Hey...
dann will ich auch nochmal...
alsooo....ich habe eine Dysphorie den Körper betreffend, keine Dysphorie wegen einer
Geschlechterrolle, die sowieso immer mehr verschwimmen, was gut ist, oder gar wegen Kleidung..
ich mache mir keine Gedanken darüber, ob mein Körper oder ein "Ego" in ein Stück Kleidung passt,
sondern darüber ob mein Frausein in meinen Körper passt.
Und das wird mit allem was ich aktiv an meinem Körper ändere und auch mit dem was durch
die HRT kommt und in meinem Geist passiert immer ein bisschen besser..
und..
die Sache mit der Kleidung nebensächlicher..
Ich will mich wohlfühlen wenn ich nackt vor dem Spiegel stehe.
Wenn ich das angezogen mache, möchte ich das schon auch, aber es ist einfach lange nicht so wichtig.
Mirjam hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 11:21
Vielleicht kommt da ja auch mein nicht-binärer Anteil mit durch?
mhm..alle, ausnahmslos alle, haben einen nicht-binären Anteil.
Das ist die Normalität. Jede Person hat einen fluxen, fluiden Anteil,
weil mal mehr, mal weniger Intensität darin liegt, wie man sich fühlt.
Das sieht man daran, das der Kern des Wesens mal mehr nach aussen strahlt
und mal nicht--schau in die Augen, suche den Glanz und du findest wer da steht.
Nicht-Binarität ist keine schräge neue Idee, sondern das was wirklich
dem Menschen ohne aufgepfropftes Denken gerecht wird.
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 09:58
Ist es nicht egal, ob ich einen BH trage oder nicht ?
Ohne BH ist es halt einfach bequemer, es sei denn die Brust ist so gross
das es wirklich ein Muss wird. Der Entlastung wegen halt.
Das Tolle ist, das die eigenen Brüste immer an Ort und Stelle bleiben,
ohne darauf achten zu müssen ob die Haftung noch gut ist, oder der Kleber
nachlässt-so ist es auch mit anderen Anbauteilen.
Ich hab einen tollen Po und darüber freu ich mich wie ein Honigkucheneinhorn.
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 09:58
Ich habe mir ein Ziel gesetzt. Ich will "ich" werden und nach dem suchen, was mich wirklich ausmacht.
Das ist gut! Aber du brauchst das nicht als Ziel, weil wir uns jeden Tag neu finden.
Das ist zumindest bei mir so und ich möchte nicht, das das jemals aufhört. An dem
Stillstand würde ich zerbrechen...und bin ich schon mal.
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 09:58
Vordergründig liegt da ein heftiger Reiz
das kann ich -nicht mehr- nachvollziehen. Ja, es gab mal einen gewissen Reiz,
der ist aber schon lange weg, ich glaube seit dem ich im Landschulheim das erste
mal wirklich völlig "gedressed" war und ich gefragt wurde ob ich nicht gleich
so bleiben möchte. Ab da hatte "das Mädchen" gewonnen.
Nur einen neonfarbigen Stretchminirock habe ich nie mehr getragen-hey, es waren die 80er...
Einfach? Nein einfach war es nicht und ich bin noch ganz schön oft piepfeige
eingeknickt..
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 09:58
der anders gefragt, was würden Ihr, die Allzeit ein Frauenleben leben (sorry, wenn Euch die Formulierung nicht gefällt) denn empfinden, wenn Ihr den ganzen Tag typische Männerkleidung tragen müsstet ? Wäre Euch das egal ?
Natürlich wäre es mir nicht egal-weil ich mir nicht sagen lasse was ich anzuziehen habe.
Ich ziehe das an, was mich gerade anspricht. Ich lege mir abends nichts raus, das könnte
am nächsten Tag nämlich nicht stimmig sein. Ich will da meine Freiheit..
Was man an mir selten sieht ist Jeans-egal ob als Hose, Rock oder Jacke, selbst wenn es mir
steht, ich mag den Stoff einfach nicht. Ist mir zu grob, meist zu einfarbig und alle laufen damit rum...ähm nöööö...
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 09:58
Ich habe mehrfach mehrere Tage en femme gelebt und genau diese Erfahrung gemacht. Da wurde die FSH und der BH irgendwann lästig.
Hmm lästig? Ich glaube nicht, es ist eher so, das du dann merkst wie unnötig die fürs Frausein
eigentlich sind...BH für draussen ja, Strumpfhosen, Strümpfe? Wenn es sein muss, muss es aber meist nicht...
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 9. Mär 2022, 09:58
Was wäre, wenn ich den ganzen Tag weibliche Kleidung trüge. Sie würde zur Gewohnheit. die Bedeutung der Selbstdarstellung bzw. Ausdrucks geht zurück.
Ja, es würde einfach normal, aber daran kann ich nichts schlimmes finden-ich möchte doch
völlig normal leben, ich bin nichts Besonderes und einen Kick empfinde ich einfach nicht dadurch.
Nein, eine Bedeutung bleibt, weil man bei mir an der Kleidung sehr deutlich die Laune ablesen kann.
Ist sie nicht gut, sieht das Ganze eher schnodderig aus, und wenn ich strahle sieht man das auch...
hmm, ob Kleidung manchmal, bei CDs besonders, überbewertet wird?
Ich glaube doch schon, zumindest dann wenn es um gelebte Konventionen geht..
da könnte ich wieder die Frage stellen, ob die CDs die eine sehr überbetonte weibliche
Darstellungsform wählen, im "Normalleben" eine sehr überbetont männliche
Anpassung haben-das die dann einen starken lauthalsen Ausgleich brauchen, könnte
ich sogar verstehen..?
Alles Liebe Marie
