wir alle hier in diesem Forum haben einen "speziellen" Lebenslauf der vielleicht nicht immer auf Akzeptanz und Verständnis bei
unserem Gegenüber stößt. Aber wir sollten alle erwachsen genug sein über solche Dinge hinweg zu sehen und das wirklich Wichtige,
das was dieses Forum ausmacht, zu erkennen. Eine Informationsquelle für alle.

Diese gebündelte Informationsvielfalt in einem weitgehend anonymen Medium hilft Menschen Dinge zu fragen und zu hinterfragen,
was man sich sonst "im richtigen Leben" nicht trauen würde zu fragen.
Und, wen überhaupt sollte man Fragen??

Und dem ganzen hier "Trans-Feindlichkeit" zu unterstellen ist ganz schön frech. Vielleicht geht es einfach um einen Mangel an Begrfflichkeiten oder dem
korrekten Umgang mit eben diesen. Und, nicht jeder hier besitzt die Fähigkeit sich unmissverständlich und absolut neutral auszudrücken.
Und, bevor jemand etwas anmerkt, ich zähle mich durchaus dazu.

Aber eines sollte uns doch unser Lebenslauf beigebracht haben, Respekt und Toleranz.
Und ab und an mal über die Fehler anderer hinwegsehen, und nicht ein jedes Mal böswillige Absicht zu
unterstellen wäre schon einmal ein guter Anfang.

Es sollte durchaus weitergehen.



weibliche Grüße )))(:

Miriam
Have fun.....always.
Sarah_78
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 53 im Thema

Beitrag von Sarah_78 »

Hallo,
bin ich heute Morgen erschrocken, wo über die Schließung vom Forum geschrieben wurde, natürlich darf das Forum nicht geschlossen werden.
Ich bin jetzt nicht der Vielschreiber, aber es hat mir auf meinem bisher "kleinen" Weg schon viel geholfen und ich hab wirklich nette Menschen kennengelernt. (he) Hätte es auch gern auf meinem weiteren Weg an meiner Seite, wo immer er auch hin geht.

Immer wenn mehrere Menschen beisammen sind, wird auch mal diskutiert wenn man anderer Meinung ist, das ist doch normal. Man muss auch mal seine Meinung dazu äußern dürfen, ohne dass man gleich zerrissen wird. Dafür sind wir doch erwachsen genug.
Und das wichtige ist, dass man sich am Ende wieder verträgt.
Aber deswegen muss man doch nicht gleich über die Schließung von dieses, für mich sehr wichtigen, Forum diskutieren. Man kann, wenn man will auch Beiträge ignorieren oder einfach erst gar nicht lesen.

Liebe Anne-Mette, ich möchte Dir an dieser Stelle auch noch einmal danken, was Du für uns geschaffen hast. (ap) Es ist, denke ich, für viele von uns unverzichtbar. Aber manchmal merkt man das auch erst, wenn man es nicht mehr hat oder dran ist es zu verlieren. Und das möchte ich wirklich nicht erleben.
Liebe Grüße Sarah
Salmacis
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 54 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Kerstin hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 19:56 Was wären bzw sind deine Alternativen zu diesen Begriffen?
Was bietest du jenen an die sich gegenüber Außenstehenden(!) erklären wollen und/oder müssen?
Langsam glaube ich, dass die meisten, die hier aufschreien meine Worte weder gelesen noch verstanden haben.

Hier mein Zitat wo ich genau das, aber wirklich genau das, schonmal erklärt habe.
Salmacis hat geschrieben: Sa 7. Jan 2023, 09:10 auch das "Argument", dass wir wegen der "normalen/cis" Welt Kompromisse machen müssen und gemeinsame Kommunikation wichtig ist, ist nicht der Kern. Ich weiß, dass ich mit Hans-Jürgen aus der Gartensparte das Thema anders angehen muss. Aber der Titel sagt es, es geht um dieses Forum! Es geht um unsere Community. Hier kann ich doch Reflexion und Diskurs erwarten?
Salmacis
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 55 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Lea Michele hat geschrieben: Sa 7. Jan 2023, 10:17 Es wird hier sehr heftig diskutiert!
MMn, sollte jede/jeder und die Familie entscheiden, wie sie mit dem Thema umgehen.
Ich persönlich würde die Entscheidung meiner Kinder und Frau über meine Empfindung stelle, da ich mit allem einverstanden wäre!
Danke für deinen Beitrag. Das hatte ich ja auch bereits geschrieben. Die eigene Bezeichnung ist eben eine eigene Entscheidung oder, wie bei dir, gemeinsam mit der Familie.

Es ging nie, wirklich nie, darum jemanden zu verbieten sich so zu nennen wie man möchte.

Es ging darum von vornherein trans Personen herabzusetzen und Begriffe wie "Mutter" oder "Mama" exklusiv für cis Personen zu "reservieren". Denn das würde bedeuten, dass ich als trans Frau weniger Wert sei. Genau das habe ich in diesem Forum schon mehrfach gelesen und wollte das ansprechen. Das und einige andere Dinge.

