Transgender und Öffentlichkeit
Transgender und Öffentlichkeit - # 4

Crossdresser, Transgender DWT... Plauderecke - was sonst nirgendwo passt
ExuserIn-2020-10-20
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 46 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Das kann ich mir gut vorstellen, eine reine Männerdomäne ist ein Problem, das kenne ich auch.
BH und Socken das hatte ich eine Zeit lang probiert, ist aber auffällig da sich die Brust nicht mitbewegt. Das kann schnell am Faltenwurf des BH's bemerkt werden. Es kann ein Grund sein, warum deine Kollegen so reagieren. Ich habe damals auf kleinste Größe von Sillies, und zu wirklich gut sitzenden BH's gegriffen. Bei passender Gelegenheit gekontert, das ist mein Körper meine Oberweite,und ewig wunde Nippel vom T-Shirt-Geschubber habe ich satt.
Das Bild muß stimmen. Vielleicht hilft es ein wenig weiter?

LG
Petra Sofie
sbsr
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 47 im Thema

Beitrag von sbsr »

Petra Sofie hat geschrieben: Di 28. Apr 2020, 12:16 Zu Erst einmal, warum muß ich erklären, weshalb ich mich so und nicht anders kleide? Machen das "normale Frauen" auch. Erklären sie ständig, daß sie eine Frau sind?
Auch wenn der Titel vielleicht etwas ungünstig ist, es geht laut Vickys ersten Beitrag eben nicht um Trans*frauen, die wie "normale" Frauen leben wollen, sondern um diejenigen, die das eben nicht (vollständig) wollen oder können. Eine Trans*frau wird sich nicht großartig erklären müssen, denn es ist offensichtlich, was passiert. Ein Mann, der heute als Standard Mann, morgen geschminkt im Anzug, und übermorgen mit Bartstoppeln im Chiffon Shirt daher kommt, wirft deutlich mehr Fragen auf. Der erste Gedanke des ungeübten Beobachters ist, aha eine Transe, will eine Frau sein, gelingt aber nicht.

Jetzt beginnt der Teil, wo wir klar machen müssten, dass dem eben nicht der Fall ist, wir stattdessen einfach nur weder ganz Mann, noch ganz Frau sein wollen. Und genau das ist das Problem, weil jemand, der nicht so fühlt, das nur schwer bis gar nicht nachvollziehen kann, denn was soll zwischen Mann und Frau schon sein. Enbys können ein Lied davon singen.
LG, Svenja

Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
ExuserIn-2020-10-20
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 48 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Es ist und bleibt das Problem der Gesellschaft, und derer die sich entweder ganz oder garnicht zuordnen wollen. Ständig wird man gezwungen den Zustand zu erklären. Ein Zustand der offensichtlich ist. Ab morgen so, und das definitiv, oder eben nicht definitiv, gelegentlich mal so oder mal so.

Mein Schlußsatz besagte, das ich nicht mehr bereit bin, erst eine Erklärung abzugeben, was ich nun bin. Bevor ich mich zu Mitgliedern der so gennaten Normalos mit an den Tisch setzen darf.

Darauf läuft es doch hinaus. Ich bin eindeutig als nicht Normalo zu identifizieren, das reicht für den allgemeinen Umgang mit mir, wenn man mir höflich und respektvoll gegenübertritt. Mehr will doch im Grunde keiner von uns, egal in welchem Lager er / sie sich im Moment der Begegnung mit der Gemeinschaft darstellt.

Natürlich ist es irritierend heute ER morgen SIE, es muß erlernt werden. An Schwule, Lesben hat sich die Gesellschaft schon gewöhnt. Trans mit definitiver verortung geht so leidlich, da ist der Lernprozess noch nicht abgeschlossen. Bei Enby's beginnt der Lernprozess gerade erst.

