Rabea-Marie hat geschrieben: Do 7. Mär 2019, 06:53
Huhu alle!
Kindern zu verbieten sich als Indianer an Karneval zu verkleiden ist meiner Meinung nach einfach der falsche weg.
Ich bin auch ganz sicher nicht für Diskriminierung.
Ebenso empfinde ich
Nun, die hier vorherrschende Meinung scheint sich ganz gut mit dem Gros der deutschen Bevölkerung zu deckeln. Dieses Gros der Leute ist es auch - so liest man es in den Kommentaren in den sozialen Netzwerken zu diesem Thema - die sich über den Genderwahn echauffieren und sich fragen, ob wir keine anderen Probleme hätten, als nun eine extra Toilette einzuführen und die korrekte Schreibweise bei Stellenausschreibungen u.ä. zu verwenden.-
Solche argumentationen ebenso als den falschen Weg.
Es sind genau solche Aussagen die die "Gegner" auf den Plan rufen. Außerdem empfinde ich nicht dass das Groß der deutschen Bevölkerung diese Meinung teilt.
Ich wurde bei keinem meiner Ausflüge bisher von der Damentoilette geworfen, ob wohl ich da biologisch gesehen nichts zu suchen habe, weder offensiv angegangen und ich bin sicher schon an tausenden Leuten vorbei gegangen.
Die Leute in den Kommentarspalten mögen vielleicht die lautesten sein, aber ich sehe sie nicht als die Mehrheit.
Eine Mehrheit macht man draus in dem man den schweigenden Anteil, welcher durchaus zu einem Dialog bereit gewesen wäre, mit solcher Argumentation in die selbe Ecke drängt.
Durch Verbote wird man beim Thema Diskriminierung und Rassismus nicht viel erreichen. Dafür bedarf es einen Dialog aller Beteiligten um am Ende ein Maß an Verständnis ALLER Beteiligten zu erzeugen.
Als Beispiel habe ich mal ein Party Video gesehen. Dort sieht man zwei Freunde, einen farbigen und einen weißen. Beide bekommen je einen Eimer gereicht. Der farbige bekommt Mehl und der weiße sowas wie Kohlenstaub. Beide kippen sich den Eimer über ihren Köpfen aus und haben Spaß dabei, es soll ein Partygag sein. Der farbige ist dann weiß und der weiße schwarz. Beide feiern und freuen sich.
Wieso kann es nicht so sein? Wieso können wir nicht einfach gemeinsam son Quatsch machen und uns gemeinsam freuen?
Voraussetzung hierfür ist natürlich das der eine nicht glaubt der andere machts um ihn zu verhöhnen und der andere es auch tatsächlich nicht deswegen tut.
Diese Voraussetzung erreicht man aber nicht in dem man dem einen verbietet sein Gesicht schwarz anzumalen. Sondern in dem alle Beteiligten in einen Dialog bringt damit endlich mal alle kapieren dass wir alle einfach Menschen sind und der eine nicht mehr oder weniger wert als der Andere!
Genauso hätte man das in der Kita machen müssen.
Anstatt ein plumpes "Verbot" auszusprechen, hätte man doch mit den Kindern und Eltern vorab einen Indianer Abend machen können.
Man läd einen Nachfahren der Ureinwohner Amerikas ein, schafft eine für diese Epoche traditionelle Umgebung. Dieser jemand hätte dann kindgerecht und spielerisch etwas über die Geschichte seines Volkes erzählen können und auch mit Klischees und Unwahrheiten aufräumen. Im Zuge diese Abends hätten dann die Kinder sich evtl traditions gerecht verkleiden können.
So hätte man Kinder und Eltern zum nachdenken sensibilisieren können, aber nicht mit "du darfst nicht"
Durch Verbote wird es keine Nachhaltigkeit geben. Damit formen wir nur einen Käfig in dem sich dann irgendwann tatsächlich das Groß der Bevölkerung eingesperrt fühlt. Woraus sich unausweislich Widerstand ergeben wird.
Nachhaltigkeit kann nur durch Verständnis erzeugt werden.
LG Rabea