Ich dachte, wenn man innerhalb der eigenen Community mal solche Dinge anspricht, dass diese dann auch ernsthaft diskutiert werden können statt sich sofort auf persönlicher Ebene angegriffen zu fühlen.
heike65
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 56 im Thema

Beitrag von heike65 »

Tja, da haben wir ja einen gemeinsamen Nenner, das jede Person so angesprochen werden sollte wie sie es sich wünscht, das geht innerhalb der Familie meist gut zu Regeln (meine Mutter sagt seit 7 Jahren Kind zu mir , unsere Tochter eher Papa , ist halt ihre Wahl)

Gegenüber der Familie kann man sicherlich vieles regeln, im Arbeitsleben gelingt das mitnichten. Würde ich mich im Geschäft so verhalten wir es im Eingangsposting angedeutet wurde, dann würde ich einen Teil meiner Kunden nie wieder sehen. Wenn ich einem Teil von ihnen sagen würde ich bin die Mutter von J..., diese Menschen würden in Lachen ausbrechen, oder mit den Augen rollen und den Laden kopfschüttelnd verlassen, und ich kann dieses durchaus nachvollziehen, habe mich ja 18 Jahre lang als Vater von J... vorgestellt.
Zuletzt geändert von heike65 am Sa 7. Jan 2023, 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
Lea Michele
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 57 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

Hallo Heike,

habe da einmal eine Frage an dich:
Wie wäre es abgelaufen, wenn dich deine Tochter im Geschäft und in der Freizeit mit Mutti ansprechen würde?

Liebe Grüße Lea Michele (he) (ki) (he)
Auf dem Weg endlich so zu sein wie ich mich fühle❣️
SylviaM
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 58 im Thema

Beitrag von SylviaM »

Anne-Mette hat geschrieben: Sa 7. Jan 2023, 09:56

Insofern hat die Forderung nach Schließung des Forums - ob sie nun ernst gemeint war oder nicht - durchaus ihre Berechtigung; denn das Betreiben ist ziemlich sinnlos und verursacht viel Ärger und Kosten.
Zwar dient es für einige Menschen zum Ausweinen und Trost suchen, es dient auch zur Bestärkung oder zum Schulterklopfen, es werden "gute Adressen" ausgetauscht und es hat auch zu einigen Freundschaften geführt und anderen zur Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung verholfen, aber insgesamt dient es fast nur zum "Mitschnacken" auf niedrigem Niveau.
Das ist nicht viel"¦
Liebe Anne-Mette

auch wenn ich mir so manches mal ein höheres Niveau wünsche und die Selbstdarstellung einzelner mitunter anstrengend sein kann, so gibt mir dieses Forum sehr viel

Warum: weil ich hier alle die wiederfinde, die fühlen und agieren wie ich, die ähnliche Lebensläufe haben und vor den gleichen Herausforderungen stehen, zeigen wie sie damit umgehen und mir dadurch auch täglich halt geben

Auch wenn das Forum "banal" rüberkommen sollte

ich sehe gerade gar keine Alternativen für mich

Liebe Grüße
Syl
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 59 im Thema

Beitrag von heike65 »

Lea Michele hat geschrieben: Sa 7. Jan 2023, 14:15 Hallo Heike,

habe da einmal eine Frage an dich:
Wie wäre es abgelaufen, wenn dich deine Tochter im Geschäft und in der Freizeit mit Mutti ansprechen würde?

Liebe Grüße Lea Michele (he) (ki) (he)
Das ist eine Hypothetische Frage liebe Lea, die sich mir nie stellen wird.
Ich kann sie dir nicht beantworten, nur soviel: zu Beginn meiner Transition hätte es mir vielleicht gewünscht, aber irgendwann sagte meine Frau zu mir:
D wirst immer J... Papa sein, in ihren Augen, das wird sich bis zu deinem Tod nicht ändern, damit musst du klarkommen oder du verlierst sie.
Mittlerweile würde ich es vermutlich als unpassend empfinden.
Lea Michele
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Re: Reproduktion von transfeindlicher Rhetorik hier im Forum

Post 60 im Thema

Beitrag von Lea Michele »

heike65 hat geschrieben: Sa 7. Jan 2023, 14:32
Das ist eine Hypothetische Frage liebe Lea, die sich mir nie stellen wird.
Ich kann sie dir nicht beantworten, nur soviel: zu Beginn meiner Transition hätte es mir vielleicht gewünscht, aber irgendwann sagte meine Frau zu mir:
D wirst immer J... Papa sein, in ihren Augen, das wird sich bis zu deinem Tod nicht ändern, damit musst du klarkommen oder du verlierst sie.
Mittlerweile würde ich es vermutlich als unpassend empfinden.
Lieben Dank für deine Antwort!

Lea Michele
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