Frau mit Bartstoppeln geht überhaupt nicht, dann bitte Vollbart so wie Conchita, gepflegt sollte es schon sein, egal in welcher Sparte man gerade auftritt.
Warum also kein Man mit High Heels.

https://cross-sword.com/?lang=de
LG
Petra Sofie
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 49 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Petra Sofie hat geschrieben: Mi 29. Apr 2020, 11:40 das ich nicht mehr bereit bin, erst eine Erklärung abzugeben, was ich nun bin.
Das musst Du auch gar nicht. Aber ich denke, wenn Menschen mit stark abweichenden Verhalten andere konfrontiert, braucht man sich über Reaktionen und Fragen nicht wundern. Bis das "normal" wird, dürfte noch eine Weile vergehen. Es kommt aber auch nicht von alleine. Und eines der besten Mittel ist m.E. in Erscheinung zu treten.

Interessant finde ich Deine Haltung:
Petra Sofie hat geschrieben: Mi 29. Apr 2020, 11:40 Frau mit Bartstoppeln geht überhaupt nicht, dann bitte Vollbart so wie Conchita, gepflegt sollte es schon sein, egal in welcher Sparte man gerade auftritt.
Ist denn das nicht dasselbe wie bei Erscheinungsbildern als Trans ? Für mich ist es ein Widerspruch, wenn man fordert, dass man "normal" behandelt wird, aber gleichzeitig von Transfrauen fordert, man möge sich die Bartstoppel entfernen oder eine Bart wachsen lassen.

@Svenja: nochmals Danke für Deine Klarstellung.

Ich komme mir manchmal wie ein Exot in der Transwelt vor. Ich bin nicht Cis und nicht TS und entscheide mich für ein Geschlecht, so wie es mir gerade passt. Ich bin für meinen Ausdruck entweder oder, selten beides gleichzeitig. Meine Kleidung ist nicht sexuell motiviert, auch wenn meine Identität beiderseits des Geschlechts für die Sexualität eine Rolle spielt.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 50 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Die Sache mit den Bartstoppeln war nur eine Anmerkung zum vorher gehenden Text. Aber egal.
Die Frau mit Bart, in dem Fall Cochita sehe ich so, als wolle sie sich nicht wirklich für die eine oder andere Seite entscheiden.
Ist doch völlig in Ordnung, sie/er liefert doch ein gutes und interessantes Erscheinungsbild.

Das Einzige was bleibt ist die Flucht in die Öffentlichkeit. Für viele ist das nur eingeschränkt möglich, aber selbst der kleinste Schritt in die Öffentlichkeit ist sinnvoll und nützlich für sich selbst, und für Alle.

Enbys unter Transleut ist zur Zeit gelegentlich gewöhnungsbedürftig, MzF unter Schwulen, geht auch nicht immer so wirklich gut. Lesben winken gleich ab.
Das sind Erfahrugen aus dem MHC in Hamburg, obwohl das ein toller Laden ist, Grabenkämpfe werden da wirklich nicht ausgefochten.

LG
Petra Sofie
Aria
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 51 im Thema

Beitrag von Aria »

Petra Sofie hat geschrieben: Mi 29. Apr 2020, 15:35 Enbys unter Transleut ist zur Zeit gelegentlich gewöhnungsbedürftig, MzF unter Schwulen, geht auch nicht immer so wirklich gut. Lesben winken gleich ab.
Mit solchen Aussagen komme ich nicht wirklich klar. Was meinst du denn damit?
Mir ist generell nicht so wirklich klar, welchen Standpunkt du vertrittst.
Wo siehst du dich? Was möchtest du? Wie ist deine Einstellung zu dir und deinem Umfeld?
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 52 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Petra Sofie hat geschrieben: Mi 29. Apr 2020, 15:35 Die Frau mit Bart, in dem Fall Cochita sehe ich so, als wolle sie sich nicht wirklich für die eine oder andere Seite entscheiden.
Hmm, Conchita Wurst ist erst mal eine Kunstfigur von Thomas Neuwirth, wie Tom Neuwirth sich definiert
hat nichts mit der Entscheidung für eine Seite zu tun, sondern ist grösstenteils Image.
Aber dazu gibts nun auch wirklich genug zu lesen und zu sehen...
Petra Sofie hat geschrieben: Mi 29. Apr 2020, 15:35 Enbys unter Transleut ist zur Zeit gelegentlich gewöhnungsbedürftig,
Öhm nöö zum Beispiel Jaddy hier im Forum schätze ich wirklich sehr und betrachtet
man sich mein Genderdurcheinander früher, würde man das heute wohl ziemlich sicher als enby
einordnen-und irgendwie sind alle Menschen ein bisschen enby...nur meine Meinung!
Ich habe immer noch einen fluiden Anteil und dazu steh ich, trotz binärer Verortung.
Aria hat geschrieben: Do 30. Apr 2020, 17:56 Schwulen, geht auch nicht immer so wirklich gut. Lesben winken gleich ab.
mit Schwulen komme ich super klar-aber ich steh ja auch auf Männer (es gibt also gemeinsame
Interessen für ein Gespräch) und wir haben total liebe lesbische Freundinnen..also alles gut!
Und ich versteh genau wie Aria nicht wirklich was du sagen möchtest....

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 53 im Thema

Beitrag von Jaddy »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Do 30. Apr 2020, 19:14
Petra Sofie hat geschrieben: Mi 29. Apr 2020, 15:35 Enbys unter Transleut ist zur Zeit gelegentlich gewöhnungsbedürftig,
Öhm nöö zum Beispiel Jaddy hier im Forum schätze ich wirklich sehr und betrachtet
man sich mein Genderdurcheinander früher, würde man das heute wohl ziemlich sicher als enby
einordnen-und irgendwie sind alle Menschen ein bisschen enby...nur meine Meinung!
Vielen Dank :) So wie ich Petra Sofie verstehe, geht es eher darum, dass NBs es unter (binären) trans Personen auch nicht einfacher haben, als in einer cis Umgebung. Und das erlebe ich auch häufig.

Unabhängig von trans oder cis ist die Reaktion auf das Thema nicht-binär entweder interessiert offen, neutral ignorierend oder ablehnend (von missbilligendem Unverständnis bis Feindseligkeit). Es hängt nach meiner Beobachtung vor allem an der Wichtigkeit, die Gender für eine Person als Orientierunghilfe im social space hat. Und diese Wichtigkeit - und damit die Ablehnung - ist bei einigen trans Personen sogar größer als bei vielen cis Personen, denen Gender unter Umständen eher egal ist (weil ja alles prima funktioniert für sie).

NBs stellen das gewohnte, gelernte und eventuell als sichere Basis empfundene entweder-oder in Frage. Für trans Personen kann das bedeuten, dass sie nicht eindeutig als Männer bzw Frauen wahr- bzw ernstgenommen werden - oder dies zumindest befürchten. Oder es triggert das impostor syndrome, d.h. die Selbstzweifel am eigenen Genderempfinden. Das "wirklich Frau/Mann sein". Wir brauchen alle zu einem gewissen Maß Bestätigung von aussen und von der eigenen peer group.

Ähnliches übrigens als bi- oder pansexueller Mensch in primär homosexuellen Gruppen, usw.

Ich kann diese Gefühle nachvollziehen, auch wenn ich sie natürlich nicht gutheisse. Weder die Selbstakzeptanz, noch die Akzeptanz durch die Umgebung sollte auf der Ausgrenzung anderer Gruppen beruhen.
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 54 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend,
Zu Erst einmal, warum muß ich erklären, weshalb ich mich so und nicht anders kleide? Machen das "normale Frauen" auch. Erklären sie ständig, daß sie eine Frau sind?
Nein, das tun sie nicht. Das wäre auch überflüssig, weil ihnen dieses Etikett ohnehin anheftet wird. So wie andere Etiketten anderen Menschen angeheftet werden; ob sie es wollen oder nicht.

Das eine, was man wünscht, das andere, was man bekommt. Eine Frau mit Bartstoppeln geht gar nicht? Aber eine mit Penis schon? Denk lieber nochmal drüber nach.

Hab es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
ExuserIn-2020-10-20
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 55 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Zitieren ist immer schön, Nur Aria hat eine Frage zu meiner Bemerkung gestellt:" Enby's sind gelegentlich gewöhnungbedürftig"

Stellt Euch eine ganz normale Situation im Alltag vor. Du kommst zu jemandem der sich so wie Vicky nicht einordnen möchte. Mal Mann mal Frau. Du lernst diesen Mensche als Frau kennen. Findest diese Person ansprechend. Plötzlich steht da ein Mann, macht auch keinen Hehl daraus. Da kommt man ganz schön ins Grübeln.
Ist also gelegentlich gewöhnungsbedürftig. Aber nicht abstoßend, zu mindest als Insiderin wie mich.

Die Anmerkung mit den Bartstoppeln, hatte ich schon als reine Anmerkung zu einem vorherigen Text benutzt um einen Unterschied eines Blickwinkels darzustellen.

Anders kleiden und Erklärung dafür abgeben, sprich den Personenstand zu untermauern, das muß ich heute immer noch, meine Gesichtszüge sind leider zu männlich. Ich kann zwar mein Bankkonto und ähnliches auf meinen weiblichen Namen umschreiben lassen, aber nicht den Paß oder Perso. Kostet halt ne menge Zeit und Geld.

Zum Thema Schwule Lesben usw. hatte ich eigene Erfahrungen wiedergegeben, die wenn ganze Gruppen von Menschen der unterschidlichsten Gesinnungen im MHC in Hamburg aufeinander treffen. Da wird zwar niemand dikriminiert, aber da wird eindeiutig signalisiert : "Hey das hier ist ne Männerrunde" also läuft nicht immer so glatt. Diese Abschnitt bezieht sich nicht auf Einzelpersonen, genauso wenig wie im eigentlichen zerpflückten Beitrag.



Leute mal ganz ehrlich, sich jedes Mal durch aus dem Zusammenhang gerissener Einzelsätze, sprich Zitate durch zuwühlen, zig andere Anmerkungen auseinanderzudröseln. Damit mir der eigentlche Sinn der Kritik auch nur Ansatzweise verständlich wird, um den Sinn meines Beitrages wieder herzustellen, dann zu erklären worum es eigentlich ging. Das mutiret dann zur Endlosschleife, bis der/die Letzte in der Runde beleidigt ist, weil er/sie sich falsch verstanden fühlt.

LG
Petra Sofie
Zuletzt geändert von ExuserIn-2020-10-20 am Fr 1. Mai 2020, 07:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 56 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Aria zu deinen Anmerkungen und Fragen :
#31 Beitrag von Petra Sofie -» Do 23. Apr 2020, 14:30

LG
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 57 im Thema

Beitrag von Aria »

Petra Sofie hat geschrieben: Fr 1. Mai 2020, 07:35 Stellt Euch eine ganz normale Situation im Alltag vor. Du kommst zu jemandem der sich so wie Vicky nicht einordnen möchte. Mal Mann mal Frau. Du lernst diesen Mensche als Frau kennen. Findest diese Person ansprechend. Plötzlich steht da ein Mann, macht auch keinen Hehl daraus. Da kommt man ganz schön ins Grübeln.
Ist also gelegentlich gewöhnungsbedürftig. Aber nicht abstoßend, zu mindest als Insiderin wie mich.

Die Anmerkung mit den Bartstoppeln, hatte ich schon als reine Anmerkung zu einem vorherigen Text benutzt um einen Unterschied eines Blickwinkels darzustellen.

Anders kleiden und Erklärung dafür abgeben, sprich den Personenstand zu untermauern, das muß ich heute immer noch, meine Gesichtszüge sind leider zu männlich. Ich kann zwar mein Bankkonto und ähnliches auf meinen weiblichen Namen umschreiben lassen, aber nicht den Paß oder Perso. Kostet halt ne menge Zeit und Geld.

Zum Thema Schwule Lesben usw. hatte ich eigene Erfahrungen wiedergegeben, die wenn ganze Gruppen von Menschen der unterschidlichsten Gesinnungen im MHC in Hamburg aufeinander treffen. Da wird zwar niemand dikriminiert, aber da wird eindeiutig signalisiert : "Hey das hier ist ne Männerrunde" also läuft nicht immer so glatt. Diese Abschnitt bezieht sich nicht auf Einzelpersonen, genauso wenig wie im eigentlichen zerpflückten Beitrag.
Ich lasse mal deinen Beitrag, bis auf den letzten Absatz, ungekürzt und nicht zerpflückt stehen, wenn dir das wichtig ist.
Zu deinem ersten Absatz kann ich nur sagen, dass ich den nicht verstehe. Sorry, du sprichst für mich, relativ oft in Parabeln :? :?:
Im letzten Absatz sprichst du von eigenen Erfahrungen, die du im Umgang mit NB's innerhalb der Communitiy gemacht hast. Gut, sind deine (negativen) Erfahrungen, die ich dir bestimmt nicht absprechen möchte. Jedoch hast du das zuvor - Beitrag #50 - allgemein gültig gesagt, was ich so nicht bestätigen kann. Ich erlebe meine regionale Communitiy als sehr offen gegenüber allen LGBTQI-Gruppen. Hatten wir nicht erst einen Thread, indem es um Schubladendenken und wie/ob man sich daraus lösen kann???
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 58 im Thema

Beitrag von Aria »

Petra Sofie hat geschrieben: Fr 1. Mai 2020, 07:35 Leute mal ganz ehrlich, sich jedes Mal durch aus dem Zusammenhang gerissener Einzelsätze, sprich Zitate durch zuwühlen, zig andere Anmerkungen auseinanderzudröseln. Damit mir der eigentlche Sinn der Kritik auch nur Ansatzweise verständlich wird, um den Sinn meines Beitrages wieder herzustellen, dann zu erklären worum es eigentlich ging. Das mutiret dann zur Endlosschleife, bis der/die Letzte in der Runde beleidigt ist, weil er/sie sich falsch verstanden fühlt.
Ich finde die Zitatfunktion sehr gut, hilft die doch sich direkt auf einen Punkt zu beziehen und somit die Diskussion leichter nachvollziehbar zu machen. Sicher, nicht jeder kann damit umgehen. Da werden Beiträge zerpflückt, Aussagen aus dem Kontext gerissen, unsinnige Passagen stehen gelassen oder gar ganze Beiträge zitiert, ohne wirklich darauf eingegangen zu sein. Und dann gibt es welche, die meinen, dass eine Antwort auf ein Zitat automatisch als Widerspruch und somit ein Angriff auf das vorher gesagt sei. Dabei muss man sich doch nur mal die Antwort richtig durchlesen, um zu erkennen, dass das nicht so ist. Aber irgendwie scheint das wie ein rotes Tuch zu sein und die Benachrichtigung, dass man zitiert wurde, eine Aufforderung zum Kampf gleich kommt. Schrecklich, dieses Verhalten! Aber so ist das nun mal in einem Forum, wo verschiedenste Menschen und Meinungen aufeinanderprallen und jeder in seiner eigenen Komfortzone sitzt.
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 59 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Aria, ich laß das alles so stehen wie du es geschrieben hast. Benutze keine Zitate, sondern stelle dazu eigene Gedankengänge gegenüber.

Vicky fühlt sich, wenn ich sie richtig verstanden habe, selbst in der Gemeinschaft der Transleute nicht wohl und oft auch mißverstanden. Versetze ich mich also in sie hinein, und berichte über meine eigenen Erlebnisse, mit Menschen Enby's wie sie, so habe auch ich bei mir Irritationen festgestellt. Eine Irritation ist doch erst einmal nichts negatives. Ich empfinde diese Menschen auch nicht als negative Mitmenschen. Habe erst recht keine negativen Erfahrungen gesammelt. Im Transentreff im MHC sind zwei die sich absolut so wie Vicky fühlen und erscheinen. Die/der Eine erschein mal als Martina mal als Martin, ist aber niemandem böse, wenn sie durchgehend als Martina angesprochen wird. Ich selbst habe das Problem nicht als Frau wirklich anerkannt zu werden. Frau die ich nun mal bin. Ich schrieb deshalb, und habe mich auch in weiteren Texten darauf bezogen: " Eine richtige Dame werde ich nie ". Spricht mich nun jemand als Mann an, so bin ich ihm auch nicht böse, es nervt mich zwar, aber ich habe gelernt damit umzugehen. Auf einen Hinweis in der Diskussion ich sollte doch mal in Betracht ziehen mich komplett zu Outen. Habe ich angemerkt, nein das will ich nicht ich setze genug Zeichen, das ich kein Normalo bin. Ich habe die Nase voll mich in dieser Hinsicht zu erklären. Warum auch? Schubladendenken will ich nicht mehr unterstützen. Das Schubladendenken setzt sich aber sogar bis in unsere Comunity immer wieder durch. So auch im MHC, aber man muß den Hintergrund sehen. Da sitzen gestandene Kerle, die suchen Partnerschaften fürs Bett, da hab ich als Transe nix verloren. Vielleicht ist das auch der Grund warum wir mit den Normalos nicht spielen dürfen? ( Steinzeit läßt grüßen )

Ich kann Vicky verstehen, der Kampf um das eigene Sein, einfach nur zu leben wie man sich wohlfühlt. Einfach und simpel gesagt. Ich bin da, was kann ich für Euch tun. Ich gehe auf dich zu, warum versagst du mir die Anerkennung die ich dir entgegenbringe. ( keine pesönliche sondern allgemeine Ansprache an die Gesellschaft an sich )

Ich hoffe ich habe nix ausgelassen, das schrieb 90% Frau und 10 % Restmann, die offizielles Outing ablehnt, bei höflichen Nachfragen aber gern erklärt was Sache ist.

LG
Petra Sofie
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Re: Transgender und Öffentlichkeit

Post 60 im Thema

Beitrag von Aria »

Sorry, ich komme mit deinen Kommentaren nicht wirklich klar!

Mir ist sehr wohl bewusst, was Vicky umtreibt, und ich denke, dass der einzige Ausweg aus dem Dilemma ist, sich zu zeigen wie man ist und auf Nachfragen zu erklären. Denn nur so kann man für sich und seine Ziele immer mehr Akzeptanz erwerben. Wenn du das nicht so machen magst, ist das deine Entscheidung. Dan darfst du dich aber auch nicht wundern, warum du keinen Fortschritt in dieser Angelegenheit machst. Ein outing wäre natürlich eine tolle Idee, für mehr Sichtbarkeit und Toleranz zu werben aber das lehnst du ja auch ab. Dann darfst du dich aber auch nicht wundern, wenn dir Menschen immer noch mit Unverständnis entgegen kommen - und das sogar innerhalb der Community.

Das alles ist ein einziger Widerspruch, den du auch nur allzu gerne selbst befeuerst. Du schreibst: Die Frau, die ich nun mal bin. Paar Sätze weiter: Eine richtige Dame werde ich nie. Dann bezeichnest du dich als Transe - das würde mir im Traum nicht einfallen. Und zum Schluss, die prozentuale Aufteilung deines Gender 90/10. Ja, was denn nun??? Wen wundert es da, wenn dabei ??? entstehen - hier bei mir. Was sollen denn die "Normalos" dazu sagen, bei so viel Uneinigkeit?
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